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    • In der Umgebung
    Tiong Bahru
    Wzhkevin / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

    Singapur

    Tiong Bahru

    Stadt

    Tiong Bahru ist die älteste öffentliche Wohnsiedlung Singapurs, ein ruhiges Viertel aus geschwungenen Art-déco-Blöcken der 1930er-Jahre südwestlich von Chinatown.

    von Felix Gillen

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    Tiong Bahru ist die älteste öffentliche Wohnsiedlung Singapurs, ein ruhiges Viertel aus geschwungenen Art-déco-Blöcken der 1930er-Jahre südwestlich von Chinatown. Du kommst wegen der Architektur, des Tiong Bahru Market mit einigen der bekanntesten Hawker-Stände der Stadt und der Cafés und Bäckereien, die sich in den Erdgeschossen eingerichtet haben.Der Name bedeutet „neuer Friedhof“, aus dem Hokkien-Wort tiong für Friedhof und dem malaiischen bahru für neu. 1927 erwarb der Singapore Improvement Trust (SIT) rund 70 Acres Land, um hier die erste öffentliche Wohnsiedlung des Landes zu errichten; der erste Block war im Dezember 1936 bezugsfertig. Heute stehen 20 Vorkriegsblöcke unter Denkmalschutz. Zwischen den Häusern findest du einen Affengott-Tempel, Wandbilder mit Szenen aus dem alten Singapur und einen der letzten erhaltenen Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg.

    Sehenswürdigkeiten in Tiong Bahru

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Vorkriegs-Wohnblöcke des SIT
    Sehenswürdigkeit

    1Vorkriegs-Wohnblöcke des SIT

    Die Blöcke des Singapore Improvement Trust aus den 1930er-Jahren entwarf Alfred G. Church im Streamline-Moderne-Stil mit abgerundeten Ecken und offenen Wendeltreppen; der erste Block 55 war im Dezember 1936 fertig. Seit 2003 stehen 20 Vorkriegsblöcke unter Denkmalschutz.
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    Block 78 und Luftschutzbunker
    Sehenswürdigkeit

    2Block 78 und Luftschutzbunker

    Der hufeisenförmige Block 78 zwischen Moh Guan Terrace und Guan Chuan Street erhielt 1939 bis 1941 im Halbkeller einen Luftschutzbunker für schätzungsweise 1.600 Menschen. Laut National Heritage Board ist er der einzige SIT-Wohnblock mit eingeplantem Bunker, der sonst geschlossene Bunker ist nur bei Sonderveranstaltungen und geführten Heritage-Touren zugänglich.
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    Qi-Tian-Gong-Tempel
    Gotteshaus

    3Qi-Tian-Gong-Tempel

    Der taoistische Tempel ist dem Affenkönig Sun Wukong aus der „Reise nach Westen“ geweiht; er begann 1920 als Hütte in einem Tarofeld und zog 1938 in ein Shophouse an der Eng Hoon Street 44. Drinnen stehen mehr als zehn Affengott-Statuen, zum Geburtstag am 16. Tag des achten Mondmonats wird groß gefeiert.
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    Restaurants in Tiong Bahru

    1

    Tiong Bahru Market

    Das Hawker Centre im Obergeschoss des Marktes an der Seng Poh Road 30 hat nach dreimonatiger Renovierung im Juli 2025 wieder geöffnet. Probiere Chwee Kueh, gedämpfte Reiskuchen mit eingelegtem Rettich, vom Bib-Gourmand-Stand Jian Bo Tiong Bahru Shui Kueh oder die Prawn Mee von Hong Heng Fried Sotong Prawn Mee, die der Guide Michelin seit seiner ersten Singapur-Ausgabe im Bib Gourmand führt.
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    2

    Tiong Bahru Bakery

    Die Bäckerei an der Eng Hoon Street 56 entstand in Zusammenarbeit mit dem französischen Bäcker Gontran Cherrier und hat inzwischen Filialen in der ganzen Stadt. Bekannt ist sie für Croissants, besonders das Mandelcroissant, und Kouign-amann.
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    3

    Sin Hoi Sai Seafood Restaurant

    Das Zi-Char-Lokal an der Tiong Bahru Road 55 serviert Wok-Gerichte wie Sambal-Venusmuscheln, Kaffee-Schweinerippchen und Krabben. Es öffnet täglich um 16 Uhr und bleibt bis in die frühen Morgenstunden geöffnet.
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    Wohnen im Stromlinienstil

    Die erste SozialwohnsiedlungDer britische Architekt Alfred G. Church entwarf die Vorkriegsblöcke des Singapore Improvement Trust im Streamline-Moderne-Stil, einer späten Spielart des Art déco: abgerundete Ecken, Wendeltreppen im Freien, horizontale Fensterbänder und flache Dächer. Zwischen 1948 und 1954 kamen Blöcke im Internationalen Stil hinzu. 2003 stellte die Stadtplanungsbehörde URA 20 Vorkriegsblöcke unter Denkmalschutz.Bunker, Brand und VogelgesangBlock 78 an der Ecke Moh Guan Terrace und Guan Chuan Street erhielt zwischen 1939 und 1941 einen Luftschutzbunker für bis zu 2.000 Menschen; er gilt als letzter erhaltener ziviler Luftschutzbunker aus der Vorkriegszeit. Am 13. Februar 1959 machte ein Großbrand in der Umgebung bis zu 12.000 Menschen obdachlos. Der Künstler Yip Yew Chong hat Alltagsszenen des alten Viertels, etwa die früheren Vogelgesangs-Treffpunkte, als Wandbilder an die Blöcke gemalt.Markt als MittelpunktDer Markt entstand 1951 als Seng Poh Road Market, um Straßenhändler aus Chinatown unterzubringen, und diente auch als Wahllokal. Der heutige zweistöckige Bau wurde 2006 eröffnet; von April bis Juli 2025 wurde er renoviert.

    Anreise und Wege im Viertel

    Tiong Bahru ist klein und flach; alle Sehenswürdigkeiten liegen in wenigen Gehminuten voneinander entfernt zwischen Seng Poh Road, Eng Hoon Street und Moh Guan Terrace.MRT Tiong Bahru (EW17): East-West Line; von hier gehst du über die Tiong Bahru Road ins Viertel.MRT Havelock: Thomson-East Coast Line, Zugang zum Nordrand.Tiong Bahru Market: 30 Seng Poh Road; die Öffnungszeiten der Stände sind unterschiedlich, viele Stände öffnen früh am Morgen und schließen am frühen Nachmittag, montags haben einige geschlossen.Luftschutzbunker: nur bei geführten Touren und Sonderveranstaltungen zugänglich.

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      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
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      Tiong Bahru-Reise

      Live
      • 1Vorkriegs-Wohnblöcke des SIT3 Tage
      • 2Block 78 und Luftschutzbunker4 Tage
      • 3Qi-Tian-Gong-Tempel5 Tage
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      Tiong Bahru
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    In der Umgebung

    Singapur

    Singapur

    Singapur ist Stadt und Staat zugleich: Auf 744,3 Quadratkilometern liegen Kolonialbauten, Tempel, Wolkenkratzer und Regenwald oft nur wenige MRT-Stationen auseinander. Du kommst wegen der chinesisch, malaiisch und indisch geprägten Viertel, der Hawker Centres und der Gärten. Nach Angaben der Statistikbehörde lebten Mitte 2025 rund 6,1 Millionen Menschen im Stadtstaat. 1819 gründete Stamford Raffles hier einen britischen Handelsposten, am 9. August 1965 wurde Singapur nach der Trennung von Malaysia unabhängig. Amtssprachen sind Englisch, Malaiisch, Mandarin und Tamil, und diese Vielfalt prägt bis heute die Viertel der Stadt.Das Zentrum gliedert sich in klar unterscheidbare Quartiere: die Wolkenkratzer und Gärten von Marina Bay, die Kolonialbauten und Museen im Civic District, die Tempel und Shophouses von Chinatown und die Gewürzläden von Little India. Außerhalb davon lohnen der UNESCO-gelistete Botanische Garten, der Regenwald von Bukit Timah und die Hawker Centres in den Wohnvierteln. Die MRT erreicht fast alle diese Ziele.
    Chinatown

    Chinatown

    Chinatown ist Singapurs historisches chinesisches Viertel südwestlich des Singapore River. Du kommst wegen der Tempel dreier Religionen, der restaurierten Shophouses und der Hawker Centres Maxwell und Chinatown Complex. Raffles' Stadtplan von 1822 wies das Gebiet den chinesischen Einwanderern zu; der chinesische Name Niu Che Shui, Ochsenkarren-Wasser, erinnert an die Wasserkarren, die das Viertel im 19. Jahrhundert versorgten. Seit 1989 steht es unter Denkmalschutz, die Stadtplanungsbehörde URA gliedert es in die vier Bezirke Kreta Ayer, Telok Ayer, Tanjong Pagar und Bukit Pasoh.Dicht beieinander stehen der Buddha Tooth Relic Temple, der hinduistische Sri Mariamman Temple und die Moschee Masjid Jamae. Erreichbar ist das Viertel über die MRT-Stationen Chinatown und Maxwell.
    Singapore River

    Singapore River

    Der Singapore River ist die historische Lebensader der Stadt, an dessen Ufern sich heute die drei Quays Boat Quay, Clarke Quay und Robertson Quay mit Restaurants, Bars und Clubs aneinanderreihen. Du kommst hierher für einen Spaziergang über die Uferpromenaden und denkmalgeschützten Brücken, eine Bootsfahrt im Bumboat und abends für Essen und Drinks am Wasser.Im 19. Jahrhundert war der Fluss der Hafen Singapurs: In den 1860er-Jahren wickelte Boat Quay drei Viertel des gesamten Schiffshandels ab, Leichter brachten Waren zu den Lagerhäusern flussaufwärts. Nach einer zehnjährigen Säuberung von 1977 bis 1987 verschwanden Handel und Schmutz, die Lagerhäuser und Shophouses wurden ab 1989 unter Denkmalschutz gestellt und umgenutzt. Drei Brücken aus der Kolonialzeit sind seit 2019 Nationaldenkmal.
    Orchard Road

    Orchard Road

    Die Orchard Road ist Singapurs bekannteste Einkaufsstraße und zieht sich rund 2,5 Kilometer durch das Zentrum. Du kommst zum Einkaufen in Malls wie ION Orchard und Ngee Ann City und für die Peranakan-Reihenhäuser von Emerald Hill gleich daneben. Ihren Namen verdankt die Straße vermutlich den Muskatnuss-, Pfeffer- und Obstplantagen, zu denen der Feldweg ab den 1830er-Jahren führte. Nach dem Niedergang der Plantagen entstanden Villen und Wohnhäuser, die große Entwicklung zur Shoppingmeile begann erst in den 1960er-Jahren.Abseits der Hauptstraße findest du ruhigere Ecken: die Reihenhäuser der Emerald Hill Road, die restaurierten Shophouses von Peranakan Place und am Südostende den Präsidentenpalast Istana mit dem Istana Park. Du erreichst die Straße über mehrere MRT-Stationen, darunter Orchard, Somerset und Dhoby Ghaut.
    Civic District

    Civic District

    Der Civic District am Nordufer des Singapore River ist Singapurs Regierungs- und Museumsviertel. Du kommst wegen der National Gallery, des Asian Civilisations Museum und der Kolonialbauten rund um den Padang, darunter die St Andrew's Cathedral und das Raffles Hotel. Hier begann die Geschichte der Stadt: Schon im 13. und 14. Jahrhundert lag am Fluss eine Hafensiedlung, 1819 ließen sich die Briten an derselben Stelle nieder. Der Padang, ein Sportfeld vor den früheren Verwaltungsbauten der Kolonie, wurde 2022 zum 75. Nationaldenkmal erklärt.Die National Gallery belegt das ehemalige Supreme Court und die frühere City Hall, das Asian Civilisations Museum liegt direkt am Fluss. Grün und schattig ist der Fort Canning Park auf dem früheren Königshügel. Zentrale MRT-Station ist City Hall (North-South und East-West Line), dazu Esplanade an der Circle Line.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI