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    Loire-Schlösser

    Loire-Schlösser

    von Felix Gillen

    Von Orléans fährst du loireabwärts über Chambord und Blois nach Amboise und machst einen Abstecher an den Cher nach Chenonceau. Über Tours geht es zum Schluss nach Chinon an der Vienne; die Etappen dauern meist weniger als eine Stunde.

    14 Tage / 13 Nächte
    April–Oktober
    Wohnmobil-geeignet
    7 Stopps

    Warum diese Route?

    Für Geschichtsinteressierte und Genießer, die Schlösser, Gärten und Wein in ruhigem Tempo erkunden wollen.

    Geheimtipps

    • Pagode de Chanteloup mit Blick über das Loiretal bei Amboise
    • Gärten von Schloss Villandry zwischen Tours und Chinon
    • Caves Painctes de Chinon, Weinkeller im Kalkfels unter der Festung

    Reiseverlauf

    Orléans
    Stopp 1 • 2 Übernachtungen

    Orléans

    Stadt

    Reich an Geschichte und historischen Stätten

    Orléans liegt am nördlichsten Punkt des Loirebogens und ist eng mit Jeanne d'Arc verbunden, die 1429 die Belagerung der Stadt beendete. Die Altstadt hat restaurierte Fachwerkhäuser, eine gotische Kathedrale und Kais an der Loire. Die Stadt eignet sich als Ausgangspunkt für den östlichen Teil des Loire-Tals, das hier zum UNESCO-Welterbe gehört.
    3 Sehenswürdigkeiten
    4 Restaurants

    Orléans: Ein reiches Erbe an Kultur und Geschichte

    Orléans blickt auf eine Geschichte zurück, die bis in die römische Zeit als Cenabum reicht. Die Lage an der Loire machte die Stadt über Jahrhunderte zu einem wichtigen Handelsplatz. Geprägt ist ihre Identität bis heute von der Befreiung während der Belagerung von 1429 durch Jeanne d'Arc.Das Stadtbild beherrscht die Cathédrale Sainte-Croix. Nachdem Hugenotten sie 1568 weitgehend zerstört hatten, wurde sie vom 17. bis ins 19. Jahrhundert im gotischen Stil wiederaufgebaut. In der Altstadt sind zahlreiche Fachwerkhäuser (maisons à colombages) restauriert und freigelegt worden. Jedes Jahr Ende April und Anfang Mai feiert Orléans die Fêtes johanniques zu Ehren von Jeanne d'Arc, mit Umzügen und historischen Darstellungen bis zum 8. Mai, dem Jahrestag der Befreiung. Daneben hat die Stadt Museen wie das Musée des Beaux-Arts und ein Zentrum für zeitgenössische Kunst, das Frac Centre-Val de Loire.
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    Chambord
    Stopp 2 • 1 Übernachtung

    Chambord

    Sehenswürdigkeit

    Reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten. Beeindruckende Naturlandschaften und Outdoor-Möglichkeiten und Romantische Atmosphäre für Paare.

    Chambord ist das größte Schloss des Loire-Tals und ein Hauptwerk der französischen Renaissance. Franz I. ließ es ab 1519 als Jagdschloss bauen. Zu sehen sind die doppelläufige Wendeltreppe, die Dachlandschaft mit ihren Türmen und ein ummauerter Waldpark. Schloss und Domaine gehören zum UNESCO-Welterbe.
    4 Sehenswürdigkeiten
    4 Restaurants

    Chambord: Ein Denkmal der Renaissance

    Das Schloss Chambord, begonnen 1519 unter König Franz I., ist ein Hauptwerk der französischen Renaissance-Architektur und Ausdruck königlicher Macht. Ursprünglich als Jagdschloss konzipiert, verbindet es die Form einer mittelalterlichen Burg mit Gestaltungsprinzipien der italienischen Renaissance.Im Zentrum des Donjons steht die doppelläufige Wendeltreppe, deren Entwurf oft mit Leonardo da Vinci in Verbindung gebracht wird. Zwei Personen können sie gleichzeitig auf- und absteigen, ohne sich zu kreuzen. Die Dachlandschaft mit ihren Türmchen, Schornsteinen und Laternen erinnert an die Silhouette einer kleinen Stadt.Bewohnt war Chambord nur zeitweise, diente aber als Bühne für Jagden, Feste und Empfänge, insbesondere unter Ludwig XIV., für den Molière hier 1670 „Le Bourgeois gentilhomme“ uraufführte. Das Schloss dokumentiert den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit in der französischen Baukunst.
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    Blois
    Stopp 3 • 2 Übernachtungen

    Blois

    Stadt

    Perfekt für einen spannenden Städtetrip. Reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten und Reich an Geschichte und historischen Stätten.

    Blois liegt am Nordufer der Loire und war im 15. und 16. Jahrhundert eine der wichtigsten Residenzen der französischen Könige.Das zentrale Château Royal de Blois vereint Gotik, Renaissance und Klassizismus an einem Innenhof.Die verwinkelte Altstadt hat Fachwerkhäuser und die Cathédrale Saint-Louis, die nach einem Sturm Ende des 17. Jahrhunderts weitgehend neu gebaut wurde.Gegenüber dem Schloss widmet sich die Maison de la Magie Robert-Houdin der Geschichte der Zauberkunst.Für die Altstadt eignen sich April, Mai oder September, wenn weniger Besucher unterwegs sind.
    4 Sehenswürdigkeiten
    5 Restaurants

    Kultur, Kunst & Geschichte in Blois

    Blois diente einst als Residenz zahlreicher französischer Könige und Königinnen und wurde besonders während der Renaissance zu einem politischen und künstlerischen Zentrum.Das Château Royal de Blois ist das bekannteste Zeugnis dieser Zeit: Es vereint vier Epochen und Baustile, von der Gotik bis zum Klassizismus, und bildet die Entwicklung der französischen Königsarchitektur an einem Ort ab.Neben dem Schloss prägen enge Gassen, alte Fachwerkhäuser und die Kathedrale Saint-Louis das Stadtbild. Blois war Schauplatz wichtiger historischer Ereignisse, darunter die Ermordung des Herzogs Henri de Guise im Schloss im Jahr 1588. Heute pflegt die Stadt ihr Erbe als ehemalige Königsstadt mit Museen und Ausstellungen.
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    Amboise
    Stopp 4 • 2 Übernachtungen

    Amboise

    Stadt

    Perfekt für einen spannenden Städtetrip. Reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten und Reich an Geschichte und historischen Stätten.

    Die alte Königsstadt Amboise liegt am Südufer der Loire unterhalb des Château d'Amboise. Bekannt ist sie als Grabstätte Leonardo da Vincis, der seine letzten Lebensjahre im nahen Clos Lucé verbrachte.
    5 Sehenswürdigkeiten
    5 Restaurants

    Amboise: Königliche Geschichte und Renaissance-Erbe

    Amboise liegt an einem alten Loire-Übergang, seine Entwicklung ist eng mit der französischen Krone verbunden. Geprägt wurde die Stadt vor allem im ausgehenden 15. und frühen 16. Jahrhundert, als der Hof hier residierte.Das Château d'Amboise steht auf einem Felssporn über der Stadt. Ursprünglich eine mittelalterliche Festung, wurde es unter Karl VIII., Ludwig XII. und Franz I. zur königlichen Residenz umgebaut und erweitert, wobei sich spätgotische Elemente mit frühen Renaissanceformen verbinden.Ein zentraler Teil der Stadtgeschichte ist Leonardo da Vinci, der auf Einladung Franz' I. von 1516 bis zu seinem Tod 1519 im Clos Lucé lebte. Das Haus zeigt heute seine Wohnräume und Modelle nach seinen Entwürfen, sein Grab liegt in der Kapelle Saint-Hubert des Schlosses.In der Umgebung prägen in den Tuffstein gegrabene Höhlenwohnungen und Weinkeller, die sogenannten Troglodytenbauten, das Bild der Hänge.
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    Chenonceau
    Stopp 5 • 2 Übernachtungen

    Chenonceau

    Sehenswürdigkeit
    Das Château de Chenonceau im Loire-Tal überspannt mit seiner Galerie den Fluss Cher. Seine Geschichte ist eng mit einflussreichen Frauen wie Diane de Poitiers und Katharina von Medici verbunden, daher der Beiname „Château des Dames“. Zum Besuch gehören die eingerichteten Räume, die Galerie über dem Wasser und mehrere Gärten.
    4 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Geschichte & Charakter

    Das Schloss der DamenChenonceau wurde über Jahrhunderte von Frauen gebaut, umgebaut und bewahrt, daher der Beiname Château des Dames. Katherine Briçonnet leitete den ersten Bau, Diane de Poitiers ließ die Brücke errichten, Katharina von Medici die Galerie und eine eigene Gartenanlage. Der Überlieferung nach wurde hier 1560 zum Einzug ihres Sohnes François II. eines der ersten Feuerwerke Frankreichs abgebrannt. Später brachte Madame Dupin das Schloss durch die Revolution, ohne dass es geplündert wurde.Die Rivalität der beiden bekanntesten Bewohnerinnen ist im Garten noch ablesbar: Dianes Parterre umfasst rund 12.000 Quadratmeter, der Garten Katharinas etwa 5.500. Beide sind heute zugänglich, dazu ein Labyrinth, ein Gemüse- und ein Blumengarten.Zwei Kriege in einem GebäudeIm Ersten Weltkrieg finanzierte der Besitzer Gaston Menier im Schloss ein Lazarett, in dem bis 1919 mehr als 2000 Verwundete versorgt wurden. Die Krankensäle lagen in den beiden Galerien, die Küchen erhielten dafür eine moderne Ausstattung. Im Zweiten Weltkrieg verlief die Demarkationslinie entlang des Cher: Der Eingang lag in der besetzten Zone, die Südtür der Galerie führte ans freie Ufer, was der Résistance half, Menschen in die freie Zone zu bringen.
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    Tours
    Stopp 6 • 2 Übernachtungen

    Tours

    Stadt

    Perfekt für einen spannenden Städtetrip. Reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten und Kulinarische Highlights und regionale Spezialitäten.

    Tours ist eine lebendige Universitätsstadt an der Loire und ein guter Ausgangspunkt für die Schlösser der Touraine. Die Geschichte der Stadt erlebst du in der Altstadt, besonders rund um die Place Plumereau mit ihren Fachwerkhäusern und Caféterrassen. Die gotische Kathedrale Saint-Gatien ist für ihre Glasfenster bekannt. Das Musée des Beaux-Arts liegt gleich daneben im ehemaligen Bischofspalast. Abends füllen sich die Terrassen an der Place Plumereau. Frühling und Herbst eignen sich gut, um die Altstadt ohne großen Andrang zu erkunden.
    5 Sehenswürdigkeiten
    5 Restaurants

    Tours: Kultur, Kunst & Geschichte

    Tours liegt zwischen Loire und Cher, eine Lage, die die Stadt schon früh zu einem wichtigen Zentrum machte. Von römischen Ursprüngen bis zur Zeit als königliche Residenz hat Tours ein vielschichtiges Erbe bewahrt.Die Geschichte von Tours reicht bis in die römische Zeit zurück, als die Stadt unter dem Namen Caesarodunum entstand. Im 4. Jahrhundert war der Heilige Martin hier Bischof, sein Grab machte Tours zu einem der wichtigsten Wallfahrtsorte Europas, später auch zu einem Zentrum karolingischer Gelehrsamkeit. Unter Ludwig XI., der im nahen Schloss Plessis residierte, war Tours im 15. Jahrhundert faktisch Sitz des Königshofs.Architektonisch spiegelt sich diese Vergangenheit wider: Die Cathédrale Saint-Gatien hat eine gotische Fassade und Glasfenster aus mehreren Epochen. In der Altstadt, besonders rund um die Place Plumereau, stehen Fachwerkhäuser aus dem 15. Jahrhundert, dazu Stadtpaläste der Renaissance.Die Touraine gilt traditionell als die Gegend, in der das reinste Französisch gesprochen wird. Honoré de Balzac wurde in Tours geboren, François Rabelais bei Chinon. Zur regionalen Identität gehört die Küche der Touraine mit ihren Weinen, Rillettes und Ziegenkäse wie dem Sainte-Maure-de-Touraine.
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    Chinon
    Stopp 7 • 2 Übernachtungen

    Chinon

    Stadt

    Perfekt für einen spannenden Städtetrip. Reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten und Kulinarische Highlights und regionale Spezialitäten.

    Chinon liegt an der Vienne im Westen der Touraine. Die Forteresse Royale de Chinon steht auf einem Felssporn über der Stadt und war Schauplatz der Begegnung zwischen Jeanne d'Arc und dem Dauphin Karl VII. im Jahr 1429. Die Altstadt hat enge Gassen, Fachwerkhäuser und die Rue Voltaire als Hauptachse. Chinon ist außerdem eine Weinappellation, bekannt für Rotweine aus Cabernet Franc, die oft in Tuffsteinkellern verkostet werden. Ruhiger ist es im Frühling und Herbst. Ein Spaziergang entlang der Vienne bietet Ausblicke auf die Festung.
    5 Sehenswürdigkeiten
    5 Restaurants

    Chinon: Eine Reise durch Geschichte und Kultur

    Chinon an der Vienne blickt auf eine lange Geschichte zurück, die von gallorömischen Siedlungsspuren bis zu ihrer Blütezeit im Mittelalter reicht. Ihr kulturelles Erbe ist eng mit der Festung und der Altstadt verbunden.Im 12. Jahrhundert war Chinon eine der bevorzugten Residenzen der Plantagenets, Heinrich II. von England starb hier 1189. Nach der Rückeroberung durch Philipp II. August 1205 gehörte die Stadt zur französischen Krone. Besonders prägend war die Ankunft Jeanne d'Arcs im Jahr 1429, die hier den Dauphin Karl VII. traf und ihn zum Widerstand gegen die Engländer bewegte, ein Wendepunkt im Hundertjährigen Krieg.Architektonisch dominiert die Festung, die Forteresse royale de Chinon, die auf einem Felssporn über der Stadt steht und Bauphasen vom 10. bis zum 15. Jahrhundert zeigt. Die engen Gassen der Altstadt säumen Fachwerkhäuser und Stadtpaläste, ergänzt durch Sakralbauten wie die Collégiale Saint-Mexme. Kulturell ist die Gegend zudem durch den Humanisten François Rabelais geprägt, der auf dem Gut La Devinière bei Chinon geboren wurde und dessen Werk vielfach auf seine Heimat anspielt.
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    7 Stopps

    Route Zusammenfassung

    Dauer14 Tage
    Stopps7 Orte
    TypKultur
    Beste ReisezeitApril–Oktober