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    Centre-Val de Loire

    Frankreich

    Centre-Val de Loire

    RegionKulturNaturGenussFür Familien

    Die Region Centre-Val de Loire reicht von Chartres im Norden bis ins Berry im Süden. Ihr Kern ist das Loire-Tal mit seinen Schlössern und Gärten, dessen Abschnitt zwischen Sully-sur-Loire und Chalonnes zum UNESCO-Welterbe gehört.

    von Felix Gillen

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    4. Centre-Val de Loire
    Die Region Centre-Val de Loire reicht von Chartres im Norden bis ins Berry im Süden. Ihr Kern ist das Loire-Tal mit seinen Schlössern und Gärten, dessen Abschnitt zwischen Sully-sur-Loire und Chalonnes zum UNESCO-Welterbe gehört. Dazu kommen Wälder wie die Sologne, Weinbaugebiete von Sancerre bis Vouvray und eine Küche mit Ziegenkäse, Wild und Flussfisch.
    Die Region Centre-Val de Loire wird von der Loire durchzogen und ist eng mit der Architektur der französischen Renaissance verbunden. Der Abschnitt des Loire-Tals zwischen Sully-sur-Loire und Chalonnes gehört zum UNESCO-Welterbe. Entlang des Flusses und seiner Nebenflüsse stehen zahlreiche Schlösser, darunter Chambord, Chenonceau mit seiner Galerie über dem Cher und Villandry mit seinen Gärten. Historische Städte wie Tours, Blois und Orléans haben sehenswerte Altstädte, in Weinorten wie Vouvray oder Sancerre kannst du verkosten. Die Region lässt sich gut auf dem Fernradweg „Loire à Vélo“ erkunden. Frühling und Herbst eignen sich, um den größten Andrang zu umgehen.
    Chambord

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    Chambord

    Chambord ist das größte Schloss des Loire-Tals und ein Hauptwerk der französischen Renaissance. Franz I.

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    Orléans

    Ort 2 von 2

    Orléans

    Orléans liegt am nördlichsten Punkt des Loirebogens und ist eng mit Jeanne d'Arc verbunden, die 1429 die Belagerung der Stadt beendete. Die Altstadt hat restaurierte Fachwerkhäuser, eine gotische Kathedrale und Kais an der Loire.

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    Sehenswürdigkeiten in Centre-Val de Loire

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Cathédrale Notre-Dame de Chartres

    Cathédrale Notre-Dame de Chartres

    Die Cathédrale Notre-Dame de Chartres steht seit 1979 auf der UNESCO-Welterbeliste und gilt als eines der Hauptwerke der französischen Hochgotik. Nach einem Brand 1194 wurde sie in wenigen Jahrzehnten neu errichtet, Teile der Westfassade mit dem Königsportal stammen noch vom Vorgängerbau des 12. Jahrhunderts. Ein großer Teil der mittelalterlichen Glasfenster ist erhalten, bekannt ist vor allem das tiefe Chartres-Blau. In einer Kapelle im Chorumgang wird die „Sancta Camisa“ aufbewahrt, ein Tuch, das der Überlieferung nach der Jungfrau Maria gehörte und Chartres zum Wallfahrtsort machte. Das Bodenlabyrinth im Mittelschiff ist meist mit Stühlen bedeckt und wird in der Regel nur an Freitagen in der wärmeren Jahreshälfte freigeräumt. Unser Tipp: Komm am Vormittag oder späten Nachmittag, wenn das Licht durch die Fenster wechselt und weniger Gruppen unterwegs sind.
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    Château de Chambord

    Château de Chambord

    Das Château de Chambord, ein Hauptwerk der französischen Renaissance, ließ König Franz I. ab 1519 als Jagdschloss errichten. Bewohnt war es nur zeitweise. Der Bau verbindet die Grundform einer französischen Burg mit Türmen und Bastionen mit italienisch beeinflussten Renaissanceformen.Im Inneren steht die doppelläufige Wendeltreppe, deren Entwurf oft mit Leonardo da Vinci in Verbindung gebracht wird. Zwei Personen können sie gleichzeitig auf- und absteigen, ohne sich zu kreuzen. Von der Dachterrasse blickst du über den Park und zwischen die Schornsteine und Laternen der Dachlandschaft. Der ummauerte Schlosspark umfasst rund 5.400 Hektar und gilt als größter geschlossener Waldpark Europas.Unser Tipp: Komm direkt zur Öffnung am Morgen oder am späten Nachmittag, wenn weniger los ist. Ein gutes Foto der Nordwestfassade gelingt vom gegenüberliegenden Ufer des Cosson.
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    Château de Chenonceau

    Château de Chenonceau

    Das Château de Chenonceau, oft als "Schloss der Damen" bezeichnet, ist ein architektonisches Juwel im Loiretal, das sich elegant über den Fluss Cher spannt. Seine Geschichte ist untrennbar mit einflussreichen Frauen wie Diane de Poitiers und Katharina von Medici verbunden, die das Schloss maßgeblich prägten und erweiterten. Du wirst die prunkvoll eingerichteten Räume erkunden, die eine reiche Sammlung von Kunstwerken, Wandteppichen und historischen Möbeln beherbergen und dir einen tiefen Einblick in das Leben am französischen Hof geben. Besonders beeindruckend ist die lange Galerie, die sich über den Fluss erstreckt und einst für Feste genutzt wurde. Die kunstvoll gestalteten Gärten, darunter der Garten von Diane de Poitiers und der von Katharina von Medici, laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein und bieten malerische Ausblicke auf das Schloss. Unser Tipp: Um die Menschenmassen zu vermeiden und die Ruhe des Ortes zu genießen, plane deinen Besuch idealerweise direkt zur Öffnung am Morgen oder am späten Nachmittag. Für das ikonische Foto der Flussfassade empfiehlt sich ein Spaziergang entlang des Ufers des Cher, etwas abseits der Hauptwege.
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    Gärten von Villandry

    Gärten von Villandry

    Die Gärten von Villandry gehören zum gleichnamigen Schloss bei Tours. Sie sind keine erhaltene Renaissance-Anlage, sondern eine Neuschöpfung: Joachim Carvallo, der das Schloss 1906 kaufte, und seine Frau Ann Coleman ließen sie im frühen 20. Jahrhundert nach Vorbildern des 16. Jahrhunderts anlegen. Auf mehreren Ebenen liegen unter anderem der Ziergarten mit den Liebesgärten, der Wassergarten, ein Labyrinth, der Kräutergarten, der Sonnengarten und der Schmuck-Gemüsegarten.Im Gemüsegarten sind Gemüse und Obst wie ornamentale Blumenbeete in geometrischen Feldern angeordnet und werden zweimal im Jahr neu bepflanzt.Unser Tipp: Komm im späten Frühjahr oder Sommer, wenn die Beete voll bepflanzt sind, und am besten früh am Morgen. Vom Belvedere oberhalb der Gärten und vom Schlossturm aus überblickst du die gesamte Anlage.
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    Restaurants & Cafés

    L'Ardoise du Marché (Tours)

    Besuche dieses charmante Restaurant im Herzen von Tours und genieße eine moderne französische Küche mit Fokus auf frische, saisonale Produkte vom Markt. Die entspannte Atmosphäre und die kreativen Gerichte machen es zu einem beliebten Treffpunkt für Einheimische und Besucher gleichermaßen, wo du authentische Aromen entdeckst.
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    Auberge du Bon Laboureur (Chenonceaux)

    Direkt neben dem berühmten Château de Chenonceau gelegen, bietet dir diese traditionelle Auberge eine herzhafte, regionale Küche in gemütlichem Ambiente. Probiere klassische französische Gerichte, die mit lokalen Zutaten zubereitet werden, und lass den Tag nach deiner Schlossbesichtigung entspannt bei einem guten Glas Wein ausklingen.
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    Le Bistrot de l'Horloge (Chinon)

    Erlebe authentische Loire-Küche in diesem charmanten Bistrot im Herzen von Chinon, das für seine regionalen Spezialitäten und die hervorragende Weinkarte bekannt ist. Die rustikale Einrichtung und die freundliche Atmosphäre laden dich ein, lokale Köstlichkeiten zu entdecken und das entspannte Lebensgefühl der Region zu genießen.
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    Les Caves Cathédrales (Chartres)

    Genieße ein einzigartiges kulinarisches Erlebnis in den beeindruckenden Gewölbekellern unter der Stadt Chartres. Dieses Restaurant bietet dir eine raffinierte französische Küche in historischem Ambiente. Die außergewöhnliche Kulisse macht deinen Besuch zu einem unvergesslichen Abend, perfekt um die Geschichte der Stadt zu schmecken.
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    Essen & Trinken

    Zwischen Loire und Sologne treffen Flussfisch, Wild und Ziegenkäse aufeinander. Die Weinberge beginnen direkt am Fluss.

    Ziegenkäse

    Selles-sur-Cher, Valençay und Crottin de Chavignol stammen aus der Region und tragen geschützte Ursprungsbezeichnungen. Selles-sur-Cher und Valençay werden mit Asche bestäubt gereift.

    Wild aus der Sologne

    Das Waldgebiet südlich der Loire war jahrhundertelang königliches Jagdrevier. Im Herbst stehen Reh, Wildschwein und Fasan auf den Karten.

    Weine aus Sancerre und Cheverny

    Sancerre und Pouilly-Fumé im Osten stehen für Sauvignon Blanc, Cheverny für frische Weiß- und leichte Rotweine.

    Tarte Tatin

    Der gestürzte Apfelkuchen entstand in Lamotte-Beuvron in der Sologne und ist das bekannteste Dessert der Region.

    Safran und Linsen

    Im Gâtinais nördlich der Loire wird wieder Safran angebaut, aus dem Berry kommen die grünen Linsen mit geschützter geografischer Angabe.

    Kultur, Kunst und Geschichte

    Das kulturelle und historische Profil des Centre-Val de Loire wurde maßgeblich durch die Loire geprägt. Die Geschichte reicht von keltischen Siedlungen über die römische Zeit bis ins Mittelalter, als die Region im Hundertjährigen Krieg eine Schlüsselrolle spielte: 1429 befreite Jeanne d'Arc das belagerte Orléans. Ihre Blütezeit erlebte die Region in der Renaissance. Im 15. und 16. Jahrhundert residierten die französischen Könige hier, es entstanden zahlreiche Schlösser, stark beeinflusst von italienischen Vorbildern.Die Architektur wird von den Loireschlössern geprägt, die mittelalterliche Festungselemente mit Renaissance-Palästen verbinden, etwa in Chambord, Chenonceau oder Azay-le-Rideau. Daneben stehen gotische Kathedralen wie die von Chartres und Bourges, beide UNESCO-Welterbe. Zur regionalen Kultur gehören außerdem der Weinbau entlang der Loire, die Flussfischerei und die Gärten, die viele Schlösser umgeben.

    Vor Ort unterwegs

    Mit der BahnOrléans erreichst du von Paris aus in gut einer Stunde, Blois und Tours folgen flussabwärts auf derselben Achse. Die Regionalzüge entlang der Loire verbinden die Schlossorte untereinander und nehmen Fahrräder mit.Zu den SchlössernChambord liegt abseits der Bahn und braucht Auto, Rad oder einen Shuttlebus, der von Frühjahr bis Herbst ab Blois fährt. Die Schlösser der Sologne und des Berry sind ohne Auto kaum sinnvoll zu erreichen.Mit dem RadDie Loire à Vélo durchquert die Region auf flachen, gut ausgeschilderten Wegen. Zwischen Orléans und Blois folgt sie überwiegend dem Damm und bietet lange Abschnitte ohne Autoverkehr.

    Rundreisen durch die Region

    Loire-Schlösser

    Loire-Schlösser

    Von Orléans fährst du loireabwärts über Chambord und Blois nach Amboise und machst einen Abstecher an den Cher nach Chenonceau. Über Tours geht es zum Schluss nach Chinon an der Vienne; die Etappen dauern meist weniger als eine Stunde.

    14 Tage
    7 Stopps

    In der Umgebung

    Blois

    Blois

    Blois liegt am Nordufer der Loire und war im 15. und 16. Jahrhundert eine der wichtigsten Residenzen der französischen Könige.Das zentrale Château Royal de Blois vereint Gotik, Renaissance und Klassizismus an einem Innenhof.Die verwinkelte Altstadt hat Fachwerkhäuser und die Cathédrale Saint-Louis, die nach einem Sturm Ende des 17. Jahrhunderts weitgehend neu gebaut wurde.Gegenüber dem Schloss widmet sich die Maison de la Magie Robert-Houdin der Geschichte der Zauberkunst.Für die Altstadt eignen sich April, Mai oder September, wenn weniger Besucher unterwegs sind.
    Amboise

    Amboise

    Die alte Königsstadt Amboise liegt am Südufer der Loire unterhalb des Château d'Amboise. Bekannt ist sie als Grabstätte Leonardo da Vincis, der seine letzten Lebensjahre im nahen Clos Lucé verbrachte.
    Loire-Tal (Vallée de la Loire)

    Loire-Tal (Vallée de la Loire)

    Das Loire-Tal zwischen Sully-sur-Loire und Chalonnes-sur-Loire steht seit 2000 auf der UNESCO-Welterbeliste. Bekannt ist die Region für ihre Schlösser, oft ist von mehr als 300 die Rede, für Gärten und die breite Flusslandschaft.Der Beiname „Garten Frankreichs“ verweist auf Obst- und Gemüseanbau, dazu kommen Weinbaugebiete von Sancerre bis Muscadet und eine Küche, die stark auf regionale Produkte setzt.
    Chenonceau

    Chenonceau

    Das Château de Chenonceau im Loire-Tal überspannt mit seiner Galerie den Fluss Cher. Seine Geschichte ist eng mit einflussreichen Frauen wie Diane de Poitiers und Katharina von Medici verbunden, daher der Beiname „Château des Dames“. Zum Besuch gehören die eingerichteten Räume, die Galerie über dem Wasser und mehrere Gärten.
    Chambord

    Chambord

    Chambord ist das größte Schloss des Loire-Tals und ein Hauptwerk der französischen Renaissance. Franz I. ließ es ab 1519 als Jagdschloss bauen. Zu sehen sind die doppelläufige Wendeltreppe, die Dachlandschaft mit ihren Türmen und ein ummauerter Waldpark. Schloss und Domaine gehören zum UNESCO-Welterbe.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Unsplash. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
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