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    Everglades-Nationalpark
    Daniel Kraft / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

    USA

    Everglades-Nationalpark

    Sehenswürdigkeit

    Der Everglades-Nationalpark umfasst die Südspitze der Florida-Halbinsel zwischen Miami und dem Golf von Mexiko, das größte subtropische Wildnisgebiet der USA.

    von Felix Gillen

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    Der Everglades-Nationalpark umfasst die Südspitze der Florida-Halbinsel zwischen Miami und dem Golf von Mexiko, das größte subtropische Wildnisgebiet der USA. Du fährst hin, um auf kurzen Boardwalks und Radwegen Alligatoren, Reiher, Anhingas und Schildkröten aus wenigen Metern Entfernung zu sehen, rund eine Stunde Fahrt ab Miami.Die Everglades sind kein Sumpf im üblichen Sinn, sondern ein flacher, langsam nach Süden fließender Strom aus Wasser und Sägegras, durchsetzt mit Inseln aus Hartholzwald, Kiefern und Mangroven. Der Park hat drei Eingänge, die keine Straße im Park verbindet: Shark Valley am Tamiami Trail (US 41) im Norden, den Haupteingang am Ernest F. Coe Visitor Center bei Homestead im Osten mit der 38 Meilen langen Straße bis Flamingo, und Gulf Coast bei Everglades City im Westen.Was du vorher wissen musstEintritt: 35 US-Dollar pro Pkw, sieben Tage gültig an allen Eingängen. Besucher ohne Wohnsitz in den USA ab 16 Jahren zahlen zusätzlich 100 US-Dollar pro Person. US-Bürger und Einwohner mit Wohnsitz in den USA zahlen den Zuschlag nicht, ebenso wenig, wer mit Jahrespass einfährt (America the Beautiful für Nicht-Residenten: 250 US-Dollar). Bargeld nimmt der Park nicht an, nur Karte oder digitalen Pass.Beste Zeit: Die Trockenzeit von etwa November bis April. Dann sammeln sich die Tiere an den verbliebenen Wasserstellen, es ist kühler und es gibt die meisten Rangerprogramme. Am vollsten ist es über Weihnachten und in den Spring Breaks.Mückensaison: In der Regenzeit von Mai bis Oktober ist es heiß und feucht, die Mücken sind vor allem in Flamingo und an den Mangroven teils extrem. Lange Kleidung und Repellent gehören dann ins Gepäck, ganz mückenfrei ist es auch im Winter nicht. Die Regenzeit überschneidet sich mit der Hurrikansaison.Versorgung: Im Park gibt es keine Tankstelle. Tank in Homestead oder Florida City voll. In Flamingo hat der Marina-Laden Snacks und Grundvorräte.FlamingoAm Ende der 38 Meilen langen Parkstraße liegt Flamingo an der Florida Bay: Visitor Center, Marina mit Bootstouren und Kajakverleih, Campingplatz und Eco-Tents. Im Hafenbecken siehst du oft Seekühe und Spitzkrokodile, die Everglades sind eine der wenigen Gegenden, in denen Alligatoren und Krokodile nebeneinander leben. Hin und zurück mit Stopps unterwegs, etwa am Pa-hay-okee Overlook, plane einen ganzen Tag ein.

    Sehenswürdigkeiten in Everglades-Nationalpark

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Shark Valley
    Sehenswürdigkeit

    1Shark Valley

    Rund eine Stunde westlich von Miami am Tamiami Trail (US 41): Ein 15 Meilen langer asphaltierter Rundweg führt durch das Grasland der Everglades zu einem 45 Fuß hohen Aussichtsturm auf halber Strecke. Du fährst ihn mit dem Rad (Verleih am Eingang) oder mit der etwa zweistündigen, kommentierten Tram-Tour und siehst unterwegs meist Alligatoren und Wasservögel. Am besten ist die Trockenzeit von Dezember bis April. Der Parkplatz ist zwischen 10 und 15 Uhr oft voll, dann gilt "ein Auto raus, ein Auto rein", und Rückfahrten per Fahrdienst-App sind unsicher. Es gilt der normale Parkeintritt (35 US-Dollar pro Auto, sieben Tage).
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    Royal Palm: Anhinga Trail und Gumbo Limbo Trail

    2Royal Palm: Anhinga Trail und Gumbo Limbo Trail

    Wenige Meilen hinter dem Haupteingang bei Homestead liegt das Royal Palm Visitor Center, Startpunkt der zwei bekanntesten kurzen Wege des Parks. Der Anhinga Trail (rund 0,8 Meilen hin und zurück, rollstuhlgerecht) führt über einen Boardwalk durch Sägegras und eine Süßwasserrinne. Im Winter siehst du hier aus nächster Nähe Alligatoren, Schildkröten, Reiher und die namensgebenden Anhingas, die mit ausgebreiteten Flügeln ihr Gefieder trocknen. Der Gumbo Limbo Trail nebenan ist ein schattiger Rundweg durch Hartholzwald. Toiletten, Trinkwasser und eine Flaschenfüllstation gibt es am Visitor Center. In der Saison ist der Parkplatz ab dem späten Vormittag voll, komm früh oder zum Sonnenuntergang.
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    Ernest F. Coe Visitor Center
    Sehenswürdigkeit

    3Ernest F. Coe Visitor Center

    Das Visitor Center am Haupteingang, eine knappe halbe Stunde Fahrt westlich von Homestead und Florida City an der State Road 9336. Hier zahlst du den Eintritt (nur Karte, kein Bargeld), holst dir die Parkkarte und die aktuellen Rangerprogramme, und eine kleine Ausstellung erklärt, wie das Wasser durch die Everglades fließt. Von Dezember bis April fährt der kostenlose Homestead Trolley vom Zentrum Homesteads hierher und weiter zum Royal Palm. Ab hier beginnt die 38 Meilen lange Parkstraße nach Flamingo. Unterwegs lohnt der Pa-hay-okee Overlook, ein kurzer Boardwalk mit Aussichtsplattform über das offene "River of Grass".
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    Restaurants in Everglades-Nationalpark

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    Everglades Gator Grill

    Imbiss an der 36650 SW 192nd Avenue in Homestead, rund sechs Meilen vor dem Parkeingang. Hier probierst du Alligator: als gegrilltes Sandwich, in Tacos, als Spieß oder Stir-Fry, daneben gibt es Shrimp Po' Boys und andere Südstaatengerichte. Bestellt wird an der Theke, gegessen an Picknicktischen draußen. Praktisch als Mittagessen vor oder nach der Fahrt in den Park.
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    2

    Rosita's Mexican Restaurant

    Kleines mexikanisches Lokal an der 199 W Palm Drive in Florida City, nahe den Motels an der Kreuzung von US 1 und Krome Avenue. Laut Fodor's gibt es den ganzen Tag Frühstück, Mittag- und Abendessen: Enchiladas, Taco Salad, geschmortes Rindfleisch. Offene Küche, Theke zum Mitnehmen, günstig. Gut für ein frühes Frühstück, bevor du in den Park fährst.
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    Natur und Geschichte

    Die Everglades sind ein flacher Strom, der vom Lake Okeechobee langsam nach Süden zur Florida Bay fließt. Die Schriftstellerin Marjory Stoneman Douglas nannte ihn 1947 "River of Grass", im selben Jahr wurde der Nationalpark eingeweiht. Er ist UNESCO-Welterbe, internationales Biosphärenreservat und Ramsar-Feuchtgebiet.Kanäle, Deiche und die Landwirtschaft südlich des Sees haben den Wasserfluss im 20. Jahrhundert stark verändert, seit 2000 läuft eines der größten ökologischen Sanierungsprojekte der USA. Ein weiteres Problem sind eingeschleppte Tigerpythons, die viele kleine Säugetiere dezimiert haben.Am Tamiami Trail leben die Miccosukee und Seminolen, deren Vorfahren sich im 19. Jahrhundert in die Everglades zurückzogen. Airboat-Touren gibt es nur außerhalb des Parks, zum Beispiel am Tamiami Trail, im Nationalpark selbst sind sie für Besucher nicht erlaubt.

    Anreise und Unterwegs

    Die drei Eingänge liegen weit auseinander und sind im Park nicht miteinander verbunden. Plane pro Tag einen Bereich ein.Shark Valley: am Tamiami Trail (US 41), rund eine Stunde westlich von Downtown Miami. Gut als Halbtagesausflug von Miami.Haupteingang Ernest F. Coe: über den Florida's Turnpike oder die US 1 nach Homestead/Florida City, dann der Beschilderung folgend nach Westen, ab Miami rund 1 bis 1,5 Stunden je nach Verkehr. Von hier führt die 38 Meilen lange Parkstraße über Royal Palm und den Pa-hay-okee Overlook bis Flamingo.Gulf Coast: in Everglades City an der Westküste, gut zwei Stunden von Miami, Ausgangspunkt für Bootstouren in die Ten Thousand Islands.Ohne eigenes AutoVon Dezember bis April fährt der kostenlose Homestead Trolley vom Zentrum Homesteads zum Ernest F. Coe Visitor Center und zum Royal Palm. In Shark Valley sind Rückfahrten per Fahrdienst-App unsicher, weil oft kein Fahrer in der Nähe ist.Versorgung unterwegsIm Park gibt es keine Tankstelle und außer dem Marina-Laden in Flamingo keine Einkaufsmöglichkeit. Tank in Homestead oder Florida City voll. Ein beliebter Stopp vor oder nach dem Besuch ist der Obststand Robert Is Here in Homestead mit Shakes aus tropischen Früchten.Mit dem WohnmobilDie Parkstraße nach Flamingo ist asphaltiert und für große Wohnmobile befahrbar, die Parkplätze an Royal Palm und Shark Valley sind in der Saison aber schnell voll. In Shark Valley stehen nur wenige Plätze für lange Fahrzeuge zur Verfügung, fahr früh hin. Frischwasser füllst du in Long Pine Key und Flamingo auf, eine Dump Station gibt es in Flamingo.

    Unterkünfte in Everglades-Nationalpark

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    Campingplätze in Everglades-Nationalpark

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    Stellplätze & Camping

    In der Umgebung

    Coral Gables

    Coral Gables

    Coral Gables ist eine eigene Stadt südwestlich von Downtown Miami und eines der ersten durchgeplanten Gemeinwesen der USA. Der Immobilienentwickler George Merrick entwarf sie während des Florida-Baubooms der 1920er Jahre nach den Ideen der City-Beautiful-Bewegung, im April 1925 wurde sie offiziell gegründet. Der ursprüngliche Plan schrieb den Mediterranean-Revival-Stil vor, deshalb prägen bis heute Ziegeldächer, Arkaden, Brunnen und von Bäumen gesäumte Straßen das Bild.Im Zentrum liegt die Miracle Mile, die Geschäftsstraße, die Merrick als Hauptachse plante. Das Coral Gables Museum im alten Polizei- und Feuerwehrgebäude erzählt die Stadtgeschichte.Zwei Bauten aus Merricks Zeit solltest du nicht verpassen: den Venetian Pool, ein Freibad in einem ehemaligen Steinbruch, und das 1926 eröffnete Biltmore Hotel. Weiter südlich liegen der Campus der University of Miami und der Fairchild Tropical Botanic Garden.Beste Zeit: Vormittags in den Venetian Pool, bevor er voll wird, mittags auf der Miracle Mile essen und am Nachmittag durch Fairchild spazieren.
    Coconut Grove

    Coconut Grove

    Coconut Grove ist eine der ältesten Siedlungen im Raum Miami und viel grüner als der Rest der Stadt. Der Name geht auf ein Postamt zurück, das Horace P. Porter 1873 einrichtete. Viele der frühen Gebäude errichteten Arbeiter von den Bahamas, im West Grove leben bis heute viele Familien mit bahamaischen Wurzeln, ihre Geschichte feiert das Goombay-Fest. 1925 wurde Coconut Grove von der Stadt Miami eingemeindet.Das Viertel zieht sich am Ufer der Biscayne Bay entlang. Im Ortskern rund um Main Highway und Grand Avenue gibt es Cafés, Restaurants und das Einkaufszentrum CocoWalk mit Kino. In The Barnacle siehst du, wie die Pioniere im 19. Jahrhundert lebten, und in The Kampong, dem früheren Zuhause des Pflanzensammlers David Fairchild, wächst ein tropischer Garten. Am Nordrand liegt die Villa Vizcaya, die auf der Miami-Seite beschrieben ist.Beste Zeit: Vormittags in die Gärten, bevor es heiß wird, nachmittags durch den Ortskern schlendern und zum Sonnenuntergang an die Bucht.
    Little Havana

    Little Havana

    Little Havana liegt westlich von Downtown und ist seit den 1960er Jahren das Zentrum des kubanischen Miami. Nach der Revolution von 1959 kamen Zehntausende Exilkubaner in die damaligen Viertel Riverside und Shenandoah, 1970 waren über 85 Prozent der Bewohner Kubaner. Seit den späten 1990er Jahren sind viele Menschen aus Nicaragua, Honduras und anderen Ländern Mittelamerikas dazugekommen.Die Hauptachse ist die Calle Ocho, die SW 8th Street. Zwischen 12th und 17th Avenue liegen der Domino Park, das Tower Theater, der Walk of Fame mit Sternen für Celia Cruz und Gloria Estefan sowie Cafés, aus deren Ventanitas, den Straßenfenstern, es Cafecito zum Mitnehmen gibt. An der SW 13th Avenue erinnert der Cuban Memorial Boulevard an die Schweinebucht-Invasion von 1961.Du kommst zum Essen, Kaffeetrinken und Zuhören. Abends spielen im Ball & Chain und im Café La Trova Livebands, an Salsa-Abenden ist die Tanzfläche voll.Beste Zeit: Am späten Vormittag, wenn im Domino Park gespielt wird. Am letzten Freitag des Monats feiert das Viertel die Viernes Culturales mit Musik, Kunst und Ständen auf der Calle Ocho, der Eintritt ist frei.
    Downtown und Brickell

    Downtown und Brickell

    Downtown Miami und das südlich angrenzende Brickell bilden das Zentrum der Stadt: Hochhäuser, Banken, Hotels und dazwischen Parks an der Biscayne Bay. Brickell ist nach den Pionieren William und Mary Brickell benannt. Ab den 1970er Jahren ersetzten Bürotürme die Villen an der Brickell Avenue, heute wohnen hier viele Menschen in Apartmenttürmen, und die Straßen sind auch abends belebt.Für Besucher spielt sich vieles an der Bucht ab. Im Museum Park stehen das Pérez Art Museum und das Frost Museum of Science mit seinem großen Aquarium. Weiter südlich liegt der Bayfront Park, gestaltet vom Bildhauer Isamu Noguchi. Gegenüber am Biscayne Boulevard erinnert der Freedom Tower an die 1960er Jahre, als hier kubanische Flüchtlinge registriert wurden, seit September 2025 ist er nach der Restaurierung wieder offen.Der fahrerlose Metromover ist kostenlos und fährt täglich von 5 bis 24 Uhr. Du siehst die Skyline von oben und steigst aus, wo es dich interessiert.Beste Zeit: Museen am Vormittag, danach eine Runde mit dem Metromover. Am späten Nachmittag lohnt der Bayfront Park, abends die Rooftop-Bars in Brickell.
    Key Biscayne

    Key Biscayne

    Key Biscayne ist eine Insel südöstlich von Downtown Miami. Du erreichst sie über den rund 6,5 km langen Rickenbacker Causeway von 1947, der über Virginia Key führt. Im Norden liegt der Crandon Park, in der Mitte das 1991 gegründete Village of Key Biscayne, im Süden der Bill Baggs Cape Florida State Park.Den Crandon Park schenkte die Familie Matheson, die hier eine Kokosplantage betrieb, 1940 dem County, das im Gegenzug den Damm baute. Heute hat der Park gut 3 km Atlantikstrand, eine vorgelagerte Sandbank hält die Wellen ab, das Wasser ist flach und gut für kleine Kinder. Gebadet wird nur, wenn die Rettungsschwimmer im Dienst sind. Am Nordende zeigt das Marjory Stoneman Douglas Biscayne Nature Center die Seegraswiesen vor dem Strand.An der Südspitze steht der Leuchtturm von Cape Florida, der erste Turm von 1825 wurde 1836 bei einem Angriff der Seminolen in Brand gesetzt und 1847 neu errichtet. Daneben liegt die kleine Bucht No Name Harbor. Richard Nixon besaß ab 1969 Häuser auf der Insel, sie galten als „Florida White House“.Beste Zeit: Komm unter der Woche oder früh am Wochenendmorgen, sonst staut es sich auf dem Causeway und die schattigen Picknickplätze sind belegt. Zum Sonnenuntergang lohnt No Name Harbor.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI