Moab ist eine Kleinstadt mit rund 5.000 Einwohnern im Osten Utahs, am Colorado River und an der US 191, knapp vier Autostunden südöstlich von Salt Lake City.
Moab ist eine Kleinstadt mit rund 5.000 Einwohnern im Osten Utahs, am Colorado River und an der US 191, knapp vier Autostunden südöstlich von Salt Lake City. Du übernachtest hier, weil der Arches-Nationalpark fünf Autominuten und Canyonlands (Island in the Sky) rund 45 Minuten entfernt liegen.Die Main Street ist zugleich die US 191: Motels, Outdoor-Anbieter, Supermärkte und die meisten Restaurants liegen an ihr oder ein, zwei Blocks daneben. Von hier starten Jeep-, Rafting- und Mountainbike-Touren, abends sitzen die meisten Besucher nach dem Wandern auf den Terrassen an der Main Street.Gut zu wissenHochsaison: März bis Oktober, besonders um Ostern (Jeep Safari) und an Feiertagswochenenden. Zimmer und Campingplätze buchst du dann Wochen bis Monate vorher.Hitze: Im Juli und August werden oft über 100 °F (38 °C) erreicht. Plane Wanderungen für den frühen Morgen und den Abend.Einkaufen: City Market an der Main Street ist der größte Supermarkt der Gegend, füll hier Wasser und Vorräte auf, bevor du in die Parks fährst.
Sehenswürdigkeiten in Moab
Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
Park
1Dead Horse Point State Park
Ein schmaler Felssporn rund 2.000 Fuß über einer Schleife des Colorado River, 32 Meilen (etwa 45 Minuten) von Moab über die UT 313, an derselben Straße wie Island in the Sky. Vom Aussichtspunkt am Ende der Straße blickst du auf die Flussschleife, die Pottasche-Becken in Blau und die Canyons von Canyonlands. Der State Park kostet eigenen Eintritt: 20 US-Dollar pro Pkw, der Nationalpark-Pass gilt hier nicht. Am schönsten ist das Licht bei Sonnenaufgang und in der Stunde vor Sonnenuntergang. Ein leichter Rim Trail verbindet mehrere Aussichtspunkte, es gibt ein Visitor Center und Wasser zum Trinken, aber kein Wasser zum Befüllen von Wohnmobiltanks.
Die UT 279 (Potash Road) zweigt 1,3 Meilen nördlich der Colorado-Brücke von der US 191 ab und folgt dem Fluss unter hohen Sandsteinwänden. Nach 5,1 Meilen liegt rechts an der Flussseite eine Haltebucht mit dem Schild "Indian Writing": An der Felswand gegenüber siehst du Petroglyphen der Fremont-Kultur (etwa 600 bis 1300 n. Chr.), darunter Tiere und Reihen von Figuren, die sich an den Händen halten, sowie jüngere Reiterszenen der Ute. Eine zweite Bucht folgt 0,1 Meilen weiter. Am Poison Spider Trailhead bei Meile 6 führt ein rund 200 Yards langer Pfad zu Dinosaurierspuren im Fels. Pass beim Überqueren der Straße auf und berühre die Felsbilder nicht. Gut als Abstecher am späten Nachmittag, wenn die Wände im Schatten liegen.
Zwei kostenlose Stätten des Bureau of Land Management, rund 15 Meilen nördlich von Moab: Kurz hinter Meilenstein 141 biegst du von der US 191 links in die Mill Canyon Road ab, überquerst die Gleise und erreichst nach 0,6 Meilen den Tracksite. Ein Boardwalk mit Infotafeln führt dort über mehr als 200 Fußabdrücke aus der frühen Kreidezeit, von Raubsauriern, Sauropoden und Ornithopoden. Etwa eine Meile weiter (an der Gabelung rechts) liegt der Bone Trail, ein kurzer Pfad zu Knochen von Allosaurus und Camarasaurus, die noch im Gestein stecken. Beide Wege sind kurz und gut mit Kindern zu machen. Die Schotterzufahrt schaffen normale Autos, nach Regen kann sie schlammig werden.
Das gehobene Restaurant Moabs in einem historischen Haus an der 36 S 100 W, einen Block westlich der Main Street. Visit Utah nennt als Klassiker die gebackenen Datteln im Speckmantel und das Elch-Filet, die Küche arbeitet mit Wild und Zutaten aus dem Südwesten. Für Abende in der Hochsaison reservierst du besser vorher, nur abends geöffnet. Lohnt sich als Abschluss einer Reise, wenn du einmal nicht in Wanderkleidung essen willst.
Burger-Stand seit 1954 an der 356 S Mill Creek Drive, auf dem Weg zum Slickrock Trail. Bekannt für den Cowboy Burger, Onion Rings und Schoko-Milkshakes. Bestellt wird am Fenster, gegessen an Tischen draußen, die Terrasse ist hundefreundlich. Günstig und schnell, mittags nach dem Wandern bildet sich oft eine Schlange.
Sushi mit Anleihen aus dem Südwesten an der 90 E Center Street, einen Block östlich der Main Street: Ceviche, Elch-Tataki und mehrere vegetarische Rolls. Die Küche passt Gerichte laut Visit Utah gut an Unverträglichkeiten an. Abends voll, reservier in der Saison oder komm früh. Die Terrasse ist hundefreundlich.
Neapolitanische Pizza aus dem Holzofen an der 267 N Main Street, am nördlichen Ortsrand und damit auf dem Rückweg aus Arches. Visit Utah empfiehlt die Pizzen Funghi und Capanna, es gibt auch Calzone und glutenfreien Teig. Lockerer Ort für Familien, abends musst du in der Saison mit Wartezeit rechnen.
Mormonische Siedler aus dem Norden Utahs gründeten Moab 1878 im Auftrag von Brigham Young, den Namen entnahmen sie der Bibel. Lange lebte die Stadt von Viehzucht und Obstbau.In den 1950er Jahren wurde Moab zur "Uranium Capital of the World": Der Geologe Charlie Steen fand südlich der Stadt eine reiche Uranlagerstätte, die Bevölkerung wuchs in wenigen Jahren stark an. Mit dem Ende des Kalten Kriegs schlossen die meisten Minen, Anfang der 1980er Jahre standen viele Häuser leer. Steens damaliges Haus auf dem Hügel über der Stadt ist heute das Restaurant Sunset Grill.Heute lebt Moab, Verwaltungssitz des Grand County mit gut 5.300 Einwohnern (Zensus 2020), vom Tourismus: Mountainbiken auf dem Slickrock Trail, Jeep-Touren auf den Slickrock-Pisten, Rafting auf dem Colorado. Das größte Ereignis im Jahr ist die Easter Jeep Safari in der Woche vor Ostern, dann sind Unterkünfte weit im Voraus ausgebucht.
Brauerei mit Bar an der 686 S Main Street, am südlichen Ende des Zentrums. An der Theke trinkst du die selbst gebrauten Biere, etwa Dead Horse Ale oder Rocket Bike American Lager, frisch vom Fass. Abends treffen sich hier Mountainbiker, Rafting-Guides und Wanderer nach der Tour, zum Bier gibt es Pub-Essen.
Alteingesessene Kneipe an der 221 S Main Street, mitten im Zentrum, bei Einheimischen und Besuchern gleichermaßen beliebt. Lange Holztheke mit Bier aus den USA und von Brauereien aus Utah, Billard und Kicker, eine Veranda zur Straße und ein Patio. Oft Livemusik oder Karaoke. Während der Easter Jeep Safari und an großen Event-Wochenenden ist es sehr voll.
Moab liegt an der US 191, 31 Meilen südlich der Interstate 70 (Ausfahrt Crescent Junction). Von Salt Lake City fährst du knapp vier Stunden, von Denver rund sechs. Landschaftlich schöner ist die UT 128 am Colorado River entlang, die bei Cisco von der I-70 abzweigt.Mit dem FlugzeugDer kleine Flughafen Canyonlands Regional (CNY) liegt rund 16 Meilen nördlich der Stadt. Seit 1. Oktober 2026 fliegt SkyWest im Auftrag des Essential Air Service nonstop nach Salt Lake City (als Delta Connection) und Denver (als United Express), zusammen zwölf Hin- und Rückflüge pro Woche. Einen Mietwagen brauchst du trotzdem.Vor OrtArches: Eingang fünf Autominuten nördlich an der US 191.Canyonlands (Island in the Sky) und Dead Horse Point: über die US 191 nach Norden und die UT 313, rund 45 Minuten.Öffentlicher Verkehr: Es gibt keinen Linienbus in die Parks. Outdoor-Anbieter in der Stadt bieten Shuttles für Radfahrer und Raftinggruppen an.Tanken und Wasser: In den Parks gibt es keine Tankstellen. Tank in Moab voll und füll Wasser auf.Mit dem WohnmobilDie Main Street ist die US 191 und an Saisonwochenenden voll mit Durchgangsverkehr. Parkhäuser mit Höhenbegrenzung gibt es nicht, aber die Parkplätze direkt an der Main Street sind für große Fahrzeuge knapp. Stell das Wohnmobil am besten auf dem Campingplatz ab und geh zu Fuß oder fahr mit dem Rad ins Zentrum. Trinkwasser zum Befüllen der Tanks bekommst du in Moab, im Dead Horse Point State Park und in Canyonlands gibt es dafür keins.