Tortuguero ist ein Nationalpark und ein kleines Dorf an der nördlichen Karibikküste Costa Ricas, erreichbar nur per Boot oder Kleinflugzeug. Hierher fährst du für Bootstouren durch ein Netz aus Kanälen und Lagunen im Regenwald und für die Meeresschildkröten, die an den Stränden ihre Eier ablegen.Der Nationalpark wurde 1975 gegründet und umfasst rund 312 Quadratkilometer. An seinen Stränden nisten Grüne Meeresschildkröten, Lederschildkröten, Echte Karettschildkröten und Unechte Karettschildkröten. Die Grüne Meeresschildkröte ist am häufigsten und kommt von Juli bis Oktober, mit dem Höhepunkt im September und Oktober; Lederschildkröten nisten seltener und von März bis Mai.Das Dorf mit rund 1.200 Einwohnern liegt auf einem schmalen Landstreifen zwischen Karibik und Kanal. Ein autofreier Weg verbindet den Bootsanleger mit der Rangerstation am Südende des Ortes. Am Nordende betreibt die Sea Turtle Conservancy, die 1959 in Tortuguero ihre Forschung begann, ein kleines Besucherzentrum mit Museum.Der Park ist vor allem über seine Wasserwege erlebbar. Geführte Kanu- oder Bootstouren zeigen dir Affen, Faultiere, Vögel und Kaimane, die du allein oft übersiehst; Kajaks kannst du auch selbst mieten. An Land gibt es nur wenige, oft schlammige Pfade. Der Eintritt kostet für ausländische Besucher 15 US-Dollar und wird online bei SINAC gekauft; das Ticket gilt für Land- und Wasserwege.Schildkrötenbeobachtung am Strand ist nur nachts mit zertifiziertem Guide erlaubt. Kameras und weißes Licht sind dabei verboten, und dunkle Kleidung wird erwartet. Nicht weit vom Dorf erhebt sich der 119 Meter hohe Cerro Tortuguero, ein alter Vulkankegel mit Rundumblick über Kanäle und Küste.
Sehenswürdigkeiten in Tortuguero
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Sehenswürdigkeit
1Cerro Tortuguero
Der 119 Meter hohe Hügel ist ein alter Vulkankegel nördlich des Dorfes und mit einer kurzen Bootsfahrt erreichbar. Der steile, oft schlammige Weg zum Gipfel und zurück dauert etwa zwei Stunden. Oben hast du einen Rundumblick über Kanäle, Lagune und Küste; unterwegs lassen sich Pfeilgiftfrösche und Klammeraffen beobachten.
Die Sea Turtle Conservancy begann 1959 in Tortuguero mit der Erforschung der Meeresschildkröten. Ihr kleines Besucherzentrum am Nordende des Dorfes zeigt in einem Museum und einem kurzen Film den Lebenszyklus der Tiere. Der Eintritt kostet nur wenige Dollar.
Vier Wasserwege führen durch den Regenwald des Nationalparks und sind die beliebteste Art, ihn zu erkunden. Bei geführten Boots- oder Kanutouren siehst du mit etwas Glück Affen, Faultiere, Kaimane und zahlreiche Vögel. Das Parkticket von SINAC deckt Wasser- und Landwege ab.
Ein Ort ohne StraßeWeil keine Straße nach Tortuguero führt, kommen Menschen und Waren per Boot. Im Dorf fahren keine Autos, unterwegs ist man zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Viele Lodges liegen am gegenüberliegenden Kanalufer und sind nur mit dem Boot erreichbar.SchildkrötenschutzDie Schildkröten prägen den Ort. Die Sea Turtle Conservancy erforscht hier seit 1959 die Nistplätze, die Nachttouren sind streng geregelt und nur mit zertifizierten Guides möglich. In den kleinen Restaurants des Dorfes stehen karibische Gerichte auf der Karte.
Anreise und Fortbewegung
Anreise per Boot oder FlugzeugDie meisten Reisenden fahren zur Anlegestelle La Pavona, etwa 2,5 bis 3 Stunden vom Flughafen San José, und nehmen dort ein öffentliches Boot, das in rund 1 bis 1,5 Stunden nach Tortuguero fährt. Weitere Boote starten in Caño Blanco und Moín bei Limón. Alternativ fliegt Sansa in etwa 25 Minuten von San José nach Tortuguero.Im OrtDas Dorf erkundest du zu Fuß. Für Touren auf den Kanälen, Fahrten zu Lodges und zum Cerro Tortuguero brauchst du ein Boot. Im Ort gibt es nur einen Geldautomaten, der nicht immer funktioniert; nimm daher ausreichend Bargeld in Colón mit.