Fernweh: Startseite
    EntdeckenReiseführerReise planenMeine ReiseZuletzt besucht
    de|en
    Alle Orte & RegionenAlle HighlightsÜber FernwehHäufige FragenDatenschutzImpressum
    EntdeckenReiseführerReise planenMeine ReiseZuletzt besucht
    Zurück zu Polen
    Polens Klassiker mit der Bahn

    Polens Klassiker mit der Bahn

    von Felix Gillen

    Knapp zwei Wochen mit dem Zug durch die großen Städte Polens: von der Hauptstadt Warschau nach Krakau, weiter nach Breslau, in die Backsteinstadt Thorn und zum Schluss an die Ostsee nach Danzig. Von Krakau aus lassen sich das Salzbergwerk Wieliczka und die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau als Tagesausflüge besuchen, von Danzig aus Sopot und die Marienburg. Die Fernzüge von PKP Intercity verbinden alle Etappen direkt, die längsten Fahrten dauern rund drei bis dreieinhalb Stunden. Ein Auto brauchst du auf dieser Route nicht.

    12 Tage / 11 Nächte
    Mai bis September; Karten für Auschwitz-Birkenau und das Salzbergwerk Wieliczka früh online reservieren
    9 Stopps

    Warum diese Route?

    Fünf Städte, fünf ganz unterschiedliche Kapitel polnischer Geschichte: das nach 1945 wieder aufgebaute Warschau, die alte Königsstadt Krakau, das vielsprachige Breslau, die Hansestadt Thorn und das Danzig der Solidarność. Alle liegen an schnellen Bahnstrecken, sodass du jede Stadt mit Übernachtung erlebst und die Fahrten zum Ausruhen nutzt.

    Geheimtipps

    • Koneser-Areal in Warschau-Praga: Gelände der früheren Wodkafabrik an der Ząbkowska mit Lokalen, Galerien und dem Museum des Polnischen Wodkas
    • Krakushügel (Kopiec Krakusa) in Podgórze: einer von zwei prähistorischen Hügeln Krakaus und das älteste von Menschen geschaffene Bauwerk der Stadt, mit Blick über die Weichsel bis zur Altstadt
    • Kloster Oliva in Danzig: 1186 gegründete Zisterzienserabtei, mit Kathedrale, etwas außerhalb des Zentrums

    An- und Abreise

    Gabelflug / offene Route: Start und Ende liegen an verschiedenen Orten

    Anreise
    Flug · Warschau-Chopin (WAW)Vom Flughafen Warschau-Chopin fahren Züge der SKM und der Koleje Mazowieckie vom unterirdischen Flughafenbahnhof in die Innenstadt, dazu fährt die Buslinie 175 ins Zentrum.
    Abreise
    Flug · Danzig (GDN)Die Metropolitanbahn PKM verbindet den Lech-Wałęsa-Flughafen Danzig direkt mit dem Bahnnetz der Dreistadt. Wer lieber mit dem Zug zurückfährt: Danzig bis Warschau dauert mit den schnellsten Zügen knapp drei Stunden.

    Reiseverlauf

    Warschau (Warszawa)
    Stopp 1 • 2 Übernachtungen

    Warschau (Warszawa)

    Stadt

    Dieser Ort ist ein Highlight der Route

    Warschau (Warszawa) ist seit 1596 Sitz des polnischen Königshofs und seit 1918 wieder Hauptstadt des Landes. Die Stadt an der Weichsel hat rund 1,86 Millionen Einwohner, im Ballungsraum leben je nach Abgrenzung 2,6 bis 3,5 Millionen Menschen. Ihr Gesicht ist von Brüchen geprägt: Nach dem Warschauer Aufstand vom 1. August bis 2. Oktober 1944 und der anschließenden gezielten Zerstörung durch die deutschen Besatzer war die Stadt größtenteils unbewohnbar. Danach entstand eine Mischung aus rekonstruierten Fassaden, sozialistischem Klassizismus und gläsernen Hochhäusern rund um den Kulturpalast. Die Altstadt wurde nach dem Krieg nach historischen Vorlagen wieder aufgebaut, 1953 feierlich wiedereröffnet und 1980 als UNESCO-Welterbe anerkannt, gerade wegen dieses Wiederaufbaus. Vom Schlossplatz mit der Sigismundsäule und dem rekonstruierten Königsschloss führt der Königsweg über Krakowskie Przedmieście und Nowy Świat nach Süden, vorbei an Adelspalais bis zum Łazienki-Park und weiter zum Barockschloss Wilanów. Auf dem rechten Weichselufer liegt Praga, das im Krieg deutlich weniger zerstört wurde als das linke Ufer. In alten Fabriken wie dem Koneser-Areal an der Ząbkowska haben sich Lokale, Kulturorte und das Museum des polnischen Wodkas angesiedelt. Am linken Ufer unterhalb der Böschung zieht sich Powiśle mit dem Kopernikus-Wissenschaftszentrum und der Universitätsbibliothek an der Weichsel entlang. Muranów, vor dem Krieg ein überwiegend jüdisches Viertel und ab 1940 Teil des Ghettos, wurde nach 1945 großteils aus dem Schutt des Ghettos neu gebaut; hier steht heute das POLIN-Museum.
    Start in der Hauptstadt: rekonstruierte Altstadt, Königsweg bis zum Łazienki-Park, dazu das POLIN-Museum und das Museum des Warschauer Aufstands. Metro, Straßenbahn und Bus gehören zum Verbund ZTM.
    6 Sehenswürdigkeiten
    4 Restaurants

    Kultur in Warschau

    Erinnerung und Wiederaufbau Die Stadt setzt sich offen mit ihrer Zerstörung auseinander. Das Museum des Warschauer Aufstands in einem ehemaligen Straßenbahn-Kraftwerk in Wola erzählt von den 63 Tagen im Spätsommer 1944, das POLIN-Museum in Muranów von tausend Jahren jüdischen Lebens in Polen. Der Wiederaufbau der Altstadt nach dem Krieg gilt selbst als Kulturleistung: Die UNESCO nahm sie 1980 als nahezu vollständige Rekonstruktion in die Welterbeliste auf. Chopin und die Musik Fryderyk Chopin wuchs in Warschau auf, sein Name begegnet dir vom Flughafen bis zum Łazienki-Park. Dort finden am Chopin-Denkmal von Wacław Szymanowski sonntags von Juli bis Ende September kostenlose Klavierkonzerte unter freiem Himmel statt, in der Regel um 12 und 16 Uhr. Den Spielplan der jeweiligen Saison veröffentlicht das Museum Łazienki Królewskie.
    Alle Infos zum Ort
    Krakau (Kraków)
    Stopp 2 • 3 Übernachtungen

    Krakau (Kraków)

    Stadt

    Dieser Ort ist ein Highlight der Route

    Krakau (Kraków) liegt an der Weichsel im Süden Polens und ist mit rund 800.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes. Bis 1596 war sie Hauptstadt des Königreichs Polen, auf dem Wawelhügel wurden die Könige bis 1734 gekrönt und die meisten von ihnen beigesetzt. Seit 1978 steht das historische Zentrum auf der UNESCO-Welterbeliste: Altstadt, Wawel, Stradom und Kazimierz.Die Altstadt (Stare Miasto) legt sich um den Rynek Główny, dessen Grundriss auf das Jahr 1257 zurückgeht. Ein Grüngürtel, die Planty, liegt an der Stelle der früheren Stadtbefestigung; der historische Königsweg beginnt am Florianstor und führte die Krönungszüge hinauf zum Wawel. Südlich davon liegt Kazimierz, 1335 als eigene Stadt gegründet und über Jahrhunderte Zentrum jüdischen Lebens. Heute mischen sich dort Synagogen, Cafés und Bars.Jenseits der Weichsel folgt Podgórze, wo die deutschen Besatzer 1941 das Ghetto errichteten; im Teil Zabłocie steht die frühere Emaillefabrik Oskar Schindlers. Im Osten ist Nowa Huta eine Industriestadt der sozialistischen Ära, 1951 eingemeindet.
    Von Warszawa Centralna rund zweieinhalb Stunden mit dem Pendolino. Altstadt, Wawel und Kazimierz erkundest du zu Fuß.
    6 Sehenswürdigkeiten
    4 Restaurants

    Kultur und Geschichte

    Königsstadt und UniversitätKrakau war bis 1596 Residenz der polnischen Könige, dann verlegte Sigismund III. den Hof nach Warschau. Die Wawel-Kathedrale blieb Krönungs- und Grabkirche. 1364 gründete Kasimir der Große die Krakauer Akademie, die heutige Jagiellonen-Universität, nach Prag die zweitälteste Hochschule Mitteleuropas. Vom höheren Turm der Marienkirche wird zu jeder vollen Stunde das Hejnał gespielt, eine Trompetenmelodie, die mitten im Ton abbricht und der Legende nach an einen Mongolenangriff im Jahr 1241 erinnert.Jüdisches KrakauIn Kazimierz stehen mit der Alten Synagoge, der Remuh-Synagoge samt Friedhof, der Tempel-Synagoge und der Isaak-Synagoge zentrale Bauten jüdischer Geschichte. Die Alte Synagoge ist heute Museum. Seit 1988 findet jedes Jahr um die Wende von Juni zu Juli das Festival der Jüdischen Kultur statt. In Podgórze erinnern die Orte des Ghettos und die Schindler-Fabrik an die Verfolgung und Ermordung der Krakauer Juden während der deutschen Besatzung.
    Alle Infos zum Ort
    Wieliczka
    Stopp 3 • 0 Übernachtungen

    Wieliczka

    Stadt

    Dieser Ort ist ein Highlight der Route

    Wieliczka liegt rund 13 Kilometer südöstlich von Krakau (Kraków) und lebt seit dem Mittelalter vom Salz. Im 13. Jahrhundert entstanden die ersten Schächte, 1290 erhielt der Ort das Stadtrecht. Der Salzabbau endete 1996; das Bergwerk steht seit 1978 auf der UNESCO-Welterbeliste, 2008 kam die Grube in Bochnia hinzu, 2013 das Salzgrafenschloss. Gemeinsam bilden sie die Welterbestätte Königliche Salzbergwerke Wieliczka und Bochnia.Die meisten Besucher kommen für die Touristenroute unter Tage, doch auch der Ort selbst lohnt einen Rundgang. Am Rynek Górny folgt die Bebauung dem mittelalterlichen Grundriss, der Rynek Dolny war einst Handelsplatz für Salz und liegt am Regis-Schacht. Im Ort stehen außerdem das Salzgrafenschloss, die hölzerne Sebastianskirche und ein Gradierwerk.
    Halbtagesausflug ab Krakau mit der Regionalbahn SKA1 bis Wieliczka Rynek-Kopalnia. Die Touristenroute unter Tage ist rund 3,5 Kilometer lang und dauert zwei bis drei Stunden; Tickets kaufst du am besten vorab online.
    3 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Kultur und Geschichte

    Stadt des SalzesZunächst wurde hier Sole verdampft, im 13. Jahrhundert begann der Abbau von Steinsalz unter Tage. Vom Ende des 13. Jahrhunderts bis 1945 war das Salzgrafenschloss (Zamek Żupny) Sitz des Unternehmens Żupy Krakowskie, das die Krakauer Salzbergwerke verwaltete. Heute ist dort das Museum der Krakauer Salzbergwerke untergebracht.Kunst unter und über TageDie Bergleute schufen in den Kammern Kapellen und Skulpturen aus Salz. Die bekannteste ist die Kinga-Kapelle in 101 Metern Tiefe. Über Tage steht die Sebastianskirche aus Lärchenholz, 1582 erbaut, mit Glasfenstern nach Entwürfen von Stanisław Matejko und Wandmalereien von Włodzimierz Tetmajer aus dem Jahr 1906.
    Alle Infos zum Ort
    Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau
    Stopp 4 • 0 Übernachtungen

    Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

    Sehenswürdigkeit

    Dieser Ort ist ein Highlight der Route

    Die Gedenkstätte und das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau liegen am Rand der Stadt Oświęcim westlich von Krakau (Kraków). Die deutschen Besatzer errichteten das Lager 1940, ab Oktober 1941 entstand Auschwitz II-Birkenau. Nach Schätzungen der Gedenkstätte wurden in Auschwitz rund 1,1 Millionen Menschen ermordet, etwa 1 Million von ihnen Juden. Unter den Opfern waren außerdem rund 70.000 Polen, 21.000 Sinti und Roma, 15.000 sowjetische Kriegsgefangene und etwa 12.000 Häftlinge anderer Nationalitäten.Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen das Lager; seit 2005 ist dieser Tag der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Das polnische Parlament gründete das Museum am 2. Juli 1947, seit 1979 steht der Ort auf der UNESCO-Welterbeliste. Das Gelände umfasst rund 191 Hektar: das frühere Stammlager Auschwitz I und das weit größere Birkenau, rund drei Kilometer entfernt; ein kostenloser Pendelbus der Gedenkstätte verbindet beide Teile. Für einen Besuch solltest du mindestens einen halben Tag einplanen.
    Tagesausflug ab Krakau. Regionalzüge nach Oświęcim brauchen rund 1 bis 1,5 Stunden, Busse halten direkt an der Gedenkstätte. Der Eintritt ist nur mit vorab auf visit.auschwitz.org reservierter, personalisierter Karte möglich; plane mindestens einen halben Tag ein.
    2 Sehenswürdigkeiten
    1 Restaurant

    Geschichte und Gedenken

    Ort des VerbrechensAuschwitz war das größte deutsche Konzentrationslager und das größte Zentrum der unmittelbaren Vernichtung der Juden. Ab 1942 wurde es zum Zentrum der Ermordung der europäischen Juden. Über dem Tor des Stammlagers Auschwitz I steht der Schriftzug „Arbeit macht frei“. In den Blöcken des Stammlagers zeigen seit 1960 Länder, aus denen Menschen nach Auschwitz deportiert wurden, eigene Ausstellungen; eigene Ausstellungen widmen sich der Shoah in Block 27 und den Sinti und Roma.Verhalten auf dem GeländeFotografieren für private Zwecke ist ohne Blitz und Stativ erlaubt, nicht jedoch in Raum 5 von Block 4 und im Keller von Block 11. Im Hof von Block 11 gilt eine Schweigezone. Die Gedenkstätte empfiehlt den Besuch ab 14 Jahren.
    Alle Infos zum Ort
    Breslau (Wrocław)
    Stopp 5 • 2 Übernachtungen

    Breslau (Wrocław)

    Stadt

    Dieser Ort ist ein Highlight der Route

    Breslau (Wrocław) ist mit rund 673.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Polens und Hauptstadt Niederschlesiens. Die Stadt liegt an der oberen Oder und erstreckt sich über etwa zwölf Inseln, die je nach Zählweise durch 100 bis 300 Brücken verbunden sind. Um das Jahr 1000 wurde hier ein Bistum gegründet, 1261 erhielt Breslau das Magdeburger Stadtrecht. 2016 war es Kulturhauptstadt Europas.Mittelpunkt der Altstadt ist der Ring (Rynek) mit dem gotischen Rathaus, rundherum liegen Bürgerhäuser und Kirchen. Nördlich der Altstadt führen Brücken zur Dominsel (Ostrów Tumski), dem ältesten Teil der Stadt mit Dom und Kirchen. Im Osten, im Scheitniger Park, steht die Jahrhunderthalle, die seit 2006 zum UNESCO-Welterbe gehört.Beim Spaziergang begegnen dir an Hauswänden, Laternen und Treppen immer wieder kleine Bronzezwerge. Die erste Figur erinnert an die antikommunistische Bewegung Orange Alternative, inzwischen sind es mehr als 1.000. Für die Stadt solltest du mindestens zwei bis drei Tage einplanen.
    Von Krakau knapp drei Stunden mit dem direkten Intercity. Ring, Dominsel und Jahrhunderthalle, unterwegs begegnen dir die Breslauer Zwerge.
    6 Sehenswürdigkeiten
    4 Restaurants

    Geschichte und Kultur

    Eine Stadt mit vielen HerrenBreslau wurde um 900 erstmals erwähnt, 990 nahm Mieszko I. den Ort ein. Nach der Zerstörung durch die Mongolen 1241 bauten deutsche Siedler die Stadt neu auf. 1335 kam Breslau an Böhmen, 1526 an die Habsburger und 1741/42 an Preußen, später war es Hauptstadt der Provinz Schlesien. Nach 1945 kam die Stadt unter polnische Verwaltung, die deutsche Bevölkerung wurde bis 1948 vertrieben und polnische Siedler zogen zu. Auf der Dominsel wirkte von 1503 bis 1538 Nikolaus Kopernikus als Scholaster des Kreuzstifts.Moderne Architektur und ErinnerungskulturDie 1911 bis 1913 von Max Berg gebaute Jahrhunderthalle war mit ihrer Stahlbetonkuppel von 67 Metern Durchmesser ein Meilenstein der modernen Architektur. Mit dem Panorama von Racławice zeigt die Stadt ein 114 Meter langes Rundgemälde, das nach dem Zweiten Weltkrieg aus Lemberg (Lwiw) nach Breslau kam. Die Zwerge gehen auf die Orange Alternative zurück, eine antikommunistische Protestbewegung. 2001 wurde in der ul. Świdnicka der erste Zwerg aufgestellt.
    Alle Infos zum Ort
    Thorn (Toruń)
    Stopp 6 • 1 Übernachtung

    Thorn (Toruń)

    Stadt

    Dieser Ort ist ein Highlight der Route

    Thorn (Toruń) liegt an der Weichsel im Norden Zentralpolens und teilt sich mit Bydgoszcz die Rolle der Hauptstadt der Woiwodschaft Kujawien-Pommern. Der Deutsche Orden gründete die Stadt 1231, 1233 erhielt sie das Stadtrecht, später wurde sie ein wichtiges Mitglied der Hanse. 1473 kam hier Nikolaus Kopernikus zur Welt, nach dem heute die 1945 gegründete Universität benannt ist. Die Stadt hat rund 192.000 Einwohner. Die mittelalterliche Stadt mit ihrer Backsteingotik ist seit 1997 UNESCO-Welterbe. Sie besteht aus drei Teilen: der Altstadt im Westen mit dem Rathaus, der Johanneskathedrale und der Marienkirche, der Neustadt im Osten, die ab 1264 entstand, und dazwischen am Südrand den Resten der Ordensburg. Das Straßennetz ist seit dem Mittelalter weitgehend unverändert geblieben. Abends triffst du dich in den Kneipen und Kellerbars rund um den Altstädter Markt. Bekannt ist Toruń außerdem für seinen Lebkuchen, den Toruński piernik.
    Die längste Etappe: Direkte Intercity-Züge fahren nur wenige Male am Tag und brauchen von Breslau gut drei Stunden. Die Altstadt aus Backsteingotik ist UNESCO-Welterbe, probier den Thorner Lebkuchen.
    5 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Kultur in Toruń

    Kopernikus und die Wissenschaft Der berühmteste Sohn der Stadt ist allgegenwärtig: Sein Geburtshaus ist Museum, ein Denkmal steht am Altstädter Markt, und die 1945 gegründete Universität trägt seinen Namen. Das Regionalmuseum im Altstädter Rathaus zeigt Gemälde von Jan Matejko, Jacek Malczewski, Stanisław Ignacy Witkiewicz und Zdzisław Beksiński. Lebkuchenstadt Der Thorner Lebkuchen ist das bekannteste Erzeugnis der Stadt, das Lebkuchenhandwerk wird hier 1380 erstmals erwähnt. Weit verbreitet sind die Katarzynki, die Thorner Katharinchen. Die Fabryka Cukiernicza Kopernik backt seit dem 18. Jahrhundert Lebkuchen in der Stadt, und im Museum des Thorner Lebkuchens im Gebäude der früheren Lebkuchenfabrik der Familie Weese kannst du die Herstellung selbst ausprobieren.
    Alle Infos zum Ort
    Danzig (Gdańsk)
    Stopp 7 • 3 Übernachtungen

    Danzig (Gdańsk)

    Stadt

    Dieser Ort ist ein Highlight der Route

    Danzig (Gdańsk) liegt an der Danziger Bucht, dort, wo die Motława in die Ostsee mündet, westlich der Weichselmündung. Mit knapp 490.000 Einwohnern ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Pommern die sechstgrößte Stadt Polens und bildet mit Sopot und Gdingen (Gdynia) die Dreistadt (Trójmiasto). Jahrhundertelang war Danzig Hansestadt, reich geworden durch Getreidehandel und Bernstein. 1945 lag das Zentrum fast vollständig in Trümmern, wurde aber unter polnischer Leitung wieder aufgebaut. Das Herz bildet die Rechtstadt (Główne Miasto) mit Langgasse, Langem Markt und Frauengasse. Nördlich schließt die Altstadt an, östlich der Motława liegen die Speicherinsel und Langgarten. Weiter nördlich prägen die Werftanlagen das Bild, wo 1980 die Solidarność entstand. Außerhalb des Zentrums liegen Langfuhr (Wrzeszcz) und Oliva (Oliwa). In Oliva stehen das um 1185 gegründete Kloster und die Kathedrale. Ein Wochenende reicht für die Altstadt und die großen Museen. Mit zwei, drei Tagen mehr kannst du die Westerplatte besuchen und mit der S-Bahn nach Sopot oder auf die Halbinsel Hel weiterfahren.
    Von Thorn gut zwei Stunden mit dem direkten Zug. Rechtstadt mit Langem Markt, Museum des Zweiten Weltkriegs und Europäisches Solidarność-Zentrum.
    6 Sehenswürdigkeiten
    4 Restaurants

    Kultur und Geschichte

    Hansestadt und Wiederaufbau Danzig war von 1361 bis zum letzten Hansetag 1669 Mitglied der Hanse. Davon erzählen die Giebelhäuser der Langgasse, der Artushof als Treffpunkt der Kaufleute und die Marienkirche, eine der drei größten Backsteinkirchen nördlich der Alpen. Was du heute siehst, ist zu großen Teilen der Wiederaufbau nach 1945. Auf dem Langen Markt wurde im Juni 2024 der 44. Hansetag der Neuzeit eröffnet. Wo das 20. Jahrhundert begann und endete Am 1. September 1939 beschoss das Linienschiff Schleswig-Holstein die polnische Garnison auf der Westerplatte, der Angriff gilt als Beginn des Zweiten Weltkriegs in Europa. Im August 1980 streikten die Arbeiter der Lenin-Werft, aus ihrem Streikkomitee unter Lech Wałęsa die Gewerkschaft Solidarność hervorging. Das Museum des Zweiten Weltkriegs und das Europäische Solidarność-Zentrum erzählen beide Kapitel ausführlich.
    Alle Infos zum Ort
    Sopot
    Stopp 8 • 0 Übernachtungen

    Sopot

    Stadt
    Sopot liegt zwischen Danzig (Gdańsk) und Gdingen (Gdynia) an der Danziger Bucht und hat rund 32.000 Einwohner und bildet mit den beiden Nachbarstädten die Dreistadt. Aus dem Fischerdorf wurde im 19. Jahrhundert ein Seebad: 1823 eröffnete der Arzt Johann Georg Haffner den ersten Badebetrieb mit Kuranstalt. Zwischen den Weltkriegen machten das Kasino und die Wagner-Festspiele in der Waldoper das damalige Zoppot zu einem mondänen Treffpunkt. Das Leben spielt sich zwischen der autofreien Monte-Cassino-Straße, die alle nur Monciak nennen, und der Seebrücke ab, die als längste Holzseebrücke Europas gilt. Rund um den Platz am Molo stehen das Kurhaus, der Leuchtturm und das Grand Hotel aus den 1920er Jahren. Etwas landeinwärts liegt im Wald die Waldoper. Im Sommer füllen sich Strand und Monciak, abends wird Sopot zum Ausgehviertel der Dreistadt. Außerhalb der Saison ist es deutlich ruhiger, die Seebrücke lohnt sich dann besonders bei klarem Wetter.
    Halbtagesausflug mit der S-Bahn SKM ab Danzig: Spaziergang über die Monte-Cassino-Straße zur langen Holzseebrücke.
    5 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Kultur und Geschichte

    Seebad mit langer Tradition Nach der Gründung des Badebetriebs 1823 wuchs Sopot rasch: 1827 entstand die erste Seebrücke, 1909 bis 1911 das Kurhaus, 1919 kam das Kasino hinzu. Das heutige Kurhaus ist ein Neubau von 2007 bis 2009. Das Grand Hotel nördlich der Seebrücke wurde 1924 bis 1927 als Kasinohotel gebaut. Bühne unter Bäumen Die Waldoper von 1909 bietet 5.047 Sitzplätze. Ab 1924 fanden hier jährlich Wagner-Festspiele nach Bayreuther Vorbild statt. Seit 1964 ist sie Bühne des Sopot-Festivals, das von 1981 bis 1983 ausfiel.
    Alle Infos zum Ort
    Marienburg (Malbork)
    Stopp 9 • 0 Übernachtungen

    Marienburg (Malbork)

    Sehenswürdigkeit

    Dieser Ort ist ein Highlight der Route

    Die Marienburg (Malbork) an der Nogat, einem Mündungsarm der Weichsel, gilt als größter Backsteinbau Europas: Auf rund 21 Hektar wurden mehr als 30 Millionen Ziegel verbaut. Der Deutsche Orden errichtete die Anlage zwischen etwa 1270 und 1300, ab 1309 war sie Sitz des Hochmeisters. Seit 1997 gehört sie zum UNESCO-Welterbe, jedes Jahr kommen rund 500.000 Besucher. Die Burg gliedert sich in drei Teile: das Hochschloss mit der Marienkirche, das Mittelschloss mit dem Hochmeisterpalast und dem Großen Remter sowie die Vorburg mit den Wirtschaftsgebäuden. Plane für die Innenräume einen halben Tag ein, ein Ausflug von Danzig aus ist mit Bahn oder Auto gut machbar.
    Tagesausflug ab Danzig, die Züge brauchen meist rund eine halbe Stunde. Für die Innenräume der Ordensburg brauchst du einen halben Tag; im Winterhalbjahr schließen sie bereits um 15 Uhr.
    3 Sehenswürdigkeiten
    2 Restaurants

    Geschichte der Ordensburg

    Vom Ordenssitz zur polnischen Königsburg 1309 verlegte der Hochmeister des Deutschen Ordens seinen Sitz an die Nogat. Söldner verkauften die Burg 1456 an den polnischen König, der 1457 in die Burg einzog. 1772 fiel sie an Preußen und wurde im späten 19. Jahrhundert unter Kaiser Wilhelm II. von Conrad Steinbrecht restauriert. Zerstörung und Wiederaufbau Die Kämpfe 1945 zerstörten rund 60 Prozent der Anlage. Polen baute sie nach dem Krieg wieder auf, 1961 wurde das Burgmuseum gegründet. Ein Symbol dieses Wiederaufbaus ist die acht Meter hohe Madonnenfigur der Marienkirche, die nach ihrer Restaurierung 2016 neu geweiht wurde.
    Alle Infos zum Ort
    9 Stopps

    Route Zusammenfassung

    Dauer12 Tage
    Stopps9 Orte
    TypKultur
    Beste ReisezeitMai bis September; Karten für Auschwitz-Birkenau und das Salzbergwerk Wieliczka früh online reservieren