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    Deal & Sandwich
    Stadt

    Deal & Sandwich

    Deal und Sandwich liegen an der Ostküste von Kent zwischen Dover und der Isle of Thanet, zehn Kilometer voneinander entfernt.

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    5. Deal & Sandwich
    Deal und Sandwich liegen an der Ostküste von Kent zwischen Dover und der Isle of Thanet, zehn Kilometer voneinander entfernt. Deal ist eine Hafenstadt ohne Hafen: Die Schiffe ankerten früher auf Reede vor dem Kieselstrand, an dem heute eine lange Promenade, eine Seebrücke und zwei Festungen Heinrichs VIII. liegen.Sandwich war im Mittelalter einer der wichtigsten Häfen Englands, bis der Fluss versandete. Die Stadt blieb klein und hat ihr Straßennetz, ihre Stadttore und Hunderte alter Häuser behalten. Zusammen ergeben beide Orte einen ruhigen Gegenpol zum Fährbetrieb in Dover.
    Deal hat rund 30.000 Einwohner und zieht sich über mehrere Kilometer am Kieselstrand entlang, vom Vorort Walmer im Süden bis zu den Dünen im Norden. Das Zentrum ist kompakt: die Promenade Beach Street, dahinter die Middle Street mit ihren Fischerhäusern und die High Street mit Läden und Cafés. Zu Fuß erreichst du alles in zehn Minuten, nach Walmer Castle sind es am Strand entlang etwa 30 Minuten.Sandwich, zehn Kilometer nordwestlich, hat nur rund 5.000 Einwohner und ist in zwei Stunden erkundet. Die Stadt liegt am Stour, drei Kilometer vom Meer; dazwischen breiten sich Dünen, Golfplätze und ein Vogelschutzgebiet aus. Beide Orte sind mit Bahn und Bus verbunden und lassen sich an einem Tag kombinieren, bequemer mit einer Übernachtung in Deal.

    Sehenswürdigkeiten in Deal & Sandwich

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Museum

    1Deal Castle

    Heinrich VIII. ließ die Festung 1539 und 1540 in großer Eile bauen, als er nach dem Bruch mit Rom eine Invasion aus Frankreich und Spanien fürchtete. Sie ist die größte einer Kette von Küstenforts und reine Artilleriearchitektur: ein runder Kernturm, umgeben von zwei Ringen aus je sechs halbrunden Bastionen, im Grundriss einer Tudor-Rose ähnlich.Du läufst durch die dunklen Rundgänge im Untergeschoss, von denen aus der Graben bestrichen werden konnte, über die Geschützplattformen und durch die Wohnräume des Kommandanten. Die Anlage liegt direkt an der Strandpromenade am südlichen Ende der Stadt. English Heritage betreut sie; für den Besuch reicht eine Stunde.
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    Burg / Schloss

    2Walmer Castle and Gardens

    Walmer Castle, zwei Kilometer südlich von Deal, entstand zur gleichen Zeit wie Deal Castle als Geschützfort. Seit 1708 ist es der Amtssitz des Lord Warden of the Cinque Ports, eines Ehrenamts, das unter anderem William Pitt der Jüngere, der Herzog von Wellington und die Königinmutter innehatten. Aus der Festung wurde so nach und nach ein Landhaus.Wellington starb hier 1852; sein Zimmer mit dem Sessel und ein Paar seiner Stiefel sind zu sehen. Hinter dem Haus liegen weitläufige Gärten mit einer mächtigen, wolkenförmig geschnittenen Eibenhecke, einem Küchengarten und einem Garten, der der Königinmutter zum 95. Geburtstag angelegt wurde. Von Deal läufst du in einer halben Stunde am Strand entlang hierher.
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    Sehenswürdigkeit

    3Deal Pier

    Die Seebrücke von Deal ist ein schlichter Betonbau von 1957, der zwei im Sturm und im Krieg verlorene Vorgänger ersetzte. Sie reicht rund 300 Meter in den Kanal hinaus und ist die einzige vollständig erhaltene Vergnügungspier in Kent.Rummel gibt es hier nicht: Auf den Bänken sitzen Angler, am Ende steht ein verglastes Café mit Blick zurück auf die Häuserfront von Deal und hinaus auf die Schiffe, die vor der Küste vorbeiziehen. Der Zugang ist frei. Bei klarer Sicht erkennst du die französische Küste.
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    Kirche

    4Sandwich: Altstadt und St Peter's Church

    Sandwich war im Mittelalter einer der fünf Cinque Ports und ein Hafen von nationaler Bedeutung. Als der Stour versandete, blieb die Stadt stehen: Innerhalb der alten Wälle, auf denen heute ein Spazierweg verläuft, drängen sich Fachwerk- und Backsteinhäuser an Gassen, die noch dem mittelalterlichen Verlauf folgen. Am Flussufer stehen das Fisher Gate von 1384 und das Barbican, ein Brückentor, an dem bis 1977 Maut erhoben wurde.In der Mitte steht St Peter's Church. Ihr Turm stürzte 1661 ein und wurde von flämischen Glaubensflüchtlingen mit einer zwiebelförmigen Haube neu aufgebaut; du kannst ihn besteigen und über die Dächer bis zum Meer sehen. Von hier wird noch jeden Abend um acht die Sperrstundenglocke geläutet. Für einen Rundgang durch die Stadt genügen zwei Stunden.
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    Museum

    5Richborough Roman Fort

    Bei Richborough, drei Kilometer nördlich von Sandwich, gingen im Jahr 43 die Legionen des Kaisers Claudius an Land; hier begann die römische Herrschaft über Britannien. Der Ort, damals Rutupiae genannt, lag an einer Meerenge, die Thanet vom Festland trennte, und wurde zum wichtigsten Hafen der Provinz.Zu sehen sind die Gräben des ersten Brückenkopfs, das Fundament eines monumentalen Triumphbogens und die bis zu acht Meter hohen Mauern des Kastells, das im 3. Jahrhundert gegen sächsische Seeräuber errichtet wurde. Ein nachgebautes Holztor und ein Museum mit Funden helfen bei der Vorstellung. English Heritage betreut die Anlage; ohne Auto erreichst du sie zu Fuß auf einem Weg am Fluss von Sandwich aus.
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    Restaurants in Deal & Sandwich

    1

    The Blue Pelican

    Ein kleines Restaurant an der Beach Street, direkt an der Strandpromenade von Deal, dessen Küche japanische Techniken mit Zutaten aus Kent verbindet. Auf der Karte stehen kleine Teller zum Teilen, viel Fisch, Gegrilltes und Fermentiertes. Eine der interessantesten Adressen an diesem Küstenabschnitt; reserviere vorab.
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    2

    Engel's Paradise

    Ein kleines polnisches Restaurant an der Cannon Street im Norden von Deal, etwas abseits der Promenade. Gekocht werden Pierogi, Suppen, Schnitzel und andere Hausmannskost in großen Portionen. Familiär geführt und mit sehr hohen Bewertungen; wegen der wenigen Tische solltest du reservieren.
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    3

    Goose on the Green

    Ein Café mit kleinem Feinkostladen an The Strand in Walmer, gegenüber der Wiese am Meer und auf halbem Weg zwischen Deal Castle und Walmer Castle. Tagsüber gibt es Frühstück, Brunch, Sandwiches und Kuchen mit gutem Kaffee. Praktisch als Pause auf dem Spaziergang am Strand entlang.
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    Essen und Trinken

    Deal hat sich in den letzten Jahren zu einem der besseren Orte für Essen an der Küste von Kent entwickelt, mit kleinen Restaurants, Weinbars und Bäckereien an der High Street. In Sandwich isst du vor allem in alten Gasthöfen am Quay.

    Samstagsmarkt in Deal

    Jeden Samstag verkaufen Händler an der Union Road Gemüse, Brot, Käse, Fisch und Trödel. Ein guter Ort, um Produkte aus Kent zu probieren.

    Fisch vom Strand

    Einige Fischer ziehen ihre Boote noch über die Kiesel auf den Strand. Ihr Fang, je nach Saison Scholle, Seezunge, Kabeljau oder Makrele, landet in den Restaurants am Ort.

    Micropubs

    Die winzigen Kneipen ohne Musik und Spielautomaten, die nur Fassbier und Cider ausschenken, sind eine Erfindung aus Kent. In Deal gibt es gleich mehrere davon.

    Kultur und Geschichte

    Landeplatz der RömerAn diesem flachen Küstenabschnitt landete Julius Caesar 55 und 54 vor Christus bei seinen beiden Zügen nach Britannien; knapp hundert Jahre später setzte hier bei Richborough die Invasionsarmee des Claudius über. Der Grund war derselbe, der die Küste später gefährlich machte: ein offener Strand, an dem man Schiffe aufsetzen konnte.Vor Deal liegen die Goodwin Sands, wandernde Sandbänke, an denen über die Jahrhunderte Hunderte Schiffe zerschellt sind. Zwischen ihnen und dem Ufer liegt die Reede The Downs, auf der die Segelflotten auf günstigen Wind warteten. Die Bootsleute von Deal versorgten sie, retteten Schiffbrüchige und schmuggelten nebenbei so ausgiebig, dass die Regierung 1784 ihre Boote am Strand verbrennen ließ.Sandwich und die Cinque PortsSandwich gehörte zu den fünf Häfen, die der Krone im Mittelalter Schiffe stellten. Im 16. Jahrhundert nahm die Stadt flämische Glaubensflüchtlinge auf, die Weberei und Gemüseanbau mitbrachten und deren Giebel das Stadtbild bis heute prägen. Nach dem Ort ist über den Titel des vierten Earl of Sandwich auch das belegte Brot benannt. Auf den Dünen vor der Stadt liegt Royal St George's, einer der Golfplätze, auf denen die Open Championship ausgetragen wird.

    Nachtleben

    1

    The King's Head

    Ein Pub aus dem 18. Jahrhundert an der Beach Street, direkt gegenüber dem Strand und nahe der Seebrücke. Im Sommer ist die Fassade mit Blumenkörben behängt, und die Tische vor dem Haus sind bis in den Abend besetzt. Fassbier, Pub-Küche und einige Gästezimmer.
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    2

    The Ship Inn

    Ein traditioneller Pub in der Middle Street, der Gasse im alten Fischer- und Schmugglerviertel hinter der Promenade. Dunkles Holz, Schiffsbilder, ein Ofen und eine gute Auswahl an Ales aus Kent; kein Essen, keine Musik aus Lautsprechern. Ein Ort für ein ruhiges Bier unter Einheimischen.
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    Anreise und Unterwegs

    Mit der BahnDeal und Sandwich liegen an der Strecke von Dover nach Ramsgate. Von Dover Priory brauchst du rund 15 Minuten nach Deal, von dort weitere sechs Minuten nach Sandwich. Schnellzüge von London St Pancras erreichen Deal in etwa anderthalb Stunden.Mit dem Auto und BusVon Dover fährst du über die A258 in 20 Minuten nach Deal. Busse verbinden Deal mit Dover, Sandwich und Canterbury. In Deal parkst du am einfachsten an der Promenade südlich der Burg, in Sandwich am Quay.Zu Fuß und mit dem RadDie Promenade von Deal ist flach und für Fahrräder freigegeben; nach Süden führt sie über Walmer bis Kingsdown, wo der Klippenweg nach St Margaret's Bay und Dover beginnt. Nach Norden gelangst du durch die Dünen von Sandwich Bay nach Sandwich, etwa zehn Kilometer.

    Unterkünfte in Deal & Sandwich

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      Deal & Sandwich-Reise

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      • 1Deal Castle3 Tage
      • 2Walmer Castle and Gardens4 Tage
      • 3Deal Pier5 Tage
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    In der Umgebung

    Dover

    Dover

    Dover ist Englands wichtigster Fährhafen zum Kontinent: Von hier sind es nur rund 35 Kilometer nach Calais. Über der Stadt thronen die weißen Kreidefelsen, die White Cliffs of Dover, und Dover Castle, eine der größten Burgen Englands, mit Tunneln aus dem Zweiten Weltkrieg im Fels darunter.Viele erleben Dover nur auf der Durchreise. Wer einen halben Tag einplant, wandert an den Klippen entlang zum South Foreland Lighthouse oder besucht die Burg, bevor es mit der Fähre weitergeht.
    Canterbury

    Canterbury

    Canterbury in der Grafschaft Kent ist eine der ältesten Städte Englands und seit dem Mittelalter Ziel von Pilgern. Mittelpunkt ist die Kathedrale, Sitz des Erzbischofs von Canterbury und UNESCO-Welterbe. Rund um sie liegt eine von Stadtmauern umschlossene Altstadt mit Fachwerkhäusern, kleinen Gassen und dem Fluss Stour, auf dem man sich im Punt durch die Stadt staken lassen kann.Canterbury ist mit dem Zug knapp eine Stunde von London entfernt und liegt eine halbe Stunde von Dover – ein guter Stopp auf dem Weg zur Fähre oder als Ausgangspunkt für die Küste von Kent.
    Whitstable

    Whitstable

    Whitstable ist ein Fischerort an der Nordküste von Kent, zehn Kilometer nördlich von Canterbury, und seit der Römerzeit für seine Austern bekannt. Am Hafen stehen Fischbuden und schwarz geteerte Fischerhütten, hinter dem Kieselstrand ziehen sich Reihen bunter Strandhäuschen nach Westen bis Tankerton.Die Hauptstraße ist fast frei von Ketten und voller kleiner Läden, Galerien und Cafés. An Sommerwochenenden kommen viele Londoner; unter der Woche und außerhalb der Saison zeigt sich der Ort ruhiger. Bei Ebbe läuft das Wasser weit zurück, zum Sonnenuntergang über der Themsemündung sammelt sich alles am Strand.
    Côte d'Opale (Opal Coast)

    Côte d'Opale (Opal Coast)

    Die atemberaubende Opalküste erstreckt sich entlang des Ärmelkanals und bezaubert mit dramatischen Kreidefelsen, weiten Sandstränden und charmanten Küstenorten, die zum Wandern und Entspannen einladen.
    Rye & Camber Sands

    Rye & Camber Sands

    Rye liegt im Osten von East Sussex auf einem Sandsteinhügel, der einmal eine Halbinsel im Meer war. Die Stadt gehörte als Ancient Town zum Bund der Cinque Ports und lebte von Fischerei, Handel und Schmuggel. Dann verlandete die Bucht, die Küste zog sich zurück, und Rye blieb rund drei Kilometer landeinwärts zurück. Diese wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit hat den mittelalterlichen Grundriss konserviert.Was heute davon steht, ist ein dichtes Netz aus Kopfsteingassen, Fachwerk und georgianischen Backsteinfassaden. Mermaid Street mit ihren schiefen Giebeln ist die bekannteste davon. Vom Turm der Marienkirche überblickst du die Dächer und die flache Marschlandschaft von Romney Marsh.Wenige Kilometer südöstlich beginnt Camber Sands, der einzige ausgedehnte Dünenstrand in East Sussex. Bei Ebbe zieht sich der Sand mehrere hundert Meter hinaus. Zusammen mit der Nachbarstadt Winchelsea, einer im 13. Jahrhundert am Reißbrett geplanten Gründung, ergibt sich ein Gebiet, das sich gut an einem oder zwei Tagen abwandern lässt.