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    Edinburgh

    Edinburgh

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    5. Edinburgh
    Edinburgh ist auf erloschenem Vulkangestein gebaut. Ein Gletscher schliff sich an dem harten Basaltpfropfen, auf dem heute die Burg steht, und ließ dahinter einen langgezogenen Rücken stehen. Genau auf diesem Rücken liegt die Royal Mile, und diese Geologie erklärt den gesamten Grundriss der Altstadt: Die Gassen, die Closes, fallen steil zu beiden Seiten ab.Die Stadt zerfällt in zwei gegensätzliche Hälften. Die Old Town ist mittelalterlich dicht, mit bis zu elf Stockwerke hohen Mietshäusern, die im 17. Jahrhundert zu den höchsten Gebäuden Europas zählten. Die New Town nördlich davon entstand ab 1767 nach dem Rasterplan des damals 26-jährigen James Craig und gilt als das größte zusammenhängende georgianische Stadtviertel der Welt. Beide zusammen stehen seit 1995 auf der Welterbeliste.Im August verwandelt sich Edinburgh durch das Fringe, das größte Kulturfestival der Welt, in eine völlig andere Stadt: Die Einwohnerzahl verdoppelt sich, jeder Raum wird zur Bühne, und Unterkünfte kosten ein Vielfaches. Wer die Stadt ruhiger erleben will, kommt im Mai oder September.
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    Orte in Edinburgh

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    Sehenswürdigkeiten in Edinburgh

    Edinburgh Castle

    1Edinburgh Castle

    Edinburgh Castle sitzt auf dem Basaltpfropfen eines erloschenen Vulkans, 80 Meter über der Stadt und an drei Seiten von senkrechten Wänden geschützt. Der Fels ist seit mindestens der Eisenzeit besiedelt, damit gilt er als einer der am längsten durchgehend genutzten Orte Schottlands. Die Burg wurde in ihrer Geschichte mindestens 26-mal belagert.Ältester Bau ist die winzige St Margaret's Chapel aus dem frühen 12. Jahrhundert. In der Crown Room liegen die schottischen Kronjuwelen und der Stone of Destiny, auf dem schottische Könige gekrönt wurden und der erst 1996 aus London zurückkehrte. Seit 1861 wird täglich außer sonntags um 13 Uhr die One O'Clock Gun abgefeuert, ursprünglich als Zeitzeichen für die Schiffe im Firth of Forth.
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    Arthur's Seat

    2Arthur's Seat

    Arthur's Seat ist mit 251 Metern der höchste Punkt Edinburghs und der Rest eines Vulkans, der vor rund 340 Millionen Jahren aktiv war. Er liegt im Holyrood Park, einem 260 Hektar großen Gelände mitten in der Stadt, das vom Palast aus in wenigen Minuten erreichbar ist.Der Aufstieg dauert je nach Route 30 bis 60 Minuten und ist ohne Ausrüstung machbar, oben aber steinig und windig. Von der Kuppe siehst du die Altstadt, den Firth of Forth und bei klarer Luft bis zu den Highlands. Die Salisbury Crags an der Westflanke sind ein Stück Wissenschaftsgeschichte: James Hutton leitete hier im 18. Jahrhundert aus den Gesteinsschichten ab, dass die Erde weit älter sein muss als damals angenommen, und begründete damit die moderne Geologie.
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    Royal Mile

    3Royal Mile

    Die Royal Mile ist die Achse der Altstadt und verbindet auf einer schottischen Meile die Burg mit dem Palace of Holyroodhouse. Sie besteht aus vier hintereinanderliegenden Straßen und folgt exakt dem Gletscherrücken hinter dem Burgfelsen, weshalb sie durchgehend leicht abfällt.Interessanter als die Hauptstraße sind die Closes, die schmalen Gassen und Treppen, die zu beiden Seiten steil abgehen. Mary King's Close ist ein ganzer Straßenzug des 17. Jahrhunderts, der beim Bau der Royal Exchange überbaut wurde und unterirdisch erhalten blieb. An der Mile liegen außerdem die St Giles' Cathedral mit ihrem Kronenturm, das moderne schottische Parlament von Enric Miralles und das Museum of Edinburgh.
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    Palace of Holyroodhouse

    4Palace of Holyroodhouse

    Der Palace of Holyroodhouse am unteren Ende der Royal Mile ist die offizielle schottische Residenz des Monarchen. Er entstand aus dem Gästehaus der Holyrood Abbey, deren gotische Ruine unmittelbar daneben steht.Der prägende Teil der Geschichte fällt in die Regierungszeit Maria Stuarts, die hier von 1561 bis 1567 lebte. In ihren Gemächern im Nordwestturm wurde 1566 ihr Sekretär David Rizzio vor ihren Augen von Verschwörern erstochen, angeführt von ihrem Ehemann Darnley. Die Räume sind zugänglich und zeigen die enge, wehrhafte Wohnsituation des 16. Jahrhunderts. Die Great Gallery hängt voller Porträts schottischer Könige, die ein Maler im 17. Jahrhundert überwiegend erfand. Bei königlichen Aufenthalten ist der Palast geschlossen.
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    Glasgow

    Glasgow

    Glasgow ist Schottlands größte Stadt und das Gegenstück zu Edinburgh: weniger hübsch, deutlich lauter, mit einem Selbstbewusstsein, das aus seiner Industriegeschichte stammt. Am Clyde wurde im 19. Jahrhundert rund ein Fünftel aller Schiffe der Welt gebaut. Der Niedergang ab den 1960er Jahren traf die Stadt hart.Was blieb, ist eine Substanz aus rotem und blondem Sandstein, die den viktorianischen Reichtum zeigt, und eine Kulturszene, die aus dem Strukturbruch entstanden ist. Glasgow trägt seit 2008 den UNESCO-Titel City of Music, an manchen Abenden laufen über hundert Livekonzerte. Prägend für das Stadtbild ist Charles Rennie Mackintosh, dessen Jugendstilbauten zwischen Schottischem, Japanischem und Moderne vermitteln.Der lokale Dialekt, das Glasgow Patter, ist auch für geübte Englischsprecher eine Hürde. Die Stadt gilt als die freundlichste Großbritanniens, was Besucher meist schon am Bahnhof merken.
    Schottland

    Schottland

    Schottland nimmt das nördliche Drittel der Insel Großbritannien ein und ist seit 1707 mit England in einer Union verbunden, hat aber eigenes Recht, eigenes Bildungssystem, eigene Banknoten und seit 1999 ein eigenes Parlament. Wer aus England kommt, merkt den Unterschied schon an der Sprache: Neben Englisch werden Scots und im Nordwesten Schottisch-Gälisch gesprochen.Drei LandschaftenDer Süden besteht aus den sanften Southern Uplands mit Schafweiden und Klosterruinen. Darüber liegt der Central Belt, das dicht besiedelte Band zwischen Edinburgh und Glasgow, in dem drei Viertel der Bevölkerung leben. Nördlich der Highland Boundary Fault beginnen die Highlands: eiszeitlich ausgeschliffene Täler, lange schmale Seen und Berge, die trotz bescheidener Höhe alpine Bedingungen bieten, weil die Vegetationsgrenze hier bei rund 600 Metern liegt. Dazu kommen fast 800 Inseln, von denen etwa 90 bewohnt sind.Wetter statt KlimaDer Golfstrom hält die Winter mild, der Atlantik sorgt für Wechselhaftigkeit. An der Westküste fallen mancherorts über 3.000 Millimeter Niederschlag im Jahr, im Osten um Aberdeen weniger als 700. Die beste Zeit für die Highlands liegt im Mai und Juni sowie im September: lange Tage, vergleichsweise trockenes Wetter und keine Mücken. Die Midges, winzige stechende Kriebelmücken, machen windstille Abende zwischen Juni und August im Westen zur Geduldsprobe.Zugang zum LandDer Land Reform Act von 2003 gibt dir ein weitreichendes Zutrittsrecht zu unbebautem Land, einschließlich Wildcampen für ein bis zwei Nächte. Das unterscheidet Schottland grundlegend von England und Wales. Verbunden ist es mit dem Scottish Outdoor Access Code, der verantwortliches Verhalten verlangt: keine Feuer auf Torfboden, Abstand zu Häusern, alles wieder mitnehmen.
    Cairngorms Nationalpark

    Cairngorms Nationalpark

    Der Cairngorms Nationalpark ist mit 4.528 Quadratkilometern der größte Nationalpark Großbritanniens, etwa doppelt so groß wie das Saarland. Sein Kern ist ein Granitplateau, auf dem fünf der sechs höchsten Berge Schottlands liegen. Die Hochfläche trägt subarktische Tundra, die einzige nennenswerte Fläche dieser Art auf den Britischen Inseln, und in geschützten Mulden hält sich der Schnee mancherorts bis in den Hochsommer.Am Rand liegen die letzten größeren Bestände des Caledonian Forest, des ursprünglichen schottischen Kiefernwalds, der einmal weite Teile der Highlands bedeckte und heute auf wenige Prozent seiner Fläche geschrumpft ist. Hier leben Auerhuhn, Schneehuhn, Schottisches Kreuzschnabel und die einzige frei lebende Rentierherde Großbritanniens, die 1952 wiederangesiedelt wurde.Das Wetter auf dem Plateau ist das rauste des Landes; auf dem Cairn Gorm wurden Windgeschwindigkeiten über 280 km/h gemessen. Wer hinauf will, braucht Winterausrüstung und Navigationskenntnisse, auch im Frühjahr. In den Tälern ist der Park dagegen unkompliziert: Aviemore, Braemar und das Speyside mit seinen Whiskybrennereien sind ganzjährig gut erreichbar.
    Glencoe & Fort William

    Glencoe & Fort William

    Glencoe ist das bekannteste Tal der Highlands, ein von Gletschern ausgeräumter Trog, dessen Flanken fast senkrecht aufsteigen. Der Untergrund ist der Rest eines kollabierten Vulkans aus dem Devon, die Three Sisters an der Südseite sind Reste seines Kraterrands. Die A82 führt mitten hindurch, was das Tal auch ohne Wanderung zugänglich macht.Der Name ist in Schottland untrennbar mit dem Massaker von 1692 verbunden, als Soldaten der Campbells 38 Angehörige des Clans MacDonald töteten, nachdem sie zwölf Tage bei ihnen einquartiert gewesen waren. Der Bruch des Gastrechts wog schwerer als die Tat selbst und prägt die Erinnerung bis heute.Fort William am Nordende des Tals ist der praktische Stützpunkt der Region: Endpunkt des West Highland Way, Ausgangspunkt für den Ben Nevis und Bahnhof der Strecke nach Mallaig, die über das Glenfinnan-Viadukt führt. Der Ort selbst ist funktional, nicht schön.
    Keswick

    Keswick

    Keswick, eine lebendige Marktstadt im Herzen des Lake District, ist der ideale Ausgangspunkt, um die dramatische Landschaft Nordwestenglands zu erkunden. Du findest hier eine reiche Geschichte, die sich in der viktorianischen Architektur und der historischen Moot Hall widerspiegelt, dem Zentrum des traditionellen Wochenmarktes. Die Stadt liegt direkt am Ufer des malerischen Derwentwater Sees, der zu Bootsfahrten und Uferspaziergängen einlädt. Für Wanderer bietet sich der nahegelegene Catbells-Gipfel an, der eine moderate Herausforderung mit spektakulären Ausblicken über den See und die umliegenden Fells bietet. Kulturell prägend ist das Theatre by the Lake und die literarische Verbindung zu den Lake Poets, deren Werke von dieser einzigartigen Natur inspiriert wurden. Besuche unbedingt den prähistorischen Steinkreis von Castlerigg östlich der Stadt, um einen Eindruck von der langen Besiedlungsgeschichte der Region zu gewinnen. Die besten Monate für Outdoor-Aktivitäten sind Mai bis September, wobei ein frühmorgendlicher Start dir die beliebtesten Wanderwege mit mehr Ruhe sichert.