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    Sizilien

    Italien

    Sizilien

    Region

    Sizilien ist die größte Insel des Mittelmeers und durch die Straße von Messina vom italienischen Festland getrennt. Griechen, Römer, Araber, Normannen und Spanier haben hier Tempel, Mosaiken, Kathedralen und Barockstädte hinterlassen.

    von Felix Gillen

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    4. Sizilien
    Sizilien ist die größte Insel des Mittelmeers und durch die Straße von Messina vom italienischen Festland getrennt. Griechen, Römer, Araber, Normannen und Spanier haben hier Tempel, Mosaiken, Kathedralen und Barockstädte hinterlassen. Im Osten erhebt sich der Ätna, der höchste Berg einer Mittelmeerinsel und einer der aktivsten Vulkane der Welt.
    Die Insel ist rund 25.400 Quadratkilometer groß und hat knapp fünf Millionen Einwohner. Im Nordwesten liegen die Hauptstadt Palermo, Monreale und Trapani, an der Nordküste Cefalù. Die Ostküste mit Taormina, Catania und Syrakus wird vom Ätna beherrscht. Im Südosten folgen die Barockstädte des Val di Noto wie Noto, Ragusa und Modica, an der Südküste Agrigent mit dem Tal der Tempel. Das hügelige Inselinnere ist dünn besiedelt. Die Entfernungen sind größer, als die Karte vermuten lässt: Für eine Rundreise solltest du mindestens zehn Tage einplanen. Frühling und Herbst sind zum Besichtigen angenehmer als der heiße Hochsommer.
    Ätna

    Ort 1 von 4

    Ätna

    Der Ätna an der Ostküste Siziliens ist mit über 3.300 Metern der höchste aktive Vulkan Europas; seine genaue Höhe ändert sich mit den Ausbrüchen um einige Dutzend Meter. Seit 2013 gehört er zum UNESCO-Weltnaturerbe.

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    Syrakus

    Ort 2 von 4

    Syrakus

    Syrakus an der Südostküste Siziliens war in der Antike eine der mächtigsten Städte der griechischen Welt. Die Altstadt liegt auf der kleinen Insel Ortigia: Gassen, Barockpaläste und der Dom, der in einen griechischen Athenatempel hineingebaut wurde.

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    Agrigento

    Ort 3 von 4

    Agrigento

    Agrigento liegt auf einem Hügel an der Südküste Siziliens, rund vier Kilometer vom Meer entfernt. Unterhalb der Stadt erstreckt sich das Tal der Tempel, die Reste der griechischen Stadt Akragas und seit 1997 UNESCO-Welterbe.

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    Catania

    Ort 4 von 4

    Catania

    Catania ist die zweitgrößte Stadt Siziliens und liegt an der Ostküste am Fuß des Ätna. Nach dem großen Ausbruch von 1669 und dem Erdbeben von 1693 wurde die Altstadt im Barockstil neu errichtet, oft mit dunklem Lavagestein.

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    Weitere Orte in Sizilien

    Cefalù

    Cefalù

    Cefalù liegt an der Nordküste Siziliens, rund 70 Kilometer östlich von Palermo, zwischen einem Sandstrand und dem steilen Felsen der Rocca. Die kleine Altstadt wird vom Normannendom überragt, den König Roger II. 1131 beginnen ließ und der seit 2015 zum UNESCO-Welterbe gehört. In den engen Gassen liegen das mittelalterliche Waschhaus und das Museo Mandralisca mit einem Porträt von Antonello da Messina. Der Aufstieg auf die Rocca führt zu den Resten einer Burg und zu einem weiten Blick über Stadt und Küste. Im Sommer ist Cefalù voll und Parkplätze sind knapp; ruhiger ist es im Frühjahr und im Herbst.
    Noto

    Noto

    Noto im Südosten Siziliens, rund 30 Kilometer von Syrakus entfernt, gilt als eines der schönsten Beispiele des sizilianischen Barock. Nach dem Erdbeben von 1693 wurde die Stadt rund acht Kilometer vom alten Standort entfernt neu angelegt, mit Plätzen, Treppen und Palästen aus hellem Stein. Seit 2002 gehört sie zusammen mit weiteren Barockstädten des Val di Noto zum UNESCO-Welterbe. Entlang des Corso Vittorio Emanuele reihen sich Kathedrale, Paläste und Kirchen. In der Umgebung liegen das Naturreservat Vendicari und die Ruinen von Noto Antica.
    Palermo

    Palermo

    Palermo, die Hauptstadt Siziliens, liegt an der Nordküste in der Ebene der Conca d'Oro unter dem Monte Pellegrino. Phönizier, Araber, Normannen, Staufer und Spanier haben die Stadt geprägt, und das ist im Stadtbild bis heute zu sehen: Kirchen mit roten Kuppeln, byzantinische Goldmosaiken, Barockkirchen und Brunnen. Neun Bauten in Palermo, Cefalù und Monreale gehören seit 2015 zum UNESCO-Welterbe des arabisch-normannischen Palermo, sieben davon in Palermo selbst. Ebenso bekannt sind die Märkte und die Straßenküche. Mit Kathedrale, Normannenpalast und Quattro Canti liegen die meisten Sehenswürdigkeiten in Gehweite.
    Ragusa Ibla

    Ragusa Ibla

    Ragusa Ibla ist einer der beiden Teile der Altstadt von Ragusa im Südosten Siziliens. Sie liegt auf einem Hügel im Osten der Stadt und wurde nach dem Erdbeben von 1693 an alter Stelle wiederaufgebaut, während auf der Anhöhe darüber eine neue Oberstadt entstand. Enge Straßen, Treppen und Gassen folgen noch dem mittelalterlichen Grundriss. Zusammen mit der Oberstadt gehört Ibla zu den spätbarocken Städten des Val di Noto, die seit 2002 UNESCO-Welterbe sind.
    Taormina

    Taormina

    Taormina liegt an der Ostküste Siziliens auf rund 200 Metern Höhe über dem Ionischen Meer, zwischen Messina und Catania. Von hier reicht der Blick über die Küste bis zum Ätna. Hauptattraktion ist das antike Theater, das die Griechen anlegten und die Römer umbauten. Durch die Altstadt führt der Corso Umberto, vorbei an Palästen, Kirchen und der Piazza IX Aprile. Unterhalb des Ortes liegen Mazzarò und die Bucht der Isola Bella. Seit dem 19. Jahrhundert ist Taormina ein internationaler Ferienort; im Sommer ist es entsprechend voll.
    Trapani

    Trapani

    Trapani liegt im äußersten Westen Siziliens auf einer schmalen, sichelförmigen Halbinsel, die ins Meer hinausragt. Die Altstadt mit ihren Kirchen und Palästen zieht sich bis zur Torre di Ligny an der äußersten Spitze. Südlich der Stadt liegen die Salinen mit ihren Windmühlen, über der Stadt auf einem Berg das mittelalterliche Erice, das du mit der Seilbahn erreichst. Vom Hafen fahren Tragflügelboote und Fähren zu den Ägadischen Inseln. Bekannt ist Trapani außerdem für die Karfreitagsprozession der Misteri und für Couscous mit Fisch.

    Sehenswürdigkeiten in Sizilien

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Villa Romana del Casale
    Museum

    Villa Romana del Casale

    Römischer Landsitz aus dem 4. Jahrhundert bei Piazza Armerina im Inselinneren, seit 1997 UNESCO-Welterbe. Erhalten sind rund 3500 Quadratmeter Bodenmosaiken, darunter die Große Jagd und die Darstellung junger Frauen beim Sport, die als „Bikini-Mädchen“ bekannt ist.
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    Archäologischer Park Selinunt
    Museum

    Archäologischer Park Selinunt

    Ruinen der im 7. Jahrhundert v. Chr. gegründeten griechischen Stadt Selinus an der Südwestküste bei Castelvetrano, 409 v. Chr. von den Karthagern zerstört. Auf dem weitläufigen Gelände am Meer liegen die Akropolis und mehrere dorische Tempel, teils wieder aufgerichtet wie Tempel E, teils als Trümmerfelder.
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    Dom von Monreale
    Kirche

    Dom von Monreale

    Normannische Kathedrale oberhalb von Palermo, unter König Wilhelm II. ab den 1170er-Jahren gebaut. Mehr als 6000 Quadratmeter Goldmosaiken bedecken die Wände; daneben liegt ein Kreuzgang mit Doppelsäulen und figürlich verzierten Kapitellen. Der Dom gehört seit 2015 zum UNESCO-Welterbe des arabisch-normannischen Palermo.
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    Scala dei Turchi
    Sehenswürdigkeit

    Scala dei Turchi

    Weiße Mergelklippe bei Realmonte westlich von Agrigent, die in natürlichen Stufen zum Meer abfällt. Der Zugang ist zum Schutz des weichen Gesteins reglementiert, informiere dich vor dem Besuch bei der Gemeinde Realmonte. Von den Stränden daneben ist die Klippe gut zu sehen.
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    Essen & Trinken

    Die sizilianische Küche ist von arabischen, spanischen und griechischen Einflüssen geprägt. Auberginen, Fisch, Zitrusfrüchte, Mandeln und Pistazien spielen eine große Rolle.

    Arancini

    Frittierte Reisbälle mit Füllung, etwa Ragù oder Schinken und Käse. In Palermo heißen sie Arancine und sind rund, in Catania heißen sie Arancini und laufen oft spitz zu.

    Pasta alla Norma

    Pasta mit Tomatensauce, frittierten Auberginen und gesalzenem Ricotta, benannt nach der Oper des Komponisten Vincenzo Bellini.

    Caponata

    Süßsaures Gemüsegericht aus Auberginen, Sellerie, Oliven und Kapern, meist kalt als Vorspeise.

    Pasta con le sarde

    Pasta mit Sardinen, wildem Fenchel, Rosinen und Pinienkernen.

    Cannoli

    Frittierte Teigrollen mit einer Füllung aus gesüßtem Schafsricotta.

    Granita

    Halbgefrorenes aus Wasser, Zucker und Fruchtsaft, Mandeln, Pistazien oder Kaffee, traditionell zum Frühstück mit einer Brioche gegessen.

    Nero d'Avola und Marsala

    Die rote Rebsorte aus dem Südosten um Avola und der Wein aus der gleichnamigen Stadt im Westen.

    Geschichte und Kultur

    In der Antike gründeten Griechen Städte wie Syrakus, Agrigent und Selinunt, deren Tempel teils bis heute stehen. Nach den Römern und Byzantinern eroberten ab 827 die Araber die Insel und hinterließen Spuren in Sprache, Ortsnamen und Küche. Die Normannen nahmen Sizilien im 11. Jahrhundert ein, 1130 entstand das Königreich Sizilien. Im normannischen Palermo kamen lateinische, griechische und arabische Kultur zusammen; davon zeugen die Bauten, die heute als arabisch-normannisches Welterbe geschützt sind.Es folgten Jahrhunderte unter aragonesischer, spanischer und bourbonischer Herrschaft. Nach dem Erdbeben von 1693 wurden die Städte im Südosten im Barockstil neu aufgebaut. 1860 begann auf Sizilien Garibaldis Zug der Tausend, 1861 kam die Insel zum Königreich Italien. Seit 1946 ist Sizilien eine autonome Region. Sieben Stätten der Insel stehen auf der UNESCO-Welterbeliste, das sizilianische Marionettentheater Opera dei Pupi ist immaterielles Kulturerbe.

    Unterwegs in der Region

    Die größten Flughäfen sind Palermo und Catania, kleinere liegen bei Trapani und Comiso. Fähren verbinden Messina mit Villa San Giovanni auf dem Festland sowie Palermo mit Neapel, Civitavecchia, Livorno und Genua; die Überfahrten von Norden dauern meist eine Nacht.Züge fahren entlang der Nord- und Ostküste, sind auf vielen Strecken aber langsam. Überlandbusse verbinden die größeren Städte oft schneller als die Bahn. Für das Inselinnere, die Naturreservate und kleinere Orte ist ein Mietwagen am praktischsten. In den Altstädten gelten häufig Zufahrtsbeschränkungen (ZTL), Parkplätze sind knapp.

    Rundreisen durch die Region

    Sizilien Ost-West

    Sizilien Ost-West

    Die Route startet in Catania, führt nach Taormina und auf den Ätna, dann südlich über Syrakus und Noto nach Agrigento und an der Nordküste über Cefalù nach Palermo. Für die gut zwei Wochen brauchst du einen Mietwagen. Die längste Etappe von Noto nach Agrigento dauert rund drei Stunden.

    17 Tage
    8 Stopps

    In der Umgebung

    Cefalù

    Cefalù

    Cefalù liegt an der Nordküste Siziliens, rund 70 Kilometer östlich von Palermo, zwischen einem Sandstrand und dem steilen Felsen der Rocca. Die kleine Altstadt wird vom Normannendom überragt, den König Roger II. 1131 beginnen ließ und der seit 2015 zum UNESCO-Welterbe gehört. In den engen Gassen liegen das mittelalterliche Waschhaus und das Museo Mandralisca mit einem Porträt von Antonello da Messina. Der Aufstieg auf die Rocca führt zu den Resten einer Burg und zu einem weiten Blick über Stadt und Küste. Im Sommer ist Cefalù voll und Parkplätze sind knapp; ruhiger ist es im Frühjahr und im Herbst.
    Agrigento

    Agrigento

    Agrigento liegt auf einem Hügel an der Südküste Siziliens, rund vier Kilometer vom Meer entfernt. Unterhalb der Stadt erstreckt sich das Tal der Tempel, die Reste der griechischen Stadt Akragas und seit 1997 UNESCO-Welterbe. Die dorischen Tempel aus dem 5. Jahrhundert v. Chr., allen voran der Concordiatempel, gehören zu den am besten erhaltenen der griechischen Welt. Das Archäologische Museum und der Garten der Kolymbethra ergänzen den Besuch. Die Altstadt oben am Hang ist mittelalterlich geprägt: Hauptstraße ist die Via Atenea, am höchsten Punkt des Hügels steht die Kathedrale San Gerlando, in der Altstadt liegt auch die Kirche Santa Maria dei Greci. Im Tempeltal gibt es wenig Schatten; im Sommer meidest du besser die heißesten Stunden.
    Palermo

    Palermo

    Palermo, die Hauptstadt Siziliens, liegt an der Nordküste in der Ebene der Conca d'Oro unter dem Monte Pellegrino. Phönizier, Araber, Normannen, Staufer und Spanier haben die Stadt geprägt, und das ist im Stadtbild bis heute zu sehen: Kirchen mit roten Kuppeln, byzantinische Goldmosaiken, Barockkirchen und Brunnen. Neun Bauten in Palermo, Cefalù und Monreale gehören seit 2015 zum UNESCO-Welterbe des arabisch-normannischen Palermo, sieben davon in Palermo selbst. Ebenso bekannt sind die Märkte und die Straßenküche. Mit Kathedrale, Normannenpalast und Quattro Canti liegen die meisten Sehenswürdigkeiten in Gehweite.
    Ätna

    Ätna

    Der Ätna an der Ostküste Siziliens ist mit über 3.300 Metern der höchste aktive Vulkan Europas; seine genaue Höhe ändert sich mit den Ausbrüchen um einige Dutzend Meter. Seit 2013 gehört er zum UNESCO-Weltnaturerbe. Auf der Südseite führen eine Straße bis auf knapp 2.000 Meter und eine Seilbahn bis auf rund 2.500 Meter. Du wanderst über erkaltete Lavaströme, an Nebenkratern vorbei und blickst von den oberen Hängen über die Ionische Küste. An den unteren Hängen wachsen Wein, Pistazien und Obst in fruchtbarer Vulkanerde.
    Catania

    Catania

    Catania ist die zweitgrößte Stadt Siziliens und liegt an der Ostküste am Fuß des Ätna. Nach dem großen Ausbruch von 1669 und dem Erdbeben von 1693 wurde die Altstadt im Barockstil neu errichtet, oft mit dunklem Lavagestein. Seit 2002 gehört sie zum UNESCO-Welterbe der Barockstädte des Val di Noto. Mittelpunkt ist die Piazza del Duomo mit dem Elefantenbrunnen und der Kathedrale, gleich daneben liegt der Fischmarkt. Abends treffen sich viele in der Altstadt rund um die Via Crociferi. Der Flughafen der Stadt ist für viele Reisende der Ausgangspunkt für Ostsizilien und den Ätna.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Unsplash, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI