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    Bieszczady

    Polen

    Bieszczady

    Sehenswürdigkeit

    Die Bieszczady im äußersten Südosten Polens, an der Grenze zur Slowakei und zur Ukraine, gehören zu den Ostkarpaten.

    von Felix Gillen

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    Die Bieszczady im äußersten Südosten Polens, an der Grenze zur Slowakei und zur Ukraine, gehören zu den Ostkarpaten. Ihr Herz ist der 1973 gegründete Bieszczady-Nationalpark (Bieszczadzki Park Narodowy), mit gut 292 Quadratkilometern der größte Nationalpark in den polnischen Bergen. Seit 1992 gehört er zum grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Ostkarpaten, seit 2021 stehen Teile seiner Buchenwälder auf der UNESCO-Welterbeliste.Typisch sind die Połoniny, baumlose Bergwiesen über der Waldgrenze, etwa die Połonina Caryńska und die Połonina Wetlińska, sowie die Gipfel Tarnica (1346 Meter), Krzemień und Halicz. In den Wäldern leben Bären, Wölfe, Luchse und eine frei lebende Wisentherde. Im Norden liegt der Solina-Stausee, der Stausee mit dem größten Fassungsvermögen Polens; in den Dörfern der Region stehen hölzerne Cerkwie, darunter die UNESCO-Welterbe-Kirchen von Smolnik und Turzańsk.

    Sehenswürdigkeiten in Bieszczady

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Tarnica
    Natur

    1Tarnica

    Mit 1346 Metern der höchste Gipfel der polnischen Bieszczady. Von Wołosate führt ein 4,4 Kilometer langer Weg in rund zwei Stunden hinauf, zuerst blau, ab dem Pass unter der Tarnica gelb markiert. Nach Regen sind die lehmigen Wege rutschig.
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    Połonina Caryńska
    Natur

    2Połonina Caryńska

    Baumloser Bergrücken mit Hochweiden, bis 1297 Meter hoch, bei Ustrzyki Górne. Die Połoniny sind das Markenzeichen der Bieszczady und bieten weite Ausblicke.
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    Połonina Wetlińska
    Sehenswürdigkeit

    3Połonina Wetlińska

    Langgestreckte Bergwiese über dem Dorf Wetlina, eine der bekanntesten Połoniny des Nationalparks.
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    Restaurants in Bieszczady

    1

    Zajazd Pod Caryńską

    Gasthof mit Restaurant und Bar in Ustrzyki Górne, seit 1997 in Betrieb. Die Küche serviert regionale und traditionelle altpolnische Gerichte, die Einrichtung greift die Kultur der Bojken auf.
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    Natur und Geschichte

    Wildnis im SüdostenDer Bieszczady-Nationalpark beherbergt über 230 Wirbeltierarten. Die Wisente wurden in den 1960er-Jahren wieder angesiedelt; in den gesamten Bieszczady leben heute rund 280 Tiere, die als größte frei lebende Bergherde ihrer Art gilt. In Wołosate und Tarnawa Niżna züchtet der Park Huzulenpferde, die zur Beweidung der Wiesen eingesetzt werden.Holzkirchen und TalsperreSeit 2013 gehören hölzerne Cerkwie der Karpatenregion in Polen und der Ukraine zum UNESCO-Welterbe. In den Bieszczady zählen dazu die Michaelskirchen in Smolnik und Turzańsk. Die Solina-Talsperre, zwischen 1960 und 1968 gebaut, ist mit knapp 82 Metern Höhe und rund 664 Metern Länge die höchste Staumauer Polens; der See dahinter bedeckt rund 22 Quadratkilometer.

    Anreise und Besuch

    Eintritt und WegeFür die Wege im Nationalpark brauchst du ein Ticket, das du als E-Ticket über die Website des Parks (bdpn.gov.pl) oder in der Saison an den Kassenpunkten kaufst; ein Tagesticket kostet 11 Złoty, ermäßigt 5,50 Złoty (Stand Oktober 2026). Beliebte Einstiege sind Wołosate, von dort führt ein 4,4 Kilometer langer Weg auf die Tarnica, und Ustrzyki Górne, Sitz der Parkverwaltung. Hunde sind nur an der Leine und mit Maulkorb auf ausgewiesenen Wegen erlaubt. Der Park veröffentlicht aktuelle Hinweise zu Sperrungen, Unwettern und Bären; lies sie vor der Tour.AnreiseDie Bieszczady liegen abseits der großen Bahnstrecken; die meisten Besucher kommen mit dem Auto. Wer mit Bus anreist, sollte die regionalen Fahrpläne vorab prüfen.

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    Campingplätze in Bieszczady

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    Stellplätze & Camping

    In der Umgebung

    Karpatenvorland

    Karpatenvorland

    Das Karpatenvorland (Podkarpackie) im Südosten Polens grenzt im Süden an die Slowakei und im Osten an die Ukraine. Hauptstadt der 1999 gebildeten Woiwodschaft ist Rzeszów; größte Flüsse sind San, Wisłoka und Wisłok.Nach Süden steigt die Landschaft zu den Bieszczady an, wo die Tarnica mit 1346 Metern den höchsten Punkt der Woiwodschaft bildet. Adelsresidenzen wie Łańcut und Krasiczyn, die Festungsstadt Przemyśl und hölzerne Cerkwie erzählen von der wechselvollen Geschichte dieses Grenzlandes.
    Schloss Łańcut

    Schloss Łańcut

    Schloss Łańcut (Zamek w Łańcucie) im Karpatenvorland nahe Rzeszów ist eine frühere Magnatenresidenz der Familien Lubomirski und Potocki. Stanisław Lubomirski, Woiwode von Krakau, ließ die Anlage zwischen 1629 und 1641 nach Plänen von Maciej Trapola ausbauen, nach 1783 ließ Izabela Lubomirska Teile der Befestigungen in Gärten umwandeln. Ab 1816 gehörte es der Familie Potocki, die es bis 1944 bewohnte. Seit September 1944 ist das Schloss Museum, seit 2005 hat die Anlage mit dem Park den Status eines polnischen Geschichtsdenkmals.Zum Museum gehören neben den Schlossräumen die Wagenremise mit einer Sammlung von Kutschen und Zubehör, das Orchideenhaus im Park, eine Abteilung für Ikonen und Kirchenkunst sowie eine Judaika-Sammlung, die mit der von den Lubomirskis gestifteten Synagoge von Łańcut verbunden ist. Der rund 36 Hektar große Landschaftspark mit Italienischem Garten, Rosengarten und Wassergraben umgibt das Schloss.
    Pieninen und Dunajec-Durchbruch

    Pieninen und Dunajec-Durchbruch

    Die Pieninen sind ein kleines Kalksteingebirge an der Grenze zur Slowakei, östlich der Tatra. Der polnische Pieninen-Nationalpark wurde 1932 als erster Nationalpark Polens gegründet und umfasst gut 23 Quadratkilometer. Höchster Gipfel des zentralen Massivs ist der Trzy Korony (Drei Kronen) mit 982 Metern, von dessen Aussichtsplattform auf der Okrąglica du tief ins Tal blickst.Bekannt sind die Pieninen vor allem für den Dunajec-Durchbruch: Der Fluss hat sich in Schleifen zwischen steile Kalkwände eingeschnitten. Auf Holzflößen fahren die Flößer der Region Besucher von Sromowce durch die Schlucht bis Szczawnica oder Krościenko. Westlich davon liegen sich über dem Czorsztyn-Stausee die Burgen Niedzica und Czorsztyn gegenüber.
    Kleinpolen

    Kleinpolen

    Kleinpolen (Małopolska) reicht von der Weichsel um Krakau (Kraków) bis zu den Gipfeln der Hohen Tatra an der slowakischen Grenze. Krakau, bis 1596 Hauptstadt des Königreichs Polen, ist Verwaltungssitz und kulturelles Zentrum der Woiwodschaft; mit der Altstadt, dem Salzbergwerk Wieliczka und der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau liegen hier gleich mehrere UNESCO-Welterbestätten nah beieinander.Nach Süden steigt das Land über das Hügelland zu den Karpaten an. Rund um Zakopane und in den Pieninen prägen die Goralen mit Holzarchitektur, Schafskäse und Volksmusik das Bild, und in den Dörfern Südkleinpolens stehen gotische Holzkirchen, die seit 2003 zum Welterbe zählen.
    Zamość

    Zamość

    Zamość liegt im Südosten Polens, rund 240 km von Warschau und 110 km von Lemberg (Lwiw) entfernt, und hat etwa 58.000 Einwohner. Ab 1578 ließ Jan Zamoyski die Stadt vom venezianischen Architekten Bernardo Morando als ideale Renaissancestadt anlegen, was ihr den Beinamen Padua des Nordens einbrachte. Seit 1992 gehört die Altstadt zum UNESCO-Welterbe.Die Altstadt hat einen sechseckigen Grundriss: Im Westen lagen die Residenz der Zamoyskis und die Akademie, im Osten die Bürgerstadt mit drei Plätzen, dem Großen Markt (Rynek Wielki), dem Salzmarkt und dem Wassermarkt. Am Großen Markt mit seinen Laubenhäusern steht das Rathaus mit 52 Meter hohem Uhrturm. Rund um die Altstadt sind Reste der Festung erhalten.Die Hauptsehenswürdigkeiten schaffst du an einem Tag. Zamość eignet sich auch als Ausgangspunkt für Ausflüge in den Roztocze-Nationalpark.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Unsplash, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI