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    Kujawien-Pommern
    1bumer / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

    Polen

    Kujawien-Pommern

    Region

    Kujawien-Pommern (Kujawsko-Pomorskie) liegt im Norden Zentralpolens beiderseits der unteren Weichsel und hat knapp 2 Millionen Einwohner.

    von Felix Gillen

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    Kujawien-Pommern (Kujawsko-Pomorskie) liegt im Norden Zentralpolens beiderseits der unteren Weichsel und hat knapp 2 Millionen Einwohner. Die Woiwodschaft entstand 1999 und vereint historische Landschaften wie Kujawien, Teile Pommerellens, das Kulmer Land und das Dobriner Land. Verwaltungssitz des Woiwoden ist Bydgoszcz, Parlament und Marschallamt sitzen in Toruń. Zur Landschaft gehören zahlreiche Seen wie der Gopło und große Wälder, allen voran die Tucheler Heide (Bory Tucholskie). Kulturell prägen die Region die Backsteingotik der Hansestädte an der Weichsel und archäologische Stätten wie Biskupin.
    Wichtigstes Reiseziel ist Thorn (Toruń), dessen mittelalterliche Altstadt seit 1997 UNESCO-Welterbe ist und wo Nikolaus Kopernikus geboren wurde. Bydgoszcz ist die größte Stadt der Region, weitere Städte sind Włocławek, Grudziądz und Inowrocław. Nördlich von Toruń liegt an der Weichsel Chełmno, das 1233 das Kulmer Recht erhielt und eine gut erhaltene Altstadt mit sechs gotischen Kirchen besitzt. Etwa 8 km südlich von Żnin zeigt das Freilichtmuseum Biskupin eine rekonstruierte befestigte Siedlung aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. Im Kurort Ciechocinek an der Weichsel stehen drei hölzerne Gradierwerke aus den Jahren 1824 bis 1859 mit einer Gesamtlänge von rund 1,7 km, die größte Holzkonstruktion dieser Art in Europa.

    Weitere Orte in Kujawien-Pommern

    Thorn (Toruń)

    Thorn (Toruń)

    Thorn (Toruń) liegt an der Weichsel im Norden Zentralpolens und teilt sich mit Bydgoszcz die Rolle der Hauptstadt der Woiwodschaft Kujawien-Pommern. Der Deutsche Orden gründete die Stadt 1231, 1233 erhielt sie das Stadtrecht, später wurde sie ein wichtiges Mitglied der Hanse. 1473 kam hier Nikolaus Kopernikus zur Welt, nach dem heute die 1945 gegründete Universität benannt ist. Die Stadt hat rund 192.000 Einwohner. Die mittelalterliche Stadt mit ihrer Backsteingotik ist seit 1997 UNESCO-Welterbe. Sie besteht aus drei Teilen: der Altstadt im Westen mit dem Rathaus, der Johanneskathedrale und der Marienkirche, der Neustadt im Osten, die ab 1264 entstand, und dazwischen am Südrand den Resten der Ordensburg. Das Straßennetz ist seit dem Mittelalter weitgehend unverändert geblieben. Abends triffst du dich in den Kneipen und Kellerbars rund um den Altstädter Markt. Bekannt ist Toruń außerdem für seinen Lebkuchen, den Toruński piernik.

    Sehenswürdigkeiten in Kujawien-Pommern

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Biskupin
    Museum

    Biskupin

    Die befestigte Siedlung der Lausitzer Kultur entstand um 747 v. Chr. und wurde 1933 von dem Lehrer Walenty Szwajcer und seinen Schülern entdeckt. Heute ist sie ein Freilichtmuseum mit rekonstruierten Wällen und einer Straße mit Holzhäusern, etwa 8 km südlich von Żnin.
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    Altstadt von Chełmno

    Altstadt von Chełmno

    Die Kleinstadt an der Weichsel erhielt 1233 das Kulmer Recht und war Mitglied der Hanse. Ihre gut erhaltene mittelalterliche Altstadt mit sechs gotischen Kirchen, rund 2,3 km langen Stadtmauern und dem Renaissance-Rathaus am Markt ist seit 2005 ein nationales Geschichtsdenkmal. In der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wird eine Reliquie des heiligen Valentin aufbewahrt.
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    Rundreisen durch die Region

    Polens Klassiker mit der Bahn

    Polens Klassiker mit der Bahn

    Knapp zwei Wochen mit dem Zug durch die großen Städte Polens: von der Hauptstadt Warschau nach Krakau, weiter nach Breslau, in die Backsteinstadt Thorn und zum Schluss an die Ostsee nach Danzig. Von Krakau aus lassen sich das Salzbergwerk Wieliczka und die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau als Tagesausflüge besuchen, von Danzig aus Sopot und die Marienburg. Die Fernzüge von PKP Intercity verbinden alle Etappen direkt, die längsten Fahrten dauern rund drei bis dreieinhalb Stunden. Ein Auto brauchst du auf dieser Route nicht.

    12 Tage
    9 Stopps
    Gabelflug

    In der Umgebung

    Thorn (Toruń)

    Thorn (Toruń)

    Thorn (Toruń) liegt an der Weichsel im Norden Zentralpolens und teilt sich mit Bydgoszcz die Rolle der Hauptstadt der Woiwodschaft Kujawien-Pommern. Der Deutsche Orden gründete die Stadt 1231, 1233 erhielt sie das Stadtrecht, später wurde sie ein wichtiges Mitglied der Hanse. 1473 kam hier Nikolaus Kopernikus zur Welt, nach dem heute die 1945 gegründete Universität benannt ist. Die Stadt hat rund 192.000 Einwohner. Die mittelalterliche Stadt mit ihrer Backsteingotik ist seit 1997 UNESCO-Welterbe. Sie besteht aus drei Teilen: der Altstadt im Westen mit dem Rathaus, der Johanneskathedrale und der Marienkirche, der Neustadt im Osten, die ab 1264 entstand, und dazwischen am Südrand den Resten der Ordensburg. Das Straßennetz ist seit dem Mittelalter weitgehend unverändert geblieben. Abends triffst du dich in den Kneipen und Kellerbars rund um den Altstädter Markt. Bekannt ist Toruń außerdem für seinen Lebkuchen, den Toruński piernik.
    Marienburg (Malbork)

    Marienburg (Malbork)

    Die Marienburg (Malbork) an der Nogat, einem Mündungsarm der Weichsel, gilt als größter Backsteinbau Europas: Auf rund 21 Hektar wurden mehr als 30 Millionen Ziegel verbaut. Der Deutsche Orden errichtete die Anlage zwischen etwa 1270 und 1300, ab 1309 war sie Sitz des Hochmeisters. Seit 1997 gehört sie zum UNESCO-Welterbe, jedes Jahr kommen rund 500.000 Besucher. Die Burg gliedert sich in drei Teile: das Hochschloss mit der Marienkirche, das Mittelschloss mit dem Hochmeisterpalast und dem Großen Remter sowie die Vorburg mit den Wirtschaftsgebäuden. Plane für die Innenräume einen halben Tag ein, ein Ausflug von Danzig aus ist mit Bahn oder Auto gut machbar.
    Pommern

    Pommern

    Die Woiwodschaft Pommern (Pomorskie) reicht von der Danziger Bucht bis an die Wanderdünen von Łeba und vom Weichseldelta bis in die Wälder der Kaschubei. Auf 18.324 Quadratkilometern leben rund 2,36 Millionen Menschen, Hauptstadt und größte Stadt ist Danzig (Gdańsk). Die heutige Woiwodschaft entstand mit der Gebietsreform 1999. An der Küste reihen sich die Dreistadt aus Danzig, Sopot und Gdingen (Gdynia), die schmale Halbinsel Hel und das Seebad Łeba. Im Hinterland liegen die Seen der Kaschubei, wo Kaschubisch in vier Gemeinden Amtssprache ist, und im Süden die Marienburg an der Nogat.
    Danzig (Gdańsk)

    Danzig (Gdańsk)

    Danzig (Gdańsk) liegt an der Danziger Bucht, dort, wo die Motława in die Ostsee mündet, westlich der Weichselmündung. Mit knapp 490.000 Einwohnern ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Pommern die sechstgrößte Stadt Polens und bildet mit Sopot und Gdingen (Gdynia) die Dreistadt (Trójmiasto). Jahrhundertelang war Danzig Hansestadt, reich geworden durch Getreidehandel und Bernstein. 1945 lag das Zentrum fast vollständig in Trümmern, wurde aber unter polnischer Leitung wieder aufgebaut. Das Herz bildet die Rechtstadt (Główne Miasto) mit Langgasse, Langem Markt und Frauengasse. Nördlich schließt die Altstadt an, östlich der Motława liegen die Speicherinsel und Langgarten. Weiter nördlich prägen die Werftanlagen das Bild, wo 1980 die Solidarność entstand. Außerhalb des Zentrums liegen Langfuhr (Wrzeszcz) und Oliva (Oliwa). In Oliva stehen das um 1185 gegründete Kloster und die Kathedrale. Ein Wochenende reicht für die Altstadt und die großen Museen. Mit zwei, drei Tagen mehr kannst du die Westerplatte besuchen und mit der S-Bahn nach Sopot oder auf die Halbinsel Hel weiterfahren.
    Sopot

    Sopot

    Sopot liegt zwischen Danzig (Gdańsk) und Gdingen (Gdynia) an der Danziger Bucht und hat rund 32.000 Einwohner und bildet mit den beiden Nachbarstädten die Dreistadt. Aus dem Fischerdorf wurde im 19. Jahrhundert ein Seebad: 1823 eröffnete der Arzt Johann Georg Haffner den ersten Badebetrieb mit Kuranstalt. Zwischen den Weltkriegen machten das Kasino und die Wagner-Festspiele in der Waldoper das damalige Zoppot zu einem mondänen Treffpunkt. Das Leben spielt sich zwischen der autofreien Monte-Cassino-Straße, die alle nur Monciak nennen, und der Seebrücke ab, die als längste Holzseebrücke Europas gilt. Rund um den Platz am Molo stehen das Kurhaus, der Leuchtturm und das Grand Hotel aus den 1920er Jahren. Etwas landeinwärts liegt im Wald die Waldoper. Im Sommer füllen sich Strand und Monciak, abends wird Sopot zum Ausgehviertel der Dreistadt. Außerhalb der Saison ist es deutlich ruhiger, die Seebrücke lohnt sich dann besonders bei klarem Wetter.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI