Niederschlesien (Dolny Śląsk) im Südwesten Polens grenzt an Sachsen und an Tschechien. Auf rund 19.900 km² leben etwa 2,9 Millionen Menschen, Hauptstadt und größte Stadt ist Breslau (Wrocław).
Niederschlesien (Dolny Śląsk) im Südwesten Polens grenzt an Sachsen und an Tschechien. Auf rund 19.900 km² leben etwa 2,9 Millionen Menschen, Hauptstadt und größte Stadt ist Breslau (Wrocław). Im Süden erheben sich die Sudeten mit dem Riesengebirge, dessen höchster Gipfel, die Schneekoppe (Śnieżka), 1603 Meter erreicht. Nach Norden geht das Land in die flache Schlesische Tiefebene an der Oder über.Die Region wechselte im Lauf der Geschichte zwischen Böhmen, den Habsburgern und Preußen und kam nach 1945 zu Polen. Davon erzählen Schlösser, Kirchen und Bürgerstädte: die Friedenskirchen in Schweidnitz (Świdnica) und Jauer (Jawor), die Herrensitze im Hirschberger Tal und Schloss Fürstenstein bei Waldenburg (Wałbrzych).
Breslau ist mit Altstadt, Dominsel und Jahrhunderthalle der Ausgangspunkt für jede Reise durch Niederschlesien. Von hier erreichst du südwestlich die Sudeten: Schloss Fürstenstein am Rand von Waldenburg und die Friedenskirchen in Schweidnitz und Jauer liegen auf dem Weg ins Gebirge.Im Süden öffnet sich das Hirschberger Tal (Kotlina Jeleniogórska) mit Hirschberg (Jelenia Góra) als Zentrum. Hier liegen zahlreiche historische Schlösser, Herrenhäuser und Burgen, viele mit Landschaftsparks. Seit 2011 stehen die Paläste und Landschaftsparks des Tals als polnisches Geschichtsdenkmal unter Schutz. Dahinter erhebt sich das Riesengebirge mit dem Ferienort Krummhübel (Karpacz), dem Aufstieg zur Schneekoppe und der Stabkirche Wang.Etwa 30 Prozent der Region sind bewaldet. Zum Wandern eignen sich die Sommermonate, im Winter ist das Riesengebirge ein Skigebiet.
Schloss Fürstenstein (Zamek Książ) ist nach der Marienburg und dem Wawel das drittgrößte Schloss Polens. Es thront am Nordrand von Waldenburg (Wałbrzych) auf einem Felsen über der tiefen Schlucht der Polsnitz (Pełcznica).
Breslau (Wrocław) ist mit rund 673.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Polens und Hauptstadt Niederschlesiens. Die Stadt liegt an der oberen Oder und erstreckt sich über etwa zwölf Inseln, die je nach Zählweise durch 100 bis 300 Brücken verbunden sind.
Krummhübel (Karpacz) liegt im Riesengebirge an der Großen Lomnitz, zu Füßen der Schneekoppe (Śnieżka), die mit 1603 Metern der höchste Gipfel des Gebirges ist und auf der Grenze zu Tschechien liegt.
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Kirche
Friedenskirche Schweidnitz (Świdnica)
Nach dem Westfälischen Frieden von 1648 durften die schlesischen Lutheraner nur wenige Kirchen bauen: aus Holz, Lehm und Stroh, außerhalb der Stadtmauern, ohne Turm und Glocken und in höchstens einem Jahr Bauzeit. Die Dreifaltigkeitskirche in Schweidnitz ist eine von zwei erhaltenen dieser Friedenskirchen und gehört mit der Kirche in Jauer seit 2001 zum UNESCO-Welterbe. Sie gilt als größte hölzerne Barockkirche Europas und wurde 1656 bis 1657 nach Plänen von Albrecht von Saebisch gebaut.
Die Heilig-Geist-Kirche in Jauer wurde 1654 bis 1655 nach Plänen des Breslauer Baumeisters Albrecht von Saebisch fertiggestellt. Der Fachwerkbau ist 43,5 Meter lang, 14 Meter breit und bietet 5.500 Menschen Platz. Wie die Schwesterkirche in Schweidnitz steht sie seit 2001 auf der Welterbeliste der UNESCO.
Das Schloss liegt rund fünf Kilometer von Hirschberg (Jelenia Góra) entfernt und gehört zum Geschichtsdenkmal Paläste und Landschaftsparks des Hirschberger Tals. Im Schloss ist heute ein Museum der Innenräume untergebracht, im benachbarten Witwenhaus ein Hotel mit Restaurant, im Gutshof gibt es Regionalprodukte, eine Bäckerei und ein Restaurant.
DW Documentary rides tram line No. 1 through Wrocław with driver Tatjana Granowska and meets residents along the route, from a houseboat dweller on the Oder to the Colorful Courtyards art project in…