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    Ioannina

    Griechenland

    Ioannina

    Stadt

    Ioannina ist die Hauptstadt von Epirus und liegt auf rund 480 Metern Höhe am Westufer des Pamvotida-Sees. Die ummauerte Altstadt, das Kastro, war Sitz von Ali Pascha, der die Region um 1800 von hier aus beherrschte.

    von Felix Gillen

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    Ioannina ist die Hauptstadt von Epirus und liegt auf rund 480 Metern Höhe am Westufer des Pamvotida-Sees. Die ummauerte Altstadt, das Kastro, war Sitz von Ali Pascha, der die Region um 1800 von hier aus beherrschte. Moscheen, eine alte Synagoge und byzantinische Kirchen erinnern an die Muslime, Juden und Christen, die hier lebten. Die große Universität sorgt für volle Cafés, und die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für die Zagorochoria und die Vikos-Schlucht.

    Sehenswürdigkeiten in Ioannina

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Kastro von Ioannina

    1Kastro von Ioannina

    Das Kastro ist der älteste bewohnte Teil der Stadt, eine byzantinische Festung, die Ali Pascha um 1815 neu befestigen ließ. Hinter den Mauern liegt kein Museumsgelände, sondern ein Wohnviertel mit Kopfsteinpflaster, Efeu und kleinen Läden. Zwei Zitadellen stehen an den Ecken, dazwischen findest Du die alte Synagoge Kahal Kadosh Yashan, Zeugnis der romaniotischen Gemeinde, die bis 1944 hier lebte. Der Rundgang auf der Mauer dauert eine knappe Stunde und öffnet immer wieder den Blick auf den See.
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    Die Insel im Pamvotida-See (Nisi)

    2Die Insel im Pamvotida-See (Nisi)

    Vom Molos legen tagsüber im Halbstundentakt kleine Fähren zur Insel ab, die Fahrt dauert etwa zehn Minuten. Auf den 0,7 Quadratkilometern leben knapp 200 Menschen, Autos gibt es nicht, dafür sechs Klöster aus byzantinischer und nachbyzantinischer Zeit. Im Kloster Agios Panteleimon wurde Ali Pascha 1822 von osmanischen Gesandten erschossen, die Einschusslöcher im Boden gehören zur Führung durch das kleine Museum. Entlang der Gassen liegen Tavernen, die Aal und Forelle aus dem See servieren.
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    Its Kale, die Akropolis des Kastro

    3Its Kale, die Akropolis des Kastro

    Die südöstliche Zitadelle war Ali Paschas Regierungssitz und ist heute der ruhigste Teil der Altstadt. In der Mitte steht die Fethiye-Moschee von 1795, davor das Grabmal des Paschas mit schmiedeeisernem Gitter. Im ehemaligen Serail zeigt das Byzantinische Museum Ikonen und Funde aus der Region, ein Nebengebäude gehört dem Silberschmiedemuseum. Von der Mauerkrone siehst Du den See, die Insel und dahinter die Kette des Mitsikeli.
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    Aslan-Pascha-Moschee (Ethnographisches Museum)

    4Aslan-Pascha-Moschee (Ethnographisches Museum)

    Die Moschee von 1618 steht auf der nordöstlichen Bastion des Kastro und ist der besterhaltene osmanische Sakralbau der Stadt. Seit 1933 beherbergt sie das Städtische Ethnographische Museum, das Trachten, Silberarbeiten, Waffen und Gerät der drei Gemeinden zeigt, die hier lebten: Griechen, Muslime und Juden. Der Gebetsraum mit der Mihrab-Nische ist erhalten, die Vitrinen stehen darin. Vor dem Eingang liegt eine Terrasse mit Blick über den See.
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    Höhle von Perama

    5Höhle von Perama

    Vier Kilometer nördlich des Zentrums liegt eine der größten Schauhöhlen Griechenlands, entdeckt wurde sie im Zweiten Weltkrieg von Anwohnern auf der Suche nach einem Luftschutzraum. Der Rundgang führt über etwa 1,1 Kilometer durch Hallen voller Stalaktiten und Stalagmiten, Treppen und Stufen machen ihn etwas anstrengend. Die Temperatur liegt ganzjährig bei rund 17 Grad, eine Jacke ist auch im August sinnvoll. Vom Ausgang hast Du einen weiten Blick über den See und die Stadt.
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    Silberschmiedemuseum

    6Silberschmiedemuseum

    Ioannina war jahrhundertelang das Zentrum der griechischen Silberschmiedekunst, und das Museum in der westlichen Bastion von Its Kale erzählt, wie das Handwerk funktionierte. Gezeigt werden Werkzeuge, Filigranarbeiten, Waffenbeschläge und Gürtelschnallen, dazu Videoaufnahmen der Arbeitsschritte. Die Ausstellung ist modern gemacht und in etwa einer Stunde zu schaffen. In den Gassen der Unterstadt arbeiten bis heute Werkstätten, in denen Du die Stücke kaufen kannst.
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    Rundgänge in Ioannina

    Kuratierte Spaziergänge zu den Highlights der Stadt, von erfahrenen Reisejournalisten zusammengestellt.

    Ioannina jenseits der Mauern: Stadtleben und die Magie der See-Insel

    Erleben Sie ein anderes Ioannina abseits der historischen Festung. Dieser Spaziergang führt Sie durch das pulsierende moderne Stadtzentrum, wo Sie das lokale Leben und die berühmte Silberschmiedekunst entdecken. Der Höhepunkt ist eine Bootsfahrt zur idyllischen Insel Nisaki im Pamvotida-See, wo Sie die einzigartigen Klöster und das Ali Pascha Museum erkunden, bevor Sie den Abend in einer gemütlichen Seeufer-Taverne ausklingen lassen.

    ~2 Std. 45 Min.
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    Stopps (8)

    Restaurants & Cafés

    1

    Fysa Roufa (Φύσα Ρούφα)

    Fysa Roufa ist ein Mageirio in der Averof-Straße: Die Gerichte werden ab dem frühen Morgen vorgekocht und aus der Vitrine serviert, statt einzeln auf Bestellung. Täglich gibt es Suppen, Schmorgerichte mit Fleisch oder Gemüse, Eintöpfe und Fisch.
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    2

    Metsovitiki Folia (Μετσοβίτικη Φωλιά)

    Die Metsovitiki Folia ist ein Grilllokal in der Averof-Straße mit Tischen im Freien. Auf der Karte stehen Souvlaki vom Schaf oder Schwein, gebackener Käse, Saganaki und Bauernsalat, dazu dickes Brot.
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    3

    Poco Loco Cantina

    Poco Loco ist eine mexikanische Cantina mit Cocktailbar in der Garivaldi-Straße am Rand der Altstadt, unterhalb der Mauern des Kastro. Auf der Karte stehen mexikanische und lateinamerikanische Gerichte, abends dazu Cocktails.
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    Essen & Trinken

    Ioannina kocht die Küche des Pindos, also viel Teig, Käse und Fleisch, dazu Fisch aus dem See. Die Universität sorgt dafür, dass es neben den Tavernen günstige Adressen für Studenten gibt.
    Pita aus dem Blech

    Pita aus dem Blech

    Der von Hand gezogene Blitzteig ist die Spezialität der Region. Gefüllt wird mit Käse, Lauch, Wildkräutern oder Kürbis, gebacken in runden Blechen. In den Bäckereien der Altstadt bekommst du stückweise mehrere Sorten.

    Fisch aus dem Pamvotida

    In den Lokalen auf der Seeinsel stehen Aal, Karpfen und Froschschenkel auf der Karte, eine Tradition, die auf die Zeit vor der Straßenanbindung zurückgeht. Der See ist flach und nährstoffreich, der Geschmack entsprechend kräftig.
    Süßwaren und Baklava

    Süßwaren und Baklava

    Ioannina hat eine lange Konditorentradition aus osmanischer Zeit. Bekannt sind Baklava, Kataifi und der Sirupkuchen Sokolatina, verkauft in den alten Zuckerbäckereien rund um die Averof-Straße.

    Silberschmiedearbeit als Mitbringsel

    Kein Essen, aber das eigentliche Handwerk der Stadt: Ioannina war jahrhundertelang Zentrum der griechischen Silberschmiedekunst. Im Silbermuseum im Kastro siehst du die Technik, in den Werkstätten der Altstadt kannst du kaufen.

    Kultur, Kunst & Geschichte Ioanninas

    Ioannina, die Hauptstadt der Region Epirus, blickt auf eine reiche und vielschichtige Geschichte zurück, die ihre Kultur, Kunst und Architektur maßgeblich prägte. Die Stadt entstand vermutlich im 6. Jahrhundert n. Chr. und erlebte eine Blütezeit während der byzantinischen Ära, was sich in den erhaltenen Befestigungsanlagen und Kirchen im Kastro widerspiegelt.Prägend war auch die über 480 Jahre andauernde osmanische Herrschaft, insbesondere die Ära Ali Paschas Anfang des 19. Jahrhunderts. Diese Periode hinterließ zahlreiche Moscheen, wie die Aslan-Pascha-Moschee, Hammams und traditionelle Herrenhäuser, die das Stadtbild bis heute charakterisieren. Innerhalb der Burgmauern finden sich zudem Zeugnisse jüdischen Lebens, wie die alte Synagoge, die die einstige multiethnische und multireligiöse Identität der Stadt unterstreicht.Die lokale Kunst ist eng mit dem Silberschmiedehandwerk verbunden, einer jahrhundertealten Tradition, die Ioannina zu einem Zentrum für kunstvolle Schmuck- und Gebrauchsgegenstände machte. Moderne Kunstgalerien und Museen ergänzen das historische Erbe, wobei das Archäologische Museum und das Byzantinische Museum wichtige Einblicke in die Vergangenheit bieten. Ioannina ist somit ein lebendiges Zeugnis für die Koexistenz verschiedener Kulturen und Epochen.

    Nachtleben

    Ioanninas Nachtleben, maßgeblich von der Studentenpopulation geprägt, bietet dir eine vielseitige Auswahl an Bars und Cafés. Entlang der Seeuferpromenade und in der Altstadt findest du beliebte Treffpunkte wie das Ippotes Pub, die bis spät geöffnet sind und im Sommer Live-Musik bieten.
    1

    The Bar (Stoa Liampei)

    Kleine Bar in der Stoa Liampei, einer überdachten Passage im Zentrum, in der mehrere Lokale nebeneinanderliegen. Ab dem späten Abend stehen die Gäste zwischen den Eingängen in der Gasse. Ioannina ist Universitätsstadt, entsprechend jung ist das Publikum.
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    2

    Santa Tsikita

    Bar in der Koletti-Straße, wenige Minuten von den Mauern des Kastro entfernt. Der Raum ist klein, an warmen Abenden sitzt ein Teil der Gäste draußen. Eine Adresse für den Start in den Abend, bevor es weiter in die Passagen geht.
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    3

    Li Tseri

    Li Tseri ist eine kleine Bar in der Tsirigoti-Straße, etwas abseits der Ausgehgassen im Zentrum. Das griechische Barmagazin FlagInLife hat sie mehrfach porträtiert, zusammen mit der Schwesterbar Trypokarydo. Der Raum ist eng, die Atmosphäre entsprechend nah.
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    4

    Ippotes Pub

    Pub in der Georgiou-Soutsou-Straße nahe dem Kastro. Ausgeschenkt werden Bier und Spirituosen, dazu gibt es Snacks wie Burger. Das Publikum ist gemischter als in den Studentenbars der Passagen.
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    5

    Touristiko Periptero (Pavillon der Gesellschaft für Epirotische Studien)

    Der Pavillon der Gesellschaft für Epirotische Studien liegt im Grünen oberhalb des Seeufers und wird als Café und Bar betrieben. Tagsüber kommen Gäste für Kaffee, am Abend für Getränke und den Blick über den Pamvotida-See. Die Terrasse ist der eigentliche Grund für den Weg hierher.
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    6

    Prova Live (Sommerbühne)

    Bühne für Live-Musik, die im Sommer an einen Standort unter freiem Himmel wechselt. Die Programme beginnen spät und ziehen sich bis in die frühen Morgenstunden. Vor dem Besuch lohnt der Blick auf den aktuellen Spielplan, da die Termine unregelmäßig sind.
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    7

    Agrimia Live Stage

    Bühne im Kulturzentrum Polychoros Agora in der Kosta-Katsari-Straße. Gespielt wird griechische Live-Musik, das Programm wechselt mit der Saison. Der Saal ist überschaubar, entsprechend nah sitzt das Publikum an der Bühne.
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    Vor Ort unterwegs

    AnreiseDer kleine Flughafen liegt rund fünf Kilometer nordwestlich des Zentrums und wird vor allem aus Athen angeflogen. Über die Egnatia Odos erreichst du Thessaloniki in rund drei Stunden, über die Ionia Odos Patras in etwa zweieinhalb. Der KTEL-Busbahnhof verbindet Ioannina mit Athen, Thessaloniki, Igoumenitsa und den Orten der Region.In der StadtKastro, Basare und Seeufer liegen nah beieinander und sind zu Fuß gut erreichbar. Stadtbusse fahren in die Vororte und nach Perama. Vom Molos legen tagsüber regelmäßig Boote zur Insel ab, die Fahrt dauert rund zehn Minuten.AusflügeFür Dodona, Metsovo und die Zagorochoria brauchst du ein Auto oder ein Taxi, Busse fahren in die Bergdörfer nur selten. Die Fahrt nach Monodendri dauert rund 45 Minuten.

    Unterkünfte in Ioannina

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    1. 1
      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
      1234

      Rundreise

      12 Tage · 4 Stopps

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    2. 2

      Ioannina-Reise

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      • 2Die Insel im Pamvotida-See (Nisi)4 Tage
      • 3Its Kale, die Akropolis des Kastro5 Tage
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    3. 3
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    In der Umgebung

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    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Unsplash, Pexels. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI