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    • In der Umgebung
    Kazimierz Dolny

    Polen

    Kazimierz Dolny

    Stadt

    Kazimierz Dolny liegt am Ostufer der Weichsel, etwa 50 km westlich von Lublin, und hat rund 2.500 Einwohner. Erstmals 1249 erwähnt, war der Ort ein Hafen für den Getreidehandel auf der Weichsel.

    von Felix Gillen

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    5. Kazimierz Dolny
    Kazimierz Dolny liegt am Ostufer der Weichsel, etwa 50 km westlich von Lublin, und hat rund 2.500 Einwohner. Erstmals 1249 erwähnt, war der Ort ein Hafen für den Getreidehandel auf der Weichsel. Nach dem Brand durch schwedische Truppen 1656 und dem Ende des Getreidehandels verlor er an Bedeutung, ab dem späten 19. Jahrhundert brachten Maler, Schriftsteller und Sommergäste neues Leben in die Stadt.Mittelpunkt ist der Marktplatz mit den Renaissance-Bürgerhäusern der Familie Przybyła, unweit davon steht das Haus Celej mit einer Abteilung des Weichselmuseums. Dazu kommen die Pfarrkirche, die Burgruine und der Drei-Kreuze-Berg mit Blick über das Weichseltal. Rund um den Ort ziehen sich Lössschluchten durch den Landschaftspark Kazimierz, dazu kommen alte Getreidespeicher.Ort und Umgebung stehen seit 1994 als polnisches Geschichtsdenkmal unter Schutz. An Sommerwochenenden ist es voll, unter der Woche und in der Nebensaison geht es ruhiger zu.

    Sehenswürdigkeiten in Kazimierz Dolny

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Marktplatz und Przybyła-Häuser
    Historische Stätte

    1Marktplatz und Przybyła-Häuser

    Die Renaissancehäuser der Familie Przybyła am Marktplatz gehören zu den bekanntesten Bauten des Ortes, gebaut wie die meisten Häuser aus örtlichem Kalkstein. Die Häuser der Brüder Przybyła mit ihrem manieristischen Schmuck entstanden um 1615. Unweit, in der ul. Senatorska, steht das vor 1630 umgebaute Patrizierhaus Celej mit einer Abteilung des Weichselmuseums.
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    Burgruine
    Burg / Schloss

    2Burgruine

    Die Ruine der Burg aus dem 14. bis 16. Jahrhundert über der ul. Zamkowa gehört mit der Pfarrkirche und den Bürgerhäusern zu den Baudenkmälern, die Kazimierz seit 1994 zum polnischen Geschichtsdenkmal machen.
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    Drei-Kreuze-Berg (Góra Trzech Krzyży)
    Sehenswürdigkeit

    3Drei-Kreuze-Berg (Góra Trzech Krzyży)

    Die ersten drei Kreuze wurden 1708 zur Erinnerung an die Opfer einer Seuche aufgestellt, die heutigen stammen von 1852. Der Hügel liegt rund 50 Meter über dem Markt. Oben öffnet sich ein Panoramablick über Kazimierz und das Weichseltal.
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    Lössschlucht Korzeniowy Dół
    Sehenswürdigkeit

    4Lössschlucht Korzeniowy Dół

    Die Wurzelschlucht ist die bekannteste der Lössschluchten rund um Kazimierz. Auf knapp 700 Metern Länge ragen freigespülte Baumwurzeln aus den mehrere Meter hohen Wänden. Der Eingang liegt rund 2 km vom Markt, der Boden ist uneben.
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    Restaurants in Kazimierz Dolny

    1

    U Fryzjera

    Lokal an der ul. Witkiewicza 2 nahe dem Markt. Gekocht wird traditionell polnisch und jüdisch, etwa Kartoffelpuffer oder Bandnudeln mit Steinpilzen.
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    2

    Bajgiel

    Kleines Café-Bistro, das auf Bagels spezialisiert ist und polnisch-jüdische Küche zu moderaten Preisen serviert, bekannt auch für seinen Käsekuchen.
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    3

    Piekarnia Sarzyński

    Die Bäckerei an der ul. Nadrzeczna 6 ist die bekannteste Adresse für den Kogut, das hahnenförmige Gebäck, das zum Wahrzeichen von Kazimierz geworden ist.
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    Essen und Trinken

    Kogut kazimierski

    Gebäck in Form eines Hahns, das Wahrzeichen der Stadt. Gebacken wird es nur in Kazimierz, am bekanntesten ist die Bäckerei Sarzyński an der ul. Nadrzeczna.

    Kartoffelpuffer

    Kartoffelpuffer (placki) gehören zur traditionellen polnischen und jüdischen Küche, die einige Lokale am Markt anbieten, etwa das U Fryzjera.

    Polnisch-jüdische Küche

    Einige Lokale erinnern an die jüdische Vergangenheit des Ortes, etwa mit Bagels (bajgle) oder Gerichten der polnisch-jüdischen Küche.

    Geschichte und Kultur

    Getreidehafen und KünstlerortSeinen Wohlstand verdankte Kazimierz dem Getreidehandel auf der Weichsel. Die Häuser am Markt und die Pfarrkirche aus den Jahren 1586 bis 1589 sind aus dem örtlichen Kalkstein gebaut. Ab dem späten 19. Jahrhundert kamen Künstler, unter ihnen der Maler Tadeusz Pruszkowski und die Schriftstellerin Maria Kuncewiczowa. Hier wurde 1937 der jiddische Film Der Dybbuk gedreht.Jüdisches Erbe und FestivalsLange lebte in Kazimierz eine große jüdische Gemeinde. 1940 richteten die deutschen Besatzer ein Ghetto ein, das 1942 aufgelöst wurde. Heute ist der Ort für seine Festivals bekannt: das Festival der Volksmusikgruppen und Volkssänger seit 1966, das Filmfestival Dwa Brzegi und das Pardes-Festival jüdischer Kultur.

    Anreise und unterwegs

    AnreiseKazimierz Dolny hat keinen Bahnanschluss. Aus Warschau fährst du mit Zug oder Bus nach Puławy und von dort mit dem Regionalbus weiter. Aus Lublin gibt es direkte Busse. Außerhalb der Saison fahren sie seltener, prüfe vorher den Fahrplan.Vor OrtDer Ortskern ist klein und gut zu Fuß zu erkunden. Zur Schlucht Korzeniowy Dół sind es rund 2 km vom Markt, der Weg ist uneben, feste Schuhe helfen. Wenn du mit dem Auto kommst, stell es auf einem Parkplatz am Ortsrand ab.

    Unterkünfte in Kazimierz Dolny

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    Campingplätze in Kazimierz Dolny

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    1. 1
      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
      1234

      Rundreise

      12 Tage · 4 Stopps

      Gemerkt

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    2. 2

      Kazimierz Dolny-Reise

      Live
      • 1Marktplatz und Przybyła-Häuser3 Tage
      • 2Burgruine4 Tage
      • 3Drei-Kreuze-Berg (Góra Trzech Krzyży)5 Tage
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      Kazimierz Dolny
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    In der Umgebung

    Lublin

    Lublin

    Lublin liegt etwa 170 km südöstlich von Warschau und ist mit rund 327.000 Einwohnern die achtgrößte Stadt Polens. Fünf Universitäten machen sie zu einer jungen Studentenstadt. 1317 erhielt Lublin das Magdeburger Stadtrecht und wurde zu einem Handelsplatz an der Via Regia, 1569 wurde hier die Lubliner Union zwischen Polen und Litauen geschlossen.Die Altstadt liegt am Rand des Bystrzyca-Tals und ist von Resten der Stadtmauer mit Krakauer Tor und Grodzka-Tor umgeben. Am Marktplatz steht das frühere Rathaus, das Krontribunal, ringsum liegen Renaissance-Bürgerhäuser, der Dom und die Dominikanerbasilika. Das Grodzka-Tor markierte früher die Grenze zum jüdischen Viertel, dahinter erhebt sich das Schloss mit der Dreifaltigkeitskapelle. Westlich der Altstadt schließen die Neustadt und der Sächsische Garten an.Am Stadtrand erinnert die Gedenkstätte Majdanek an das deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager. Für Lublin solltest du zwei Tage einplanen, gut kombinierbar mit Kazimierz Dolny und Zamość.
    Region Lublin

    Region Lublin

    Die Woiwodschaft Lublin liegt ganz im Osten Polens und grenzt an Belarus und die Ukraine. Im Westen bildet die Weichsel, im Osten der Bug über weite Strecken die Grenze. Rund zwei Millionen Menschen leben hier, Lublin ist die einzige Großstadt. Die Landschaft reicht vom Lubliner Hochland über die Hügel des Roztocze bis zum Polesie im Nordosten.Hier wurde 1569 die Lubliner Union geschlossen, die Polen und Litauen zu einem Staat verband. Im Zweiten Weltkrieg errichteten die deutschen Besatzer in der Region die Vernichtungslager Majdanek, Belzec und Sobibor. Heute ziehen die Renaissancestadt Zamość, das Weichselstädtchen Kazimierz Dolny und die Nationalparks Roztocze und Polesie Besucher an.
    Zamość

    Zamość

    Zamość liegt im Südosten Polens, rund 240 km von Warschau und 110 km von Lemberg (Lwiw) entfernt, und hat etwa 58.000 Einwohner. Ab 1578 ließ Jan Zamoyski die Stadt vom venezianischen Architekten Bernardo Morando als ideale Renaissancestadt anlegen, was ihr den Beinamen Padua des Nordens einbrachte. Seit 1992 gehört die Altstadt zum UNESCO-Welterbe.Die Altstadt hat einen sechseckigen Grundriss: Im Westen lagen die Residenz der Zamoyskis und die Akademie, im Osten die Bürgerstadt mit drei Plätzen, dem Großen Markt (Rynek Wielki), dem Salzmarkt und dem Wassermarkt. Am Großen Markt mit seinen Laubenhäusern steht das Rathaus mit 52 Meter hohem Uhrturm. Rund um die Altstadt sind Reste der Festung erhalten.Die Hauptsehenswürdigkeiten schaffst du an einem Tag. Zamość eignet sich auch als Ausgangspunkt für Ausflüge in den Roztocze-Nationalpark.
    Warschau (Warszawa)

    Warschau (Warszawa)

    Warschau (Warszawa) ist seit 1596 Sitz des polnischen Königshofs und seit 1918 wieder Hauptstadt des Landes. Die Stadt an der Weichsel hat rund 1,86 Millionen Einwohner, im Ballungsraum leben je nach Abgrenzung 2,6 bis 3,5 Millionen Menschen. Ihr Gesicht ist von Brüchen geprägt: Nach dem Warschauer Aufstand vom 1. August bis 2. Oktober 1944 und der anschließenden gezielten Zerstörung durch die deutschen Besatzer war die Stadt größtenteils unbewohnbar. Danach entstand eine Mischung aus rekonstruierten Fassaden, sozialistischem Klassizismus und gläsernen Hochhäusern rund um den Kulturpalast. Die Altstadt wurde nach dem Krieg nach historischen Vorlagen wieder aufgebaut, 1953 feierlich wiedereröffnet und 1980 als UNESCO-Welterbe anerkannt, gerade wegen dieses Wiederaufbaus. Vom Schlossplatz mit der Sigismundsäule und dem rekonstruierten Königsschloss führt der Königsweg über Krakowskie Przedmieście und Nowy Świat nach Süden, vorbei an Adelspalais bis zum Łazienki-Park und weiter zum Barockschloss Wilanów. Auf dem rechten Weichselufer liegt Praga, das im Krieg deutlich weniger zerstört wurde als das linke Ufer. In alten Fabriken wie dem Koneser-Areal an der Ząbkowska haben sich Lokale, Kulturorte und das Museum des polnischen Wodkas angesiedelt. Am linken Ufer unterhalb der Böschung zieht sich Powiśle mit dem Kopernikus-Wissenschaftszentrum und der Universitätsbibliothek an der Weichsel entlang. Muranów, vor dem Krieg ein überwiegend jüdisches Viertel und ab 1940 Teil des Ghettos, wurde nach 1945 großteils aus dem Schutt des Ghettos neu gebaut; hier steht heute das POLIN-Museum.
    Schloss Łańcut

    Schloss Łańcut

    Schloss Łańcut (Zamek w Łańcucie) im Karpatenvorland nahe Rzeszów ist eine frühere Magnatenresidenz der Familien Lubomirski und Potocki. Stanisław Lubomirski, Woiwode von Krakau, ließ die Anlage zwischen 1629 und 1641 nach Plänen von Maciej Trapola ausbauen, nach 1783 ließ Izabela Lubomirska Teile der Befestigungen in Gärten umwandeln. Ab 1816 gehörte es der Familie Potocki, die es bis 1944 bewohnte. Seit September 1944 ist das Schloss Museum, seit 2005 hat die Anlage mit dem Park den Status eines polnischen Geschichtsdenkmals.Zum Museum gehören neben den Schlossräumen die Wagenremise mit einer Sammlung von Kutschen und Zubehör, das Orchideenhaus im Park, eine Abteilung für Ikonen und Kirchenkunst sowie eine Judaika-Sammlung, die mit der von den Lubomirskis gestifteten Synagoge von Łańcut verbunden ist. Der rund 36 Hektar große Landschaftspark mit Italienischem Garten, Rosengarten und Wassergraben umgibt das Schloss.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Unsplash, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI