Der Loop ist das Geschäftszentrum Chicagos zwischen Chicago River und Lake Michigan, benannt nach der Hochbahnschleife, die ihn umrundet. Du kommst wegen der Architektur aus mehr als einem Jahrhundert Hochhausbau, der Kunst unter freiem Himmel und der Parks am Seeufer.Nach dem Großbrand von 1871 wurde hier fast alles neu gebaut, so entstand die Chicago School of Architecture. In wenigen Blocks stehen Bürotürme aus den 1880er Jahren neben Bauten von Mies van der Rohe. Im Osten grenzen Grant Park, Millennium Park und Maggie Daley Park an den See.Millennium Park mit Cloud Gate, das Art Institute, Willis Tower und den Riverwalk findest du auf der Stadtseite. Tagsüber unter der Woche ist der Loop voll mit Büroangestellten, abends und am Wochenende ist es in den Seitenstraßen ruhig, nur das Theaterviertel um die State Street bleibt belebt.
Sehenswürdigkeiten in The Loop und Millennium Park
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Sehenswürdigkeit
1Chicago Cultural Center
Die ehemalige Hauptbibliothek von 1897 an der East Washington Street 78, gegenüber dem Millennium Park, trägt die größte Tiffany-Glaskuppel der Welt im Preston Bradley Hall. Täglich 10 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt in Gebäude und Ausstellungen ist frei. Kostenlose Hausführungen gibt es donnerstags und freitags um 13.15 Uhr. Ein guter Ort, um sich im Winter aufzuwärmen.
Das 1888 fertiggestellte Bürohaus von Burnham and Root an der South LaSalle Street 209 ist eines der ältesten erhaltenen Hochhäuser der Stadt. Den Lichthof mit Glasdach gestaltete Frank Lloyd Wright 1905 bis 1907 um, hell und in Weiß und Gold. Ins Atrium kommst du zu Geschäftszeiten meist auch ohne Führung, die Frank Lloyd Wright Trust bietet werktags Innenführungen an.
Der Brunnen aus rosa Marmor von 1927 steht in der Mitte des Grant Park am Ende der Congress Plaza. Etwa von Anfang Mai bis Mitte Oktober springt er jede volle Stunde für rund 20 Minuten an, die Mittelfontäne erreicht dann bis zu 46 Meter; nach Einbruch der Dunkelheit wird er farbig beleuchtet. Im Winter ist er trocken.
Der 2014 eröffnete Park zwischen Millennium Park und Seeufer ist über die geschwungene BP Pedestrian Bridge von Frank Gehry erreichbar. Kinder klettern im großen Spielgarten, an Kletterwänden geht es für alle Altersgruppen nach oben. Im Winter windet sich ein rund 400 Meter langes Eisband durch den Park, Schlittschuhe kannst du vor Ort leihen. Täglich 6 bis 23 Uhr geöffnet.
Die rund 15 Meter hohe Skulptur aus rostbraunem Cor-Ten-Stahl wurde 1967 vor dem Richard J. Daley Center enthüllt. Picasso lehnte ein Honorar von 100.000 US-Dollar ab und schenkte sie der Stadt; was sie darstellt, ist bis heute offen. Kinder rutschen gern über den schrägen Sockel. Im Sommer findet auf dem Platz ein saisonaler Bauernmarkt statt.
Traditionsrestaurant an der East Adams Street 77, nur einen Block vom Art Institute, mit roten Polstern und Samowaren. Auf der Karte stehen Borschtsch, Blini mit Kaviar, Bœuf Stroganoff und Honigkuchen, dazu Flights mit hausgemachten Wodkas. Beliebt vor Konzerten im nahen Symphony Center, dann solltest du reservieren.
Restaurant an der Ecke State und Washington Street mitten im Loop. Serviert werden neu interpretierte amerikanische Klassiker wie Orzo mit Pesto und Bananenpudding auf Brioche. Mittags eine gute Pause zwischen Museum und Architekturtour, abends eine ruhige Wahl vor dem Theater. Time Out zählt es zu den verlässlichen Adressen im Loop.
Dachrestaurant auf dem Chicago Athletic Association Hotel an der South Michigan Avenue 12, mit Blick über den Millennium Park bis zum See. Serviert werden Gerichte zum Teilen und starke Cocktails, laut Time Out lohnt vor allem die Aussicht. Für einen Tisch bei Sonnenuntergang am Wochenende solltest du reservieren, an der Bar wird es abends voll.
Der Großbrand von 1871 zerstörte fast den gesamten heutigen Loop. Beim Wiederaufbau experimentierten Architekten wie Daniel Burnham, John Root und Louis Sullivan mit Stahlskeletten, großen Fenstern und Aufzügen. Daraus entstand die Chicago School, die das Hochhaus prägte.Kunst im Stadtraum gehört seit den 1960er Jahren zum Loop: Picasso schenkte der Stadt 1967 seine Stahlskulptur am Daley Plaza, später folgten Werke von Chagall, Miró und Calder in den Plätzen rundherum. Der Grant Park am See ist seit dem 19. Jahrhundert per Gerichtsbeschluss „für immer offen, frei und unbebaut“.Im Sommer finden hier große Festivals statt, darunter Lollapalooza Ende Juli oder Anfang August. Dann sind Teile des Grant Park abgesperrt und Hotels in der Innenstadt deutlich teurer.
Die Kneipe an der South Wabash Avenue 134 unter der Hochbahn ist seit über 80 Jahren eine Institution im Loop: lange Holztheke, große Sitznischen, Fotos von Prominenten an den Wänden. Die Küche ist lange geöffnet, ein guter Ort für ein Bier und ein spätes Essen nach Konzert oder Theater.
Kneipe an der West Lake Street 205 im Stil eines Klosterkellers, seit den 1970er Jahren eine feste Adresse für Büroangestellte nach Feierabend. Auf den Tischen stehen kostenlose Erdnüsse, die Schalen wirfst du einfach auf den Boden. Unter der Woche ab 17 Uhr voll, später am Abend und am Wochenende deutlich ruhiger.
Der Loop ist kompakt, von der Wacker Drive im Norden bis zur Congress Parkway im Süden gehst du rund 20 Minuten.Hochbahn „L“: Brown, Green, Orange, Pink und Purple Line fahren oben auf der Schleife, Red und Blue Line darunter in Tunneln; beide fahren rund um die Uhr. Eine Fahrt kostet etwa 2,50 US-Dollar, bezahlt mit Ventra-Karte, der Ventra-App oder kontaktlos mit der Bankkarte.Vom Flughafen: Von O'Hare fährt die Blue Line direkt in den Loop, von Midway die Orange Line.Metra: Die Regionalzüge enden an Union Station, Ogilvie, LaSalle Street und Millennium Station.Auto: Parkhäuser unter Grant Park und Millennium Park sind teuer, Parken am Straßenrand ist kaum möglich. Lass das Auto stehen.Winter: Der Pedway, ein Netz unterirdischer Gänge, verbindet viele Gebäude und Stationen, wenn es draußen stürmt.
Unterkünfte in The Loop und Millennium Park
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