Der Arches-Nationalpark liegt im Osten Utahs direkt nördlich der Kleinstadt Moab, rund vier Autostunden südöstlich von Salt Lake City. Du fährst wegen der mehr als 2.000 Sandsteinbögen hin, von denen du die bekanntesten, darunter Delicate Arch und Landscape Arch, auf kurzen bis mittleren Wanderungen erreichst.Eine 19 Meilen lange Stichstraße erschließt den Park, an ihr liegen die Parkplätze der Windows Section, von Balanced Rock, Wolfe Ranch und am Ende Devils Garden. Viele Bögen siehst du schon nach einer Viertelstunde zu Fuß, Schatten gibt es unterwegs kaum.Moab als BasisMoab liegt fünf Autominuten vom Parkeingang entfernt und ist auch die Basis für den Canyonlands-Nationalpark und den Dead Horse Point State Park. Hier findest du Hotels in allen Preisklassen, Supermärkte, Tankstellen und Outdoor-Anbieter für Jeep-, Rafting- und Canyoning-Touren. In der Hochsaison von März bis Oktober sind Zimmer früh ausgebucht.Was du 2026 wissen musstKein Timed Entry: 2026 brauchst du keine Reservierung für die Einfahrt. Rechne an Wochenenden und Feiertagen trotzdem mit Schlangen am Eingang und mit Parkplätzen, die das Personal zeitweise sperrt, wenn sie voll sind.Reservieren musst du weiterhin: den Devils Garden Campground (März bis Oktober) und jede Tour in den Fiery Furnace, ob selbst geführt oder mit Ranger.Eintritt: 30 US-Dollar pro Pkw. Einen Zuschlag für Besucher ohne US-Wohnsitz gibt es in Arches nicht. Der Southeast Utah Parks Pass (55 US-Dollar, ein Jahr) gilt für Arches, Canyonlands und zwei National Monuments.Hitze: Im Juli und August oft über 100 °F (38 °C). Wandere früh am Morgen oder am Abend und nimm mindestens zwei Liter Wasser pro Person mit, Wasser gibt es nur am Visitor Center.
Sehenswürdigkeiten in Arches-Nationalpark
Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
Sehenswürdigkeit
1Delicate Arch
Der freistehende Sandsteinbogen ist das Wahrzeichen Utahs und steht auf dessen Nummernschildern. Der Trail ab dem Parkplatz Wolfe Ranch ist hin und zurück 3 Meilen lang und steigt stetig rund 480 Fuß über offenen Slickrock an, ohne Schatten. Plane zwei bis drei Stunden und mindestens zwei Liter Wasser pro Person ein, am Trailhead gibt es keins. Am Weg liegen die Hütte von Wolfe Ranch und eine Felswand mit Petroglyphen der Ute. Zum Sonnenuntergang kommen oft Hunderte Menschen, dann ist der Parkplatz voll und du startest am Delicate Arch Viewpoint, eine Meile weiter pro Richtung. Ohne Wanderung siehst du den Bogen vom Lower Viewpoint (100 Yards) oder Upper Viewpoint (eine halbe Meile mit Stufen) aus rund einer Meile Entfernung.
Die meisten großen Bögen auf kleinstem Raum, am Ende einer kurzen Stichstraße von der Parkstraße. North Window, South Window und Turret Arch verbindet ein leichter Rundweg von weniger als einer Meile. Vom zweiten Parkplatz gehst du ein paar Minuten zum Double Arch, zwei Bögen, die aus demselben Felssockel wachsen und unter die du dich stellen kannst. Ideal mit Kindern oder bei wenig Zeit. Unterwegs liegt an der Parkstraße Balanced Rock, ein Felsblock auf einem schmalen Sockel mit kurzem Rundweg.
Am Ende der Parkstraße beginnt der Devils Garden Trail. Bis zum Landscape Arch, mit 290 Fuß Spannweite der längste Bogen des Parks, sind es hin und zurück 1,9 Meilen auf einem fast ebenen Weg. Wer weiter will, steigt mit Kletterpassagen über Felsrippen bis zum Double O Arch (4,1 Meilen hin und zurück) und kann über den Primitive Trail zurückgehen, insgesamt rund 6,6 Meilen. Den Primitive Trail solltest du bei Nässe, Eis oder Höhenangst meiden. Der Parkplatz ist in der Saison und an Feiertagswochenenden schnell voll. Gleich daneben liegt der Devils Garden Campground, von März bis Oktober nur mit Reservierung.
Ein Labyrinth aus engen Sandsteinschluchten ohne markierten Weg, in dem du kletterst, dich durch Spalten zwängst und leicht die Orientierung verlierst. Hinein darfst du nur mit Permit: entweder auf einer Rangertour (Frühjahr bis Herbst) oder selbst geführt für 10 US-Dollar pro Person. Beides reservierst du auf recreation.gov oder unter 1-877-444-6777, frühestens sieben und spätestens zwei Tage vorher, in der Saison ist es oft schnell ausgebucht. Das selbst geführte Permit holst du am Vortag oder am selben Tag im Visitor Center ab (8 bis 10 oder 14 bis 15:30 Uhr), alle Teilnehmer müssen ein Einführungsvideo sehen. Kinder unter fünf Jahren sind nicht erlaubt, Gruppen höchstens sechs Personen. Ohne Permit siehst du die Felsen vom Fiery Furnace Viewpoint an der Parkstraße.
Der erste Halt nach dem Visitor Center: Hohe, schmale Felswände stehen hier wie Hochhäuser an einer Straße, daher der Name. Vom Aussichtspunkt führt ein leichter Weg eine Meile durch den Canyon bis zum Courthouse Towers Viewpoint. Wenn jemand das Auto dorthin vorfährt, sparst du dir den Rückweg. Am frühen Morgen liegen die Wände noch im Schatten, am späten Nachmittag leuchten sie rot.
Moabs bekannteste gehobene Adresse, in einem historischen Haus mit Terrasse in der Innenstadt. Visit Utah und Fodor's nennen Wild und Fisch der Saison, etwa in Speck gewickelte Bisonlende oder Elchfilet, dazu vegetarische und vegane Gerichte und hausgemachte Desserts. Nur abends geöffnet, dienstags und von Anfang Dezember bis Anfang März geschlossen. Für ein Wochenende in der Saison reservierst du besser vorher.
Burgerbude von 1954 an der Mill Creek Drive, laut Visit Utah eine Moaber Institution. Bestellt werden Cowboy Burger, Onion Rings und Schokoladen-Milchshakes, gegessen wird draußen auf der Terrasse, Hunde sind dort willkommen. Abends nach dem Sonnenuntergang am Delicate Arch bildet sich oft eine Schlange.
Brauereigaststätte an der Main Street mit eigenen Bieren wie dem Dead Horse Ale und der Rocket Bike Lager. Die lange Karte reicht von Burgern bis zu Salaten und hat laut Visit Utah gute Optionen für Kinder, Vegetarier und Allergiker. Groß, unkompliziert und familienfreundlich, mit Gruppen nach einem Tag im Park meist die einfachste Wahl.
Ancestral Puebloans, Fremont-Gruppen und später Ute zogen durch die Gegend. Ihre Spuren siehst du am Delicate-Arch-Trail: Kurz hinter der Blockhütte von Wolfe Ranch zeigt eine Felswand Petroglyphen der Ute mit Reitern und Dickhornschafen.Am 12. April 1929 wurde das Gebiet National Monument, am 12. November 1971 Nationalpark. Bekannt gemacht hat es der Schriftsteller Edward Abbey, der 1956 und 1957 als Ranger hier arbeitete. Sein Buch „Desert Solitaire“, entstanden aus seinen Tagebüchern dieser Zeit, gilt als Klassiker der amerikanischen Naturliteratur.Die Bögen sind nicht von Dauer: Im August 2008 stürzte der Wall Arch am Devils Garden Trail ein. Deshalb ist das Klettern auf allen Bögen verboten.
Anreise und Unterwegs
Der Parkeingang liegt an der US 191, fünf Autominuten nördlich von Moab. Von Salt Lake City fährst du rund vier Stunden. Die meisten Besucher fliegen nach Salt Lake City oder kommen auf einer Rundreise über Capitol Reef oder Monument Valley.Übernachten, tanken und einkaufen kannst du am besten in Moab, der Basis für Arches und Canyonlands, mit Restaurants und Campingplätzen von RV-Park bis BLM-Gelände.Im ParkEinen Shuttle gibt es nicht. Die 19 Meilen lange Parkstraße fährst du mit dem eigenen Auto, Abzweige führen zur Windows Section und zum Parkplatz Wolfe Ranch für Delicate Arch. Für die Klassiker reicht ein Tag, mit Fiery Furnace und dem ganzen Devils Garden plane zwei ein.Zeitpunkt: 2026 gibt es keine Timed-Entry-Reservierung, dafür in der Saison Schlangen am Eingang, vor allem an Wochenenden und Feiertagen wie Memorial Day oder Labor Day. Früh am Morgen oder am späten Nachmittag ist es am ruhigsten, im Sommer auch wegen der Hitze die bessere Zeit.Volle Parkplätze: Ist ein Parkplatz voll, sperrt das Personal ihn zeitweise. Warte nicht auf der Straße, sondern fahr zuerst ein anderes Ziel an.Ruhigere Monate: März, Oktober und November.Wasser: Trinkwasser gibt es nur am Visitor Center. Füll dort deine Flaschen auf.
Unterkünfte in Arches-Nationalpark
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