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    • In der Umgebung
    Krakau (Kraków)

    Polen

    Krakau (Kraków)

    Stadt

    Krakau (Kraków) liegt an der Weichsel im Süden Polens und ist mit rund 800.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes.

    von Felix Gillen

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    5. Krakau (Kraków)
    Krakau (Kraków) liegt an der Weichsel im Süden Polens und ist mit rund 800.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes. Bis 1596 war sie Hauptstadt des Königreichs Polen, auf dem Wawelhügel wurden die Könige bis 1734 gekrönt und die meisten von ihnen beigesetzt. Seit 1978 steht das historische Zentrum auf der UNESCO-Welterbeliste: Altstadt, Wawel, Stradom und Kazimierz.Die Altstadt (Stare Miasto) legt sich um den Rynek Główny, dessen Grundriss auf das Jahr 1257 zurückgeht. Ein Grüngürtel, die Planty, liegt an der Stelle der früheren Stadtbefestigung; der historische Königsweg beginnt am Florianstor und führte die Krönungszüge hinauf zum Wawel. Südlich davon liegt Kazimierz, 1335 als eigene Stadt gegründet und über Jahrhunderte Zentrum jüdischen Lebens. Heute mischen sich dort Synagogen, Cafés und Bars.Jenseits der Weichsel folgt Podgórze, wo die deutschen Besatzer 1941 das Ghetto errichteten; im Teil Zabłocie steht die frühere Emaillefabrik Oskar Schindlers. Im Osten ist Nowa Huta eine Industriestadt der sozialistischen Ära, 1951 eingemeindet.

    Sehenswürdigkeiten in Krakau (Kraków)

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Rynek Główny und Tuchhallen
    Sehenswürdigkeit

    1Rynek Główny und Tuchhallen

    Der Hauptmarkt im Herzen der Altstadt geht in seiner Anlage auf das Jahr 1257 zurück, als Krakau das Magdeburger Stadtrecht erhielt. In der Mitte stehen die Tuchhallen (Sukiennice), 1556 bis 1559 im Renaissancestil umgebaut; im Obergeschoss zeigt das Nationalmuseum polnische Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts.
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    Marienkirche (Bazylika Mariacka)
    Kirche

    2Marienkirche (Bazylika Mariacka)

    Die gotische Kirche an der Ostseite des Marktes birgt den Hochaltar von Veit Stoß, um 1489 vollendet, einen der bedeutendsten Schnitzaltäre der Spätgotik. Vom höheren der beiden Türme erklingt zu jeder vollen Stunde das Hejnał, das mitten in der Melodie abbricht.
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    Wawel: Königsschloss und Kathedrale
    Museum

    3Wawel: Königsschloss und Kathedrale

    Auf dem Hügel über der Weichsel residierten die polnischen Könige. Das Schloss zeigt in mehreren Ausstellungen die Prunkräume, den Kronschatz und die Rüstkammer, darunter das Krönungsschwert Szczerbiec; die Drachenhöhle ist saisonal geöffnet. In der Kathedrale wurden die Könige bis 1734 gekrönt und beigesetzt, im Sigismundturm hängt die rund 11 Tonnen schwere Sigismundglocke.
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    Kazimierz und Alte Synagoge
    Museum

    4Kazimierz und Alte Synagoge

    Das 1335 gegründete Kazimierz war über Jahrhunderte das Zentrum jüdischen Lebens in Krakau. Die Alte Synagoge beherbergt heute ein Museum zur jüdischen Geschichte; in der Nähe stehen die Remuh-Synagoge mit ihrem Friedhof, die Tempel- und die Isaak-Synagoge. Steven Spielberg drehte 1993 große Teile von Schindlers Liste in dem Viertel.
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    Emaillefabrik Oskar Schindlers
    Museum

    5Emaillefabrik Oskar Schindlers

    Die Ausstellung „Krakau unter deutscher Besatzung 1939 bis 1945“ des Museums Krakau in der früheren Fabrik in der ul. Lipowa 4 in Zabłocie. Die Tickets sind kontingentiert und online bis zu 90 Tage im Voraus erhältlich; online gekaufte Karten sind personalisiert, bring einen Ausweis mit. Montags ist der Eintritt frei, dann ist keine Vorabbuchung möglich. Aktuelle Öffnungszeiten und Preise auf muzeumkrakowa.pl.
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    Krakushügel (Kopiec Krakusa) in Podgórze
    Historische Stätte

    6Krakushügel (Kopiec Krakusa) in Podgórze

    Der 16 Meter hohe Hügel auf dem Lasota-Berg in Podgórze gilt der Überlieferung nach als Grab des legendären Fürsten Krakus; sein Alter ist unter Archäologen umstritten. Von oben überblickst du Podgórze und die Weichsel bis zur Altstadt.
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    Videos & Reiseberichte

    Rick Steves' Europe: Poland

    An hour-long best-of-Poland special from the public television series Rick Steves' Europe. It starts in Kraków and the Auschwitz-Birkenau Memorial, continues to Warsaw, Toruń and Malbork Castle and…

    Ramon Babazadeh fährt mit einem Goralen-Floß durch den Dunajec-Durchbruch im…

    Restaurants in Krakau (Kraków)

    1

    Folga

    Modernes Restaurant in Kazimierz, vom Guide Michelin mit einem Bib Gourmand ausgezeichnet.
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    2

    NOAH

    Israelische Küche in Kazimierz, seit 2025 mit einem Bib Gourmand im Guide Michelin.
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    3

    Pod Nosem

    Traditionelle polnische Küche in der ul. Kanonicza 22 zwischen Altstadt und Wawel, im Guide Michelin empfohlen.
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    4

    Kogel Mogel

    Polnisches Restaurant in der ul. Sienna 12 nahe dem Rynek, im Guide Michelin empfohlen; die Karte interpretiert Krakauer Klassiker neu, im Sommer gibt es eine Gartenterrasse.
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    Essen und Trinken

    Obwarzanek krakowski

    Geflochtener Hefering, der vor dem Backen gekocht und mit Salz, Mohn oder Sesam bestreut wird. Seit 2010 ist er als geschützte geografische Angabe der EU eingetragen und darf nur in Krakau und den Landkreisen Krakau und Wieliczka gebacken werden.

    Zapiekanka

    Überbackene Baguettehälfte mit Pilzen und Käse, klassisch mit Ketchup. Bekannt sind die Stände in der Rotunde Okrąglak am Plac Nowy in Kazimierz.

    Maczanka po krakowsku

    Krakauer Brötchen mit geschmortem Schweinenacken, Zwiebeln und Kümmel; das Brötchen wird in den Bratensaft getunkt, dazu gibt es Salzgurken.

    Kultur und Geschichte

    Königsstadt und UniversitätKrakau war bis 1596 Residenz der polnischen Könige, dann verlegte Sigismund III. den Hof nach Warschau. Die Wawel-Kathedrale blieb Krönungs- und Grabkirche. 1364 gründete Kasimir der Große die Krakauer Akademie, die heutige Jagiellonen-Universität, nach Prag die zweitälteste Hochschule Mitteleuropas. Vom höheren Turm der Marienkirche wird zu jeder vollen Stunde das Hejnał gespielt, eine Trompetenmelodie, die mitten im Ton abbricht und der Legende nach an einen Mongolenangriff im Jahr 1241 erinnert.Jüdisches KrakauIn Kazimierz stehen mit der Alten Synagoge, der Remuh-Synagoge samt Friedhof, der Tempel-Synagoge und der Isaak-Synagoge zentrale Bauten jüdischer Geschichte. Die Alte Synagoge ist heute Museum. Seit 1988 findet jedes Jahr um die Wende von Juni zu Juli das Festival der Jüdischen Kultur statt. In Podgórze erinnern die Orte des Ghettos und die Schindler-Fabrik an die Verfolgung und Ermordung der Krakauer Juden während der deutschen Besatzung.

    Nachtleben

    1

    Alchemia

    Kneipe und Café in der ul. Estery 5 in Kazimierz mit alten Möbeln und Kerzenlicht. Im Keller finden Konzerte statt, im Herbst auch ein Jazzfestival.
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    2

    Singer

    Bar in der ul. Estery 20 in Kazimierz, eine der ersten Bars des Viertels, mit Tischen aus alten Singer-Nähmaschinen und Kerzenlicht. Tagsüber Café, spät in der Nacht wird es voll.
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    3

    Mleczarnia

    Café-Bar in der ul. Meiselsa 20 in Kazimierz mit alten Fotos an den Wänden und einem saisonalen Biergarten auf der gegenüberliegenden Straßenseite.
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    Anreise und Unterwegs

    AnreiseVom Flughafen Kraków-Balice fährt die Regionalbahn SKA1 in rund 17 Minuten zum Hauptbahnhof Kraków Główny. Tickets gibt es am Automaten; den aktuellen Fahrpreis und Fahrplan findest du bei Koleje Małopolskie. Vom Hauptbahnhof erreichst du die Altstadt in wenigen Gehminuten.Vor Ort und ParkenAltstadt und Kazimierz erkundest du am besten zu Fuß. Straßenbahnen und Busse verbinden die Viertel; Ticketarten und Preise findest du auf ztp.krakow.pl. In der Innenstadt ist das Parken am Straßenrand montags bis samstags gebührenpflichtig, Zeiten und Tarife stehen auf krakow.pl. Seit dem 1. Januar 2026 gilt in Krakau eine Umweltzone (Strefa Czystego Transportu); ob dein Fahrzeug einfahren darf, prüfst du auf sct.zdmk.krakow.pl.

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    1. 1
      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
      1234

      Rundreise

      12 Tage · 4 Stopps

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      Krakau (Kraków)-Reise

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      • 3Wawel: Königsschloss und Kathedrale5 Tage
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    In der Umgebung

    Wieliczka

    Wieliczka

    Wieliczka liegt rund 13 Kilometer südöstlich von Krakau (Kraków) und lebt seit dem Mittelalter vom Salz. Im 13. Jahrhundert entstanden die ersten Schächte, 1290 erhielt der Ort das Stadtrecht. Der Salzabbau endete 1996; das Bergwerk steht seit 1978 auf der UNESCO-Welterbeliste, 2008 kam die Grube in Bochnia hinzu, 2013 das Salzgrafenschloss. Gemeinsam bilden sie die Welterbestätte Königliche Salzbergwerke Wieliczka und Bochnia.Die meisten Besucher kommen für die Touristenroute unter Tage, doch auch der Ort selbst lohnt einen Rundgang. Am Rynek Górny folgt die Bebauung dem mittelalterlichen Grundriss, der Rynek Dolny war einst Handelsplatz für Salz und liegt am Regis-Schacht. Im Ort stehen außerdem das Salzgrafenschloss, die hölzerne Sebastianskirche und ein Gradierwerk.
    Kleinpolen

    Kleinpolen

    Kleinpolen (Małopolska) reicht von der Weichsel um Krakau (Kraków) bis zu den Gipfeln der Hohen Tatra an der slowakischen Grenze. Krakau, bis 1596 Hauptstadt des Königreichs Polen, ist Verwaltungssitz und kulturelles Zentrum der Woiwodschaft; mit der Altstadt, dem Salzbergwerk Wieliczka und der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau liegen hier gleich mehrere UNESCO-Welterbestätten nah beieinander.Nach Süden steigt das Land über das Hügelland zu den Karpaten an. Rund um Zakopane und in den Pieninen prägen die Goralen mit Holzarchitektur, Schafskäse und Volksmusik das Bild, und in den Dörfern Südkleinpolens stehen gotische Holzkirchen, die seit 2003 zum Welterbe zählen.
    Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

    Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

    Die Gedenkstätte und das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau liegen am Rand der Stadt Oświęcim westlich von Krakau (Kraków). Die deutschen Besatzer errichteten das Lager 1940, ab Oktober 1941 entstand Auschwitz II-Birkenau. Nach Schätzungen der Gedenkstätte wurden in Auschwitz rund 1,1 Millionen Menschen ermordet, etwa 1 Million von ihnen Juden. Unter den Opfern waren außerdem rund 70.000 Polen, 21.000 Sinti und Roma, 15.000 sowjetische Kriegsgefangene und etwa 12.000 Häftlinge anderer Nationalitäten.Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen das Lager; seit 2005 ist dieser Tag der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Das polnische Parlament gründete das Museum am 2. Juli 1947, seit 1979 steht der Ort auf der UNESCO-Welterbeliste. Das Gelände umfasst rund 191 Hektar: das frühere Stammlager Auschwitz I und das weit größere Birkenau, rund drei Kilometer entfernt; ein kostenloser Pendelbus der Gedenkstätte verbindet beide Teile. Für einen Besuch solltest du mindestens einen halben Tag einplanen.
    Kattowitz (Katowice)

    Kattowitz (Katowice)

    Kattowitz (Katowice) ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Schlesien und Mittelpunkt eines Ballungsraums mit mehreren Millionen Einwohnern. Das Dorf wuchs im 19. Jahrhundert mit Kohle und Erz zur Industriestadt und erhielt 1865 das Stadtrecht. Nach der Volksabstimmung und Teilung Oberschlesiens kam es an Polen und wurde 1922 Hauptstadt der Autonomen Woiwodschaft Schlesien, von 1953 bis 1956 hieß es Stalinogród. Heute leben hier rund 279.000 Menschen.Das Zentrum (Śródmieście) reicht vom Bahnhof bis zum Rynek, in der Nähe liegt die Fußgängerstraße ul. Mariacka mit der neugotischen Marienkirche aus dem 19. Jahrhundert, abends das Zentrum des Nachtlebens. Wenige Gehminuten nördlich stehen die Halle Spodek und die Kulturzone (Strefa Kultury) auf dem Gelände der früheren Zeche Katowice. Im Osten der Stadt sind die Bergarbeitersiedlungen Nikiszowiec und Giszowiec erhalten.Seit 2015 gehört Kattowitz als Musikstadt zum Netzwerk der UNESCO Creative Cities. Neben den Konzerten des NOSPR prägen das OFF Festival im August und das Festival Tauron Nowa Muzyka den Kalender, im Spodek finden die Finals der E-Sport-Turniere Intel Extreme Masters statt.
    Schlesien

    Schlesien

    Die Woiwodschaft Schlesien (województwo śląskie) im Süden Polens entstand 1999 aus den früheren Woiwodschaften Kattowitz, Tschenstochau und Bielitz-Biala (Bielsko-Biała). Sie umfasst den östlichen Teil Oberschlesiens, einen Teil des Teschener Schlesiens und Gebiete, die historisch zu Kleinpolen gehörten, darunter Tschenstochau (Częstochowa) und das Dąbrowa-Becken. Auf 12.334 Quadratkilometern leben rund 4,3 Millionen Menschen.Ihr Kern ist das Oberschlesische Industriegebiet um Kattowitz (Katowice), Gleiwitz (Gliwice) und Zabrze, das im 19. Jahrhundert mit dem Steinkohlebergbau wuchs. Stillgelegte Zechen sind heute Museen und Kulturorte. Im Norden zieht sich der Krakau-Tschenstochauer Jura mit Burgruinen auf Kalkfelsen durch die Region, im Süden steigen die Schlesischen Beskiden an.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Pexels, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Video-Reportagen: Rick Steves' Europe: Poland, Wunderschön! Polens Süden: Von der Hohen Tatra nach Krakau
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