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    Süditalien Wohnmobil (2–3 Wochen)

    Süditalien Wohnmobil (2–3 Wochen)

    von Felix Gillen

    Die Route führt von Bari über Alberobello und Ostuni in den Salento nach Lecce und Otranto, dann quer durch Apulien nach Matera und an die Tyrrhenische Küste nach Maratea. Die längste Etappe von Otranto nach Matera dauert gut drei Stunden. In Matera parkst du das Wohnmobil außerhalb der Sassi.

    16 Tage / 15 Nächte
    Mai–Oktober
    Wohnmobil-geeignet
    7 Stopps

    Warum diese Route?

    Für Camper, die Apuliens Küsten, die Höhlensiedlungen von Matera und die Steilküste der Basilikata auf einer Reise verbinden wollen.

    Geheimtipps

    • Christusstatue auf dem Monte San Biagio über Maratea
    • Belvedere Murgia Timone gegenüber den Sassi von Matera
    • Cava di Bauxite bei Otranto, ein roter Bauxitsteinbruch mit grünem See

    Reiseverlauf

    Bari
    Stopp 1 • 2 Übernachtungen

    Bari

    Stadt

    Reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten. Kulinarische Highlights und regionale Spezialitäten und Traumhafte Strände und Küstenlandschaften.

    Bari ist die Hauptstadt Apuliens und hat rund 315.000 Einwohner. In der verwinkelten Altstadt Bari Vecchia stehen die Basilika San Nicola mit den Reliquien des heiligen Nikolaus und die Kathedrale San Sabino; in der Via dell'Arco Basso formen Frauen vor ihren Haustüren Orecchiette.
    6 Sehenswürdigkeiten
    5 Restaurants

    Kultur und Geschichte

    Bari entwickelte sich in römischer Zeit an der Via Traiana und war ab 975 Sitz des byzantinischen Katepans, des Statthalters für Süditalien. 1071 eroberten die Normannen die Stadt.1087 brachten Seeleute aus Bari die Gebeine des heiligen Nikolaus aus Myra in die Stadt. Die darüber errichtete Basilika San Nicola gilt als einer der Prototypen der apulischen Romanik; eine Apsis der Krypta ist dem orthodoxen Gottesdienst vorbehalten. Die romanische Kathedrale San Sabino entstand im 12. und 13. Jahrhundert. Das Castello Normanno-Svevo ließ Roger II. 1131 errichten, Friedrich II. baute es wieder auf.Bari Vecchia hat ihren Stadtgrundriss aus byzantinischer Zeit bewahrt und zählt rund 40 Kirchen. In der Via dell'Arco Basso formen Frauen bis heute vor ihren Haustüren Orecchiette. Ab 1813 entstand unter Joachim Murat die Neustadt.
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    Alberobello
    Stopp 2 • 2 Übernachtungen

    Alberobello

    Stadt

    Reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten. Perfekt für einen spannenden Städtetrip und Perfekt für entspannte Reisen ohne Hektik.

    Alberobello liegt im Valle d'Itria in der Metropolitanstadt Bari und ist für seine Trulli bekannt, Häuser aus grob bearbeitetem Kalkstein in Trockenbauweise ohne Mörtel, mit kegelförmigen Dächern aus Steinplatten. Seit 1996 gehören sie zum UNESCO-Welterbe.Die beiden Trulli-Viertel sind der Rione Monti und die Aia Piccola.
    3 Sehenswürdigkeiten
    5 Restaurants

    Geschichte der Trulli

    Im frühen 16. Jahrhundert ließ Graf Andrea Matteo III. Acquaviva d'Aragona hier Bauernfamilien ansiedeln. Er erlaubte nur Häuser aus Trockenmauerwerk ohne Mörtel; so ließen sich Abgaben an den spanischen Vizekönig im Königreich Neapel umgehen.1797 erhob König Ferdinand IV. Alberobello zur königlichen Stadt und beendete damit die Feudalherrschaft.Die Spitzen der Kegeldächer, die pinnacoli, sind oft dekorativ gestaltet und galten vielen als Signatur des jeweiligen Baumeisters.
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    Ostuni
    Stopp 3 • 2 Übernachtungen

    Ostuni

    Stadt

    Perfekt für einen spannenden Städtetrip. Reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten.

    Ostuni liegt auf drei Hügeln am Rand der Murgia, etwa 7,5 Kilometer von der Adriaküste entfernt. Die mit Kalk weiß getünchten Häuser der Altstadt haben ihr den Beinamen Città Bianca, die weiße Stadt, eingebracht.In der Altstadt führen Gassen, Treppen und Bögen hinauf zur Kathedrale mit ihrer spätgotischen Fassade und einer großen Fensterrose. Rund um die Stadt liegt die Piana degli Ulivi mit zahlreichen monumentalen Olivenbäumen.
    2 Sehenswürdigkeiten
    2 Restaurants

    Geschichte und Traditionen

    Funde aus den Grotten der Umgebung belegen eine Besiedlung seit der Altsteinzeit. Am bekanntesten ist die Donna di Ostuni, das 1991 in der Grotte Santa Maria di Agnano gefundene, rund 28.000 Jahre alte Skelett einer schwangeren Frau; ein Abguss der Grabstätte ist im Museum der Stadt zu sehen.Der Kalkanstrich der Häuser erhellte die engen mittelalterlichen Gassen; während der Pest im 17. Jahrhundert galt er zudem als Desinfektionsmittel.Am 26. August findet die Cavalcata di Sant'Oronzo statt, bei der Reiter in roten Uniformen auf reich geschmückten Pferden zu Ehren des Stadtpatrons durch die Straßen ziehen.
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    Lecce
    Stopp 4 • 2 Übernachtungen

    Lecce

    Stadt

    Reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten. Perfekt für einen spannenden Städtetrip.

    Lecce ist Provinzhauptstadt im Salento. Ihre Altstadt wird von barocken Kirchen und Palazzi geprägt, errichtet aus dem hellen, weichen und dichten Kalkstein der Gegend, der pietra leccese. Weil er sich leicht bearbeiten lässt, entwickelte sich hier im 17. Jahrhundert ein eigener, reich verzierter Barockstil.Neben den barocken Fassaden liegen römische Reste wie das Amphitheater an der Piazza Sant'Oronzo und das Theater in der Altstadt. Das Gemeindegebiet reicht mit mehr als 20 Kilometern Küste bis an die Adria.
    5 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Geschichte und Barock

    Lecce geht auf eine messapische Siedlung zurück und hieß in römischer Zeit Lupiae. Aus dieser Epoche stammen das Amphitheater, von dem etwa ein Drittel sichtbar ist, und das Theater aus augusteischer Zeit. Auf der Piazza Sant'Oronzo steht eine Säule, die Brindisi der Stadt schenkte.Im 17. Jahrhundert verbreitete sich der Barocco leccese mit dicht ornamentierten Fassaden. Ein wichtiger Baumeister war Giuseppe Zimbalo, der den Dom neu errichtete. Karl V. ließ ab 1539 die Burg zur Festung ausbauen; ihm zu Ehren entstand 1548 die Porta Napoli.Figuren aus Pappmaché, die cartapesta, sind ein traditionelles Handwerk Lecces.
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    Otranto
    Stopp 5 • 2 Übernachtungen

    Otranto

    Stadt
    Otranto liegt an der Adriaküste des Salento. Knapp südlich der Stadt liegt mit Punta Palascìa der östlichste Punkt Italiens, zugleich der Albanien am nächsten gelegene.Die Altstadt mit der normannischen Kathedrale und der aragonesischen Burg liegt über dem Hafen. Nördlich der Stadt liegen die Laghi Alimini und die Baia dei Turchi.
    3 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Geschichte und Kultur

    Otranto war ein Ort der Messapier und später der Römer, die es Hydruntum nannten. Die Basilianermönche des Klosters San Nicola di Casole wenige Kilometer südlich der Stadt besaßen eine der größten Bibliotheken des Abendlandes, die 1480 zerstört wurde.Im Juli 1480 landeten osmanische Truppen und belagerten die Stadt rund zwei Wochen lang; am 11. August fiel sie. Rund 800 Einwohner, die sich weigerten, ihrem Glauben abzuschwören, wurden am 14. August hingerichtet. Papst Franziskus sprach sie 2013 als Märtyrer von Otranto heilig; ein Teil ihrer Gebeine wird in der Kathedrale aufbewahrt. 1481 eroberte Alfons von Aragon die Stadt zurück, ab 1485 entstand die neue Burg.Das Mosaik der Kathedrale schuf ein Team unter dem Basilianermönch Pantaleone zwischen 1163 und 1165. Es zeigt entlang eines Lebensbaums Szenen aus dem Alten Testament, Ritterepen, Tiere aus mittelalterlichen Bestiarien und den Alexanderroman.
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    Matera
    Stopp 6 • 2 Übernachtungen

    Matera

    Stadt

    Dieser Ort ist ein Highlight der Route

    Matera in der Basilikata gilt als eine der ältesten durchgehend bewohnten Städte der Welt. Ihre Altstadt, die Sassi, besteht aus Höhlenwohnungen, Felsenkirchen und Häusern, die über Jahrhunderte in den Tuffstein am Rand einer tiefen Schlucht gegraben wurden. In den 1950er-Jahren wurden die Sassi wegen der Armut und der hygienischen Verhältnisse geräumt; seit 1993 sind sie UNESCO-Welterbe und heute wieder bewohnt, mit Hotels, Restaurants und Museen in den Höhlen. 2019 war Matera Europäische Kulturhauptstadt. Gegenüber der Stadt, jenseits der Gravina-Schlucht, liegt der Murgia-Park mit weiteren Höhlenkirchen und dem bekanntesten Blick auf die Sassi. Die Gassen und Treppen sind steil; bequeme Schuhe sind nötig.
    7 Sehenswürdigkeiten
    4 Restaurants

    Kultur

    Die Höhlen am Rand der Gravina-Schlucht sind seit vorgeschichtlicher Zeit bewohnt. Im Mittelalter entstanden zahlreiche Felsenkirchen, einige mit Fresken.Nach dem Zweiten Weltkrieg galten die Sassi wegen Armut und schlechter hygienischer Verhältnisse als „Schande Italiens“. Ein Gesetz von 1952 ließ die Bewohner in neue Viertel umsiedeln. Später wurden die Sassi saniert, 1993 kamen sie auf die UNESCO-Welterbeliste, 2019 war Matera Europäische Kulturhauptstadt.Die Stadt war Drehort zahlreicher Filme, darunter Pasolinis „Il Vangelo secondo Matteo“ von 1964. Am 2. Juli feiert Matera die Festa della Bruna zu Ehren der Stadtpatronin, bei der ein Pappmaché-Wagen am Ende zerstört wird.
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    Maratea
    Stopp 7 • 3 Übernachtungen

    Maratea

    Stadt

    Beeindruckende Naturlandschaften und Outdoor-Möglichkeiten. Traumhafte Strände und Küstenlandschaften und Perfekt für entspannte Reisen ohne Hektik.

    Maratea ist der einzige Ort der Basilicata am Tyrrhenischen Meer, am Golf von Policastro. Die Gemeinde zieht sich rund 32 Kilometer an einer Steilküste entlang und umfasst mehrere Ortsteile: die Altstadt am Hang sowie an der Küste unter anderem Acquafredda, Fiumicello, Porto und Marina.Monte San BiagioÜber der Altstadt steht auf dem Monte San Biagio die Christusstatue von 1965 neben der Wallfahrtskirche des Stadtpatrons. Von dort überblickst du Küste und Hinterland.KüsteZwischen steilen Felswänden liegen Sand- und Kiesstrände und kleine Buchten, einige sind nur vom Meer aus erreichbar. Im Gemeindegebiet sind über 130 Grotten verzeichnet.
    6 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Kultur

    Maratea wird wegen seiner vielen Kirchen und Kapellen die „Stadt der 44 Kirchen“ genannt. Die Basilica di San Biagio auf dem Berg ist das Heiligtum des Stadtpatrons Blasius. Vom ersten Samstag bis zum zweiten Sonntag im Mai wird mit Prozessionen die Überführung seiner Reliquien nach Maratea gefeiert.Die Christusstatue schuf der Florentiner Bildhauer Bruno Innocenti 1965 auf Anregung des Unternehmers Stefano Rivetti. Rivetti kam Mitte der 1950er-Jahre nach Maratea, baute das erste moderne Hotel und machte den Ort als Ferienziel bekannt.
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    7 Stopps

    Route Zusammenfassung

    Dauer16 Tage
    Stopps7 Orte
    TypGemischt
    Beste ReisezeitMai–Oktober