Navarra im Norden Spaniens ist eine Region der Gegensätze, die von den Pyrenäen bis zur Halbwüste der Bardenas Reales reicht. Sie hat eine lange Geschichte als eigenständiges Königreich, eine lebendige Kultur und liegt an einem zentralen Abschnitt des Jakobswegs. Du findest hier mittelalterliche Städte, grüne Täler und die international bekannten Sanfermines in Pamplona.
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Bardenas Reales
Der Naturpark Bardenas Reales im Süden Navarras ist seit 2000 ein UNESCO-Biosphärenreservat. Er besteht aus einer halbwüstenartigen Landschaft, in die Regenfälle ungewöhnliche Formationen aus Gips und Ton gewaschen haben, etwa den Cabezo de Castildetierra.
Olite ist bekannt für seinen Palacio Real, eine gotische Palastanlage, die bis zur Vereinigung Navarras mit Kastilien im 16. Jahrhundert Residenz der Könige von Navarra war.
Die Hauptstadt Navarras ist international bekannt für die Sanfermines mit ihren Stierläufen im Juli. Das ganze Jahr über lohnen die Altstadt, die historischen Befestigungen und die lebendige Gastronomieszene einen Besuch.
Das Baztan-Tal im Norden Navarras ist geprägt von grünen Hügeln, traditionellen baskischen Bauernhäusern und kleinen Dörfern, die sich für Wanderungen und ruhige Tage eignen.
Tudela im Süden Navarras ist die zweitgrößte Stadt der Region und Hauptort der Ribera am Ebro. Im Mittelalter lebten hier Muslime, Juden und Christen nebeneinander, ihre Spuren findest du noch heute in den verwinkelten Gassen der Altstadt. Bekannt ist Tudela zudem für das Gemüse aus den fruchtbaren Ribera-Gärten. Die Stadt verbindet Tradition und modernes Leben.
Sehenswürdigkeiten in Navarra
Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
Kirche
Roncesvalles
Der kleine Ort am Fuß des Ibañeta-Passes ist die erste große Station des Jakobswegs nach der Überquerung der Pyrenäen. Mittelpunkt ist die königliche Stiftskirche Santa María mit dem Augustinerkloster, das 1132 gegründet wurde. In der Gegend vernichteten Basken am 15. August 778 die Nachhut Karls des Großen unter Roland, das Ereignis wurde zur Grundlage des Rolandslieds.
In der Burg auf einem Hügel bei Sangüesa wurde der heilige Franz Xaver geboren, der Schutzpatron Navarras. Ihre Ursprünge reichen ins 10. Jahrhundert zurück, Ende des 19. Jahrhunderts wurde die verfallene Anlage wiederaufgebaut und um eine Basilika ergänzt. Ein Museum erzählt das Leben des Heiligen, Anfang März ist die Burg Ziel der großen Wallfahrt Javierada.
Mit rund 17.000 Hektar ist die Selva de Irati nach dem Schwarzwald der zweitgrößte Buchen-Tannenwald Europas. Zugänge gibt es über Orbaizeta im Aezkoa-Tal und über Ochagavía im Salazar-Tal, im Wald liegt der 1922 fertiggestellte Stausee von Irabia. Im Herbst färbt sich das Laub und in den Wäldern ist die Hirschbrunft zu hören.
Bei Lumbier, etwa 35 Kilometer von Pamplona entfernt, hat sich der Río Irati eine gut einen Kilometer lange Schlucht durch den Kalkstein gegraben. Die Felswände sind 150 bis 400 Meter hoch und beherbergen eine große Kolonie von Gänsegeiern, daneben brüten Schmutzgeier. Das Gebiet ist als Naturreservat geschützt.