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    Whitstable
    Stadt

    Whitstable

    Whitstable ist ein Fischerort an der Nordküste von Kent, zehn Kilometer nördlich von Canterbury, und seit der Römerzeit für seine Austern bekannt.

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    5. Whitstable
    Whitstable ist ein Fischerort an der Nordküste von Kent, zehn Kilometer nördlich von Canterbury, und seit der Römerzeit für seine Austern bekannt. Am Hafen stehen Fischbuden und schwarz geteerte Fischerhütten, hinter dem Kieselstrand ziehen sich Reihen bunter Strandhäuschen nach Westen bis Tankerton.Die Hauptstraße ist fast frei von Ketten und voller kleiner Läden, Galerien und Cafés. An Sommerwochenenden kommen viele Londoner; unter der Woche und außerhalb der Saison zeigt sich der Ort ruhiger. Bei Ebbe läuft das Wasser weit zurück, zum Sonnenuntergang über der Themsemündung sammelt sich alles am Strand.
    Whitstable hat rund 32.000 Einwohner, der für Besucher interessante Teil ist aber klein: die High Street und ihre Verlängerung Harbour Street, der Hafen und der Strand, alles in einer Viertelstunde zu Fuß durchquert. Zwischen Straße und Meer verlaufen schmale Durchgänge, von denen der engste, Squeeze Gut Alley, kaum schulterbreit ist.Westlich des Hafens liegt der alte Ortskern mit Fischerhäusern und dem Kieselstrand, östlich schließt der Ortsteil Tankerton mit Grashängen und Strandhütten an. Ein Tag reicht für einen Besuch; wer übernachtet, erlebt den Ort abends, wenn die Tagesgäste fort sind. Der Strand besteht aus Kies, zum Baden sind Badeschuhe angenehm.

    Sehenswürdigkeiten in Whitstable

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Markt

    1Whitstable Harbour

    Der Hafen wurde 1832 als Endpunkt der Bahnlinie von Canterbury eröffnet, einer der ersten Eisenbahnen der Welt mit regelmäßigem Personenverkehr. Er ist bis heute in Betrieb: Fischkutter legen an, auf der Ostseite wird Kies verladen.Am Südkai stehen Buden, an denen du Austern, Krabben, Wellhornschnecken und Fish and Chips direkt aus der Hand isst. Daneben verkauft der Harbour Market in kleinen Holzhütten Kunsthandwerk und Streetfood. Am schönsten ist es am späten Nachmittag, wenn die Boote zurückkommen.
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    Park

    2Tankerton Slopes und The Street

    Östlich des Hafens fällt ein breiter Grashang zum Meer ab, an dessen Fuß sich eine lange Reihe bunt gestrichener Strandhütten zieht. Oben verläuft eine Promenade mit Bänken und Blick über die Themsemündung bis zur Isle of Sheppey und den Windparks draußen auf See.Bei Ebbe taucht hier The Street auf, eine natürliche Kiesbank, die mehrere hundert Meter ins Meer hinausführt und auf der du trockenen Fußes hinauslaufen kannst. Achte auf die Gezeiten: Die Flut kommt von den Seiten und schneidet den Rückweg schneller ab, als es aussieht.
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    Historische Stätte

    3Whitstable Castle & Gardens

    Kein mittelalterliches Bauwerk, sondern ein Landhaus mit Zinnen und Türmen, das ein Londoner Geschäftsmann in den 1790er Jahren auf dem Hügel zwischen Whitstable und Tankerton errichten ließ und das spätere Besitzer erweiterten. Heute gehört es der Gemeinde.Die Gärten mit Rosenbeeten, alten Bäumen und einem Spielplatz sind frei zugänglich, im Haus gibt es eine Teestube. Vom Tor sind es nur wenige Schritte hinunter zu den Tankerton Slopes und zum Hafen.
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    Museum

    4Whitstable Community Museum & Gallery

    Das kleine, von Freiwilligen geführte Museum an der Oxford Street erzählt die Geschichte des Ortes anhand seiner drei Gewerbe: Austernfischerei, Schiffbau und Tauchen. In Whitstable wurde im frühen 19. Jahrhundert der Helmtauchanzug entwickelt und erstmals zur Bergung von Wracks eingesetzt.Dazu kommen Modelle der frühen Eisenbahn nach Canterbury und eine Ecke für den Schauspieler Peter Cushing, der lange hier lebte. Der Besuch dauert eine knappe Stunde; die Öffnungstage sind eingeschränkt.
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    Restaurants in Whitstable

    1

    Birdies Restaurant

    Ein seit Jahrzehnten bestehendes Bistro an der Harbour Street mit französisch geprägter Küche und viel Fisch: Austern, Muscheln, Seezunge und Tagesfang, dazu Klassiker wie Entenbrust. Im Sommer sitzt du im kleinen Hof hinter dem Haus. Am Wochenende solltest du reservieren.
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    2

    Lazy Lobster

    Ein kleines Fischlokal an der Sea Street, wenige Schritte vom Strand. Auf der Karte stehen Hummer, Krabben, Austern und Meeresfrüchteplatten, zubereitet ohne viel Aufwand. Wenige Tische und sehr gute Bewertungen; in der Saison lohnt es sich, früh zu kommen.
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    3

    Harbour Street Tapas

    Eine spanische Tapasbar an der Harbour Street, der Ladenstraße zwischen Zentrum und Hafen. Serviert werden kleine Teller zum Teilen, von Gambas und Croquetas bis zu Fisch aus der Region, dazu spanische Weine und Sherry. Eine gute Wahl, wenn du abends etwas anderes als Fish and Chips suchst.
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    Essen und Trinken

    In Whitstable isst du Fisch und Meeresfrüchte, vom Pappteller an der Hafenbude bis zum Mehrgängemenü. Für die bekannten Restaurants am Strand brauchst du an Wochenenden eine Reservierung.

    Austern

    Roh mit Zitrone oder Tabasco, am Hafen für wenig Geld stückweise verkauft. Die ganzjährig angebotenen Felsenaustern sind größer und milder, die heimischen Native Oysters gibt es nur von September bis April.

    Wellhornschnecken und Herzmuscheln

    Whelks und Cockles gehören zum traditionellen Angebot der Fischbuden: gekocht, kalt und mit Essig und Pfeffer gegessen.

    Whitstable Bay Ale

    Die Brauerei Shepherd Neame aus dem nahen Faversham braut unter dem Namen der Bucht mehrere Biere, die du in den Pubs am Ort findest.

    Kultur und Geschichte

    Die Stadt der AusternDie flache, nährstoffreiche Bucht vor Whitstable bringt seit zweitausend Jahren Austern hervor; schon die Römer sollen sie nach Rom verschifft haben. Im 19. Jahrhundert gingen jedes Jahr Millionen Stück nach London, wo sie ein billiges Essen der Arbeiter waren. Krankheiten, strenge Winter und Verschmutzung ließen die Bestände im 20. Jahrhundert einbrechen. Heute werden vor allem Pazifische Felsenaustern auf Gestellen im Watt gezogen; die heimische Auster hat nur in den Monaten mit r Saison.Eisenbahn und Taucher1830 eröffnete die Bahn von Canterbury nach Whitstable, von den Einheimischen Crab and Winkle Line genannt, eine der ersten Linien der Welt mit Dampfbetrieb und Fahrkarten für Passagiere. Zur gleichen Zeit entwickelten Taucher aus dem Ort den Helmtauchanzug und bargen damit Wracks vor der Küste.Vom Fischerort zum WochenendzielSeit den 1990er Jahren haben Künstler und Londoner den Ort entdeckt; Fischerhütten wurden zu Ferienhäusern, Lagerhäuser zu Restaurants. Im Sommer feiert die Stadt ein Austernfest mit Umzug und der symbolischen Anlandung des ersten Fangs, alle zwei Jahre findet die Whitstable Biennale für zeitgenössische Kunst statt.

    Nachtleben

    1

    Old Neptune

    Ein weiß gestrichener Holzpub, der direkt auf dem Kieselstrand steht, von den Einheimischen kurz Neppy genannt. Drinnen ist der Boden schief und es spielt oft eine Band, draußen stehen Bänke auf den Kieseln. Zum Sonnenuntergang über der Bucht ist kaum ein Platz zu bekommen.
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    2

    The Twelve Taps

    Eine kleine Bar an der High Street mit zwölf wechselnden Zapfhähnen für Craft-Bier und Cider, dazu eine lange Gin-Karte. Zu essen gibt es nichts außer Snacks. Unkompliziert, gut besucht und ein angenehmer Start in den Abend.
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    Anreise und Unterwegs

    Mit der BahnZüge von London Victoria und der Schnellzug von St Pancras brauchen etwa 75 bis 90 Minuten. Der Bahnhof liegt rund 15 Gehminuten vom Hafen. Nach Margate und Broadstairs fährst du auf derselben Linie in etwa 20 bis 30 Minuten weiter.Von CanterburyBusse fahren mehrmals stündlich und brauchen eine halbe Stunde. Mit dem Rad folgst du dem Crab and Winkle Way, einem zwölf Kilometer langen, größtenteils autofreien Weg durch den Wald von Blean.Vor OrtIm Ort gehst du zu Fuß. Parkplätze sind knapp und im Sommer früh belegt; am besten parkst du am Gorrell Tank beim Hafen oder kommst gleich mit dem Zug. Eine Promenade führt am Meer entlang in beide Richtungen, nach Osten über Tankerton bis Herne Bay, rund acht Kilometer.

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    2. 2

      Whitstable-Reise

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      • 1Whitstable Harbour3 Tage
      • 2Tankerton Slopes und The Street4 Tage
      • 3Whitstable Castle & Gardens5 Tage
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    In der Umgebung

    Canterbury

    Canterbury

    Canterbury in der Grafschaft Kent ist eine der ältesten Städte Englands und seit dem Mittelalter Ziel von Pilgern. Mittelpunkt ist die Kathedrale, Sitz des Erzbischofs von Canterbury und UNESCO-Welterbe. Rund um sie liegt eine von Stadtmauern umschlossene Altstadt mit Fachwerkhäusern, kleinen Gassen und dem Fluss Stour, auf dem man sich im Punt durch die Stadt staken lassen kann.Canterbury ist mit dem Zug knapp eine Stunde von London entfernt und liegt eine halbe Stunde von Dover – ein guter Stopp auf dem Weg zur Fähre oder als Ausgangspunkt für die Küste von Kent.
    Deal & Sandwich

    Deal & Sandwich

    Deal und Sandwich liegen an der Ostküste von Kent zwischen Dover und der Isle of Thanet, zehn Kilometer voneinander entfernt. Deal ist eine Hafenstadt ohne Hafen: Die Schiffe ankerten früher auf Reede vor dem Kieselstrand, an dem heute eine lange Promenade, eine Seebrücke und zwei Festungen Heinrichs VIII. liegen.Sandwich war im Mittelalter einer der wichtigsten Häfen Englands, bis der Fluss versandete. Die Stadt blieb klein und hat ihr Straßennetz, ihre Stadttore und Hunderte alter Häuser behalten. Zusammen ergeben beide Orte einen ruhigen Gegenpol zum Fährbetrieb in Dover.
    Dover

    Dover

    Dover ist Englands wichtigster Fährhafen zum Kontinent: Von hier sind es nur rund 35 Kilometer nach Calais. Über der Stadt thronen die weißen Kreidefelsen, die White Cliffs of Dover, und Dover Castle, eine der größten Burgen Englands, mit Tunneln aus dem Zweiten Weltkrieg im Fels darunter.Viele erleben Dover nur auf der Durchreise. Wer einen halben Tag einplant, wandert an den Klippen entlang zum South Foreland Lighthouse oder besucht die Burg, bevor es mit der Fähre weitergeht.
    Rye & Camber Sands

    Rye & Camber Sands

    Rye liegt im Osten von East Sussex auf einem Sandsteinhügel, der einmal eine Halbinsel im Meer war. Die Stadt gehörte als Ancient Town zum Bund der Cinque Ports und lebte von Fischerei, Handel und Schmuggel. Dann verlandete die Bucht, die Küste zog sich zurück, und Rye blieb rund drei Kilometer landeinwärts zurück. Diese wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit hat den mittelalterlichen Grundriss konserviert.Was heute davon steht, ist ein dichtes Netz aus Kopfsteingassen, Fachwerk und georgianischen Backsteinfassaden. Mermaid Street mit ihren schiefen Giebeln ist die bekannteste davon. Vom Turm der Marienkirche überblickst du die Dächer und die flache Marschlandschaft von Romney Marsh.Wenige Kilometer südöstlich beginnt Camber Sands, der einzige ausgedehnte Dünenstrand in East Sussex. Bei Ebbe zieht sich der Sand mehrere hundert Meter hinaus. Zusammen mit der Nachbarstadt Winchelsea, einer im 13. Jahrhundert am Reißbrett geplanten Gründung, ergibt sich ein Gebiet, das sich gut an einem oder zwei Tagen abwandern lässt.
    Côte d'Opale (Opal Coast)

    Côte d'Opale (Opal Coast)

    Die atemberaubende Opalküste erstreckt sich entlang des Ärmelkanals und bezaubert mit dramatischen Kreidefelsen, weiten Sandstränden und charmanten Küstenorten, die zum Wandern und Entspannen einladen.