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    Karibikküste

    Costa Rica

    Karibikküste

    Region

    Die Karibikküste umfasst die Provinz Limón im Osten Costa Ricas, von den Kanälen von Tortuguero im Norden bis zur Grenze nach Panama im Süden.

    von Felix Gillen

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    4. Karibikküste
    Die Karibikküste umfasst die Provinz Limón im Osten Costa Ricas, von den Kanälen von Tortuguero im Norden bis zur Grenze nach Panama im Süden. Hierher fährst du für Regenwald, der bis an den Strand reicht, für nistende Meeresschildkröten und für eine afrokaribische Kultur, die sich deutlich vom Rest des Landes unterscheidet.Die Stadt Limón liegt rund 170 Kilometer von San José entfernt, die Straße führt durch den Tunnel von Zurquí und den Nationalpark Braulio Carrillo. Der Norden um Tortuguero ist nur per Boot oder Flugzeug erreichbar; die Südkaribik mit Cahuita und Puerto Viejo erreichst du über die Küstenstraße südlich von Limón.Viele Bewohner stammen von jamaikanischen Arbeitern ab, die Ende des 19. Jahrhunderts für Eisenbahn und Bananenplantagen kamen. Dazu kommen chinesische Einwanderer und im Süden die indigenen Bribri und Cabécar. Calypso, Reggae und eine Küche mit Kokosmilch prägen die Region.
    Orte und ZieleTortuguero: Nationalpark und Dorf ohne Straßenanbindung, mit Kanaltouren im Regenwald und Schildkrötensaison von Juli bis Oktober.Cahuita: ruhiges Dorf am Nationalpark Cahuita mit Küstenwanderweg, Stränden und Korallenriff.Puerto Viejo de Talamanca: Surf- und Strandort mit den Stränden Cocles und Punta Uva und dem Schutzgebiet Gandoca-Manzanillo.PraktischesZwischen Puerto Viejo, Cahuita und Manzanillo kommst du gut mit dem Fahrrad oder Mietwagen voran, Busse verbinden die Orte mit Limón und San José. Nach Tortuguero fährst du mit dem Auto oder Bus bis zur Anlegestelle La Pavona und steigst dort aufs Boot um. Nationalpark-Tickets für Tortuguero kaufst du online bei SINAC.
    Tortuguero
    Francisco Peralta Torrejón / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

    Ort 1 von 3

    Tortuguero

    Tortuguero ist ein Nationalpark und ein kleines Dorf an der nördlichen Karibikküste Costa Ricas, erreichbar nur per Boot oder Kleinflugzeug.

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    Puerto Viejo de Talamanca

    Ort 2 von 3

    Puerto Viejo de Talamanca

    Puerto Viejo de Talamanca ist ein Surf- und Strandort an der südlichen Karibikküste Costa Ricas, nahe der Grenze zu Panama und etwa vier bis viereinhalb Autostunden von San José entfernt.

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    Cahuita

    Ort 3 von 3

    Cahuita

    Cahuita ist ein kleines Dorf an der südlichen Karibikküste, etwa 40 Minuten südlich von Limón und 20 Minuten nördlich von Puerto Viejo de Talamanca. Hierher fährst du für den Nationalpark Cahuita, der direkt am Ortsrand beginnt, mit Regenwald, Stränden und…

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    Kultur der Karibikküste

    Afrokaribisches ErbeJamaikanische Arbeiter brachten ein englisches Kreol, in Limón Mekatelyu genannt, sowie Calypso und Reggae an die Küste. Afro-Costa-Ricaner erhielten erst mit der Verfassung von 1949 volle Bürgerrechte, und die Südkaribik war bis zum Bau der Straße nach San José 1987 weitgehend abgeschieden.Küche mit KokosTypisch sind Rice and Beans in Kokosmilch, der Eintopf Rondón aus Gemüse und Meeresfrüchten, die gefüllte Teigtasche Patí und Ingwergebäck. Im Süden bieten Bribri-Gemeinden Einblicke in Kakaoanbau und ihren Alltag.

    Rundreisen durch die Region

    Klassisches Costa Rica in zwei Wochen

    Klassisches Costa Rica in zwei Wochen

    Die meistgefahrene Runde durch Costa Rica verbindet die Hauptstadt mit dem Kanalsystem von Tortuguero an der Karibik, dem Vulkan Arenal, dem Nebelwald von Monteverde und den Strandbuchten von Manuel Antonio an der Pazifikküste. Sie lässt sich mit Mietwagen, Touristenshuttles oder als organisierte Rundreise fahren.

    14 Tage
    5 Stopps

    In der Umgebung

    Cahuita

    Cahuita

    Cahuita ist ein kleines Dorf an der südlichen Karibikküste, etwa 40 Minuten südlich von Limón und 20 Minuten nördlich von Puerto Viejo de Talamanca. Hierher fährst du für den Nationalpark Cahuita, der direkt am Ortsrand beginnt, mit Regenwald, Stränden und einem vorgelagerten Korallenriff.Der Ort ist ruhiger als das nahe Puerto Viejo: ein kleines Raster aus Straßen, auf denen viele Einheimische mit dem Fahrrad unterwegs sind. Die afrokaribische Prägung ist in Küche und Musik deutlich spürbar. In Cahuita lebte der Calypso-Sänger Walter Ferguson, dessen 100. Geburtstag 2019 zum nationalen Calypso-Tag erklärt wurde.Rund um das Dorf liegen drei Strände. Playa Blanca mit hellem Sand grenzt an den Parkeingang und eignet sich am besten zum Schwimmen. Playa Negra mit dunklem Sand liegt gleich nördlich des Ortes und ist weniger besucht, noch weiter nördlich folgt die einsamere Playa Grande.Der Nationalpark hat zwei Eingänge: Kelly Creek am Ostende des Dorfes, wo der Eintritt auf Spendenbasis erfolgt, und Puerto Vargas weiter südlich an der Hauptstraße, wo Ausländer eine Gebühr zahlen. Ein Küstenweg verbindet beide Eingänge. Geöffnet ist täglich von 8 bis 16 Uhr. Das Riff darfst du nur im Rahmen einer geführten Schnorcheltour besuchen.
    Puerto Viejo de Talamanca

    Puerto Viejo de Talamanca

    Puerto Viejo de Talamanca ist ein Surf- und Strandort an der südlichen Karibikküste Costa Ricas, nahe der Grenze zu Panama und etwa vier bis viereinhalb Autostunden von San José entfernt. Hierher fährst du für die Strände zwischen Cocles und Manzanillo, für Regenwald direkt an der Küste und für die afrokaribisch geprägte Küche.Der Ort gehört zum Kanton Talamanca in der Provinz Limón. Einheimische sagen meist nur „Puerto Viejo“; verwechsle ihn nicht mit Puerto Viejo de Sarapiquí im Norden des Landes. Vor dem Ortszentrum bricht über einem Riff die Welle Salsa Brava, die als eine der mächtigsten des Landes gilt und erfahrenen Surfern vorbehalten ist.Südöstlich reihen sich Playa Cocles, Playa Chiquita und Punta Uva aneinander, am Ende der Straße liegt das Fischerdorf Manzanillo am Rand des Schutzgebiets Gandoca-Manzanillo. Der kleine Stadtstrand Playa Puerto Viejo mit natürlichen Felsbecken eignet sich für Familien; an einigen anderen Stränden gibt es starke Strömungen. Nördlich schließt sich der Nationalpark Cahuita an.Neben dem Strand bieten sich Kakaotouren, ein Besuch im Jaguar Rescue Center und Ausflüge zu Gemeinden der Bribri im Hinterland an. Viele Reisende bleiben mehrere Tage, entsprechend breit ist das Angebot an Unterkünften, Cafés und Bars.
    Tortuguero

    Tortuguero

    Tortuguero ist ein Nationalpark und ein kleines Dorf an der nördlichen Karibikküste Costa Ricas, erreichbar nur per Boot oder Kleinflugzeug. Hierher fährst du für Bootstouren durch ein Netz aus Kanälen und Lagunen im Regenwald und für die Meeresschildkröten, die an den Stränden ihre Eier ablegen.Der Nationalpark wurde 1975 gegründet und umfasst rund 312 Quadratkilometer. An seinen Stränden nisten Grüne Meeresschildkröten, Lederschildkröten, Echte Karettschildkröten und Unechte Karettschildkröten. Die Grüne Meeresschildkröte ist am häufigsten und kommt von Juli bis Oktober, mit dem Höhepunkt im September und Oktober; Lederschildkröten nisten seltener und von März bis Mai.Das Dorf mit rund 1.200 Einwohnern liegt auf einem schmalen Landstreifen zwischen Karibik und Kanal. Ein autofreier Weg verbindet den Bootsanleger mit der Rangerstation am Südende des Ortes. Am Nordende betreibt die Sea Turtle Conservancy, die 1959 in Tortuguero ihre Forschung begann, ein kleines Besucherzentrum mit Museum.Der Park ist vor allem über seine Wasserwege erlebbar. Geführte Kanu- oder Bootstouren zeigen dir Affen, Faultiere, Vögel und Kaimane, die du allein oft übersiehst; Kajaks kannst du auch selbst mieten. An Land gibt es nur wenige, oft schlammige Pfade. Der Eintritt kostet für ausländische Besucher 15 US-Dollar und wird online bei SINAC gekauft; das Ticket gilt für Land- und Wasserwege.Schildkrötenbeobachtung am Strand ist nur nachts mit zertifiziertem Guide erlaubt. Kameras und weißes Licht sind dabei verboten, und dunkle Kleidung wird erwartet. Nicht weit vom Dorf erhebt sich der 119 Meter hohe Cerro Tortuguero, ein alter Vulkankegel mit Rundumblick über Kanäle und Küste.
    Nationalpark Vulkan Irazú

    Nationalpark Vulkan Irazú

    Der Nationalpark Vulkan Irazú liegt in der Cordillera Central oberhalb von Cartago, im Osten des Valle Central. Hierher fährst du, um bis an den Rand mehrerer Krater zu gehen, die zu den am leichtesten zugänglichen Vulkanlandschaften Costa Ricas gehören.Der Irazú ist 3.432 Meter hoch. Der Nationalpark wurde am 9. August 1955 gegründet. Der Ausbruch, der im März 1963 begann und rund zwei Jahre andauerte, bedeckte San José und große Teile des Hochlands mit Asche.Am Gipfel liegen mehrere Krater, darunter der Hauptkrater, der Krater Diego de la Haya und der kleine, mit Asche bedeckte Krater Playa Hermosa. Im Hauptkrater und im Diego de la Haya sammelt sich in der Regenzeit Wasser zu farbigen Lagunen. An sehr klaren Tagen sind vom Gipfel Karibik und Pazifik zugleich zu sehen; solche Tage sind selten, meist hängen ab dem Vormittag Wolken über dem Gipfel.Zum Park gehört auch der Sektor Prusia, ein früheres Waldreservat, in dem aufgeforstet wurde und Wanderwege durch den Bergwald führen. Tickets gibt es ausschließlich online über das Reservierungssystem von SINAC, mit festem Einlasszeitfenster. Prüfe dort vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten und ob alle Sektoren zugänglich sind.Auf über 3.000 Metern ist es selbst in den Tropen kalt und windig. Nimm warme Kleidung und Regenschutz mit und komm früh, um die Krater vor den Wolken zu sehen.
    Cartago

    Cartago

    Cartago ist die erste Hauptstadt Costa Ricas und liegt im Osten des Valle Central, südöstlich von San José am Fuß des Vulkans Irazú. Hierher fährst du für die Basílica de los Ángeles, das wichtigste Heiligtum des Landes, und als Ausgangspunkt für den Irazú-Nationalpark.Juan Vásquez de Coronado gründete die Stadt 1563, sie gilt als erste dauerhafte spanische Siedlung des Landes. Bis 1823 war Cartago Hauptstadt, dann wechselte der Regierungssitz nach San José. Erdbeben in den Jahren 1822, 1841 und 1910 trafen die Stadt schwer, weshalb vom kolonialen Stadtbild wenig erhalten ist.Das Zentrum lässt sich in einem halben Tag zu Fuß erkunden. Im Osten steht die Basilika mit der Marienfigur La Negrita, etwa sieben Blocks westlich liegen an der Plaza Mayor die Ruinas de Santiago Apóstol, eine nie vollendete Kirche, deren Mauern heute einen Garten umschließen. Dazwischen findest du das Centro Cultural im neugotischen Bau des früheren Banco Crédito Agrícola von 1924 und den städtischen Markt mit einfachen Lokalen.Die Stadt liegt auf etwa 1.435 Metern Höhe und ist deshalb spürbar kühler als die Küsten. Von hier führt die Straße hinauf zum Irazú; südöstlich der Stadt liegt der botanische Garten Lankester.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Pexels. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
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