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    Großpolen
    Diego Delso / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

    Polen

    Großpolen

    Region

    Großpolen (Wielkopolska) im Westen des Landes gilt als Wiege Polens: In Posen (Poznań) und Gnesen (Gniezno) residierten die ersten Piastenherrscher, Kalisch (Kalisz) wird als älteste Stadt Polens bezeichnet.

    von Felix Gillen

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    Großpolen (Wielkopolska) im Westen des Landes gilt als Wiege Polens: In Posen (Poznań) und Gnesen (Gniezno) residierten die ersten Piastenherrscher, Kalisch (Kalisz) wird als älteste Stadt Polens bezeichnet. Mit rund 29.800 km² ist die Woiwodschaft die zweitgrößte des Landes, etwa 3,5 Millionen Menschen leben hier.Die Landschaft ist flach und von der Großpolnischen Seenplatte geprägt, fast neun Zehntel der Region entwässern über die Warthe. Zwischen Feldern und Wäldern liegen Kirchen, Schlösser und Herrenhäuser, viele davon nur eine kurze Fahrt von Posen entfernt.
    Ausgangspunkt für die Region ist Posen, die Hauptstadt der Woiwodschaft, mit Altstadt, Dominsel und lebendiger Restaurantszene. Die Autobahn A2 zwischen Berlin und Warschau führt mitten durch Großpolen, Posen ist zugleich der wichtigste Bahnknoten und hat einen internationalen Flughafen.Von Posen aus lassen sich die wichtigsten Ziele gut als Tagesausflüge verbinden: Gnesen mit seinem Dom, in dem im Jahr 1000 das erste polnische Erzbistum gegründet wurde, das Schloss Kórnik mit Bibliothek und Arboretum und das Schloss Rogalin mit der Gemäldesammlung der Familie Raczyński.Großpolen gehört zu den trockensten Regionen Polens. Für Ausflüge aufs Land eignen sich Frühling bis Herbst, wenn Parks und Gärten der Schlösser grün sind.

    Weitere Orte in Großpolen

    Posen (Poznań)

    Posen (Poznań)

    Posen (Poznań) liegt an der Warthe, etwa auf halbem Weg zwischen Berlin und Warschau, und ist mit rund 534.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Polens. Auf der Dominsel wurde 968 das erste polnische Bistum eingerichtet, gegenüber entstand ab 1253 eine Stadt nach Magdeburger Recht. Universität, Messe und eine lebendige Restaurantszene prägen heute den Alltag.Herz der Stadt ist der Alte Markt (Stary Rynek) mit dem Renaissance-Rathaus und den schmalen Krämerhäusern. Östlich davon, jenseits der Warthe, liegen die Dominsel (Ostrów Tumski) mit dem Dom und das kleine Viertel Śródka, das ein Steg über die Cybina mit der Insel verbindet. Westlich der Altstadt beginnt das Kaiserviertel rund um das Kaiserschloss, dahinter das Wohnviertel Jeżyce mit Cafés und Restaurants.Posen lässt sich gut in zwei bis drei Tagen zu Fuß erkunden. Wer mehr Zeit hat, kombiniert die Stadt mit Ausflügen in die Region Großpolen, etwa nach Gnesen (Gniezno) oder zum Schloss Kórnik.

    Sehenswürdigkeiten in Großpolen

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Dom von Gnesen (Gniezno)
    Kirche

    Dom von Gnesen (Gniezno)

    Die Erzkathedrale ist Sitz des Primas von Polen und birgt den Schrein des heiligen Adalbert. Beim Akt von Gnesen im Jahr 1000 wurde hier in Anwesenheit Kaiser Ottos III. das erste polnische Erzbistum gegründet, 1025 wurde Bolesław I. als erster König Polens gekrönt. Die heutige gotische Backsteinbasilika wurde 1390 vollendet. Berühmt ist die Bronzetür aus dem späten 12. Jahrhundert mit Szenen aus dem Leben und Martyrium Adalberts.
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    Schloss Kórnik
    Museum

    Schloss Kórnik

    Die Burg aus dem 15. Jahrhundert, später Residenz der Familie Górka, ließ Tytus Działyński im 19. Jahrhundert im Stil der englischen Neugotik umbauen, vor allem nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel. Heute zeigt ein Museum Räume und eine Gemäldegalerie, außerdem hat die Bibliothek Kórnik der Polnischen Akademie der Wissenschaften hier ihren Sitz. Rund um das Schloss liegt das Arboretum Kórnik, hervorgegangen aus einem französischen Garten des 18. Jahrhunderts.
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    Schloss Rogalin
    Museum

    Schloss Rogalin

    Das Palais südlich von Posen ließ Kazimierz Raczyński 1770 bis 1776 errichten. Heute ist es eine Abteilung des Nationalmuseums Posen, die Gemäldegalerie zeigt rund 250 der mehr als 300 erhaltenen Werke aus der Sammlung der Raczyńskis. Am Rand des Parks steht die Kirche St. Marcellinus von 1817 bis 1820 mit dem Mausoleum der Familie, in dem auch der frühere Exilpräsident Edward Raczyński begraben ist.
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    In der Umgebung

    Posen (Poznań)

    Posen (Poznań)

    Posen (Poznań) liegt an der Warthe, etwa auf halbem Weg zwischen Berlin und Warschau, und ist mit rund 534.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Polens. Auf der Dominsel wurde 968 das erste polnische Bistum eingerichtet, gegenüber entstand ab 1253 eine Stadt nach Magdeburger Recht. Universität, Messe und eine lebendige Restaurantszene prägen heute den Alltag.Herz der Stadt ist der Alte Markt (Stary Rynek) mit dem Renaissance-Rathaus und den schmalen Krämerhäusern. Östlich davon, jenseits der Warthe, liegen die Dominsel (Ostrów Tumski) mit dem Dom und das kleine Viertel Śródka, das ein Steg über die Cybina mit der Insel verbindet. Westlich der Altstadt beginnt das Kaiserviertel rund um das Kaiserschloss, dahinter das Wohnviertel Jeżyce mit Cafés und Restaurants.Posen lässt sich gut in zwei bis drei Tagen zu Fuß erkunden. Wer mehr Zeit hat, kombiniert die Stadt mit Ausflügen in die Region Großpolen, etwa nach Gnesen (Gniezno) oder zum Schloss Kórnik.
    Breslau (Wrocław)

    Breslau (Wrocław)

    Breslau (Wrocław) ist mit rund 673.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Polens und Hauptstadt Niederschlesiens. Die Stadt liegt an der oberen Oder und erstreckt sich über etwa zwölf Inseln, die je nach Zählweise durch 100 bis 300 Brücken verbunden sind. Um das Jahr 1000 wurde hier ein Bistum gegründet, 1261 erhielt Breslau das Magdeburger Stadtrecht. 2016 war es Kulturhauptstadt Europas.Mittelpunkt der Altstadt ist der Ring (Rynek) mit dem gotischen Rathaus, rundherum liegen Bürgerhäuser und Kirchen. Nördlich der Altstadt führen Brücken zur Dominsel (Ostrów Tumski), dem ältesten Teil der Stadt mit Dom und Kirchen. Im Osten, im Scheitniger Park, steht die Jahrhunderthalle, die seit 2006 zum UNESCO-Welterbe gehört.Beim Spaziergang begegnen dir an Hauswänden, Laternen und Treppen immer wieder kleine Bronzezwerge. Die erste Figur erinnert an die antikommunistische Bewegung Orange Alternative, inzwischen sind es mehr als 1.000. Für die Stadt solltest du mindestens zwei bis drei Tage einplanen.
    Thorn (Toruń)

    Thorn (Toruń)

    Thorn (Toruń) liegt an der Weichsel im Norden Zentralpolens und teilt sich mit Bydgoszcz die Rolle der Hauptstadt der Woiwodschaft Kujawien-Pommern. Der Deutsche Orden gründete die Stadt 1231, 1233 erhielt sie das Stadtrecht, später wurde sie ein wichtiges Mitglied der Hanse. 1473 kam hier Nikolaus Kopernikus zur Welt, nach dem heute die 1945 gegründete Universität benannt ist. Die Stadt hat rund 192.000 Einwohner. Die mittelalterliche Stadt mit ihrer Backsteingotik ist seit 1997 UNESCO-Welterbe. Sie besteht aus drei Teilen: der Altstadt im Westen mit dem Rathaus, der Johanneskathedrale und der Marienkirche, der Neustadt im Osten, die ab 1264 entstand, und dazwischen am Südrand den Resten der Ordensburg. Das Straßennetz ist seit dem Mittelalter weitgehend unverändert geblieben. Abends triffst du dich in den Kneipen und Kellerbars rund um den Altstädter Markt. Bekannt ist Toruń außerdem für seinen Lebkuchen, den Toruński piernik.
    Kujawien-Pommern

    Kujawien-Pommern

    Kujawien-Pommern (Kujawsko-Pomorskie) liegt im Norden Zentralpolens beiderseits der unteren Weichsel und hat knapp 2 Millionen Einwohner. Die Woiwodschaft entstand 1999 und vereint historische Landschaften wie Kujawien, Teile Pommerellens, das Kulmer Land und das Dobriner Land. Verwaltungssitz des Woiwoden ist Bydgoszcz, Parlament und Marschallamt sitzen in Toruń. Zur Landschaft gehören zahlreiche Seen wie der Gopło und große Wälder, allen voran die Tucheler Heide (Bory Tucholskie). Kulturell prägen die Region die Backsteingotik der Hansestädte an der Weichsel und archäologische Stätten wie Biskupin.
    Łódź

    Łódź

    Łódź ist mit rund 640.000 Einwohnern eine der großen Städte Polens und Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft. Ihren Aufstieg verdankt sie der Textilindustrie: 1826 entstand die erste Textilfabrik, um 1900 lebten über 300.000 Menschen in der Stadt, 1904 arbeiteten rund 70.000 Beschäftigte in 546 Fabriken. Aus dieser Zeit sind Fabrikantenpaläste und Backsteinfabriken erhalten, und polnische, deutsche, jüdische und russische Traditionen prägen bis heute etwa die Küche der Stadt. Das Rückgrat bildet die Piotrkowska, eine mehrere Kilometer lange Flaniermeile mit Jugendstilfassaden, Hinterhöfen und dem Ausgehkomplex OFF Piotrkowska. Die einstige Fabrik von Izrael Poznański wurde zur Manufaktura mit Museen, Restaurants und der Kunstgalerie ms2, gleich daneben steht sein Palast. Księży Młyn ist die Arbeitersiedlung des Fabrikanten Karl Scheibler mit Backsteinhäusern und Fabrikgebäuden. Neue Kulturorte wie das ehemalige Kraftwerk EC1 mit Planetarium und Filmzentrum ergänzen die Industriedenkmäler. Großformatige Wandbilder, viele davon seit 2011 beim Festival der Stiftung Urban Forms entstanden, haben Łódź zudem den Ruf einer Stadt der Murals eingebracht.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI