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    Nordgriechenland & Meteora

    Nordgriechenland & Meteora

    von Felix Gillen

    Von Thessaloniki fährst du zu den Königsgräbern von Vergina und weiter zu den Felsenklöstern von Meteora. Über das Pindos-Gebirge geht es zum Schluss nach Ioannina am Pamvotida-See, dem Ausgangspunkt für die Zagori-Dörfer.

    8 Tage / 7 Nächte
    Mai–Juni & September
    Wohnmobil-geeignet
    4 Stopps

    Warum diese Route?

    Für alle, die Griechenland abseits der Inseln mit Bergen, Klöstern und Geschichte entdecken wollen.

    Geheimtipps

    • Kokkoris-Brücke bei Koukouli im Zagori, rund 40 Minuten von Ioannina
    • Insel im Pamvotida-See mit dem Ali-Pascha-Museum, per Boot ab Ioannina
    • Kloster Agios Stefanos in Meteora bei Sonnenuntergang

    Reiseverlauf

    Thessaloniki
    Stopp 1 • 2 Übernachtungen

    Thessaloniki

    Stadt
    Thessaloniki ist die zweitgrößte Stadt Griechenlands und liegt am Thermaischen Golf im Norden des Landes. Zwischen modernen Wohnblocks stehen römische Bauten wie Galeriusbogen und Rotunde sowie frühchristliche und byzantinische Kirchen, die zum UNESCO-Welterbe gehören. Die Stadt ist bekannt für ihre Küche, ihre Märkte und ein junges Ausgehpublikum, das die große Universität mitbringt. Die Uferpromenade mit dem Weißen Turm ist abends der Treffpunkt der Stadt.
    8 Sehenswürdigkeiten
    7 Restaurants

    Geschichte der Stadt

    König Kassander gründete die Stadt um 315 v. Chr. und benannte sie nach seiner Frau Thessalonike, einer Halbschwester Alexanders des Großen. Unter den Römern lag sie an der Via Egnatia, um 300 n. Chr. baute Kaiser Galerius hier seinen Palastbezirk mit Bogen und Rotunde.Byzanz und OsmanenIm Byzantinischen Reich war Thessaloniki nach Konstantinopel die wichtigste Stadt. Aus dieser Zeit stammen Kirchen wie Agios Dimitrios, Hagia Sophia und Osios David, die seit 1988 zum UNESCO-Welterbe gehören. 1430 eroberten die Osmanen die Stadt. Ab 1492 ließen sich viele aus Spanien vertriebene Juden nieder, über Jahrhunderte stellten sie einen großen Teil der Bevölkerung. 1881 wurde hier Mustafa Kemal Atatürk geboren.20. Jahrhundert1912 kam Thessaloniki zu Griechenland. Der Brand von 1917 zerstörte große Teile der Innenstadt, die danach nach einem Plan des französischen Architekten Ernest Hébrard neu angelegt wurde. Nach 1922 zogen viele Geflüchtete aus Kleinasien zu. 1943 deportierten die deutschen Besatzer rund 50.000 Juden der Stadt, die meisten wurden in Auschwitz ermordet. Ein Holocaust-Mahnmal und das Jüdische Museum erinnern daran.
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    Vergina
    Stopp 2 • 1 Übernachtung

    Vergina

    Stadt
    Vergina ist ein Dorf am Rand der makedonischen Ebene, rund 75 Kilometer westlich von Thessaloniki. Hier lag das antike Aigai, die erste Hauptstadt des Königreichs Makedonien. 1977 fand der Archäologe Manolis Andronikos unter einem großen Grabhügel Königsgräber, eines davon wird meist Philipp II. zugeschrieben, dem Vater Alexanders des Großen. Das Museum liegt im Grabhügel selbst, oberhalb des Dorfes stehen Palast und Theater. Die Stätte ist seit 1996 UNESCO-Welterbe.
    3 Sehenswürdigkeiten
    2 Restaurants

    Geschichte von Aigai

    Aigai war ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. Sitz der makedonischen Könige aus dem Haus der Argeaden. Auch nachdem Pella zur Hauptstadt wurde, blieb Aigai der Ort, an dem die Könige begraben wurden. 336 v. Chr. wurde Philipp II. im Theater ermordet, sein Sohn Alexander wurde hier zum König ausgerufen.Die Entdeckung der GräberUnter dem Großen Tumulus legte Manolis Andronikos 1977 mehrere Kammergräber frei. Grab II war unberäubt und enthielt eine goldene Larnax mit dem Stern von Vergina und einen goldenen Eichenkranz. Andronikos schrieb es Philipp II. zu, eine Minderheit von Forschern hält es für das Grab seines Sohnes Philipp III. Arrhidaios. Grab III wird meist Alexander IV. zugeordnet, dem Sohn Alexanders des Großen.Palast und StadtDer Königspalast aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. war einer der größten Bauten des klassischen Griechenland. Nach rund 16 Jahren Restaurierung wurde er 2024 wieder geöffnet. Seit 1996 gehört die Stätte zum UNESCO-Welterbe.
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    Meteora
    Stopp 3 • 2 Übernachtungen

    Meteora

    Stadt

    Reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten. Ideal für Abenteuerlustige und Aktivurlauber und Dieser Ort ist ein Highlight der Route.

    Meteora liegt am Rand der thessalischen Ebene über der Kleinstadt Kalambaka. Auf hohen Felstürmen aus Konglomerat stehen orthodoxe Klöster, deren erste im 14. Jahrhundert entstanden. Sechs davon sind bewohnt und zu besichtigen, darunter das Große Meteoron und Varlaam. Die Stätte gehört seit 1988 zum UNESCO-Welterbe. Komm früh am Morgen oder am späten Nachmittag und trag Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt.
    7 Sehenswürdigkeiten
    5 Restaurants

    Klöster auf dem Fels

    Einsiedler lebten seit dem 11. Jahrhundert in den Höhlen der Felstürme. Um 1340 gründete der Mönch Athanasios Meteoritis auf dem höchsten Felsen das Große Meteoron. Bis ins 16. Jahrhundert entstanden insgesamt 24 Klöster und Einsiedeleien, viele davon sind heute verfallen.Bauen auf dem FelsBaumaterial, Vorräte und Besucher kamen mit Netzen, Seilwinden und Strickleitern nach oben. Erst in den 1920er-Jahren wurden Stufen in den Fels geschlagen. In den Kirchen sind Fresken aus dem 14. bis 16. Jahrhundert erhalten, darunter Arbeiten von Theophanes dem Kreter.Klöster heuteSechs Klöster sind bewohnt und für Besucher geöffnet, vier von Mönchen, zwei von Nonnen. Seit 1988 gehört Meteora zum UNESCO-Welterbe, als eine der wenigen Stätten mit Kultur- und Naturerbe zugleich. Jedes Kloster hat einen festen Ruhetag. Für den Eintritt brauchst du Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt, Frauen einen Rock, der oft am Eingang ausgeliehen werden kann.
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    Ioannina
    Stopp 4 • 2 Übernachtungen

    Ioannina

    Stadt
    Ioannina ist die Hauptstadt von Epirus und liegt auf rund 480 Metern Höhe am Westufer des Pamvotida-Sees. Die ummauerte Altstadt, das Kastro, war Sitz von Ali Pascha, der die Region um 1800 von hier aus beherrschte. Moscheen, eine alte Synagoge und byzantinische Kirchen erinnern an die Muslime, Juden und Christen, die hier lebten. Die große Universität sorgt für volle Cafés, und die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für die Zagorochoria und die Vikos-Schlucht.
    7 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Kultur, Kunst & Geschichte Ioanninas

    Ioannina, die Hauptstadt der Region Epirus, blickt auf eine reiche und vielschichtige Geschichte zurück, die ihre Kultur, Kunst und Architektur maßgeblich prägte. Die Stadt entstand vermutlich im 6. Jahrhundert n. Chr. und erlebte eine Blütezeit während der byzantinischen Ära, was sich in den erhaltenen Befestigungsanlagen und Kirchen im Kastro widerspiegelt.Prägend war auch die über 480 Jahre andauernde osmanische Herrschaft, insbesondere die Ära Ali Paschas Anfang des 19. Jahrhunderts. Diese Periode hinterließ zahlreiche Moscheen, wie die Aslan-Pascha-Moschee, Hammams und traditionelle Herrenhäuser, die das Stadtbild bis heute charakterisieren. Innerhalb der Burgmauern finden sich zudem Zeugnisse jüdischen Lebens, wie die alte Synagoge, die die einstige multiethnische und multireligiöse Identität der Stadt unterstreicht.Die lokale Kunst ist eng mit dem Silberschmiedehandwerk verbunden, einer jahrhundertealten Tradition, die Ioannina zu einem Zentrum für kunstvolle Schmuck- und Gebrauchsgegenstände machte. Moderne Kunstgalerien und Museen ergänzen das historische Erbe, wobei das Archäologische Museum und das Byzantinische Museum wichtige Einblicke in die Vergangenheit bieten. Ioannina ist somit ein lebendiges Zeugnis für die Koexistenz verschiedener Kulturen und Epochen.
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    4 Stopps

    Route Zusammenfassung

    Dauer8 Tage
    Stopps4 Orte
    TypKultur
    Beste ReisezeitMai–Juni & September