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    Parque Nacional Torres del Paine

    Chile

    Parque Nacional Torres del Paine

    National Park

    Torres del Paine im Süden Chiles ist einer der bekanntesten Nationalparks Patagoniens: Granittürme, Gletscher und türkisfarbene Seen liegen hier auf engem Raum.

    von Felix Gillen

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    5. Parque Nacional Torres del Paine
    Torres del Paine im Süden Chiles ist einer der bekanntesten Nationalparks Patagoniens: Granittürme, Gletscher und türkisfarbene Seen liegen hier auf engem Raum. Du wanderst auf den Mehrtagestouren W und O oder auf Tagestouren zu Aussichtspunkten wie der Base Torres. Der Park liegt rund 110 km nördlich von Puerto Natales und schützt das Paine-Massiv mit den Torres und den Cuernos sowie Gletscher des Südpatagonischen Eisfelds.

    Sehenswürdigkeiten

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Torre del Paine Central

    1Torre del Paine Central

    Die mittlere der drei Granitnadeln ist rund 2.460 m hoch. Erstmals bestiegen wurde sie im Januar 1963 von den Briten Chris Bonington und Don Whillans über den Nordgrat. Am besten siehst du die Torre Central vom Mirador Base Las Torres über der Gletscherlagune.
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    Mirador Las Torres Base

    2Mirador Las Torres Base

    Der Aussichtspunkt an einer Gletscherlagune am Fuß der drei Torres ist das Ziel der bekanntesten Tageswanderung im Park. Hin und zurück sind es rund 20 km und etwa acht Stunden Gehzeit ab dem Welcome Center, der letzte Abschnitt führt steil über eine Blockhalde. Bei Sturm oder Steinschlaggefahr sperren CONAF und Las Torres den Weg vorsorglich, prüfe deshalb am Vortag die aktuellen Hinweise. Im Winter ist ein zugelassener Guide Pflicht.
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    Torre del Paine Norte

    3Torre del Paine Norte

    Die nördliche und niedrigste der drei Granitnadeln ist rund 2.240 m hoch und steht neben der Torre Central. Italienische Bergsteiger einer von Guido Monzino organisierten Expedition bestiegen sie 1958 zum ersten Mal. Vom Mirador Base Las Torres ist sie gut zu sehen.
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    Salto Grande
    Natur

    4Salto Grande

    Über den breiten Wasserfall im Süden des Parks fließt der Lago Nordenskjöld in den Lago Pehoé ab. Vom Parkplatz gehst du rund zehn Minuten zu einer Holzplattform über dem Wasser mit Blick auf die Cuernos del Paine, hier beginnt auch der Weg zum Mirador Cuernos. Rechne mit starkem Wind.
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    Mirador Cuernos
    Sehenswürdigkeit

    5Mirador Cuernos

    Der Aussichtspunkt über dem Lago Nordenskjöld liegt am Ende eines fast ebenen Wegs, der hinter dem Salto Grande beginnt. Für Hin- und Rückweg brauchst du rund zwei Stunden. Von hier siehst du die Cuernos del Paine direkt gegenüber auf der anderen Seeseite. Der Weg ist dem Wind stark ausgesetzt.
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    Glaciar Grey
    Natur

    6Glaciar Grey

    Der Grey-Gletscher ist der größte Gletscher im Park und fließt aus dem Südpatagonischen Eisfeld in den Lago Grey. Du siehst ihn von Aussichtspunkten am westlichen Abschnitt des W-Treks oder bei einer Bootsfahrt über den See, auf dem oft Eisberge treiben.
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    Essen & Trinken

    1

    Restaurant Pehoe Barbecue

    Bei Google als Restaurant geführtes Grilllokal im Süden des Parks, nahe dem Lago Pehoé.
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    Restaurante Pehoe

    Restaurant am Lago Pehoé mit Blick über den See auf das Paine-Massiv, im Süden des Parks.
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    Essen & Trinken im Park

    Im Park gibt es nur wenige Einkehrmöglichkeiten. Die meisten Wanderer versorgen sich selbst oder buchen Mahlzeiten in den Refugios.

    Verpflegung in den Refugios

    Viele Berghütten bieten Frühstück, Lunchpaket und Abendessen an, die du zusammen mit dem Schlafplatz reservierst. Das erspart dir das Tragen von Proviant für mehrere Tage.

    Cordero al palo

    Das patagonische Lamm, stundenlang am Spieß über offenem Feuer gegart, wird in einigen Hotels und Estancias am Rand des Parks serviert.

    Trekkingproviant aus Puerto Natales

    Supermärkte und Outdoor-Läden in Puerto Natales verkaufen Trockenfrüchte, Nüsse, Fertiggerichte und Gaskartuschen. Im Park selbst ist die Auswahl klein.

    Calafate

    Die blauen Beeren des dornigen Calafate-Strauchs wachsen in ganz Patagonien und reifen im Spätsommer. Verarbeitet werden sie zu Marmelade, Saft, Eis und dem Calafate Sour.

    Geschichte des Nationalparks

    Von der Estancia zum NationalparkLange vor der Gründung des Parks durchstreiften die Aónikenk (Tehuelche) die Steppe am Fuß der Berge. Aus ihrer Sprache stammt auch der Name: „Paine“ bedeutet blau und bezieht sich auf die Farbe der Seen und Gletscher. Ende des 19. Jahrhunderts teilten Siedler das Land in große Schafestancias auf, deren Spuren wie alte Zaunlinien und Gebäude du im Park noch findest.1959 wurde ein erstes Schutzgebiet unter dem Namen Parque Nacional de Turismo Lago Grey eingerichtet, 1970 erhielt es seinen heutigen Namen. Nach und nach kamen ehemalige Estancia-Flächen hinzu, 1978 folgte die Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat.Brände und SchutzregelnZwei große Brände, ausgelöst von Besuchern in den Jahren 2005 und 2011, zerstörten weite Wald- und Steppenflächen. Seitdem gelten strenge Regeln: Feuer ist außerhalb ausgewiesener Bereiche verboten, Wege dürfen nicht verlassen und Übernachtungen nur mit Reservierung in Refugios und auf Campingplätzen gemacht werden. Auf den verbrannten Flächen laufen bis heute Wiederaufforstungsprojekte.

    Anreise und Unterwegs im Park

    AnreiseAusgangspunkt ist fast immer Puerto Natales. Von dort führt die Ruta 9 nach Norden, die letzten Kilometer bis zu den Parkeingängen sind Schotterpiste. In der Saison fahren frühmorgens und mittags Busse zum Eingang Laguna Amarga und weiter nach Pudeto, die Fahrt dauert je nach Ziel rund zwei bis drei Stunden. Die Rückfahrt ab Laguna Amarga startet meist am frühen Abend.Eintritt und ReservierungenParkeintritt: Das Ticket der Parkbehörde CONAF kaufst du vorab online über pasesparques.cl, die einzige offizielle Verkaufsstelle. Am Eingang wird es mit deinem Pass kontrolliert. Seit dem 1. Mai 2026 gibt es ein Tagesticket und ein Mehrtagesticket für bis zu zehn zusammenhängende Tage. Ausländische Besucher zahlen deutlich mehr als Chilenen, die aktuellen Preise stehen auf pasesparques.cl.Übernachtungen: Auf dem W-Trek und dem O-Circuit darfst du nur mit vorab gebuchtem Platz übernachten. Die Campingplätze und Refugios betreiben zwei Firmen: Vertice Patagonia (unter anderem Paine Grande, Grey, Dickson und Los Perros) und Las Torres Patagonia (unter anderem Central, Chileno, Serón, Francés und Los Cuernos). Buche beide Teile früh, in der Hochsaison sind viele Plätze Monate im Voraus vergeben.O-Circuit: Der Rundweg wird nur gegen den Uhrzeigersinn ab Laguna Amarga begangen. Im Winter bleibt er geschlossen, die Wiedereröffnung im Frühjahr hängt von einer Sicherheitsprüfung ab.Winter: Von Ende April bis Mitte September schreibt CONAF für die Base Torres und den W-Trek einen zugelassenen Guide vor. Die Eingänge haben im Sommer längere Öffnungszeiten als im Winter.Im ParkShuttles: Zwischen Laguna Amarga und dem Welcome Center am Ausgangspunkt zu den Torres verkehren Shuttlebusse.Katamaran: Ein Boot quert den Lago Pehoé zwischen Pudeto und Paine Grande und verbindet so den westlichen Teil des W-Treks mit der Straße.Mietwagen: Mit dem Auto erreichst du Aussichtspunkte wie Laguna Amarga, Salto Grande oder Lago Grey. Tankstellen gibt es im Park nicht, tanke in Puerto Natales voll.Auf den Trekkingrouten bist du ausschließlich zu Fuß unterwegs. Plane Pufferzeit ein, weil Sturm Bootsfahrten und Wegabschnitte kurzfristig schließen kann. Aktuelle Sperrungen veröffentlichen CONAF und die Betreiber auf ihren Kanälen. Hinweise zur Sicherheit findest du in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts.

    Unterkünfte in Parque Nacional Torres del Paine

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    In der Umgebung

    Perito-Moreno-Gletscher

    Perito-Moreno-Gletscher

    Der Perito-Moreno-Gletscher im Parque Nacional Los Glaciares ist einer der zugänglichsten Gletscher der Welt. Seine Eisfront ragt rund 70 Meter über den Lago Argentino; immer wieder brechen Eisblöcke mit lautem Donnern ins Wasser. Anders als die meisten Gletscher weltweit befindet er sich seit Langem weitgehend im Gleichgewicht. Gelegentlich schiebt er sich bis ans Ufer der Halbinsel Magallanes vor und staut den Brazo Rico, bis das Wasser den Eisdamm durchbricht.Gegenüber der Front verlaufen mehrere Kilometer Stege mit Rundwegen verschiedener Länge und Schwierigkeit; plane dafür mindestens zwei bis drei Stunden ein. Zusätzlich gibt es Bootsfahrten vor der Eiswand und geführte Wanderungen mit Steigeisen auf dem Gletscher, die du vorab buchst. Der Nationalpark verlangt Eintritt (seit Juni 2026 für ausländische Besucher 50.000 Pesos), der in keiner Tour enthalten ist. Von El Calafate sind es rund 80 Kilometer auf asphaltierter Straße.

    El Calafate

    El Calafate liegt am Südufer des Lago Argentino, des größten Sees Argentiniens, zwischen trockener, windiger Steppe und dem Südpatagonischen Eisfeld. Der kompakte Ort ist der wichtigste Ausgangspunkt für den Perito-Moreno-Gletscher, rund 80 Kilometer westlich, und für die Bootsausflüge zu den Gletschern Upsala und Spegazzini, die vom Hafen Punta Bandera etwa 47 Kilometer außerhalb ablegen.Am Ortsrand liegt das Vogelschutzgebiet Laguna Nimez mit Flamingos und Schwarzhalsschwänen; einige Kilometer außerhalb erklärt das Glaciarium als Ausstellungszentrum die Welt des Eises. Der Flughafen liegt rund 20 Kilometer östlich und hat Verbindungen nach Buenos Aires und Ushuaia. Fernbusse fahren in etwa drei Stunden nach El Chaltén und in fünf bis sechs Stunden ins chilenische Puerto Natales. Kauf hier ein, bevor du nach El Chaltén weiterfährst: Die Supermärkte sind besser sortiert und günstiger.
    Puerto Natales

    Puerto Natales

    Puerto Natales liegt am Fjord Última Esperanza und ist der wichtigste Ausgangsort für den Nationalpark Torres del Paine. Die Kleinstadt entstand Anfang des 20. Jahrhunderts rund um Schafzucht und Kühlhäuser und lebt heute vor allem vom Tourismus. Bunte Holzhäuser, eine Uferpromenade und viele Ausrüster prägen das Zentrum.
    Südpatagonien und Los Glaciares

    Südpatagonien und Los Glaciares

    Im Süden der Provinz Santa Cruz grenzt die patagonische Steppe an das Südpatagonische Eisfeld. Der Parque Nacional Los Glaciares, seit 1981 UNESCO-Welterbe, schützt Gletscher wie den Perito Moreno und die Granitgipfel von Fitz Roy und Cerro Torre. Ausgangsorte sind El Calafate am Lago Argentino und das Wanderdorf El Chaltén, rund drei Busstunden weiter nördlich.Beste Reisezeit ist von November bis März; im Winter sind viele Unterkünfte geschlossen, und das Wetter bleibt das ganze Jahr wechselhaft und windig.
    Magallanes y Antártica Chilena (Región de Magallanes)

    Magallanes y Antártica Chilena (Región de Magallanes)

    Die Región de Magallanes y Antártica Chilena umfasst den äußersten Süden Chiles, von der Steppe um Punta Arenas bis zu den Granittürmen von Torres del Paine und den Fjorden Feuerlands. Du reist hier durch weite, dünn besiedelte Landschaften, in denen Wind und Wetter den Tagesablauf bestimmen. Punta Arenas und Puerto Natales sind die beiden Ausgangspunkte für fast alle Touren.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Unsplash, Pexels, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI