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    Nationalpark Corcovado

    Costa Rica

    Nationalpark Corcovado

    Sehenswürdigkeit

    Der Nationalpark Corcovado nimmt rund ein Drittel der Halbinsel Osa im Südpazifik Costa Ricas ein und schützt auf gut 420 Quadratkilometern Regenwald, Küste und Lagunen.

    von Felix Gillen

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    5. Nationalpark Corcovado
    Der Nationalpark Corcovado nimmt rund ein Drittel der Halbinsel Osa im Südpazifik Costa Ricas ein und schützt auf gut 420 Quadratkilometern Regenwald, Küste und Lagunen. Du kommst hierher, um Tapire, Affen, Nasenbären und Hellrote Aras in einem Wald zu sehen, der seit 1975 unter Schutz steht.Zum Tierbestand gehören Baird-Tapire, Weißbüschelpekaris, Agutis und mehrere Katzenarten, darunter der Jaguar, den du allerdings selten zu Gesicht bekommst. Der Park beherbergt die größte Population von Hellroten Aras im Land, besonders entlang der Küste. An den Flussmündungen leben Krokodile.Den Park betrittst du nur mit einem zertifizierten Guide, auch bei Tagestouren. Der Guide kümmert sich in der Regel um die Reservierung beim Naturschutzsystem SINAC, die Besucherzahl ist für jede Station pro Tag begrenzt. Die meisten Touren starten in Drake Bay oder Puerto Jiménez.Herzstück ist die biologische Station Sirena mit einfacher Unterkunft und Campingmöglichkeit, die du per Boot oder auf langen Wanderwegen erreichst. Weitere Zugänge sind La Leona bei Carate, San Pedrillo an der Nordwestküste sowie Los Patos und El Tigre im Landesinneren. Sirena, Los Patos und El Tigre sind jedes Jahr im Oktober für Besucher geschlossen, San Pedrillo und La Leona bleiben geöffnet.Die Trockenzeit von Dezember bis April bietet die einfachsten Bedingungen. In der Regenzeit sind die Wege schlammig, und Bootsfahrten können bei hohem Seegang ausfallen.

    Sehenswürdigkeiten in Nationalpark Corcovado

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Estación San Pedrillo
    Park

    1Estación San Pedrillo

    Die Station an der Nordwestküste ist der übliche Einstieg für Tagestouren ab Drake Bay, die Boote landen hier direkt am Strand. Von San Pedrillo aus führen kurze Wege in den Wald. Die lange Wanderung von hier nach Sirena dauert zwei Tage, erfordert Campingausrüstung und ist nur in der Trockenzeit geöffnet. San Pedrillo bleibt auch im Oktober für Besucher zugänglich, die Tagesbesucherzahl ist begrenzt.
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    Estación Biológica Sirena

    2Estación Biológica Sirena

    Die Station im Südwesten des Parks ist der Knotenpunkt des Corcovado: Hier laufen die langen Wanderwege aus La Leona, Los Patos und San Pedrillo zusammen, und rund um die Station führen kürzere Wege entlang des Río Sirena. Es gibt einfache Schlafplätze und eine begrenzte Zahl von Zeltplätzen, Mahlzeiten buchst du im Voraus. Die meisten Besucher kommen per Boot aus Drake Bay oder Puerto Jiménez. Sirena ist jedes Jahr im Oktober für Besucher geschlossen, seit dem 17. September 2026 gilt eine Obergrenze von 366 Personen pro Tag.
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    Estación La Leona

    3Estación La Leona

    Der südöstliche Zugang zum Park liegt an der Küste unweit von Carate, das du von Puerto Jiménez aus mit dem Sammeltaxi erreichst. Von Carate läufst du etwa 45 Minuten am Strand entlang bis zur Station. Der Weg nach Sirena verläuft rund 16 Kilometer meist knapp hinter dem Strand und ist nur bei Niedrigwasser durchgehend begehbar, rechne mit fünf bis sechs Stunden. La Leona bleibt auch im Oktober für Besucher geöffnet.
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    Restaurants in Nationalpark Corcovado

    Schutzgebiet und Besucherregeln

    Ein Park mit strengen RegelnCorcovado wurde am 24. Oktober 1975 gegründet und wird von der Naturschutzbehörde SINAC über das Schutzgebiet Osa (ACOSA) verwaltet. Seit Jahren gelten Obergrenzen für die Besucherzahl pro Station, die die Behörde je nach Lage anpasst. Seit dem 17. September 2026 sind in Sirena wieder bis zu 366 Personen pro Tag zugelassen, verteilt auf Tages- und Übernachtungsgäste.Mit Guide unterwegsDie Guide-Pflicht hat einen praktischen Hintergrund: Die Guides kennen die Tiere, ihre Spuren und die Gefahren im Gelände, etwa Flussquerungen, die nur bei Niedrigwasser möglich sind. Viele von ihnen stammen aus den Dörfern rund um den Park, die Touren sind dort eine wichtige Einnahmequelle. Nachttouren im Park sind nicht erlaubt.

    Zugänge und Stationen

    Per Boot nach SirenaDie meisten Besucher erreichen Sirena per Boot: ab Drake Bay in etwa anderthalb Stunden, ab Puerto Jiménez in rund zwei Stunden. Die Boote landen am Strand, rechne mit nassen Füßen. Bei hohem Seegang in der Regenzeit können Fahrten ausfallen.Zu Fuß über La Leona und Los PatosVon Puerto Jiménez fährt ein Sammeltaxi, ein Pick-up mit Sitzbänken, nach Carate, von dort läufst du etwa 45 Minuten zur Station La Leona. Der Küstenweg von La Leona nach Sirena ist rund 16 Kilometer lang und nur bei Niedrigwasser durchgehend begehbar. Der Weg von Los Patos nach Sirena führt etwa 20 Kilometer durchs Landesinnere und ist anspruchsvoll. San Pedrillo erreichen Gruppen meist per Boot von Drake Bay.

    Unterkünfte in Nationalpark Corcovado

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    In der Umgebung

    Drake Bay

    Drake Bay

    Drake Bay (Bahía Drake) ist eine kleine Bucht an der Nordwestküste der Halbinsel Osa im Südpazifik Costa Ricas. Du kommst hierher, um mit dem Boot in den Nationalpark Corcovado und zur Isla del Caño zu fahren, und für einen Ort, an dem Regenwald und Meer unmittelbar aufeinandertreffen.Der Hauptort heißt Agujitas und hat rund 1.000 Einwohner. Unterkünfte, kleine Sodas und Touranbieter verteilen sich entlang der Bucht und an den Hängen darüber. Der Name geht der Überlieferung nach auf den englischen Seefahrer Francis Drake zurück, der die Bucht im 16. Jahrhundert angelaufen haben soll.Die meisten Besucher bleiben mehrere Nächte und buchen geführte Touren: Tagesausflüge per Boot zur Station Sirena oder nach San Pedrillo im Corcovado, Schnorchel- und Tauchfahrten zur Isla del Caño und Wanderungen durch den Wald. Beachte, dass die Station Sirena jedes Jahr im Oktober für Besucher geschlossen ist.Ein Küstenpfad führt von Agujitas nach Süden an mehreren Buchten vorbei bis zum Playa San Josecito, unterwegs durchquerst du das Wildschutzgebiet Punta Río Claro. Für die gesamte Strecke solltest du einen halben Tag einplanen.
    Südpazifik und Osa

    Südpazifik und Osa

    Der Südpazifik ist der abgelegenste Küstenabschnitt Costa Ricas: Zwischen Uvita und der Halbinsel Osa reicht der Regenwald bis an die Strände, und im Nationalpark Corcovado liegt eines der artenreichsten Schutzgebiete des Landes. Hierher fährst du für Tierbeobachtungen im Primärwald, Walbeobachtung vor der Küste und eine Infrastruktur, die bewusst einfach geblieben ist.Die Region gliedert sich in zwei Teile. Im Norden liegt die Küste um Uvita mit dem Meeresnationalpark Marino Ballena, über die Küstenstraße Costanera Sur (Route 34) von San José aus in rund vier Stunden erreichbar. Im Süden folgt die Halbinsel Osa mit Drake Bay an der Westseite und Puerto Jiménez am Golfo Dulce, beide Ausgangspunkte für Touren in den Corcovado.Plane mehr Zeit ein als auf der Karte nötig erscheint. Drake Bay erreichst du meist per Boot ab Sierpe oder per Kleinflugzeug, die Straße dorthin verlangt einen Allradwagen, und in den Corcovado darfst du nur mit zertifiziertem Guide. In der Regenzeit sind Wege und Pisten deutlich beschwerlicher, die Station Sirena bleibt im Oktober geschlossen.
    Puerto Jiménez

    Puerto Jiménez

    Puerto Jiménez ist der größte Ort der Halbinsel Osa und liegt an deren Ostseite am Golfo Dulce im Südpazifik Costa Ricas. Du kommst hierher als Ausgangspunkt für den Nationalpark Corcovado und für Bootstouren auf dem Golf, auf dem Delfine leben und Buckelwale ihre Jungen zur Welt bringen.Der Ort ist kein Ziel für sich, sondern ein praktischer Versorgungsort mit Supermärkten, Sodas, Touranbietern und einem kleinen Flugplatz. Anfang des 20. Jahrhunderts zogen Landwirte und Goldsucher hierher, mit der Gründung des Nationalparks Corcovado wandelte sich Puerto Jiménez zu einem Zentrum für naturnahen Tourismus.Von hier aus starten Touren zu den Parkzugängen La Leona und El Tigre sowie Bootsfahrten nach Sirena. Auf dem Golfo Dulce kannst du Delfine beobachten, im Kajak durch Mangroven paddeln oder nachts zu Touren mit biolumineszentem Plankton aufbrechen.An der Südspitze der Halbinsel, etwa eine Autostunde entfernt, liegt Cabo Matapalo mit mehreren Surfspots für Erfahrene. Der ruhige Strand Playa Platanares südlich des Flugplatzes eignet sich zum Baden.
    Uvita

    Uvita

    Uvita ist ein kleiner Ort an der südlichen Pazifikküste Costa Ricas und der wichtigste Ausgangspunkt für den Meeresnationalpark Marino Ballena. Hierher fährst du für den Walschwanz-Strand von Punta Uvita und für Bootstouren zur Walbeobachtung, von San José aus bist du über die Costanera Sur in etwa dreieinhalb bis vier Stunden da.Der Ort selbst liegt an der Küstenstraße und zieht sich von der Hauptstraße ins hügelige Hinterland. Supermärkte, Cafés, Restaurants und Touranbieter liegen nah beieinander, wer zentral wohnt, erreicht vieles zu Fuß. Zum Strand und in den Nationalpark sind es wenige Minuten.Das Meer vor Uvita ist Teil des Nationalparks Marino Ballena. Buckelwale ziehen etwa von Juli bis Oktober und von Dezember bis April vor der Küste vorbei, Touren buchst du bei den Anbietern im Ort. Den Tombolo von Punta Uvita betrittst du nur bei Ebbe, die Gezeiten bestimmen hier den Tagesablauf.Uvita eignet sich auch als Basis für Ausflüge entlang der Costa Ballena, etwa zu Stränden wie Playa Ventanas oder zu den Wasserfällen von Nauyaca, die etwa eine Autostunde entfernt liegen.
    Manuel Antonio

    Manuel Antonio

    Manuel Antonio ist der kleine Ort an der Zentralpazifikküste südlich von Quepos, an dem der gleichnamige Nationalpark beginnt, rund 157 Straßenkilometer von San José entfernt. Du kommst wegen des Parks, in dem Regenwald direkt an helle Sandbuchten grenzt und Faultiere, Kapuzineraffen und Totenkopfaffen oft aus nächster Nähe zu sehen sind.Der 1972 gegründete Nationalpark umfasst knapp 2.000 Hektar Land und eine deutlich größere Meeresfläche. Obwohl er zu den kleinsten Nationalparks des Landes gehört, zählt er die meisten Besucher: Zwischen 2012 und 2022 kamen rund 4,4 Millionen Menschen. Vier Strände liegen im Park, darunter Playa Manuel Antonio und Playa Espadilla Sur, getrennt durch eine Landbrücke zur Felsnase Punta Catedral.Der Ort selbst besteht aus Hotels, Restaurants und Tourveranstaltern entlang der kurvigen Straße, die von Quepos über den Hügel zur Playa Espadilla hinunterführt. Die öffentliche Playa Espadilla vor dem Parkeingang kannst du ohne Ticket besuchen.Wichtig für die Planung: Der Park ist dienstags geschlossen und sonst von 7 bis 16 Uhr geöffnet, die Strände im Park schließen eine Stunde früher. Tickets gibt es ausschließlich online über das System der Nationalparkbehörde SINAC und nicht am Eingang; sie sind kontingentiert und an vielen Tagen früh ausverkauft.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI