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    Cheow-Lan-See

    Thailand

    Cheow-Lan-See

    Lake

    Der Cheow-Lan-See ist kein natürliches Gewässer, sondern das Reservoir des Ratchaprapha-Staudamms, der 1987 fertig wurde und ein Talsystem im Khao-Sok-Nationalpark flutete. Der See ist rund 185 Quadratkilometer groß.

    von Felix Gillen

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    4. Khao Sok Region (Surat Thani Inland)
    5. Cheow-Lan-See
    Der Cheow-Lan-See ist kein natürliches Gewässer, sondern das Reservoir des Ratchaprapha-Staudamms, der 1987 fertig wurde und ein Talsystem im Khao-Sok-Nationalpark flutete. Der See ist rund 185 Quadratkilometer groß. Aus dem Wasser ragen die Gipfel der Kalksteinberge als steile Felstürme, oft wird die Landschaft mit Guilin in Südchina verglichen.Typisch sind die Floßhäuser: einfache Bungalows auf Pontons in ruhigen Seitenarmen, vermietet von der Parkverwaltung und privaten Betreibern. Strom gibt es oft nur zeitweise, Mobilfunk nicht überall. Rechne mit einfachem Standard.Vom Pier am Staudamm fahren Longtail-Boote zu den Unterkünften. Üblich sind Kanutouren in den Seitenarmen, kurze Dschungelwanderungen und Ausflüge zu den Höhlen Nam Talu und Pra Kie.Am Morgen liegt oft Nebel zwischen den Felsen, dann siehst du am ehesten Nashornvögel, Gibbons und Makaken. Plane mindestens eine Übernachtung ein, Tagestouren verbringen viel Zeit mit der Anfahrt.

    Sehenswürdigkeiten

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    1Aussichtspunkt Khao To Tao

    Ein Aussichtspunkt über dem Cheow-Lan-Stausee, von dem aus die Kalksteininseln in ganzer Reihe zu sehen sind. Erreichbar ist er nur über das Wasser, die Anfahrt mit dem Langboot gehört zum Ausflug dazu. Der letzte Abschnitt führt über einen Pfad hinauf; festes Schuhwerk ist sinnvoll. Am frühen Morgen und am späten Nachmittag ist das Licht am günstigsten und die Hitze erträglicher.
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    2Ratchaprapha-Staudamm

    Der 95 Meter hohe und 761 Meter lange Damm wurde 1987 eingeweiht und staute ein bewaldetes Tal auf. Was heute als Inselkette aus dem Wasser ragt, sind die Gipfel der Kalksteinberge, die das Tal einfassten. Am Damm liegt der Pier, von dem die Longtail-Boote auf den See starten.
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    3Cheow Lan Lake View Point

    Der Aussichtspunkt in der Nähe des Ratchaprapha-Damms gibt den ersten Überblick über den Cheow-Lan-Stausee, bevor du auf ein Boot steigst. Von hier aus lässt sich die Ausdehnung des Sees und die Dichte des umgebenden Regenwalds abschätzen. Bei ruhigem Wasser spiegeln sich die Karstfelsen. Am Morgen liegt häufig Nebel über der Fläche, bis die Sonne höher steht.
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    4Hängebrücke am herzförmigen Berg

    Eine einfache Hängebrücke am Cheow-Lan-Stausee, die zu einem Aussichtspunkt auf einen Felsen führt, dessen Umriss an ein Herz erinnert. Angefahren wird der Punkt per Langboot, danach geht es über einen unebenen Pfad weiter – festes Schuhwerk ist sinnvoll. Der Standort steht auf der Route vieler Tagestouren, entsprechend voll wird es, wenn mehrere Boote gleichzeitig anlegen.
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    5Ranger-Station Klong Ka

    Eine der Ranger-Stationen am See, erreichbar per Longtailboot vom Damm. Von hier starten Wanderungen ins Hinterland und Kanutouren in die Seitenarme. Neben den staatlichen Floßhäusern liegen in der Umgebung mehrere private Anlagen.
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    6Karstfelsen Khao Sam Kloe

    Die freistehende Felsgruppe im See trägt bei Bootsführern den Beinamen Guilin von Thailand, nach der ähnlich geformten Karstlandschaft in Südchina. Sie liegt auf der Standardroute der Tagestouren vom Damm aus und wird für einen Fotostopp angefahren.
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    Essen & Trinken

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    Khao Kaeng Khun Daeng

    Ein Khao-Gaeng-Laden in der Umgebung des Cheow-Lan-Sees: Vorgekochtes steht in Schalen auf dem Tresen, du zeigst auf zwei oder drei Gerichte, die dann über Reis kommen. Die Auswahl wechselt täglich und ist südthailändisch geprägt, also tendenziell schärfer als in Zentralthailand. Ein schnelles und günstiges Mittagessen, keine Abendadresse.
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    2

    Kitchen Guilin

    Ein Lokal am Cheow-Lan-See, benannt nach dem Vergleich, den Bootsführer hier gern ziehen: Die Karstlandschaft erinnert an die Felsen bei Guilin in Südchina. Gekocht wird thailändisch, die Einrichtung ist schlicht und offen zum Wasser hin. Praktisch für eine Mahlzeit rund um die Bootstouren.
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    Cheowlan Community Cafe

    Von der Dorfgemeinde betriebenes Café im Ort Khao Phang, nahe der Zufahrt zum Bootspier. Es gibt Kaffee, Getränke und einfache Gerichte. Praktisch als letzter Stopp vor der Überfahrt oder direkt nach der Rückkehr vom See.
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    Verpflegung am See

    Auf dem See gibt es keine frei wählbare Gastronomie: Die Mahlzeiten gehören bei praktisch allen Floßhäusern zum Paket und werden zu festen Zeiten gemeinsam serviert. Gekocht wird einfache südthailändische Küche mit Reis, Currys, Gemüse und Fisch aus dem Stausee. Wer Unverträglichkeiten hat oder vegetarisch isst, meldet das bei der Buchung an, weil vor Ort nichts nachgekauft werden kann.

    Fisch aus dem Stausee

    Meist Tilapia oder Schlangenkopffisch, gegrillt oder in saurer Suppe. Die naheliegendste Zutat auf dem See und Standard im Floßhausmenü.

    Gaeng Som

    Sauer-scharfes Fischcurry mit Kurkuma, in der südthailändischen Variante kräftig gewürzt. Wird mit Reis serviert.

    Pak Miang

    Ein südthailändisches Blattgemüse, das gedünstet oder in Currys verwendet wird. Wenn es auf dem Tisch steht, ist es regional gewachsen.

    Restaurants am Dammpier

    Vor der Überfahrt gibt es am Pier und im Ort Khao Phang einfache Lokale und Kioske. Die letzte Gelegenheit, Wasser und Snacks zu kaufen.

    Anreise und unterwegs auf dem See

    Der Zugang führt über den Bootspier am Ratchaprapha-Damm im Bezirk Ban Ta Khun. Von Khao Sok Village sind es rund 60 Kilometer nach Osten. Am praktischsten sind eigenes Fahrzeug, Taxi oder der Transfer einer gebuchten Tour. Am Pier wird der Eintritt für den Seebereich erhoben, 300 Baht für Erwachsene.Auf dem See gibt es nur Boote. Longtails fahren vom Pier zu den Floßhäusern und Ranger-Stationen, je nach Ziel bis zu zwei Stunden. Sie werden pro Boot vermietet, als Einzelreisender fährst du günstiger in einer Gruppe.Tagestouren lassen die Morgen- und Abendstunden aus, in denen Tiere aktiv sind. Für Tierbeobachtung ist eine Übernachtung besser. Am trockensten ist es von Januar bis März. In der Regenzeit steigt der Wasserstand, Gewitter verzögern Fahrten und die Höhle Nam Talu ist vom 1. Juni bis 30. November gesperrt.Aktuelle Hinweise zu Sicherheit und Gesundheit findest du beim Auswärtigen Amt.

    Unterkünfte in Cheow-Lan-See

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    In der Umgebung

    Pra Kie Cave (Coral Cave)

    Pra Kie Cave (Coral Cave)

    Die Pra Kie Cave, auch Coral Cave genannt, liegt am Ufer des Cheow-Lan-Sees im Khao-Sok-Nationalpark. Den Beinamen trägt sie wegen der Tropfsteine, deren poröse, verzweigte Oberflächen an Korallen erinnern.Erreichbar ist die Höhle nur über das Wasser: Longtail-Boote bringen dich von den Floßhäusern oder vom Pier am Damm in die Bucht, von dort führt ein kurzer Weg zum Eingang.Anders als Nam Talu ist Pra Kie eine Trockenhöhle ohne Wasserpassagen. Sie wird deshalb oft angeboten, wenn Nam Talu gesperrt ist. Der Boden ist trotzdem feucht und rutschig, feste Schuhe und eine Stirnlampe gehören dazu.Nichts abbrechen, nichts anfassen: Die Formationen wachsen über Jahrtausende. Touren mit Führer organisieren die Unterkünfte am See.
    Nam Talu Cave

    Nam Talu Cave

    Die Nam Talu Cave ist eine Flusshöhle im Khao-Sok-Nationalpark am Cheow-Lan-See. Ein Bach fließt durch den Kalksteinberg, der Weg führt streckenweise durchs Wasser: knietief, teils tiefer, einzelne Passagen schwimmend. Im Inneren gibt es Tropfsteine und Fledermäuse.Der Zugang erfolgt per Boot und Wanderung, meist als Tagesausflug von einem der Floßhäuser. Ein lizenzierter Führer ist Pflicht.Der Grund ist ernst: Im Oktober 2007 starben acht Touristen bei einer Sturzflut in der Höhle, im August 2024 ein Guide. Vom 1. Juni bis 30. November ist die Höhle daher gesperrt, auch außerhalb davon kann sie nach Regen kurzfristig schließen.Mitnehmen solltest du Schuhe, die nass werden dürfen und Halt geben, eine Stirnlampe und wasserdicht verpackte Sachen. Wer nicht schwimmen kann oder Enge schlecht verträgt, sollte die Tour auslassen.
    Khao Sok Region (Surat Thani Inland)

    Khao Sok Region (Surat Thani Inland)

    Die Khao Sok Region liegt im Süden Thailands im Binnenland der Provinzen Surat Thani und Phang Nga, etwa auf halber Strecke zwischen Golf- und Andamanenküste. Das macht sie zu einem naheliegenden Zwischenstopp zwischen den Küsten.Prägend sind steile Kalksteinberge über immergrünem Regenwald und der Cheow-Lan-See: Ein Staudamm flutete ein Talsystem, die Bergkuppen stehen nun als Felstürme im Wasser. Der Khao-Sok-Nationalpark schützt einen großen zusammenhängenden Regenwald, in dem unter anderem Nashornvögel, Gibbons und wilde Elefanten leben.Die Infrastruktur konzentriert sich auf das Dorf Khlong Sok am Parkeingang und auf die Floßhäuser am See. Üblich sind Dschungelwanderungen mit Guide, Kanutouren und Höhlenbesuche.Am trockensten ist es von Januar bis März, die meisten Niederschläge fallen von Mai bis Oktober. Nach Starkregen führen Bäche und Höhlen viel Wasser, einzelne Wege werden gesperrt.
    Khao Sok River

    Khao Sok River

    Der Sok-Fluss begleitet den westlichen Rand des Khao-Sok-Nationalparks und führt am Dorf Khlong Sok vorbei, wo die meisten Unterkünfte der Region liegen. Viele Lodges stehen direkt am Ufer, sodass der Fluss zugleich Verkehrsader, Badestelle und Aussicht ist.Auf dem Wasser werden Tubing in Reifen, Kanutouren und Fahrten auf Bambusflößen angeboten. Die Strömung ist überwiegend ruhig, sodass die Touren weniger sportlich als landschaftlich sind: Über dem Fluss steigen die Kalksteinwände des Parks auf, und an den Ufern sind mit etwas Geduld Nashornvögel, Eisvögel und Affen zu sehen.Der Wasserstand schwankt stark. Nach Regen führt der Fluss deutlich mehr Wasser, während er in der Trockenzeit an manchen Stellen sehr flach wird; die Anbieter passen die Strecken entsprechend an. Am frühen Morgen und in der Dämmerung ist die Tierbeobachtung am ergiebigsten, und die Hitze ist erträglicher als mittags.
    Khao Sok Village

    Khao Sok Village

    Rund um das Besucherzentrum des Khao-Sok-Nationalparks hat sich im Dorf Khlong Sok die Infrastruktur der Region gesammelt: Gästehäuser und Lodges entlang der Straße und am Fluss, Tourbüros, Restaurants und ein kleiner Markt. Die Fernstraße zwischen Surat Thani und Takua Pa führt direkt vorbei, der Ort ist von beiden Küsten aus gut erreichbar.Vom Parkeingang startet der Hauptwanderweg, der dem Tal folgt und Abzweige zu mehreren Wasserfällen hat. Nachtwanderungen sind nur mit Führer möglich und werden vor Ort organisiert. In der Trockenzeit, vor allem von Januar bis März, blüht in der Region die Rafflesia kerrii, deren Blüten 50 bis 90 Zentimeter Durchmesser erreichen.Das Dorf ist auch Ausgangspunkt für Fahrten zum Cheow-Lan-See, als Tages- oder Übernachtungstour.Im Umfeld arbeiten mehrere Elefantencamps mit sehr unterschiedlichem Ansatz. Wer Wert auf Tierschutz legt, sollte vorab prüfen, was ein Camp tatsächlich anbietet.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Pexels. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI