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    • In der Umgebung
    Djerba

    Tunesien

    Djerba

    Stadt

    Djerba ist eine flache Insel im Golf von Gabès, im Südosten Tunesiens, und seit 2023 UNESCO-Welterbe.

    von Felix Gillen

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    5. Djerba
    Djerba ist eine flache Insel im Golf von Gabès, im Südosten Tunesiens, und seit 2023 UNESCO-Welterbe. Du fährst hin für lange Sandstrände an der Nordostküste, die Souks von Houmt Souk und Dörfer wie Erriadh und Guellala, in denen jüdische, ibaditische und berberische Traditionen nebeneinander bestehen. Die rund 514 km² große Insel zählt knapp 190.000 Einwohner (Zensus 2024). Hauptort ist Houmt Souk im Norden, die Hotels liegen vor allem an der Küste um Sidi Mahrez. Öffentlicher Verkehr ist begrenzt, die meisten Wege legst du mit Taxi, Mietwagen oder Fahrrad zurück.

    Sehenswürdigkeiten in Djerba

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Synagoge La Ghriba
    Synagoge

    1Synagoge La Ghriba

    Die Synagoge in Erriadh, rund 9 km südlich von Houmt Souk, ist das religiöse Zentrum der jüdischen Gemeinde Djerbas und Ziel einer jährlichen Wallfahrt rund drei Wochen nach Pessach. Nach dem Anschlag im Mai 2023 gelten verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Laut Gemeindekomitee ist die Synagoge ganzjährig für Besucher geöffnet.
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    Borj El Kebir

    2Borj El Kebir

    Die Festung am Hafen von Houmt Souk entstand im 15. Jahrhundert auf den Ruinen der römischen Stadt Girba und wurde im 16. Jahrhundert erweitert. Heute ist sie als Museum mit Ausstellungen zur Geschichte der Insel zugänglich; von den Mauern blickst du auf Hafen und Meer.
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    Djerbahood
    Sehenswürdigkeit

    3Djerbahood

    Seit 2014 haben internationale Street-Art-Künstler die Hauswände im Dorf Erriadh bemalt. Die Wandbilder verteilen sich über die Gassen des Ortskerns und sind frei zugänglich.
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    Museum von Guellala
    Museum

    4Museum von Guellala

    Das 2001 eröffnete Museum auf einer Anhöhe über dem Töpferdorf Guellala zeigt auf über 4.000 m² in mehreren Pavillons Alltag, Handwerk und Traditionen Djerbas. Vom Gelände blickst du über das Dorf bis zum Festland.
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    Museum für traditionelles Erbe
    Museum

    5Museum für traditionelles Erbe

    Das Museum in Houmt Souk ist in der ehemaligen Zaouïa Sidi Zitouni untergebracht und wurde 2008 um einen Neubau von rund 2.000 m² erweitert. Es widmet sich dem traditionellen Erbe der Insel.
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    Moschee Fadhloun
    Moschee

    6Moschee Fadhloun

    Die ibaditische Moschee an der Straße zwischen Houmt Souk und Midoun stammt möglicherweise aus dem 11. Jahrhundert. Sie gilt als Beispiel für die schlichten, wehrhaften Moscheen der Insel, die bei Angriffen auch als Zuflucht dienten.
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    Rundgänge in Djerba

    Kuratierte Spaziergänge zu den Highlights der Stadt, von erfahrenen Reisejournalisten zusammengestellt.

    Rundgang durch Houmt Souk

    Kurzer Spaziergang durch den Hauptort Djerbas: vom Volkskundemuseum über die Moscheen im Geschäftszentrum zur Festung Borj El Kebir und zum Fischereihafen. Knapp 2 Kilometer, gut zwei Stunden mit Besichtigungen.

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    Stopps (5)

    Restaurants in Djerba

    1

    Restaurant Haroun

    Restaurant direkt am Wasser beim Hafen von Houmt Souk, mit großer Terrasse. Auf der Karte stehen vor allem Fisch, Meeresfrüchte und tunesische Gerichte.
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    2

    Restaurant Dar Hassine

    Restaurant in einem ehemaligen tunesischen Wohnhaus in Houmt Souk. Bekannt für Couscous und gegrillten Fisch.
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    3

    Chez Hanini

    Einfaches Lokal beim Zentralmarkt von Houmt Souk mit djerbischer Küche wie Couscous und gegrilltem Fisch. Den Fisch kannst du auf dem Markt selbst kaufen und hier grillen lassen; Öffnungszeiten vorher prüfen.
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    4

    Chez Moktar

    Restaurant in Midoun mit farbenfroh dekoriertem Gastraum. Auf der Karte stehen tunesische Gerichte wie Couscous und Brik, dazu italienische Speisen.
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    5

    Le Petit Marin

    Restaurant an der Westküste nahe dem Strand von Sidi Jmour. Auf der Karte stehen djerbische Gerichte und Meeresfrüchte.
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    Essen und Trinken

    Die Küche Djerbas lebt vom Meer. Mittags isst du in Houmt Souk am günstigsten; wer Fisch ohne Strandhotel-Umfeld sucht, fährt nach Ajim.

    Rouz djerbi

    Das Inselgericht: gedämpfter, gewürzter Reis, oft mit Gemüse und Kichererbsen, manchmal mit Fisch oder Fleisch.

    Gegrillter Fisch

    Fisch des Tages, Calamari oder Couscous mit Fisch. Achte darauf, dass der Fisch auf Eis liegt.

    Fricassé und Brik

    Frittiertes Brot mit Thunfisch, Ei, Kartoffel und Harissa; Brik ist knuspriger Teig mit Ei.

    Markt von Houmt Souk

    Gemüse, Oliven, Harissa, Gewürze und Meeresfrüchte. Oliven und Öl darfst du vor dem Kauf probieren.

    Beste Reisezeit

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    Mai
    Juni
    September
    Oktober
    22–27°C·1–36 mm(wenig Regen)
    Im Mai und Juni sowie im September und Oktober liegen die Tageshöchstwerte im Schnitt zwischen 27 und 31 °C, das Meer hat 19 bis 27 °C. Juli und August sind mit Höchstwerten um 33 °C am heißesten.
    Djerba hat ein trockenes, mildes Klima. Von Mai bis August fällt kaum Regen, die meisten Niederschläge kommen von Oktober bis Dezember. Im Winter erreichen die Tageshöchstwerte 16 bis 18 °C, das Meer kühlt auf 15 bis 16 °C ab. Luft und Niederschlag: Institut National de la Météorologie, 1981–2010, nach Wikipedia.

    Saisons

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    MonatTemp (°C)Regen (mm)
    Januar12.927
    Februar13.714
    März15.816
    April18.312
    Mai21.85
    Juni25.21
    Juli27.80
    August28.71
    September26.720
    Oktober23.436
    November18.627
    Dezember14.541

    Kultur

    Welterbe einer Insel Die UNESCO hat Djerba 2023 als Zeugnis einer besonderen Siedlungsweise aufgenommen. Die Insel ist in Viertel (Houma) gegliedert, die aus verstreuten Gehöften (Menzel) bestehen und sich lange selbst versorgten. Glaubensgemeinschaften Auf Djerba lebt bis heute eine jüdische Gemeinde, vor allem in Erriadh und in Houmt Souk. Ihr Mittelpunkt ist die Synagoge La Ghriba, Ziel einer jährlichen Wallfahrt rund drei Wochen nach Pessach. Viele muslimische Djerbi gehören traditionell der ibaditischen Glaubensrichtung an. Davon zeugen die schlichten, weiß gekalkten Moscheen, die über die Insel verstreut liegen. Handwerk und Märkte Töpferei: In Guellala im Süden der Insel arbeiten bis heute zahlreiche Töpfer Souks: Textilien, Gewürze, Datteln, Keramik und Silberschmuck in Houmt Souk; Handeln ist üblich Street-Art: Seit 2014 gestalten internationale Künstler im Projekt Djerbahood die Hauswände von Erriadh

    Anreise und Unterwegs

    Anreise Flugzeug: Der Flughafen Djerba-Zarzis (DJE) liegt im Nordwesten der Insel. Direktflüge gibt es unter anderem ab Frankfurt und München, je nach Saison mit Tunisair, Nouvelair, Lufthansa, Discover oder TUIfly; prüfe die aktuellen Flugpläne. Tunisair Express verbindet Djerba mit Tunis Bus: Busse ab Tunis brauchen bis Djerba meist zehn Stunden oder länger, direkte Verbindungen sind selten Zug: Die Bahnstrecke endet in Gabès auf dem Festland. Weiter geht es mit Bus oder Louage Damm und Fähre Römerdamm: Im Südosten verbindet ein 7 km langer Damm bei El Kantara die Insel mit der Halbinsel Zarzis. Seine Ursprünge reichen in die Antike zurück Fähre Jorf-Ajim: Im Südwesten pendeln Autofähren zwischen Jorf auf dem Festland und Ajim. Die Überfahrt dauert nur wenige Minuten, im Sommer musst du aber oft über eine Stunde warten. Bei starkem Wind wird der Betrieb zeitweise eingestellt Unterwegs auf der Insel Taxi: Das wichtigste Verkehrsmittel. Vom Flughafen nach Houmt Souk ist es eine kurze Fahrt; achte darauf, dass das Taxameter läuft Fahrrad und Roller: Verleiher in Houmt Souk und Midoun; die Insel ist weitgehend flach Louages: Sammeltaxis fahren ab dem Louage-Bahnhof in Houmt Souk

    Unterkünfte in Djerba

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    1. 1
      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
      1234

      Rundreise

      12 Tage · 4 Stopps

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    2. 2

      Djerba-Reise

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      • 1Synagoge La Ghriba3 Tage
      • 2Borj El Kebir4 Tage
      • 3Djerbahood5 Tage
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      Djerba
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    In der Umgebung

    Djerba & der Südosten

    Djerba & der Südosten

    Der Südosten Tunesiens verbindet die flache Insel Djerba im Golf von Gabès mit dem kargen Bergland um Matmata, rund 40 km südwestlich von Gabès. Du kommst wegen der Strände Djerbas und ihrer Dörfer, deren Siedlungsweise seit 2023 UNESCO-Welterbe ist, und wegen der in den Boden gegrabenen Höhlenwohnungen der Berber. Djerba hat einen eigenen internationalen Flughafen und ist die übliche Basis für die Region.
    Gabès

    Gabès

    Gabès ist die Hafenstadt am Golf von Gabès im Südosten Tunesiens, rund 400 Kilometer südlich von Tunis auf dem Festland westlich von Djerba. Du kommst wegen der Palmenoase direkt am Meer, die als einzige Küstenoase des Mittelmeers gilt, und wegen des Henna-Markts im Viertel Jara. Die Stadt hat gut 100.000 Einwohner und ist Endpunkt der Bahnlinie aus Tunis, damit auch Ausgangspunkt für Matmata. Sehenswert sind die Altviertel Jara und Menzel, das Mausoleum des Stadtheiligen Sidi Boulbaba und die Teiloase Chenini.
    Matmata

    Matmata

    Matmata ist ein Berberdorf auf rund 600 m Höhe, 40 km südwestlich von Gabès im Süden Tunesiens. Du fährst hin, um die Wohnungen zu sehen, die rund um einen tiefen Hof in den Boden gegraben wurden, darunter das Hotel Sidi Driss, Drehort von „Star Wars“. Der alte Ort ist klein und gut zu Fuß zu erkunden. Neu-Matmata, der heutige Hauptort, liegt rund 15 km entfernt.
    Kerkennah-Inseln

    Kerkennah-Inseln

    Die Kerkennah-Inseln liegen im Golf von Gabès vor Sfax und mit der Fähre ab Sfax erreichbar. Das flache Archipel ist ein ruhiges Ziel abseits der großen Badeorte und bekannt für die Charfia-Fischerei, die seit 2020 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO gehört.Die beiden Hauptinseln Gharbi und Chergui umfassen zusammen rund 160 Quadratkilometer, auf ihnen leben rund 15.400 Menschen (Zensus 2024). Größter Ort ist Remla auf Chergui, Sandstrände gibt es vor allem um Sidi Fredj.
    Sfax

    Sfax

    Sfax ist mit rund 274.000 Einwohnern (Zensus 2024) die zweitgrößte Stadt Tunesiens und liegt etwa 270 Kilometer südöstlich von Tunis am Golf von Gabès. Ihre Medina ist bis heute vollständig von der rund 2,75 Kilometer langen Stadtmauer mit 69 Türmen umschlossen und kaum touristisch.Sfax ist eine Handels- und Hafenstadt: Ihr Hafen gehört zu den wichtigsten Fischereihäfen des Landes, und aus der Umgebung stammen rund 40 Prozent des tunesischen Olivenöls. Die Altstadt mit Großer Moschee, Kasbah und Dar Jellouli erkundest du zu Fuß, vom Hafen legen die Fähren zu den Kerkennah-Inseln ab.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Unsplash, Pexels, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI