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    Süden: Krakau, Tatra und Karpaten

    Süden: Krakau, Tatra und Karpaten

    von Felix Gillen

    Zehn Tage durch den Süden und Südosten Polens: von Krakau in die Tatra nach Zakopane, zum Dunajec-Durchbruch in den Pieninen und weiter in die Bieszczady, ein Teil der Ostkarpaten im äußersten Südosten an der Grenze zur Slowakei und zur Ukraine. Auf dem Rückweg nach Norden folgen das Schloss Łańcut, die Renaissancestadt Zamość, das Künstlerstädtchen Kazimierz Dolny und Lublin. Es ist eine Autoroute, denn Pieninen und Bieszczady liegen abseits der großen Bahnstrecken. Die Fahrt von den Pieninen in die Bieszczady ist mit rund 250 Kilometern die längste Etappe.

    10 Tage / 9 Nächte
    Juni bis September; Floßfahrten auf dem Dunajec von 1. April bis 31. Oktober, Parkplätze für Morskie Oko vorab beim Tatra-Nationalpark reservieren
    9 Stopps

    Warum diese Route?

    Der Süden zeigt Polen von seiner bergigen Seite: Hochgebirge in der Tatra, Kalkfelsen in den Pieninen und weite Bergwiesen in den Bieszczady. Die Rückfahrt durch das Karpatenvorland und die Region Lublin bringt dazu Adelsresidenz, Idealstadt und Weichseltal, sodass Natur und Kultur in einer Reise zusammenkommen.

    Geheimtipps

    • Sokolica in den Pieninen: Felsgipfel über dem Dunajec-Durchbruch, auf dem blauen Wanderweg ab Szczawnica mit Fährüberfahrt über den Dunajec in gut einer Stunde erreichbar
    • Holzkirchen von Smolnik und Turzańsk in den Bieszczady: hölzerne Cerkwie, die zum UNESCO-Welterbe gehören
    • Lössschlucht Korzeniowy Dół bei Kazimierz Dolny: einer der vielen Hohlwege im Landschaftsschutzpark rund um das Städtchen

    An- und Abreise

    Gabelflug / offene Route: Start und Ende liegen an verschiedenen Orten

    Anreise
    Flug · Krakau-Balice (KRK)Vom Flughafen Krakau-Balice fährt die Regionalbahn SKA1 zum Hauptbahnhof Kraków Główny. Den Mietwagen übernimmst du am besten erst, wenn du Krakau verlässt; Altstadt und Kazimierz erkundest du zu Fuß und mit der Straßenbahn.
    Abreise
    Bahn · Lublin GłównyGib den Mietwagen in Lublin ab und kläre die Einweggebühr vorab mit dem Vermieter. Vom Hauptbahnhof Lublin Główny fahren Züge in weniger als zwei Stunden nach Warschau; der Flughafen Lublin in Świdnik ist per Zug in rund 15 Minuten ab Lublin Główny erreichbar.

    Reiseverlauf

    Krakau (Kraków)
    Stopp 1 • 1 Übernachtung

    Krakau (Kraków)

    Stadt

    Dieser Ort ist ein Highlight der Route

    Krakau (Kraków) liegt an der Weichsel im Süden Polens und ist mit rund 800.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes. Bis 1596 war sie Hauptstadt des Königreichs Polen, auf dem Wawelhügel wurden die Könige bis 1734 gekrönt und die meisten von ihnen beigesetzt. Seit 1978 steht das historische Zentrum auf der UNESCO-Welterbeliste: Altstadt, Wawel, Stradom und Kazimierz.Die Altstadt (Stare Miasto) legt sich um den Rynek Główny, dessen Grundriss auf das Jahr 1257 zurückgeht. Ein Grüngürtel, die Planty, liegt an der Stelle der früheren Stadtbefestigung; der historische Königsweg beginnt am Florianstor und führte die Krönungszüge hinauf zum Wawel. Südlich davon liegt Kazimierz, 1335 als eigene Stadt gegründet und über Jahrhunderte Zentrum jüdischen Lebens. Heute mischen sich dort Synagogen, Cafés und Bars.Jenseits der Weichsel folgt Podgórze, wo die deutschen Besatzer 1941 das Ghetto errichteten; im Teil Zabłocie steht die frühere Emaillefabrik Oskar Schindlers. Im Osten ist Nowa Huta eine Industriestadt der sozialistischen Ära, 1951 eingemeindet.
    Ein Tag für Altstadt, Wawel und Kazimierz. Wer Krakau noch nicht kennt, hängt besser eine zweite Nacht an.
    6 Sehenswürdigkeiten
    4 Restaurants

    Kultur und Geschichte

    Königsstadt und UniversitätKrakau war bis 1596 Residenz der polnischen Könige, dann verlegte Sigismund III. den Hof nach Warschau. Die Wawel-Kathedrale blieb Krönungs- und Grabkirche. 1364 gründete Kasimir der Große die Krakauer Akademie, die heutige Jagiellonen-Universität, nach Prag die zweitälteste Hochschule Mitteleuropas. Vom höheren Turm der Marienkirche wird zu jeder vollen Stunde das Hejnał gespielt, eine Trompetenmelodie, die mitten im Ton abbricht und der Legende nach an einen Mongolenangriff im Jahr 1241 erinnert.Jüdisches KrakauIn Kazimierz stehen mit der Alten Synagoge, der Remuh-Synagoge samt Friedhof, der Tempel-Synagoge und der Isaak-Synagoge zentrale Bauten jüdischer Geschichte. Die Alte Synagoge ist heute Museum. Seit 1988 findet jedes Jahr um die Wende von Juni zu Juli das Festival der Jüdischen Kultur statt. In Podgórze erinnern die Orte des Ghettos und die Schindler-Fabrik an die Verfolgung und Ermordung der Krakauer Juden während der deutschen Besatzung.
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    Zakopane
    Stopp 2 • 2 Übernachtungen

    Zakopane

    Stadt
    Zakopane liegt am Fuß der Hohen Tatra auf rund 840 Metern Höhe und hat gut 25.000 Einwohner. Der Ort gilt als Winterhauptstadt Polens; die Bahnstrecke aus Chabówka, über die du heute aus Krakau (Kraków) anreist, entstand ab 1899; im Sommer ist er Ausgangspunkt für Wanderungen in den Tatra-Nationalpark, im Winter für Skifahrer und das Weltcup-Skispringen an der Wielka Krokiew.Das Zentrum bildet die Fußgängerzone Krupówki mit Geschäften und Lokalen. Von der ul. Na Gubałówkę führt eine Standseilbahn auf den Aussichtsrücken Gubałówka. Im Süden liegt Kuźnice, Talstation der Seilbahn auf den Kasprowy Wierch und Startpunkt vieler Wanderwege.
    Von Krakau rund 100 Kilometer. Zentrum ist die Fußgängerzone Krupówki, auf den Kasprowy Wierch fährt eine Seilbahn ab Kuźnice; Tickets dafür möglichst vorab online kaufen.
    5 Sehenswürdigkeiten
    4 Restaurants

    Kultur der Goralen

    Der Zakopane-StilUm 1890 entwickelte der Maler und Architekt Stanisław Witkiewicz einen eigenen Baustil, der die traditionelle Bauweise der Goralen aus dem Podhale mit Elementen des Jugendstils verbindet. Erster Bau in diesem Stil war die Villa Koliba (1892 bis 1893), heute als Museum des Zakopane-Stils Teil des Tatra-Museums. Das Tatra-Museum selbst wurde 1889 gegründet.MusikDer Komponist Karol Szymanowski lebte von 1930 bis 1936 in Zakopane; in seiner Villa Atma ist heute ein ihm gewidmetes Museum untergebracht. In manchen Karczmas spielen abends Bands goralische Volksmusik.
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    Tatra-Nationalpark und Morskie Oko
    Stopp 3 • 0 Übernachtungen

    Tatra-Nationalpark und Morskie Oko

    Sehenswürdigkeit

    Dieser Ort ist ein Highlight der Route

    Der Tatra-Nationalpark (Tatrzański Park Narodowy, TPN) schützt seit 1955 den polnischen Teil der Tatra auf gut 211 Quadratkilometern. Zusammen mit dem slowakischen Nationalpark bildet er seit 1993 ein grenzüberschreitendes UNESCO-Biosphärenreservat. Hier liegt mit dem Rysy (2499 Meter auf polnischer Seite) der höchste Gipfel Polens; in den Wäldern und Karen leben Gämsen, Murmeltiere, Braunbären und Luchse.Das bekannteste Ziel ist Morskie Oko, ein Gletschersee auf 1395 Metern Höhe im Tal Rybi Potok am Fuß der Mięguszowieckie Szczyty. Mit knapp 35 Hektar ist er nach dem Wielki Staw der zweitgrößte See der Tatra und bis zu rund 51 Meter tief. Vom Parkplatz Palenica Białczańska führt eine etwa 8,5 Kilometer lange Asphaltstraße hinauf, die für Privatautos gesperrt ist.
    Tagestour ab Zakopane. Den Parkplatz an der Palenica Białczańska reservierst du spätestens am Vortag online beim Nationalpark, ohne Auto fahren Busse ab Zakopane. Die rund 8 bis 9 Kilometer lange Straße zum See ist für Privatautos gesperrt.
    3 Sehenswürdigkeiten

    Natur und Geschichte

    Schutz seit über einem JahrhundertGämsen und Murmeltiere stehen in der Tatra bereits seit 1868 unter Schutz, als der galizische Landtag ein Gesetz gegen ihren Fang beschloss. 1939 entstand ein Naturpark in den Staatsforsten, am 1. Januar 1955 schließlich der Nationalpark. Morskie Oko ist seit 1933 im Besitz des polnischen Staates.Rund um Morskie OkoAm Ufer steht die Berghütte des PTTK auf 1410 Metern, 1908 erbaut und eine der ältesten Hütten der Tatra. Sie ist Ausgangspunkt für Touren auf den Rysy und zu den Pässen der Umgebung. Morskie Oko gehört zu den wenigen Tatraseen mit natürlichem Forellenbestand, seit 2021 werden hier auch Biber beobachtet.
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    Pieninen und Dunajec-Durchbruch
    Stopp 4 • 1 Übernachtung

    Pieninen und Dunajec-Durchbruch

    Sehenswürdigkeit
    Die Pieninen sind ein kleines Kalksteingebirge an der Grenze zur Slowakei, östlich der Tatra. Der polnische Pieninen-Nationalpark wurde 1932 als erster Nationalpark Polens gegründet und umfasst gut 23 Quadratkilometer. Höchster Gipfel des zentralen Massivs ist der Trzy Korony (Drei Kronen) mit 982 Metern, von dessen Aussichtsplattform auf der Okrąglica du tief ins Tal blickst.Bekannt sind die Pieninen vor allem für den Dunajec-Durchbruch: Der Fluss hat sich in Schleifen zwischen steile Kalkwände eingeschnitten. Auf Holzflößen fahren die Flößer der Region Besucher von Sromowce durch die Schlucht bis Szczawnica oder Krościenko. Westlich davon liegen sich über dem Czorsztyn-Stausee die Burgen Niedzica und Czorsztyn gegenüber.
    Von Zakopane rund 60 Kilometer. Die Floßfahrt von Sromowce bis Szczawnica ist rund 18 Kilometer lang und dauert etwa 2:15 Stunden; wie du zurück zum Startpunkt kommst, klärst du am besten vorab.
    3 Sehenswürdigkeiten
    2 Restaurants

    Natur und Geschichte

    Burgen am DunajecDie Burgen Niedzica und Czorsztyn entstanden zu beiden Seiten der alten Wege entlang des Dunajec. Die gotische Burg Niedzica entstand im 14. Jahrhundert und steht heute rund 35 Meter über dem Wasserspiegel des Czorsztyn-Stausees, der durch eine Talsperre am Dunajec entstand. Um die Burg rankt sich eine Legende um einen Schatz der Inka.Flößer und BergwegeDie Floßfahrt auf dem Dunajec hat in den Pieninen Tradition, heute betreiben die Flößer ihre Boote von eigenen Anlegestellen aus. Wanderwege führen von Krościenko, Szczawnica und Sromowce Niżne auf den Trzy Korony; der blaue Weg ab Szczawnica führt über die Sokolica.
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    Bieszczady
    Stopp 5 • 2 Übernachtungen

    Bieszczady

    Sehenswürdigkeit
    Die Bieszczady im äußersten Südosten Polens, an der Grenze zur Slowakei und zur Ukraine, gehören zu den Ostkarpaten. Ihr Herz ist der 1973 gegründete Bieszczady-Nationalpark (Bieszczadzki Park Narodowy), mit gut 292 Quadratkilometern der größte Nationalpark in den polnischen Bergen. Seit 1992 gehört er zum grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Ostkarpaten, seit 2021 stehen Teile seiner Buchenwälder auf der UNESCO-Welterbeliste.Typisch sind die Połoniny, baumlose Bergwiesen über der Waldgrenze, etwa die Połonina Caryńska und die Połonina Wetlińska, sowie die Gipfel Tarnica (1346 Meter), Krzemień und Halicz. In den Wäldern leben Bären, Wölfe, Luchse und eine frei lebende Wisentherde. Im Norden liegt der Solina-Stausee, der Stausee mit dem größten Fassungsvermögen Polens; in den Dörfern der Region stehen hölzerne Cerkwie, darunter die UNESCO-Welterbe-Kirchen von Smolnik und Turzańsk.
    Lange Fahrtetappe, plane dafür einen halben Tag ein. Für die Wege im Nationalpark brauchst du ein Ticket; beliebte Einstiege sind Wołosate für die Tarnica und Ustrzyki Górne für die Połonina Caryńska.
    3 Sehenswürdigkeiten
    1 Restaurant

    Natur und Geschichte

    Wildnis im SüdostenDer Bieszczady-Nationalpark beherbergt über 230 Wirbeltierarten. Die Wisente wurden in den 1960er-Jahren wieder angesiedelt; in den gesamten Bieszczady leben heute rund 280 Tiere, die als größte frei lebende Bergherde ihrer Art gilt. In Wołosate und Tarnawa Niżna züchtet der Park Huzulenpferde, die zur Beweidung der Wiesen eingesetzt werden.Holzkirchen und TalsperreSeit 2013 gehören hölzerne Cerkwie der Karpatenregion in Polen und der Ukraine zum UNESCO-Welterbe. In den Bieszczady zählen dazu die Michaelskirchen in Smolnik und Turzańsk. Die Solina-Talsperre, zwischen 1960 und 1968 gebaut, ist mit knapp 82 Metern Höhe und rund 664 Metern Länge die höchste Staumauer Polens; der See dahinter bedeckt rund 22 Quadratkilometer.
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    Schloss Łańcut
    Stopp 6 • 1 Übernachtung

    Schloss Łańcut

    Sehenswürdigkeit
    Schloss Łańcut (Zamek w Łańcucie) im Karpatenvorland nahe Rzeszów ist eine frühere Magnatenresidenz der Familien Lubomirski und Potocki. Stanisław Lubomirski, Woiwode von Krakau, ließ die Anlage zwischen 1629 und 1641 nach Plänen von Maciej Trapola ausbauen, nach 1783 ließ Izabela Lubomirska Teile der Befestigungen in Gärten umwandeln. Ab 1816 gehörte es der Familie Potocki, die es bis 1944 bewohnte. Seit September 1944 ist das Schloss Museum, seit 2005 hat die Anlage mit dem Park den Status eines polnischen Geschichtsdenkmals.Zum Museum gehören neben den Schlossräumen die Wagenremise mit einer Sammlung von Kutschen und Zubehör, das Orchideenhaus im Park, eine Abteilung für Ikonen und Kirchenkunst sowie eine Judaika-Sammlung, die mit der von den Lubomirskis gestifteten Synagoge von Łańcut verbunden ist. Der rund 36 Hektar große Landschaftspark mit Italienischem Garten, Rosengarten und Wassergraben umgibt das Schloss.
    Rund 180 Kilometer aus den Bergen ins Karpatenvorland. Schloss, Wagenremise und Park; Tickets für die einzelnen Bereiche online oder an der Kasse, Öffnungszeiten vorab auf zamek-lancut.pl prüfen.
    3 Sehenswürdigkeiten
    1 Restaurant

    Geschichte und Kultur

    Vom Turm zur MagnatenresidenzAm Anfang stand ein Turm, vermutlich in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von der Familie Pilecki errichtet und um 1610 von den Stadnickis erweitert. Unter Stanisław Lubomirski entstand 1629 bis 1641 nach Plänen von Maciej Trapola die Residenz mit Bastionen und Wassergraben. 1816 ging der Besitz an Alfred und Artur Potocki, 1830 wurde daraus ein Majorat. Der Park erhielt seine heutige Gestalt vor allem im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.Musik im SchlossSeit 1960 findet jedes Jahr im Mai ein Musikfestival statt, ursprünglich als Tage der Kammermusik, seit 1981 als Festiwal Muzyki in Łańcut. Es zählt zu den großen Festivals klassischer Musik in Polen.
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    Zamość
    Stopp 7 • 1 Übernachtung

    Zamość

    Stadt

    Dieser Ort ist ein Highlight der Route

    Zamość liegt im Südosten Polens, rund 240 km von Warschau und 110 km von Lemberg (Lwiw) entfernt, und hat etwa 58.000 Einwohner. Ab 1578 ließ Jan Zamoyski die Stadt vom venezianischen Architekten Bernardo Morando als ideale Renaissancestadt anlegen, was ihr den Beinamen Padua des Nordens einbrachte. Seit 1992 gehört die Altstadt zum UNESCO-Welterbe.Die Altstadt hat einen sechseckigen Grundriss: Im Westen lagen die Residenz der Zamoyskis und die Akademie, im Osten die Bürgerstadt mit drei Plätzen, dem Großen Markt (Rynek Wielki), dem Salzmarkt und dem Wassermarkt. Am Großen Markt mit seinen Laubenhäusern steht das Rathaus mit 52 Meter hohem Uhrturm. Rund um die Altstadt sind Reste der Festung erhalten.Die Hauptsehenswürdigkeiten schaffst du an einem Tag. Zamość eignet sich auch als Ausgangspunkt für Ausflüge in den Roztocze-Nationalpark.
    Rund 130 Kilometer ab Łańcut. Die Renaissance-Idealstadt mit Großem Markt und Rathaus ist UNESCO-Welterbe; parke außerhalb der Altstadtmauern.
    3 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Geschichte und Kultur

    Eine Idealstadt der RenaissanceJan Zamoyski plante Zamość nach italienischen Theorien der Idealstadt, Bernardo Morando setzte den Plan ab 1578 um. Die UNESCO nennt die Altstadt ein herausragendes Beispiel einer geplanten Renaissancestadt des späten 16. Jahrhunderts. Am Großen Markt stehen die Armenischen Häuser mit Laubengängen und verzierten Attiken. In einem von ihnen zeigt heute das Museum Zamość seine Sammlung. Vom Rathausturm erklingt in der Saison täglich um 12 Uhr das Hejnał.Jüdisches Erbe und KriegZur Altstadt gehören eine Renaissance-Synagoge aus den Jahren 1610 bis 1620 und eine Mikwe. Von 1772 bis 1809 stand Zamość unter österreichischer Herrschaft, danach gehörte es zum Herzogtum Warschau und rund ein Jahrhundert zu Russland. Im Zweiten Weltkrieg lag die Stadt im deutschen Generalgouvernement, die jüdische Bevölkerung wurde größtenteils ermordet. Die Rotunde diente damals als Durchgangslager und Hinrichtungsstätte und ist heute eine Gedenkstätte.
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    Kazimierz Dolny
    Stopp 8 • 0 Übernachtungen

    Kazimierz Dolny

    Stadt
    Kazimierz Dolny liegt am Ostufer der Weichsel, etwa 50 km westlich von Lublin, und hat rund 2.500 Einwohner. Erstmals 1249 erwähnt, war der Ort ein Hafen für den Getreidehandel auf der Weichsel. Nach dem Brand durch schwedische Truppen 1656 und dem Ende des Getreidehandels verlor er an Bedeutung, ab dem späten 19. Jahrhundert brachten Maler, Schriftsteller und Sommergäste neues Leben in die Stadt.Mittelpunkt ist der Marktplatz mit den Renaissance-Bürgerhäusern der Familie Przybyła, unweit davon steht das Haus Celej mit einer Abteilung des Weichselmuseums. Dazu kommen die Pfarrkirche, die Burgruine und der Drei-Kreuze-Berg mit Blick über das Weichseltal. Rund um den Ort ziehen sich Lössschluchten durch den Landschaftspark Kazimierz, dazu kommen alte Getreidespeicher.Ort und Umgebung stehen seit 1994 als polnisches Geschichtsdenkmal unter Schutz. An Sommerwochenenden ist es voll, unter der Woche und in der Nebensaison geht es ruhiger zu.
    Stopp auf dem Weg nach Lublin, rund 150 Kilometer ab Zamość. Marktplatz mit den manieristischen Przybyła-Häusern, Drei-Kreuze-Berg und Lössschluchten; an Sommerwochenenden ist es voll.
    4 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Geschichte und Kultur

    Getreidehafen und KünstlerortSeinen Wohlstand verdankte Kazimierz dem Getreidehandel auf der Weichsel. Die Häuser am Markt und die Pfarrkirche aus den Jahren 1586 bis 1589 sind aus dem örtlichen Kalkstein gebaut. Ab dem späten 19. Jahrhundert kamen Künstler, unter ihnen der Maler Tadeusz Pruszkowski und die Schriftstellerin Maria Kuncewiczowa. Hier wurde 1937 der jiddische Film Der Dybbuk gedreht.Jüdisches Erbe und FestivalsLange lebte in Kazimierz eine große jüdische Gemeinde. 1940 richteten die deutschen Besatzer ein Ghetto ein, das 1942 aufgelöst wurde. Heute ist der Ort für seine Festivals bekannt: das Festival der Volksmusikgruppen und Volkssänger seit 1966, das Filmfestival Dwa Brzegi und das Pardes-Festival jüdischer Kultur.
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    Lublin
    Stopp 9 • 1 Übernachtung

    Lublin

    Stadt
    Lublin liegt etwa 170 km südöstlich von Warschau und ist mit rund 327.000 Einwohnern die achtgrößte Stadt Polens. Fünf Universitäten machen sie zu einer jungen Studentenstadt. 1317 erhielt Lublin das Magdeburger Stadtrecht und wurde zu einem Handelsplatz an der Via Regia, 1569 wurde hier die Lubliner Union zwischen Polen und Litauen geschlossen.Die Altstadt liegt am Rand des Bystrzyca-Tals und ist von Resten der Stadtmauer mit Krakauer Tor und Grodzka-Tor umgeben. Am Marktplatz steht das frühere Rathaus, das Krontribunal, ringsum liegen Renaissance-Bürgerhäuser, der Dom und die Dominikanerbasilika. Das Grodzka-Tor markierte früher die Grenze zum jüdischen Viertel, dahinter erhebt sich das Schloss mit der Dreifaltigkeitskapelle. Westlich der Altstadt schließen die Neustadt und der Sächsische Garten an.Am Stadtrand erinnert die Gedenkstätte Majdanek an das deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager. Für Lublin solltest du zwei Tage einplanen, gut kombinierbar mit Kazimierz Dolny und Zamość.
    Rund 60 Kilometer ab Kazimierz Dolny. Altstadt mit Krakauer Tor und Krontribunal, Schloss mit Dreifaltigkeitskapelle und die Gedenkstätte Majdanek am Stadtrand.
    5 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Geschichte und Kultur

    Union, Handel und jüdisches LebenLublin wurde 1198 erstmals erwähnt. Mit der Lubliner Union von 1569 entstand hier der polnisch-litauische Gesamtstaat. Über Jahrhunderte lebte in Lublin eine große jüdische Gemeinde. Das Grodzka-Tor, auch Jüdisches Tor genannt, trennte die christliche Stadt innerhalb der Mauern vom jüdischen Viertel. Heute dokumentiert das Zentrum Grodzka-Tor, Teatr NN dort mit der Ausstellung Lublin. Gedächtnis des Ortes das Leben der Vorkriegsstadt und ihrer Bewohner.Besatzung und NachkriegszeitIm Zweiten Weltkrieg errichteten die deutschen Besatzer ein Ghetto und ermordeten die jüdische Bevölkerung, am Stadtrand lag das Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek. Im Schloss, das von 1831 bis 1954 als Gefängnis diente, erschossen SS-Leute am 22. Juli 1944 vor ihrem Abzug rund 300 Gefangene. Nach dem Krieg wurde die Altstadt wiederaufgebaut. 1980 gingen von Streiks in der Region Lublin Impulse für die spätere Solidarność aus.
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    9 Stopps

    Route Zusammenfassung

    Dauer10 Tage
    Stopps9 Orte
    TypAbenteuer
    Beste ReisezeitJuni bis September; Floßfahrten auf dem Dunajec von 1. April bis 31. Oktober, Parkplätze für Morskie Oko vorab beim Tatra-Nationalpark reservieren