Ostende ist die größte Stadt an der belgischen Küste und in rund 80 Minuten mit dem Zug von Brüssel erreichbar.
Ostende ist die größte Stadt an der belgischen Küste und in rund 80 Minuten mit dem Zug von Brüssel erreichbar. Breiter Sandstrand, eine lange Strandpromenade, Fischkutter im Hafen und das Erbe des Malers James Ensor machen den Reiz der Stadt aus.Im 19. Jahrhundert verbrachte die belgische Königsfamilie hier ihre Sommer, davon zeugen die Königlichen Galerien und das Kasino am Strand. Heute isst du am Fischmarkt Nordseekrabben, besuchst das Segelschulschiff Mercator und fährst mit der Kusttram zu den Nachbarorten.
Ostende hat gut 72.000 Einwohner und ist damit die größte Stadt an der belgischen Nordsee. Innenstadt, Hafen und Promenade liegen nah beieinander und lassen sich zu Fuß erkunden. Für Ziele entlang der Küste, etwa Raversyde im Westen oder De Haan im Osten, nimmst du die Kusttram. Die Strandpromenade mit Kursaal und den Venezianischen Galerien zeigt das mondäne Seebad der Belle Époque, rund um Visserskaai und Vistrap geht es dagegen ums Fischerhandwerk. Am Ostufer des Hafens liegt Fort Napoleon zwischen den Dünen.
Sehenswürdigkeiten in Ostende
Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
Museum
1Segelschulschiff Mercator
Das Segelschulschiff der belgischen Handelsmarine wurde 1932 im schottischen Leith gebaut und ist seit 1964 ein Museumsschiff in Ostende. Es liegt im Jachthafen am Jan Piersplein und ist dienstags bis sonntags geöffnet.
Napoleon ließ das Fort 1811 in den Dünen an der Hafeneinfahrt anlegen, weil er einen britischen Angriff erwartete. Nach einer fünfjährigen Restaurierung ist es seit 2000 öffentlich zugänglich und erzählt seine Geschichte heute auf einem Rundgang.
Die kleinen grauen Nordseekrabben werden frühmorgens am Fischmarkt verkauft. Du isst sie frisch gepult, als Tomate-crevette in einer ausgehöhlten Tomate oder als Krokette.
Garnaalkroketten
Knusprig frittierte Kroketten mit cremiger Krabbenfüllung, an der Küste ein Klassiker als Vorspeise.
Fisch vom Vistrap
Am offenen Fischmarkt an der Visserskaai verkaufen Händler täglich fangfrischen Nordseefisch. Bei Sturm auf See und an Weihnachten und Neujahr bleibt er geschlossen.
Ensor, Kunst und Königsbad
James EnsorDer Maler James Ensor (1860 bis 1949) wurde in Ostende geboren und blieb der Stadt sein Leben lang verbunden. Sein Wohnhaus in der Vlaanderenstraat, in dem er von 1917 bis zu seinem Tod lebte, ist heute Teil des Ensorhuis. Das Kunstmuseum Mu.ZEE mit Werken von Ensor und Léon Spilliaert wird renoviert und soll 2028 wiederöffnen. Bis dahin zeigt es Ausstellungen in den Venetiaanse Gaanderijen an der Promenade.Seebad der KönigeAb dem 19. Jahrhundert machte die Königsfamilie Ostende zu ihrem Sommersitz. Für sie entstanden die Königlichen Galerien an der Promenade und die Pferderennbahn Wellington, eröffnet 1883. Das erste Kasino, der Kursaal, öffnete 1857 direkt am Strand; das heutige Gebäude ist nach wie vor ein Treffpunkt für Abendessen, Spiel und Konzerte.
Anreise und Unterwegs
AnreiseAb Brüssel Nord, Central und Midi fährt stündlich ein schneller Intercity über Gent und Brügge nach Ostende, Fahrzeit rund 1 Stunde 20 Minuten. Die langsameren Züge über Kortrijk brauchen deutlich länger. Fähren nach England gibt es seit 2013 nicht mehr.Vor OrtDie Innenstadt mit Promenade, Hafen und Fischmarkt erkundest du zu Fuß. Am Bahnhof hält die Kusttram, die die gesamte belgische Küste von De Panne bis Knokke-Heist abfährt. Tagsüber fährt sie je nach Saison alle 10 bis 20 Minuten, abends alle 30 Minuten; mit einer Tages- oder Mehrtageskarte kannst du beliebig oft ein- und aussteigen.