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    Nagasaki
    Stadt

    Japan

    Nagasaki

    Nagasaki liegt an einer tief eingeschnittenen Bucht im Westen Kyūshūs, die Häuser ziehen sich an steilen Hängen hinauf.

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    Nagasaki liegt an einer tief eingeschnittenen Bucht im Westen Kyūshūs, die Häuser ziehen sich an steilen Hängen hinauf. Während der Abschottung Japans war die Stadt über zwei Jahrhunderte das einzige Tor zu Europa und China – das prägt Kirchen, Küche und Stadtbild bis heute. Am 9. August 1945 wurde Nagasaki durch eine Atombombe zerstört; Friedenspark und Atombombenmuseum erinnern daran.
    Nagasaki hat rund 400.000 Einwohner und zieht sich in einem langen Band um den Hafen, die Wohnviertel kleben an steilen Hängen. Im flachen Zentrum liegen die historische Handelsinsel Dejima, Chinatown und die Kaufmannsviertel, im Süden der Hang mit Glover Garden und Ōura-Kirche, im Norden der Friedenspark. Eine günstige Straßenbahn verbindet alle Viertel. Abends lohnt die Fahrt mit der Seilbahn auf den Berg Inasa, dessen Blick auf die Bucht zu den bekanntesten Nachtpanoramen Japans zählt. Vom Hafen starten Boote zur verlassenen Industrieinsel Gunkanjima.

    Sehenswürdigkeiten in Nagasaki

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Glover Garden
    Museum

    1Glover Garden

    Am Hang über dem Hafen stehen die Wohnhäuser westlicher Kaufleute aus dem 19. Jahrhundert, darunter das Haus des schottischen Händlers Thomas Glover von 1863 – das älteste erhaltene Holzhaus im westlichen Stil in Japan. Glover war an der Modernisierung von Werften und Bergbau beteiligt; sein Haus gehört zum UNESCO-Welterbe der industriellen Revolution der Meiji-Zeit.Rolltreppen erleichtern den Aufstieg, von den Terrassen blickst du über die Bucht. Abends ist der Garten an manchen Tagen länger geöffnet.
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    Dejima
    Museum

    2Dejima

    Die fächerförmige künstliche Insel wurde 1636 im Hafen aufgeschüttet. Von 1641 bis 1859 war sie der Handelsposten der Niederländischen Ostindien-Kompanie und damit über zwei Jahrhunderte der einzige Ort, an dem Europäer in Japan Handel treiben durften.Durch Landgewinnung liegt Dejima heute mitten in der Stadt. Lagerhäuser, Wohnräume der Händler und Amtsgebäude wurden originalgetreu rekonstruiert und zeigen den Alltag zwischen japanischer und niederländischer Kultur.
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    Ōura-Kirche
    Kirche

    3Ōura-Kirche

    Die von französischen Missionaren errichtete Kirche wurde 1865 geweiht und ist das älteste erhaltene Kirchengebäude Japans; sie ist als Nationalschatz eingestuft. Kurz nach der Weihe gaben sich hier Gläubige aus der Umgebung zu erkennen, die ihren Glauben über 250 Jahre im Verborgenen bewahrt hatten.Die Kirche gehört zum UNESCO-Welterbe der Stätten der verborgenen Christen. Ein angeschlossenes Museum erzählt ihre Geschichte. Sie liegt direkt unterhalb des Glover Garden.
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    Park

    4Friedenspark Nagasaki

    Der Park im Norden der Stadt liegt nahe dem Explosionszentrum vom 9. August 1945. Blickfang ist die fast zehn Meter hohe Friedensstatue: Die nach oben weisende rechte Hand mahnt an die Bedrohung durch Atomwaffen, die ausgestreckte linke steht für den Frieden.Wenige Gehminuten entfernt liegen der Hypozentrumspark und das Atombombenmuseum, das mit Fundstücken und Zeugnissen die Zerstörung der Stadt dokumentiert. Jedes Jahr am 9. August findet hier die Gedenkfeier statt.
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    Restaurants in Nagasaki

    Essen & Trinken in Nagasaki

    Champon

    Dicke Nudeln in einer Brühe aus Schwein und Huhn, mit viel Gemüse und Meeresfrüchten in der Pfanne gegart. Das Gericht entstand Ende des 19. Jahrhunderts in einem chinesischen Lokal der Stadt.

    Sara-Udon

    Knusprig frittierte dünne Nudeln, über die eine dicke Sauce mit Gemüse und Meeresfrüchten gegossen wird.

    Castella

    Ein Biskuitkuchen nach portugiesischem Vorbild, saftig und mit einer karamellisierten Unterseite. Mehrere traditionsreiche Konditoreien verkaufen ihn in Holzkästchen.

    Toruko-Rice

    Ein Teller für den großen Hunger: Pilaw, Spaghetti und ein Schweineschnitzel mit Sauce nebeneinander.

    Shippoku

    Ein Festmenü aus vielen kleinen Gerichten, das chinesische, japanische und europäische Einflüsse vereint und an einem runden Tisch geteilt wird.

    Tor zur Welt

    Handel mit Europa und ChinaPortugiesische Händler gründeten den Hafen im 16. Jahrhundert. Während der Abschottung Japans durften von 1641 bis 1859 nur Niederländer auf der künstlichen Insel Dejima Handel treiben – der einzige direkte Kontakt zu Europa. Chinesische Kaufleute hinterließen Tempel wie den Kōfuku-ji und das Viertel Shinchi.Versteckte ChristenNach dem Verbot des Christentums 1614 hielten Gläubige ihren Glauben über zwei Jahrhunderte im Verborgenen aufrecht. Die Ōura-Kirche und weitere Stätten in der Region gehören heute zum UNESCO-Welterbe.Der 9. August 1945Die Atombombe zerstörte den Norden der Stadt um den Stadtteil Urakami. Friedenspark, Atombombenmuseum und die wiederaufgebaute Urakami-Kathedrale erinnern daran. Im Oktober feiert die Stadt mit dem Kunchi-Fest am Suwa-Schrein ihr wichtigstes Fest, in dem chinesische und europäische Einflüsse sichtbar sind.

    Anreise und unterwegs

    AnreiseBahn: Ab Hakata fährst du mit einem Expresszug bis Takeo-Onsen und steigst dort am selben Bahnsteig in den Nishi-Kyūshū-Shinkansen um. Die Fahrt dauert insgesamt rund eineinhalb Stunden.Flug: Vom Flughafen Nagasaki fährt ein Bus in rund 45 Minuten ins Zentrum.In der StadtStraßenbahn: Vier Linien verbinden Bahnhof, Friedenspark, Dejima, Chinatown und Glover Garden zu einem Einheitspreis.Zu Fuß: Viele Sehenswürdigkeiten liegen an steilen Hangwegen und Treppen – bequeme Schuhe sind wichtig.Gunkanjima: Die Bootstouren zur Insel starten am Hafen, Anlandungen finden nur bei ruhiger See statt.

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      Nagasaki-Reise

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      • 1Glover Garden3 Tage
      • 2Dejima4 Tage
      • 3Ōura-Kirche5 Tage
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    In der Umgebung

    Kumamoto

    Kumamoto

    Kumamoto auf Kyushu vereint reiche Geschichte mit moderner Dynamik. Ihr Wahrzeichen ist die imposante Burg Kumamoto, ein bedeutendes Kulturgut, dessen Wiederaufbau nach dem Erdbeben 2016 Resilienz zeigt. Der malerische Suizenji Jojuen Garten lädt mit seinen Miniaturlandschaften zur Entspannung ein. In den belebten Einkaufsstraßen wie Kamitori und Shimotori entdeckst du lokales Leben und Spezialitäten wie Kumamoto Ramen. Für ein optimales Erlebnis empfiehlt sich ein Besuch im Frühling zur Kirschblüte oder im Herbst.
    Kyushu

    Kyushu

    Kyushu, die südlichste der vier Hauptinseln Japans, verzaubert dich mit einer faszinierenden Mischung aus brodelnden Vulkanen, heilenden Thermalquellen und einer tief verwurzelten Kultur. Hier erlebst du eine Landschaft voller dramatischer Naturschönheit, von üppigen Bergen bis zu subtropischen Küsten, gepaart mit einer hervorragenden regionalen Küche, die Gaumen und Seele gleichermaßen verwöhnt.
    Fukuoka

    Fukuoka

    Fukuoka, eine pulsierende Hafenstadt auf Kyushu, verbindet moderne Urbanität mit reicher Geschichte und einer entspannten Atmosphäre, die sie von anderen japanischen Metropolen abhebt. Die Stadt ist berühmt für ihre lebendige Kulinarik, insbesondere die Yatai-Garküchen entlang des Naka-Flusses im Viertel Nakasu, wo du lokale Spezialitäten wie Hakata Ramen direkt am Wasser genießen kannst. Historische Einblicke bietet der Dazaifu Tenmangu Schrein, ein bedeutendes kulturelles Erbe, das dem Gelehrten Sugawara no Michizane gewidmet ist. Für Erholung und Spaziergänge empfiehlt sich der weitläufige Ohori Park mit seinem großen Teich und dem angrenzenden japanischen Garten. Das moderne Einkaufsviertel Canal City Hakata bietet zudem vielfältige Unterhaltung und Architektur. Die beste Reisezeit ist der Frühling oder Herbst, um das angenehme Klima und die geringeren Touristenmassen zu nutzen und die Stadt entspannt zu erkunden.
    Kagoshima

    Kagoshima

    Kagoshima, im Süden Kyushus gelegen, ist untrennbar mit dem imposanten, aktiven Vulkan Sakurajima verbunden, der majestätisch die Kinko-Bucht überragt. Du erlebst hier eine einzigartige Atmosphäre, geprägt von subtropischem Klima und der ständigen Präsenz vulkanischer Aktivität. Besuche den prächtigen Sengan-en Garten, eine historische Residenz mit traditionellen Landschaften und direktem Blick auf den Vulkan. Eine kurze Fährfahrt bringt dich nach Sakurajima selbst, wo du die vulkanische Natur hautnah erleben und lokale Ashi-yu-Fußbäder nutzen kannst. Im lebhaften Einkaufsviertel Tenmonkan findest du zahlreiche Restaurants, die lokale Spezialitäten wie Kurobuta (schwarzes Schweinefleisch) und Kibinago (Sardellen) anbieten. Für eine beeindruckende Panoramaaussicht über die Stadt und Sakurajima bei Sonnenuntergang empfiehlt sich der Shiroyama Park. Die Monate April bis Mai und Oktober bis November bieten oft ideales Wetter für Erkundungen.
    Beppu

    Beppu

    Beppu, eine Onsen-Stadt auf Kyushu, ist weltweit bekannt für seine vielfältigen heißen Quellen und die damit verbundene Kultur. Du findest hier über 2.000 heiße Quellen, die sich in acht Hauptgebiete unterteilen, jedes mit eigenem Charakter. Ein Höhepunkt ist die "Jigoku Meguri", die Besichtigung der Acht Höllen von Beppu, spektakuläre, nicht zum Baden geeignete Thermalquellen mit einzigartigen Farben und Dampffontänen. Besonders hervorzuheben sind das kobaltblaue "Umi Jigoku" (Meereshölle) und das blutrote "Chinoike Jigoku" (Blutteichhölle). Nutze die Gelegenheit für ein traditionelles Sandbad in Beppu Kaihin Sunayu oder genieße Jigoku Mushi, Speisen, die direkt im heißen Thermalwasser gedämpft werden. Für eine umfassende Erfahrung empfiehlt sich der Besuch der Jigoku Meguri am Vormittag, um den Andrang am Nachmittag zu vermeiden. Ein Spaziergang durch die verschiedenen Onsen-Viertel wie Kannawa bietet Einblicke in das lokale Leben und die Dampflandschaften.