Neukölln
Neukölln hieß bis 1912 Rixdorf: Eine Urkunde von 1360 nennt das Dorf, 1737 ließ Friedrich Wilhelm I. böhmische Glaubensflüchtlinge ansiedeln, die Böhmisch-Rixdorf gründeten. 1899 wurde Rixdorf Stadt, 1920 kam Neukölln zu Groß-Berlin, nach dem Krieg gehörte es zu West-Berlin. Der dicht bebaute Norden mit seinen Gründerzeitvierteln ist heute bunt gemischt, Mitte 2021 hatte fast die Hälfte der Bewohner eine Migrationsgeschichte aus 155 Ländern.Du bummelst über Sonnenallee und Karl-Marx-Straße, entdeckst rund um den Richardplatz das alte Rixdorf mit Schmiede und Bethlehemskirche und steigst in den tiefer gelegenen Körnerpark hinab. Im Reuterkiez, den Berliner Kreuzkölln nennen, und im Schillerkiez haben seit den 2000er Jahren viele Bars und Cafés eröffnet, gleich nebenan lockt das weite Tempelhofer Feld. Am U-Bahnhof Hermannplatz kreuzen sich die Linien U7 und U8, außerdem verkehren im Ortsteil die S-Bahn-Linien S41, S42, S45, S46 und S47.