Das Latium reicht vom Tyrrhenischen Meer bis in die Apenninen, Hauptstadt ist Rom. Rund um die Hauptstadt findest du die Villen von Tivoli, Vulkanseen wie den Bolsena-, Vico- und Bracciano-See, etruskische Nekropolen und Orte wie Civita di Bagnoregio auf einem Tuffsteinfelsen.
Das Latium ist nach den Latinern benannt und war Kernland des antiken Rom, später des Kirchenstaats. Die Region ist überwiegend hügelig und bergig, Ebenen gibt es vor allem an der Küste und im Tibertal. Jenseits von Rom findest du Ostia Antica und die beiden UNESCO-Welterbestätten in Tivoli, die Villa d'Este und die Villa Adriana. Die Landschaft reicht von den Vulkanseen im Norden über die Albaner Berge mit den Castelli Romani bis zu den Sandstränden der Küste.
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Castelli Romani
Die Castelli Romani sind eine Gruppe von Orten am Fuß der Albaner Berge südöstlich von Rom.
Rom wurde der Überlieferung nach 753 v. Chr. gegründet, und jede Epoche hat Spuren hinterlassen: das Kolosseum und das Forum Romanum aus der Antike, Kirchen und Paläste der Renaissance, Brunnen und Plätze des Barock.
Sperlonga liegt in der Provinz Latina etwa auf halbem Weg zwischen Rom und Neapel auf einem Vorgebirge am Tyrrhenischen Meer. Westlich des Ortes zieht sich ein langer Sandstrand bis nach Terracina, östlich folgen kurze Strände und Felsküste.
Viterbo war im 13. Jahrhundert rund zwei Jahrzehnte lang Sitz der Päpste, und die Altstadt gehört zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtzentren Mittelitaliens. Häuser aus Stein, mittelalterliche Brunnen und der Papstpalast prägen das Bild; westlich der Stadt liegen Thermalquellen, die schon Etrusker und Römer nutzten.
Sehenswürdigkeiten in Latium
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Museum
Villa d'Este
Kardinal Ippolito II. d'Este ließ die Villa in Tivoli in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts anlegen, den Garten plante Pirro Ligorio. Berühmt sind die 51 Brunnen und Nymphäen mit Hunderten Wasserspeiern, Wasserstrahlen und Becken, die allein durch Gefälle ohne Pumpen gespeist werden. Seit 2001 ist die Villa UNESCO-Welterbe.
Kaiser Hadrian ließ die Palastanlage ab etwa 120 n. Chr. bei Tivoli errichten, rund 20 Kilometer von Rom. Über 30 Bauten wie Thermen, das Teatro Marittimo und Wasserbecken verteilen sich auf mehreren Terrassen. Seit 1999 ist das Gelände UNESCO-Welterbe; bekannt ist der Canopus, ein langes Becken, das den Nil darstellen soll. Das Gelände ist weitläufig, plane genug Zeit ein.
Benedikt von Nursia gründete das Kloster 529 auf dem 516 Meter hohen Montecassino über Cassino. Am 15. Februar 1944 wurde die Abtei bei einem alliierten Bombenangriff zerstört und von 1948 bis 1956 originalgetreu wiederaufgebaut. Von der Loggia del Paradiso blickst du ins Liri-Tal, in der Nähe liegt der polnische Soldatenfriedhof.
Der Ort liegt im Valle dei Calanchi, einer Erosionslandschaft zwischen Bolsenasee und Tibertal, auf einem Tuffsteinfelsen über weichem Ton. Weil der Felsen weiter abbröckelt, heißt Civita auch „die sterbende Stadt". Erreichbar ist sie nur über eine rund 300 Meter lange Fußgängerbrücke aus Stahlbeton von 1965, dauerhaft leben hier nur noch wenige Menschen. Seit 2013 wird für den Zugang eine Gebühr erhoben, prüf den aktuellen Preis vorab.
Die Küche des Latium ist einfach und kräftig – viele berühmte Pastagerichte stammen von hier.
Pasta alla Carbonara
Pasta, meist Spaghetti, mit Guanciale, Ei, Pecorino Romano und schwarzem Pfeffer, typisch für das Latium.
Bucatini all'Amatriciana
Benannt nach Amatrice in der Provinz Rieti: Sauce aus Tomaten, Guanciale und Pecorino.
Porchetta di Ariccia
Die Porchetta aus Ariccia in den Castelli Romani trägt seit 2011 eine geschützte geografische Angabe (IGP).
Wein aus Frascati
Weißwein mit DOC-Status, vor allem aus Malvasia, aus Frascati, Grottaferrata, Monte Porzio Catone und Teilen von Rom und Monte Compatri.
Kultur im Latium
Etrusker, Latiner, RömerIm Norden der Region lebten die Etrusker. Ihre Nekropolen in Cerveteri und Tarquinia, wo die Gräber der Monterozzi-Nekropole ausgemalt sind, gehören seit 2004 zum UNESCO-Welterbe. Der Name Latium geht auf die Latiner zurück, deren Stadtstaat Rom war.Kirchenstaat und PäpsteAb der Mitte des 16. Jahrhunderts war das Latium politisch fest in den Kirchenstaat eingebunden. Viterbo war im 13. Jahrhundert rund zwei Jahrzehnte lang Sitz der Päpste. In Castel Gandolfo am Albaner See verbringt Papst Leo XIV. wieder seinen Sommerurlaub.Feste und TraditionenIn Viterbo tragen am Abend des 3. September rund hundert Träger die etwa 30 Meter hohe Macchina di Santa Rosa durch die Altstadt, das Fest gehört seit 2013 zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe. In Marino wird am ersten Sonntag im Oktober die Sagra dell'Uva gefeiert, bei der Brunnen Wein spenden.
Unterwegs im Latium
Mit Bahn und BusRom ist der Verkehrsknoten der Region. Regionalzüge verbinden die Hauptstadt mit vielen Orten der Region, Ostia erreichst du mit der Vorortbahn Roma–Lido ab Porta San Paolo. Überlandbusse der regionalen Gesellschaft Cotral fahren in Orte ohne Bahnanschluss.Mit dem AutoFür die Castelli Romani, die Vulkanseen und abgelegene Bergdörfer ist ein Mietwagen flexibel. In vielen Altstädten gelten Zonen mit beschränktem Verkehr (ZTL), prüf die Regeln vor der Einfahrt.