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    Santorini (Thira)

    Griechenland

    Santorini (Thira)

    StadtKultur

    Santorini, offiziell Thira, ist der Rest eines Vulkans im Süden der Kykladen. Die Insel umschließt halbmondförmig eine überflutete Caldera, deren heutige Form der große Ausbruch in der Bronzezeit mitgeprägt hat.

    von Felix Gillen

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    5. Santorini (Thira)
    Santorini, offiziell Thira, ist der Rest eines Vulkans im Süden der Kykladen. Die Insel umschließt halbmondförmig eine überflutete Caldera, deren heutige Form der große Ausbruch in der Bronzezeit mitgeprägt hat. Auf der Kante der bis zu rund 300 Meter hohen Steilwand liegen die Orte Fira, Imerovigli und Oia. Die Asche dieses Ausbruchs begrub die Siedlung Akrotiri, die heute ausgegraben unter einem Schutzdach liegt. Die Insel ist im Sommer sehr voll, reise wenn möglich im April, Mai oder Oktober.

    Sehenswürdigkeiten in Santorini (Thira)

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Fira und der Kraterrand

    1Fira und der Kraterrand

    Der Hauptort liegt 260 Meter über dem Wasser auf der Abbruchkante der Caldera. Vom Alten Hafen führen 588 Stufen hinauf, daneben eine Seilbahn; der Ritt auf den Maultieren ist aus Tierschutzgründen umstritten. Sehenswert sind das Prähistorische Museum mit den Funden aus Akrotiri und die orthodoxe Kathedrale. Wenn Kreuzfahrtschiffe ankern, ist die Hauptgasse mittags kaum passierbar.
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    Oia

    2Oia

    Der Ort an der Nordspitze zeigt das bekannte Bild der Insel: weiße Würfelhäuser, blaue Kuppeln und die Ruine der Burg Agios Nikolaos über dem Kraterrand. Zum Sonnenuntergang ist es an der Burg sehr voll, komm früh oder such dir einen Platz abseits. Vom Ort führen rund 300 Stufen hinunter zur Bucht Ammoudi mit ihren Fischtavernen. Am frühen Morgen sind die Gassen fast leer.
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    Ausgrabungsstätte Akrotiri

    3Ausgrabungsstätte Akrotiri

    Die bronzezeitliche Stadt wurde beim Ausbruch um 1600 v. Chr. unter Asche begraben und dadurch konserviert, mit mehrstöckigen Häusern, Straßenzügen und einem Abwassersystem. Anders als in Pompeji wurden keine Toten gefunden, die Bewohner konnten offenbar rechtzeitig fliehen. Ein Schutzdach überspannt heute das gesamte Gelände, sodass der Besuch auch bei Mittagshitze möglich ist. Die berühmten Fresken stehen in Athen und Fira.
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    Roter Strand bei Akrotiri

    4Roter Strand bei Akrotiri

    Rostrote Lavaklippen fallen hier auf einen Strand aus dunkelrotem Kies und Sand ab. Der Fußweg über die Felsen ist wegen Steinschlaggefahr immer wieder gesperrt, achte auf die Schilder. Sicherer ist die Anfahrt per Boot ab Akrotiri, vom Aussichtspunkt oberhalb siehst du die Bucht auch ohne Abstieg.
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    Pyrgos und das Kloster Profitis Ilias

    5Pyrgos und das Kloster Profitis Ilias

    Das Dorf im Inselinneren war bis 1800 die Hauptstadt Santorinis und staffelt sich um eine venezianische Burgruine. Oberhalb liegt auf dem höchsten Punkt der Insel das Kloster Profitis Ilias mit Blick über beide Küsten. Deutlich ruhiger als der Kraterrand und ein guter Ausgangspunkt für die Weingüter ringsum.
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    Perissa und Perivolos

    6Perissa und Perivolos

    An der Südostküste zieht sich ein mehrere Kilometer langer Strand aus schwarzem Vulkankies, überragt vom Felsmassiv Mesa Vouno. Der Kies heizt sich stark auf, Badeschuhe sind sinnvoll. Strandbars, Tauchbasen und Wassersport machen den Abschnitt zur Gegenwelt des Kraterrands, die Preise liegen deutlich darunter.
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    Rundgänge in Santorini (Thira)

    Kuratierte Spaziergänge zu den Highlights der Stadt, von erfahrenen Reisejournalisten zusammengestellt.

    Oias Magie: Sonnenuntergang, Kunst & Kykladische Architektur

    Erleben Sie auf diesem Spaziergang die unvergleichliche Schönheit von Oia, einem der malerischsten Dörfer Santorinis. Tauchen Sie ein in die einzigartige kykladische Architektur, schlendern Sie durch charmante Gassen voller Kunstgalerien und genießen Sie die atemberaubenden Ausblicke auf die Caldera, die in einem der berühmtesten Sonnenuntergänge der Welt kulminieren.

    ~2 Std. 30 Min.
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    Stopps (6)

    Essen & Trinken

    1

    Oia Oenosart

    Das Weinrestaurant in Oia an der Argonauton-Straße belegt eine restaurierte Kanava, einen Weinkeller aus dem 18. Jahrhundert, mit Garten und wechselnden Kunstausstellungen. Die Karte führt rund 250 Weine, vor allem von Santorin, viele davon glasweise. Dazu gibt es griechisch-mediterrane Küche mit Fisch, Fleisch und vegetarischen Gerichten.
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    2

    Petrosia

    Das Familienrestaurant in Oia öffnete 1948 als einfache Taverne und liegt am Kraterrand mit Blick über die Caldera. Die Küche verbindet santorinische Rezepte der Familie mit mediterranen Einflüssen, ein Teil der Zutaten stammt aus eigener Produktion.
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    3

    Flora

    Das Café-Restaurant in Oia hat eine Terrasse mit Blick auf die Caldera. Morgens gibt es Sandwiches, Waffeln und frische Säfte, später leichte mediterrane Gerichte, Weine von Santorin und Cocktails. Geöffnet ist vom Frühstück bis spät in den Abend.
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    4

    Hungry Donkey

    Der Imbiss in Oia serviert Crêpes, Omeletts, Pancakes und Burger, zum Mitnehmen oder an einfachen Tischen. Eine Adresse für eine schnelle Mahlzeit zwischen den Aussichtspunkten.
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    Essen & Trinken

    Auf vulkanischem Boden ohne nennenswerten Regen wächst wenig, aber das Wenige ist besonders. Die Inselküche lebt von drei Produkten, die es so nur hier gibt, und von einem Weißwein, der inzwischen weltweit gesucht wird.
    Assyrtiko

    Assyrtiko

    Die weiße Rebsorte wird in bodennahen Korbgeflechten gezogen, die die Trauben vor Wind und Sonne schützen und Feuchtigkeit aus dem Nebel ziehen. Das Ergebnis ist ein trockener, salzig-mineralischer Wein mit hoher Säure. Mehrere Güter zwischen Pyrgos und Megalochori bieten Verkostungen an.
    Fava Santorinis

    Fava Santorinis

    Ein Püree aus der Platterbse, nicht aus Saubohnen, wie der Name nahelegt. Serviert wird es lauwarm mit Olivenöl, roten Zwiebeln und Kapern. Die Sorte der Insel trägt eine geschützte Ursprungsbezeichnung.
    Tomatenküchlein

    Tomatenküchlein

    Die kleinen, konzentriert schmeckenden Santorini-Tomaten werden zu Domatokeftedes verarbeitet, in Öl gebackenen Küchlein mit Minze und Zwiebeln. Im Tomatenindustriemuseum in Vlychada kannst du die Geschichte des Anbaus nachvollziehen.

    Weiße Aubergine und Kapern

    Die hellhäutige Aubergine der Insel ist milder und weniger bitter als übliche Sorten, Kapernblätter werden eingelegt und als Salat gereicht. Beides findest du auf den Karten ambitionierter Lokale abseits der Caldera.

    Essen mit und ohne Aussicht

    Ein Tisch am Kraterrand kostet Aufschlag, unabhängig von der Küche. Die besseren Adressen liegen oft eine Gasse hinter der Kante oder in Dörfern wie Megalochori, Emporio und Exo Gonia.

    Geschichte und Kultur

    In der Bronzezeit war Akrotiri im Süden der Insel eine wohlhabende Hafenstadt mit mehrstöckigen Häusern, Abwasserkanälen und Wandmalereien, eng verbunden mit dem minoischen Kreta. Um 1600 v. Chr. begrub ein gewaltiger Vulkanausbruch die Stadt unter Asche. Weil kaum Skelette gefunden wurden, gehen Archäologen davon aus, dass die Bewohner vorher fliehen konnten.Antike bis NeuzeitSpäter siedelten Dorer auf der Insel, ihre Hauptstadt Alt-Thira lag auf dem Bergrücken über Kamari. Den Namen Santorini gaben venezianische Herrscher nach der Kapelle der heiligen Irene. Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert entstanden befestigte Dörfer (Kastelia) wie in Pyrgos und Oia.Bauen und WeinViele Häuser an der Caldera sind als Yposkafa in den weichen vulkanischen Fels gegraben und bleiben so im Sommer kühl. Die Rebsorte Assyrtiko wächst auf Bimsöden ohne Bewässerung, die Reben werden zu flachen Körben (Kouloura) geflochten, die die Trauben vor Wind schützen. Aus getrockneten Trauben entsteht der süße Vinsanto. Ein Erdbeben 1956 zerstörte große Teile der Orte, viele Häuser wurden danach neu aufgebaut.

    Vor Ort unterwegs

    AnreiseDer Flughafen liegt an der Ostküste bei Kamari, rund sechs Kilometer von Fira entfernt. Große Fähren und Katamarane legen am Hafen Athinios an, rund zehn Kilometer südlich von Fira, unterhalb der Steilwand. Von dort fahren Busse und Taxis in die Orte. Der Alte Hafen unter Fira wird von Kreuzfahrt-Tenderbooten und Ausflugsbooten genutzt und ist per Seilbahn oder über rund 600 Stufen erreichbar.BusseDie Busse von KTEL Santorini fahren sternförmig ab dem Busbahnhof in Fira nach Oia, Kamari, Perissa, Akrotiri, Pyrgos, zum Flughafen und nach Athinios. Tickets kaufst du im Bus. Zwischen zwei Orten außerhalb von Fira steigst du meist in Fira um, in der Saison sind die Busse oft voll.Mietwagen, Taxi und zu FußEin Mietwagen gibt dir Flexibilität, in Fira und Oia ist Parken aber schwierig. Taxis gibt es nur wenige, reserviere Transfers vorab. Zwischen Fira und Oia führt ein rund zehn Kilometer langer Wanderweg entlang der Caldera-Kante, plane drei bis vier Stunden ein und geh nicht in der Mittagshitze.

    Unterkünfte in Santorini (Thira)

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    Campingplätze in Santorini (Thira)

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    1. 1
      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
      1234

      Rundreise

      12 Tage · 4 Stopps

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      Santorini (Thira)-Reise

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      • 1Fira und der Kraterrand3 Tage
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      • 3Ausgrabungsstätte Akrotiri5 Tage
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      Santorini (Thira)
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    In der Umgebung

    Lefkes

    Lefkes

    Lefkes liegt in rund 250 Metern Höhe fast in der Mitte von Paros, elf Kilometer von Parikia, und war einst der Hauptort der Insel. Das Dorf zieht sich amphitheatralisch unter einem kieferbewachsenen Hügel den Hang hinauf, Kykladenhäuser stehen neben neoklassizistischen Bauten. Autos bleiben am Parkplatz am Ortsrand, durch das Labyrinth der Gassen geht es nur zu Fuß.Die Hauptgasse Ramnos führt vorbei am Haus der Literatur, einer seit 2004 bestehenden Residenz für Schriftsteller und Übersetzer, hinauf zur Kirche Agia Triada aus parischem Marmor. Am Ortsrand beginnt der byzantinische Weg nach Prodromos. Ein kleines Volkskundemuseum zeigt Werkzeuge, Stickereien und Hausrat aus dem früheren Dorfleben, und nach dem 15. August feiert Lefkes sein großes Dorffest.
    Kykladen

    Kykladen

    Die Kykladen sind eine Gruppe von rund 220 Inseln und Eilanden in der zentralen Ägäis, bewohnt ist nur ein kleiner Teil davon. Weiß gekalkte Dörfer, kahle Hügel und ein dichtes Fährnetz prägen die Region, die vom Nachtleben auf Mykonos bis zum stillen Bergdorf auf Amorgos sehr unterschiedliche Inseln vereint.Wer mehr als eine Insel sehen will, plant die Route entlang der Fährlinien, nicht entlang der Landkarte. Zwei oder drei Inseln auf einer Achse sind in einer Woche gut machbar.
    Naxos

    Naxos

    Naxos ist mit rund 430 Quadratkilometern die größte Insel der Kykladen und eine der fruchtbarsten. Im Westen liegen lange Sandstrände wie Agios Prokopios und Plaka, im Inneren Berge, Olivenhaine und Dörfer aus Marmor und Stein. Über dem Hafen der Chora steht die Portara, das Marmortor eines unvollendeten Apollontempels, darüber das venezianische Kastro. Reise am besten im Mai, Juni oder September, und plane für die Bergdörfer einen Mietwagen ein.
    Paros

    Paros

    Paros liegt im Zentrum der Kykladen und ist ein wichtiger Knoten im Fährnetz, was der Insel viel Durchgangsverkehr und eine gute Anbindung beschert. Aus ihren Stollen kam der parische Marmor, den antike Bildhauer wie Praxiteles verwendeten.Wer bleibt, findet zwei sehr unterschiedliche Hafenorte, ein ruhiges Bergland mit alten Pflasterwegen dazwischen und an der Ostküste windige Buchten, die bei Wind- und Kitesurfern beliebt sind.
    Naoussa

    Naoussa

    Naoussa an der großen Bucht im Norden ist der zweitgrößte Ort von Paros und hat eine der größten Fischereiflotten der Kykladen. Um den kleinen alten Hafen liegen Fischerboote, Tavernen und Bars, einige davon in ehemaligen Bootsschuppen. Dahinter beginnt ein autofreies Gewirr aus weiß gekalkten Gassen, kleinen Kirchen und Innenhöfen voller Bougainvillea, angelegt einst zum Schutz vor Piraten.An der Hafeneinfahrt stehen die halb versunkenen Reste des Kastelli, einer venezianischen Befestigung aus dem 15. Jahrhundert, daneben die Kapelle Agios Nikolaos, Schutzpatron der Fischer. Rund um die Bucht liegen Strände wie Kolymbithres, Agios Ioannis und Monastiri, viele erreichst du im Sommer auch mit kleinen Booten vom Hafen. Am 23. August stellt der Ort mit Feuerwerk und Tanz einen Piratenüberfall nach.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Unsplash, Pexels. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI