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    Königsstädte und Sahara

    Königsstädte und Sahara

    von Felix Gillen

    Zwei Wochen von Marrakesch über den Hohen Atlas zu den Kasbahs und Dünen im Süden und weiter nach Fès, Chefchaouen und Tanger.

    15 Tage / 14 Nächte
    März bis Mai, September bis November
    7 Stopps

    Warum diese Route?

    Die Route verbindet die drei großen Bilder Marokkos: die Medinas der Königsstädte, die Lehmburgen und Schluchten südlich des Atlas und die Sanddünen der Sahara. Sie endet im Norden, von wo du per Flug oder Fähre nach Europa zurückkehrst.

    Geheimtipps

    • Gnawa-Musik im Dorf Khamlia bei Merzouga
    • Affenfinger im Dadès-Tal
    • Minztee im Café Hafa über der Meerenge von Tanger

    An- und Abreise

    Gabelflug / offene Route: Start und Ende liegen an verschiedenen Orten

    Anreise
    Flug · Marrakesch (RAK)Der Flughafen Marrakesch-Menara liegt wenige Kilometer von der Medina, der Bus 19 fährt zum Jemaa el-Fna.
    Abreise
    Flug · Tanger (TNG)Alternativ geht es von Tanger mit der Fähre nach Tarifa oder Algeciras zurück nach Spanien.

    Reiseverlauf

    Marrakesch
    Stopp 1 • 3 Übernachtungen

    Marrakesch

    Stadt

    Dieser Ort ist ein Highlight der Route

    Marrakesch liegt am Fuß des Hohen Atlas und ist mit über zehn Millionen Fluggästen im Jahr 2025 das wichtigste Ziel für Marokko-Reisende. Die Almoraviden gründeten die Stadt um 1070, ihre rund neun Kilometer langen roten Lehmmauern umschließen bis heute die Medina, die seit 1985 zum UNESCO-Welterbe gehört. Mittelpunkt ist der Platz Jemaa el-Fna, um den sich Souks, Paläste und Gärten gruppieren.
    Medina, Jemaa el-Fna und Jardin Majorelle
    9 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Kultur & Geschichte

    Hauptstadt zweier DynastienMarrakesch war Hauptstadt der Almoraviden, die hier im 11. Jahrhundert ein Reich bis nach Andalusien regierten. Die Almohaden bauten im 12. Jahrhundert die Koutoubia-Moschee, deren Minarett bis heute die Silhouette der Stadt bestimmt. Im 16. Jahrhundert machten die Saadier die Stadt erneut zur Residenz, aus dieser Zeit stammt die Medersa Ben Youssef.Jemaa el-FnaDer Platz gilt seit dem 14. Jahrhundert als Symbol der Stadt. Geschichtenerzähler, Heiler, Musiker und Garküchen machten ihn so einzigartig, dass die UNESCO ihn 2001 als eines der ersten Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit auszeichnete. Angestoßen hatte das der spanische Schriftsteller Juan Goytisolo, der in Marrakesch lebte.Nach dem ErdbebenDas Erdbeben vom 8. September 2023 beschädigte Teile der Stadtmauer, mehrere Moscheen und historische Bauten. Die Koutoubia ist seit März 2024 wieder geöffnet, an anderen Monumenten wie dem Bahia- und dem Badi-Palast laufen noch Restaurierungsarbeiten.
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    Aït-Ben-Haddou
    Stopp 2 • 1 Übernachtung

    Aït-Ben-Haddou

    Sehenswürdigkeit

    Dieser Ort ist ein Highlight der Route

    Der Ksar Aït-Ben-Haddou ist eine befestigte Lehmsiedlung im Ounila-Tal an der alten Karawanenroute zwischen Sahara und Marrakesch. Seit 1987 gehört er zum UNESCO-Welterbe. Die Kulisse aus Lehmburgen am Hang über dem Fluss diente für Filme wie Lawrence von Arabien und Gladiator.
    Über den Pass Tizi n'Tichka, Ksar am Nachmittag
    3 Sehenswürdigkeiten
    2 Restaurants

    Kultur & Geschichte

    Leben im KsarDie Lehmhäuser des Ksar und ziehen sich den Hügel hinauf, auf dessen Gipfel ein verfallener Speicher steht. Heute leben nur noch wenige Familien im alten Ksar. Das Erdbeben von 2023 verursachte Risse und Teileinstürze.FilmkulisseÜber zwanzig Filme wurden hier gedreht, darunter Lawrence von Arabien (1962), Der Mann, der König sein wollte (1975), Gladiator (2000), Königreich der Himmel (2005) und Prince of Persia (2010). Auch die Serie Game of Thrones nutzte den Ort.
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    Dadès-Schlucht
    Stopp 3 • 1 Übernachtung

    Dadès-Schlucht

    Sehenswürdigkeit
    Die Dadès-Schlucht zieht sich nördlich von Boumalne Dadès in den Hohen Atlas, mit 200 bis 500 Meter hohen Felswänden über dem Talboden. Bekannt sind die roten Felsformationen der Affenfinger und die Serpentinenstraße, die sich in engen Kehren die Schlucht hinaufwindet. Im Tal liegen Kasbahs, Dörfer und Gästehäuser.
    Serpentinen und Affenfinger
    1 Sehenswürdigkeit
    1 Restaurant

    Kultur & Geschichte

    Tal der KasbahsDer Fluss Dadès fließt rund 350 Kilometer bis zum Drâa. Boumalne Dadès am Talausgang liegt auf gut 1.500 Metern und ist Heimat der Aït Atta.Rosen von Kelaat M'GounaUnweit von Boumalne liegt Kelaat M'Gouna, Zentrum des marokkanischen Rosenanbaus. Jedes Jahr zur Rosenblüte zwischen Mitte April und Mitte Mai findet dort ein mehrtägiges Rosenfest statt.
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    Merzouga & Erg Chebbi
    Stopp 4 • 2 Übernachtungen

    Merzouga & Erg Chebbi

    Sehenswürdigkeit

    Dieser Ort ist ein Highlight der Route

    Bei Merzouga im Südosten Marokkos erhebt sich der Erg Chebbi, ein rund 28 Kilometer langes Dünenmeer mit Dünen von etwa 150 Metern Höhe. Viele Reisende kommen für einen Kamelritt in die Dünen und eine Nacht im Wüstencamp. Das Dorf liegt etwa 50 Kilometer von der algerischen Grenze entfernt.
    Kamelritt und Nacht im Wüstencamp
    3 Sehenswürdigkeiten
    4 Restaurants

    Kultur & Geschichte

    Leben am Rand der DünenMerzouga liegt rund 35 Kilometer südöstlich von Rissani. Im Nachbardorf Khamlia pflegen Musiker die Gnawa-Musik, viele Bewohner haben Vorfahren aus Westafrika. Westlich von Merzouga füllt sich nach Regen der See Dayet Srji, in dem sich dann oft Flamingos sammeln.Wetter und NaturAm 26. Mai 2006 zerstörte eine Sturzflut zahlreiche Häuser und Hotels. Seit 2024 hat sich nach starken Regenfällen der See Yasmina neu gebildet.
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    Fès
    Stopp 5 • 3 Übernachtungen

    Fès

    Stadt

    Dieser Ort ist ein Highlight der Route

    Fès ist die älteste der marokkanischen Königsstädte und gilt als geistiges Zentrum des Landes. Die Medina Fès el-Bali, gegründet unter den Idrisiden Ende des 8. Jahrhunderts, ist eines der größten autofreien Stadtgebiete der Welt und seit 1981 UNESCO-Welterbe. Hinter dem Tor Bab Boujloud beginnt ein Labyrinth aus Gassen mit Koranschulen, Gerbereien und Handwerkervierteln.
    Medina Fès el-Bali mit Guide, Ausflug nach Meknès und Volubilis
    6 Sehenswürdigkeiten
    4 Restaurants

    Kultur & Geschichte

    Zwei GründungenIdris I. gründete 789 eine erste Siedlung am Fluss Fès, sein Sohn Idris II. 809 eine zweite am gegenüberliegenden Ufer. Daraus wuchs Fès el-Bali, die Altstadt. Der Überlieferung nach gründete Fatima al-Fihri 859 die Moschee al-Qarawiyyin, die sich zu einem Zentrum islamischer Gelehrsamkeit entwickelte. Nichtmuslime dürfen sie nicht betreten.Die MerinidenUnter den Meriniden erlebte Fès seine Blütezeit. Sie gründeten 1276 westlich der Altstadt Fès el-Jdid als befestigte Residenzstadt, zu der der Königspalast Dar al-Makhzen und das ehemalige jüdische Viertel Mellah gehören. Aus derselben Zeit stammen die Koranschulen Bou Inania und al-Attarine mit ihren Holzschnitzereien und Fliesenmosaiken.HandwerkIn der Medina arbeiten bis heute Gerber, Färber, Teppichknüpfer und Kupferschmiede, deren Werkstätten seit Jahrhunderten an der Place Seffarine liegen. Die größte Gerberei ist die Chouara. Ihre Färbebecken siehst du von den Terrassen der umliegenden Lederläden aus, der Besuch ist frei, die Händler hoffen aber auf einen Kauf.
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    Chefchaouen
    Stopp 6 • 2 Übernachtungen

    Chefchaouen

    Stadt

    Dieser Ort ist ein Highlight der Route

    Chefchaouen liegt im Rif-Gebirge und ist bekannt für die blau getünchten Häuser und Gassen ihrer Medina. Die Stadt wurde 1471 als Festung gegründet und hat heute rund 46.000 Einwohner. Kasbah, Quelle Ras el-Maa und die Aussicht von der Spanischen Moschee sind die Fixpunkte eines Besuchs.
    Blaue Medina und Spanische Moschee
    4 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Kultur & Geschichte

    Festung im RifAli ibn Rashid al-Alami gründete Chefchaouen 1471 als Festung. Die Kasbah mit ihren zehn Türmen stammt aus dieser Zeit und beherbergt heute ein kleines ethnografisches Museum.Warum blau?Für die blaue Farbe der Häuser gibt es mehrere Erklärungen. Eine lokale Version besagt, dass der Anstrich in den 1970er-Jahren für den Tourismus eingeführt wurde. Oberhalb der Stadt steht die in den 1920er-Jahren gebaute Spanische Moschee, ein beliebter Aussichtspunkt zum Sonnenuntergang.
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    Tanger
    Stopp 7 • 2 Übernachtungen

    Tanger

    Stadt

    Dieser Ort ist ein Highlight der Route

    Tanger liegt an der Straße von Gibraltar, wo Mittelmeer und Atlantik aufeinandertreffen, und ist für viele Reisende aus Spanien das Tor nach Marokko. Von 1923 bis 1956 war die Stadt eine internationale Zone und zog Schriftsteller und Künstler an. Heute verbindet der Al Boraq Tanger in gut zwei Stunden mit Casablanca.
    Kasbah und Café Hafa
    5 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Kultur & Geschichte

    Internationale ZoneTanger geht auf eine phönizische Gründung zurück. Im 20. Jahrhundert verwalteten mehrere Mächte die Stadt als internationale Zone. In dieser Zeit lebten hier Schriftsteller wie William S. Burroughs, der in der Bar Tangerinn des Hotels El Muniria an Naked Lunch schrieb.Die KasbahAuf dem Hügel über der Medina liegt die Kasbah mit dem Palast Dar el-Makhzen, den Sultan Moulay Ismail errichten ließ. Heute ist darin das Kasbah-Museum mit Sammlungen zu marokkanischer Kunst und regionaler Archäologie. Das Klippencafé Hafa von 1921 ist ein traditioneller Ort für einen Minztee mit Blick auf die Meerenge.
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    7 Stopps

    Route Zusammenfassung

    Dauer15 Tage
    Stopps7 Orte
    TypKultur
    Beste ReisezeitMärz bis Mai, September bis November