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    Key West und die Florida Keys

    USA

    Key West und die Florida Keys

    Stadt

    Key West ist die letzte Insel der Florida Keys, die über den Overseas Highway mit dem Festland verbunden ist, eine Kleinstadt aus Holzhäusern, Bars und Hafenpiers rund 160 km vor der Südspitze Floridas.

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    Key West ist die letzte Insel der Florida Keys, die über den Overseas Highway mit dem Festland verbunden ist, eine Kleinstadt aus Holzhäusern, Bars und Hafenpiers rund 160 km vor der Südspitze Floridas. Du fährst hin wegen der Fahrt über 42 Brücken quer durchs Meer, wegen Hemingways Wohnhaus und wegen der Abende am Mallory Square, wenn halb Key West dem Sonnenuntergang applaudiert.Schon die Anreise ist ein Grund für die Reise: Der Overseas Highway zieht sich über 113 Meilen von Florida City bis Key West. Unterwegs lohnen sich Stopps im John Pennekamp Coral Reef State Park in Key Largo, dem ersten Unterwasserpark der USA, an den Stränden des Bahia Honda State Park und auf der Old Seven Mile Bridge, deren restauriertes Teilstück Du zu Fuß oder mit dem Rad bis Pigeon Key gehen kannst.In Key West selbst ist die Altstadt so kompakt, dass Du alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichst: die Duval Street vom Golf bis zum Atlantik, die Southernmost Point Buoy, das Fort Zachary Taylor mit seinem Strand und abends die Bars, in denen schon Hemingway trank. Wer weiter hinaus will, nimmt von hier Boot oder Wasserflugzeug zum Dry Tortugas National Park.
    Key West ist rund 6,5 km lang und 2,4 km breit, die Altstadt im Westen der Insel erkundest Du am besten zu Fuß oder mit dem Leihrad. Statt fester Buslinien fahren innerhalb der Stadt die per App gebuchten Sammelbusse von Key West Rides On Demand, die auch Anschluss an den Lower Keys Shuttle haben. Das Besondere ist die Mischung aus karibisch geprägter Holzarchitektur, Fischerhafen und Kneipenkultur, die Key West seit Hemingways Zeiten prägt. Lohnend sind die Gegend um Mallory Square und den Hafen Key West Bight im Norden, die Duval Street als Hauptachse und das ruhigere Viertel rund um die Whitehead Street mit Hemingway House und Leuchtturm. Für die übrigen Keys brauchst Du ein Auto, denn Strände, Riffe und Brücken liegen über den ganzen Highway verteilt.

    Sehenswürdigkeiten in Key West und die Florida Keys

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Southernmost Point Buoy
    Historische Stätte

    1Southernmost Point Buoy

    Die bunte Betonboje an der Ecke South und Whitehead Street markiert seit 1983 den südlichsten Punkt der kontinentalen USA, 90 Meilen bis Kuba steht darauf. Weil die Ufermauer seit 2025 saniert wird, steht vorübergehend eine Kopie am Atlantikende der Duval Street. Für das Foto stehst Du vor allem morgens früh weniger lang an.
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    Ernest Hemingway Home and Museum
    Museum

    2Ernest Hemingway Home and Museum

    In diesem Haus lebte Hemingway in den 1930er Jahren und schrieb an mehreren seiner bekanntesten Werke. Auf dem Grundstück leben Dutzende Katzen, viele davon mit sechs Zehen, Nachfahren von Hemingways Katze Snow White. Geöffnet ist täglich von 9 bis 17 Uhr, Führungen gibt es auch in anderen Sprachen.
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    Mallory Square
    Sehenswürdigkeit

    3Mallory Square

    Der Platz am Hafen ist abends Treffpunkt der Sunset Celebration, die seit den späten 1960ern jeden Abend stattfindet. Etwa zwei Stunden vor Sonnenuntergang bauen Gaukler, Musiker und Kunsthandwerker auf, und wenn die Sonne im Golf verschwindet, applaudiert die Menge.
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    Fort Zachary Taylor Historic State Park
    Museum

    4Fort Zachary Taylor Historic State Park

    Die Armee begann 1845 mit dem Bau des Forts, im Bürgerkrieg blieb es in Unionshand und diente als Basis gegen Blockadebrecher. Heute ist es National Historic Landmark mit einer großen Sammlung von Kanonen aus dem Bürgerkrieg, und gleich dahinter liegt ein Strand zum Schnorcheln und Baden.
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    Harry S. Truman Little White House
    Museum

    5Harry S. Truman Little White House

    Das 1890 gebaute Offiziershaus der Marinebasis war ab 1946 Winterquartier von Präsident Truman, der hier insgesamt 175 Tage verbrachte. Besichtigung mit Führung, geöffnet täglich von 9:30 bis 17 Uhr.
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    Key West Lighthouse & Keeper's Quarters
    Museum

    6Key West Lighthouse & Keeper's Quarters

    Der Leuchtturm wurde 1848 in Betrieb genommen, mit einer Frau als erster Wärterin. 88 Stufen führen nach oben zu einem der besten Ausblicke über die Insel, im Wärterhaus erzählt ein kleines Museum vom Leben der Leuchtturmfamilien.
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    Restaurants in Key West und die Florida Keys

    1

    El Siboney

    Kubanisches Familienrestaurant in der Catherine Street mit großen Portionen zu fairen Preisen. Die Paella Valenciana bestellst Du am besten eine Stunde vorher telefonisch.
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    2

    Pepe's Cafe

    Gilt als ältestes Restaurant von Key West, mit verwittertem Holzhaus und kleinem Patio in der Caroline Street. Gut für Frühstück, eine kräftige Margarita und ein Stück Key Lime Pie.
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    3

    Blue Heaven

    Seit 1992 sitzt Du hier im Hof unter einem Baum an bemalten Picknicktischen, zwei Blocks von der Duval Street entfernt. Beliebt zum Frühstück, der Michelin Guide führt das Lokal. Frühstück und Mittag ohne Reservierung, abends sind wenige Reservierungen möglich.
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    Essen und Trinken

    Die Küche der Keys lebt vom Meer und von Kuba, das nur rund 150 km entfernt liegt. Fisch, Garnelen und Krebse kommen frisch vom Boot, dazu Sandwiches aus der kubanischen Tradition und zum Schluss fast immer ein Stück Key Lime Pie.
    Key Lime Pie

    Key Lime Pie

    Creme aus den kleinen, sauren Key Limes auf einem Boden aus Graham Crackern, je nach Haus mit Sahne oder Baiser. Per Gesetz ist sie der offizielle Kuchen des Bundesstaats Florida, und in Key West findest Du sie auf fast jeder Karte.
    Conch Fritters

    Conch Fritters

    Frittierte Teigbällchen mit gehackter Fechterschnecke. Die Schnecke gab den Einheimischen ihren Spitznamen Conchs, darf in Florida aber seit 1985 nicht mehr gesammelt werden, das Fleisch kommt heute aus der Karibik.
    Key West Pink Shrimp

    Key West Pink Shrimp

    Rosa Garnelen aus dem Golf vor Key West, deren Entdeckung 1949 einen regelrechten Garnelenboom auslöste. Du bekommst sie gekocht, gegrillt oder als Shrimp Cocktail.
    Stone Crab

    Stone Crab

    Von den Steinkrabben werden nur die Scheren geerntet, die Tiere kommen zurück ins Meer. Die Saison läuft vom 15. Oktober bis 1. Mai.
    Cuban Sandwich

    Cuban Sandwich

    Gepresstes Sandwich aus kubanischem Brot mit Schweinebraten, Schinken, Schweizer Käse, Gurken und Senf, wohl entstanden in den Cafés der Zigarrenarbeiter. Die Key-West-Variante kommt oft zusätzlich mit Mayonnaise, Salat und Tomate.

    Geschichte und Kultur

    Der Name Key West ist eine englische Verballhornung des spanischen Cayo Hueso, Knocheninsel, weil spanische Seefahrer hier menschliche Knochen fanden. Im 19. Jahrhundert lebte die Stadt vom Fischfang, vom Bergen gestrandeter Schiffe am vorgelagerten Riff und von der Zigarrenherstellung kubanischer Einwanderer. 1912 erreichte Henry Flaglers Over-Sea Railroad die Insel, ein Hurrikan zerstörte die Bahn 1935, und 1938 übernahm der Overseas Highway ihre Rolle. Ende 1949 entdeckten Fischer vor Key West riesige Bestände an Rosa Garnelen, der folgende Boom ging als Pink Gold Rush in die Stadtgeschichte ein.Ernest Hemingway lebte von 1931 bis 1939 in Key West und schrieb hier unter anderem an „Haben und Nichthaben“ und „Schnee auf dem Kilimandscharo“. Präsident Harry S. Truman verbrachte zwischen 1946 und 1952 insgesamt 175 Tage in seinem Winterquartier, dem heutigen Little White House.Wie eigensinnig Key West ist, zeigt der 23. April 1982: Aus Protest gegen Straßensperren der Grenzpolizei auf dem Highway erklärte der Stadtrat die Insel zur unabhängigen Conch Republic, erklärte den USA den Krieg, kapitulierte sofort und bat um Auslandshilfe. Die Aktion brachte so viel Aufmerksamkeit, dass die Sperren bald verschwanden. Der Name Conch, so nennen sich die Einheimischen, steht seither für den Eigensinn der Insel.

    Nachtleben

    1

    Sloppy Joe's Bar

    Die Bar an der Ecke Duval und Greene Street steht seit 1937 hier und gehört zum Hemingway-Mythos der Stadt. Live-Musik gibt es täglich von 10 bis 2 Uhr, im Juli findet der Hemingway-Doppelgänger-Wettbewerb statt.
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    2

    Captain Tony's Saloon

    Das Gebäude von 1851 war erst Eishaus und Leichenhalle, heute wächst mitten durch die Bar ein Baum durchs Dach, der einst als Galgenbaum diente. Dunkel, laut und voller Geschichten, Hemingway gehörte zu den Stammgästen.
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    3

    Green Parrot Bar

    Bar mit Holztresen in einem Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert an der Whitehead Street, mit Live-Musik fast jeden Abend, oft schon ab dem späten Nachmittag. Am Tresen kommst Du schnell mit Einheimischen ins Gespräch.
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    Anreise und Unterwegs

    FlughafenDer Key West International Airport (EYW) wird unter anderem von American, Delta, United, JetBlue, Allegiant und Breeze angeflogen. Viele Reisende fliegen nach Miami (MIA) oder Fort Lauderdale (FLL) und fahren mit dem Mietwagen weiter. Der Flughafen in Marathon hat keinen Linienverkehr.FähreDie Schnellfähre Key West Express verbindet Fort Myers Beach an der Golfküste mit Key West. Die Überfahrt dauert etwa 3,5 Stunden, Ankunft ist das Fährterminal an der Key West Bight in der Grinnell Street.AutoDer Overseas Highway (US 1) führt über 113 Meilen und 42 Brücken von Mile Marker 127 bei Florida City bis Mile Marker 0 in Key West. Adressen auf den Keys werden oft mit dem Mile Marker angegeben. Plane in der Hauptsaison und an Wochenenden zusätzliche Zeit ein, denn es gibt praktisch nur diese eine Straße. In der Altstadt lässt Du das Auto am besten stehen.Vor OrtDie Altstadt ist zu Fuß und mit dem Leihrad am bequemsten. Innerhalb der Stadt fährt Key West Rides On Demand, ein per App gebuchter Sammelbus, der Anschluss an den Lower Keys Shuttle bietet. Aktuelle Fahrpläne findest Du auf der Website der Stadt Key West.

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      Key West und die Florida Keys-Reise

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      • 1Southernmost Point Buoy3 Tage
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      • 3Mallory Square5 Tage
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    In der Umgebung

    Coral Gables

    Coral Gables

    Coral Gables ist eine eigene Stadt südwestlich von Downtown Miami und eines der ersten durchgeplanten Gemeinwesen der USA. Der Immobilienentwickler George Merrick entwarf sie während des Florida-Baubooms der 1920er-Jahre nach den Ideen der City-Beautiful-Bewegung; 1925 wurde sie offiziell gegründet. Der ursprüngliche Plan schrieb den Mediterranean-Revival-Stil vor, und so prägen bis heute Ziegeldächer, Arkaden, Brunnen und von Bäumen gesäumte Straßen das Bild. Den Spitznamen The City Beautiful trägt Coral Gables nicht ohne Grund.Im Zentrum liegt die Miracle Mile, die Geschäftsstraße, die Merrick als Hauptachse plante. Gleich daneben ist die Giralda Avenue seit 2017 eine Fußgängerzone mit Restaurants. Das Coral Gables Museum im alten Polizei- und Feuerwehrgebäude erzählt die Stadtgeschichte und dient zugleich als Besucherzentrum.Zwei Bauten aus Merricks Zeit solltest du nicht verpassen: den Venetian Pool, ein Freibad in einem ehemaligen Steinbruch, und das Biltmore Hotel, dessen Turm wie der Freedom Tower in Downtown von der Giralda in Sevilla inspiriert ist. Weiter südlich liegen der Campus der University of Miami und der Fairchild Tropical Botanic Garden.Beste Zeit: Vormittags in den Venetian Pool, bevor er voll wird, mittags auf der Miracle Mile essen und am Nachmittag durch Fairchild spazieren.
    Coconut Grove

    Coconut Grove

    Coconut Grove ist eine der ältesten Siedlungen im Raum Miami und viel grüner als der Rest der Stadt. Der Name geht auf ein Postamt zurück, das Horace P. Porter 1873 einrichtete. Zu den ersten Bewohnern gehörten Segler, Naturforscher und Künstler aus dem Nordosten der USA, dazu Arbeiter von den Bahamas, die viele der frühen Gebäude errichteten. Im West Grove leben bis heute viele Familien mit bahamaischen Wurzeln. 1925 wurde Coconut Grove von der Stadt Miami eingemeindet.Das Viertel zieht sich am Ufer der Biscayne Bay entlang. Im Norden, am Rand des Viertels, liegt Vizcaya, die italienisch anmutende Winterresidenz des Industriellen James Deering. Im Zentrum rund um Main Highway und Grand Avenue gibt es Cafés, Restaurants und das Einkaufszentrum CocoWalk. In The Barnacle siehst du, wie die Pioniere im 19. Jahrhundert lebten, und an der Dinner Key residiert das Rathaus von Miami in einem ehemaligen Terminal für Pan-Am-Wasserflugzeuge.Wer Pflanzen mag, besucht The Kampong, den tropischen Garten des Pflanzensammlers David Fairchild. Ansonsten ist der Grove ein Ort zum Bummeln: unter Banyanbäumen, an Jachthäfen vorbei, mit einem Kaffee auf der Terrasse.Beste Zeit: Vormittags nach Vizcaya, bevor es heiß wird; nachmittags durch den Ortskern schlendern und zum Sonnenuntergang an die Bucht.
    Key Biscayne

    Key Biscayne

    Key Biscayne ist eine Insel südöstlich von Downtown Miami, verbunden über den rund 6,5 Kilometer langen Rickenbacker Causeway, der 1947 eröffnet wurde und über Virginia Key führt. Die Insel gliedert sich in drei Teile: Im Norden liegt der Crandon Park, in der Mitte das Village of Key Biscayne, 1991 als eigene Gemeinde gegründet, und im Süden der Bill Baggs Cape Florida State Park.Der Crandon Park geht auf eine Schenkung der Familie Matheson zurück, die hier eine Kokosplantage betrieb. 1940 übergab sie das Land dem County, das im Gegenzug den Damm baute. Heute hat der Park rund 3 Kilometer Atlantikstrand, ein Naturzentrum, einen Jachthafen und einen Golfplatz.An der Südspitze steht der Leuchtturm von Cape Florida. Der erste Turm wurde 1825 gebaut, 1836 bei einem Angriff der Seminolen in Brand gesetzt und Mitte der 1840er-Jahre neu errichtet. Rund um den Leuchtturm liegen Strand, Wanderwege und die kleine Bucht No Name Harbor.Die Insel ist ruhiger als Miami Beach: Familien, Radfahrer und Angler prägen das Bild. Zu den bekannteren Bewohnern gehörte Richard Nixon, der hier ab 1969 Häuser besaß.Beste Zeit: Komm früh am Tag, besonders am Wochenende, wenn sich auf dem Causeway Strandbesucher stauen. Bleib bis zum Sonnenuntergang in No Name Harbor.
    Little Havana

    Little Havana

    Little Havana liegt westlich von Downtown und ist seit den 1960er-Jahren das Herz des kubanischen Miami. Nach der Revolution von 1959 kamen Zehntausende Exilkubaner in die damaligen Viertel Riverside und Shenandoah, viele in der Erwartung, nur kurz zu bleiben. 1970 waren über 85 Prozent der Bewohner Kubaner. Seit den späten 1990er-Jahren sind viele Menschen aus Nicaragua, Honduras und anderen Ländern Mittelamerikas dazugekommen, die meisten Geschäfte werden aber weiterhin von Kubanern geführt.Die Lebensader ist die Calle Ocho, die SW 8th Street. Hier spielen ältere Herren im Máximo Gómez Park Domino, aus den Ventanitas, den Straßenfenstern der Cafés, gibt es Cafecito zum Mitnehmen, und auf dem Gehweg erinnern Sterne des Calle Ocho Walk of Fame an Stars wie Celia Cruz und Gloria Estefan. Am Cuban Memorial Boulevard stehen Denkmäler für die Kämpfer der Schweinebucht-Invasion von 1961.Little Havana ist kein Museumsviertel: Du kommst zum Essen, Kaffeetrinken und Zuhören. Abends spielen in Bars wie dem Ball & Chain Livebands, und an Salsa-Abenden ist die Tanzfläche voll.Beste Zeit: Am späten Vormittag, wenn im Domino-Park gespielt wird. Am letzten Freitag des Monats feiert das Viertel die Viernes Culturales mit Musik, Kunst und Ständen auf der Calle Ocho zwischen 14th und 17th Avenue, ab Mittag bis spät und mit freiem Eintritt.
    Downtown und Brickell

    Downtown und Brickell

    Downtown Miami und das südlich angrenzende Brickell bilden das Zentrum der Stadt: Hochhäuser, Banken, Hotels und dazwischen Parks an der Biscayne Bay. Brickell ist nach William und Mary Brickell benannt; Mary Brickell ließ die Brickell Avenue Anfang des 20. Jahrhunderts für Villen parzellieren. Ab den 1970er-Jahren verdrängten Bürotürme die Herrenhäuser, und Brickell wurde zu einem der größten Finanzviertel der USA. Heute wohnen hier vor allem Menschen in Apartmenttürmen, und die Straßen sind auch abends belebt.Für Besucher spielt sich vieles an der Bucht ab. Im Museum Park stehen das Pérez Art Museum mit seinen hängenden Gärten und das Frost Museum of Science mit großem Aquarium. Weiter südlich liegen der Bayfront Park, gestaltet vom Bildhauer Isamu Noguchi, und der Bayside Marketplace mit Läden und Bootsanlegern. Gegenüber erinnert der Freedom Tower an die 1960er-Jahre, als hier kubanische Flüchtlinge registriert wurden.Das Beste: Der Metromover, eine fahrerlose Hochbahn, ist kostenlos. Du gleitest über die Straßen, siehst die Skyline von oben und steigst aus, wo es dich interessiert.Beste Zeit: Museen am Vormittag, danach eine Runde mit dem Metromover. Am späten Nachmittag lohnt der Bayfront Park, abends die Rooftop-Bars in Brickell.