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    Karpathos

    Griechenland

    Karpathos

    Stadt

    Karpathos liegt zwischen Kreta und Rhodos weit abseits der üblichen Fährrouten und hat deshalb behalten, was anderswo verschwunden ist: ein Bergdorf, in dem ältere Frauen im Alltag Tracht tragen und ein eigener Dialekt gesprochen wird.

    von Felix Gillen

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    Karpathos liegt zwischen Kreta und Rhodos weit abseits der üblichen Fährrouten und hat deshalb behalten, was anderswo verschwunden ist: ein Bergdorf, in dem ältere Frauen im Alltag Tracht tragen und ein eigener Dialekt gesprochen wird.Der Rest der Insel besteht aus einem langen Gebirgsrücken, Buchten ohne Zufahrt und einer Surfbucht im Süden, in der der Meltemi im Sommer verlässlich weht. Wer herkommt, tut das wegen der Abgeschiedenheit.

    Sehenswürdigkeiten in Karpathos

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Menetes

    1Menetes

    Das Bergdorf liegt auf rund 350 Metern über Pigadia an der Straße zum Flughafen und ist an einen Felshang gebaut. Die Häuser haben bemalte Fassaden und schmale Balkone, in der Mitte steht die Kirche Panagia Eleftherotria mit Blick über den Süden der Insel. Ein kleines Volkskundemuseum zeigt die Einrichtung eines traditionellen Wohnraums. Von hier führen Wanderwege nach Arkasa an die Westküste.
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    2Strand Kamarakia

    Die kleine Bucht an der Westküste bei Lefkos besteht aus mehreren Sandflächen zwischen ausgewaschenen Kalkfelsen, die natürliche Torbögen bilden. Das Wasser ist flach und klar, der Untergrund wechselt zwischen Sand und Fels. Schatten spenden nur die Felsen selbst, Infrastruktur gibt es keine. Bei Westwind ist die Bucht ungeschützt.
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    Basilika Agia Fotini

    3Basilika Agia Fotini

    Am nördlichen Ortsrand von Pigadia liegen direkt an der Straße nach Aperi und Olympos die Reste einer frühchristlichen Basilika aus dem 5. oder 6. Jahrhundert. Erhalten sind Marmorsäulen, Türrahmen und Bauteile mit frühchristlichem Reliefschmuck. In der Umgebung lag die antike Stadt Potidaion, eine der wichtigsten Siedlungen der Insel. Das Gelände ist eingezäunt, aber frei zugänglich und in wenigen Minuten besichtigt, abends sind die Ruinen beleuchtet.
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    Olympos

    4Olympos

    Das Dorf im Norden zieht sich als schmales Band über einen Bergkamm, die Häuser stehen mit dem Rücken zum Wind. Lange führte keine Straße hierher, was Tracht, Dialekt und Bauweise erhalten hat. Auf dem Kamm stehen mehrere alte Windmühlen. Wer die Straße von Pigadia nimmt, sollte gut zwei Stunden einplanen.
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    Apella

    5Apella

    Die Bucht an der Ostküste zählt zu den bekanntesten Stränden der Insel: heller Kies, steil abfallendes Wasser und ein Kiefernhang dahinter. Eine Stichstraße führt von der Hauptstraße hinunter, von deren Ende noch ein kurzer Fußweg bleibt. Eine einfache Taverne versorgt Besucher, sonst gibt es nichts. Bei Nordwind rollt Schwell in die Bucht.
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    Diafani

    6Diafani

    Der kleine Hafen im Norden ist der Zugang zu Olympos und der einzige Ort an dieser Küste. Von Pigadia legt im Sommer täglich ein Ausflugsboot an, daneben halten die Fähren nach Rhodos und Kreta. Von Diafani starten die Wanderwege nach Olympos, Vroukounta und Avlona, alte Pfade mit Steinmarkierungen. Der Ort selbst besteht aus einer Uferstraße mit Tavernen.
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    Essen & Trinken

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    Panorama Cafe Bar

    Café-Bar an der Inselstraße bei Pyles im Westen der Insel. Es gibt Kaffee, Getränke und kleine Snacks für eine Pause auf der Fahrt durch die Bergdörfer.
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    Mezzaria (Othos)

    Restaurant im Bergdorf Othos an der Straße nach Pyles, einem der höchstgelegenen Dörfer der Insel. Serviert werden Mezedes und Gerichte der karpathischen Küche. Othos ist für seinen dunklen Rotwein bekannt, der in den Dorflokalen offen ausgeschenkt wird.
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    Stacey's Yum-Me Kitchen

    Kleines Restaurant im Hauptort Pigadia nahe dem Hafen. Die Küche bietet griechische Gerichte und kleine Teller zum Teilen.
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    Taverna Parthenon (Arkasa)

    Taverne im Dorf Arkasa an der Südwestküste der Insel. Auf der Karte stehen griechische Klassiker, Fisch und Gerichte der Inselküche wie Makarounes.
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    Essen und Trinken auf Karpathos

    Die Küche von Karpathos ist Selbstversorgerküche geblieben: wenig Fisch, viel Ziege, Nudeln aus der Hand und Brot aus dem gemeinschaftlichen Holzofen.
    Makarounes

    Makarounes

    Handgerollte Nudeln aus Mehl, Wasser und Salz, die um einen Stab gedreht werden, serviert mit gerösteten Zwiebeln und lokalem Frischkäse. Es ist das bekannteste Gericht der Insel und steht in jeder Taverne auf der Karte. In Olympos und Diafani wird der Teig oft noch am Tisch gerollt.

    Brot aus Olympos

    In Olympos backen mehrere Häuser noch im Holzofen, teils auf Bestellung für das ganze Dorf. Das Sauerteigbrot hält lange und wird in dicken Scheiben zu allem gereicht. Dazu kommen Zwieback und Kräutergebäck, die es in der Bäckerei am Ortseingang gibt.

    Ziege und Lamm

    Fleisch kommt fast ausschließlich von den freilaufenden Ziegen und Schafen der Insel. Zubereitet wird es geschmort mit Kräutern oder als Ofengericht mit Kartoffeln, an Feiertagen im Ganzen. Fisch ist auf Karpathos dagegen teurer und seltener als auf anderen Inseln.

    Siserino und lokaler Käse

    Siserino ist in Öl eingelegtes Schweinefleisch, das ohne Kühlung haltbar ist und als Meze gereicht wird. Dazu kommen der Frischkäse Myzithra und ein harter, salziger Schafskäse aus den Bergdörfern. Beides verkaufen die kleinen Läden in Aperi und Othos.

    Wein aus Othos

    Im Bergdorf Othos wird seit Generationen in Familienbetrieben Wein gekeltert, ein kräftiger, dunkler Roter, der kaum die Insel verlässt. Ausgeschenkt wird er offen in den Dorftavernen. Ein kleines Weinmuseum im Ort zeigt die alten Pressen.

    Kultur und Geschichte auf Karpathos

    Olympos und sein DialektKarpathos liegt seit jeher am Rand: zu weit von Rhodos für enge Verwaltung, zu klein für eigene Macht. Das hat den Norden konserviert. In Olympos, einem Dorf auf einem Kamm über der Nordwestküste, hat sich wegen der Abgeschiedenheit ein eigener Dialekt gehalten, in dem Sprachwissenschaftler alte Laute und Wörter erkennen, die im übrigen Griechenland verschwunden sind. Ältere Frauen tragen dort bis heute die traditionelle Tracht mit bestickter Schürze und Kopftuch. Nach altem Brauch erbte die älteste Tochter Haus und Land der Mutter, was in Griechenland ungewöhnlich ist.Auswanderung, Musik und FesteIm 20. Jahrhundert, besonders in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg, wanderten viele Karpathioten an die Ostküste der USA aus und schickten Geld zurück, das neue Häuser in Pigadia und Aperi finanzierte. Viele kehren im Sommer zurück, weshalb die Insel im August voller ist, als es die Touristenzahlen vermuten lassen.PanigiriaDie Kirchweihfeste dauern hier oft bis in den Morgen: Gespielt wird mit Lyra, Laute und Dudelsack, dazu werden Mantinades gesungen, improvisierte Zweizeiler, die sich die Sänger reihum zuwerfen. Das bekannteste Fest ist Ostern in Olympos.

    Vor Ort unterwegs

    Ein Gebirge, eine StraßeKarpathos ist lang und schmal, und die Straße in den Norden folgt dem Gebirgsrücken mit vielen Kurven. Für die Strecke von Pigadia nach Olympos brauchst du gut zwei Stunden. Der Inselbus verbindet Pigadia mit den Bergdörfern im Süden und den Stränden von Amopi, meist nur wenige Male am Tag und außerhalb der Saison kaum. In den Norden ist das Angebot dünn, frag den aktuellen Fahrplan in Pigadia nach. Ein Mietwagen ist auf dieser Insel die praktischste Lösung, buche ihn im Sommer vor der Anreise.Boot statt AutoMehrere Küstenabschnitte haben keine Straße. Die Buchten Apella, Kyra Panagia und Achata liegen an Stichstraßen mit steiler, enger Anfahrt, einige Buchten im Norden sind nur per Boot erreichbar. Von Pigadia fährt im Sommer täglich ein Ausflugsboot nach Diafani, bei starkem Meltemi fällt es aus.FlughafenDer Flughafen liegt im Süden bei Afiartis, rund 15 Kilometer von Pigadia. Taxis warten bei den Ankünften. Tanke vor der Fahrt in den Norden voll, dort gibt es kaum Versorgung.

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      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
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      12 Tage · 4 Stopps

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    In der Umgebung

    Vai

    Vai

    Vai liegt an der Nordostspitze Kretas und ist kein Dorf, sondern ein Strand mit einem Palmenhain dahinter. Mehrere tausend Kretische Dattelpalmen wachsen hier in einem schmalen Tal, das seit den 1980er Jahren unter Schutz steht. Wer bleibt, wohnt in Palekastro oder Sitia und kommt für den Tag.
    Lindos

    Lindos

    Lindos liegt an der Ostküste von Rhodos, rund 40 Kilometer südlich der Inselhauptstadt, unterhalb eines Felsens mit antiker Akropolis und Johanniterburg. Weiße Häuser, Kieselmosaike in den Höfen und enge Gassen prägen den Ort, dessen Zentrum für Fahrzeuge gesperrt ist. Unterhalb liegen der Hauptstrand und die kleine Paulusbucht.
    Symi

    Symi

    Symi liegt nördlich von Rhodos nah an der türkischen Küste und ist bekannt für seinen Hafenort Gialos, dessen neoklassizistische Häuser in Ocker, Rosa und Blau sich die Hänge hinaufziehen. Restaurierungen unterliegen den Vorgaben des staatlichen Archäologischen Dienstes, deshalb wirkt das Ortsbild bis heute geschlossen.Bezahlt wurde die Stadt mit Schwammtaucherei und Schiffbau, die die Insel im 19. Jahrhundert reich machten und auf mehr als 20000 Einwohner anwachsen ließen. Heute leben hier rund 2600 Menschen. Tagsüber kommen viele Ausflugsboote aus Rhodos, abends wird es deutlich ruhiger.
    Agios Nikolaos

    Agios Nikolaos

    Agios Nikolaos ist die Hauptstadt des Regionalbezirks Lasithi im Osten Kretas und liegt an der Mirabello-Bucht. Mittelpunkt der Stadt ist der kleine, tiefe Voulismeni-See, der über einen Kanal mit dem Hafen verbunden ist. Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für Spinalonga, Elounda und die Dörfer der Umgebung.
    Dodekanes

    Dodekanes

    Der Dodekanes liegt als lange Inselkette vor der türkischen Küste und kam erst mit dem Pariser Friedensvertrag von 1947 zu Griechenland. Länger als anderswo prägten hier Johanniter, Osmanen und Italiener das Bild, deshalb hat die Bauweise mit den weißen Würfelhäusern der Kykladen wenig zu tun: Ritterburgen, Moscheen, Klosterfestungen und italienische Verwaltungsbauten.Die Gruppe reicht von Rhodos, der mit Abstand größten und belebtesten Insel, bis zu Eilanden mit wenigen hundert Bewohnern. Wer kommt, findet Badeorte, antike Stätten und stille Hafendörfer oft nur eine Fährstunde voneinander entfernt.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Unsplash, Pexels. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI