Die Costa de Prata, die Silberküste, ist der Küstenabschnitt zwischen Lissabon und Coimbra mit den Bezirken Leiria und dem Westen um Caldas da Rainha. Hier liegen die ummauerte Kleinstadt Óbidos, die Klöster von Alcobaça und Batalha, beide UNESCO-Welterbe, der Fischer- und Surfort Nazaré, die Halbinsel Peniche und der Wallfahrtsort Fátima im Hinterland.
Die meisten Ziele liegen nah beieinander, mit dem Auto kannst du Óbidos, Alcobaça, Batalha und Nazaré an einem langen Tag verbinden, entspannter sind zwei bis drei Tage. Die Küste ist wellenreich: Nazaré ist für Riesenwellen im Winter bekannt, Peniche und Baleal für Surfkurse, ruhiger badest du in der fast geschlossenen Bucht von São Martinho do Porto. Vor Peniche liegen die Berlengas-Inseln, im Sommer per Boot erreichbar. Busse verbinden die Orte untereinander und mit Lissabon, die Bahnlinie entlang der Küste ist langsam.
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Óbidos
Óbidos ist eine kleine, vollständig von einer mittelalterlichen Mauer umgebene Stadt rund 80 Kilometer nördlich von Lissabon. Innerhalb der Mauern liegen weiße Häuser mit blauen und gelben Kanten, Kopfsteingassen und Kirchen, oben thront die Burg.
Fátima ist einer der größten katholischen Wallfahrtsorte der Welt. 1917 sollen drei Hirtenkinder hier mehrfach Erscheinungen der Jungfrau Maria gehabt haben.
Nazaré ist ein Fischer- und Badeort an der Costa de Prata, rund 120 Kilometer nördlich von Lissabon. Die Unterstadt liegt am langen Sandstrand, oben auf der Klippe thront der Ortsteil Sítio mit Wallfahrtskirche und Aussichtspunkt.
Peniche ist eine Fischer- und Hafenstadt auf einer felsigen Halbinsel rund 90 Kilometer nördlich von Lissabon. Die Wellen an den Stränden von Baleal und Supertubos machen sie zu einem der wichtigsten Surfspots Europas.
Kleiner Strand mit Fischerbooten zwischen Klippen bei Ribamar, nahe Lourinhã. In den Felsen der Gegend wurden Dinosaurierspuren und Fossilien gefunden.
Zisterzienserkloster aus dem 12. Jahrhundert und UNESCO-Welterbe. Die schlichte gotische Kirche birgt die Grabmale von König Pedro I. und Inês de Castro, dazu gehören Kreuzgang, Schlafsaal und die gekachelte Klosterküche.
Dominikanerkloster, das König João I. nach dem Sieg bei Aljubarrota 1385 stiftete, UNESCO-Welterbe. Sehenswert sind die Gründerkapelle mit dem Königsgrab, der Kreuzgang und die unvollendeten Kapellen, die Capelas Imperfeitas, mit manuelinischem Portal.
Fast kreisrunde Bucht mit schmaler Öffnung zum Atlantik, daher meist ruhiges Wasser. Einer der wenigen familienfreundlichen Badestrände an dieser wellenreichen Küste.
Das Zisterzienserkloster von Alcobaça wurde im 12. Jahrhundert gegründet, in seiner Kirche stehen die Grabmale von König Pedro I. und Inês de Castro. Das Kloster von Batalha ließ João I. nach dem Sieg von Aljubarrota 1385 bauen, es verbindet Gotik mit manuelinischen Elementen. Beide sind UNESCO-Welterbe.Caldas da Rainha ist für seine Keramik bekannt, Óbidos für den Kirschlikör Ginja, der oft in Schokobechern serviert wird. In Nazaré tragen manche ältere Frauen noch die traditionellen Röcke mit mehreren Lagen.
Unterwegs an der Costa de Prata
Am flexibelsten bist du mit dem Auto, die Autobahn A8 führt von Lissabon nach Norden. Busse fahren von Lissabon nach Óbidos, Caldas da Rainha, Nazaré, Peniche, Alcobaça, Batalha und Fátima. Die Bahnlinie Linha do Oeste ist langsam und verkehrt selten.