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    Zurück zu Türkei

    Mesopotamien: Gaziantep, Göbekli Tepe und Mardin

    von Felix Gillen

    Die Route führt durch Südostanatolien, vom Küchenzentrum Gaziantep über Şanlıurfa und Göbekli Tepe zu den Götterstatuen auf dem Nemrut Dağı und weiter in die Steinstadt Mardin. Am besten bist du mit dem Mietwagen unterwegs, zwischen den Städten verkehren auch Fernbusse. Prüfe vor der Reise die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts, die Provinzen grenzen an Syrien.

    8 Tage / 7 Nächte
    April bis Juni, September bis Oktober
    4 Stopps

    Warum diese Route?

    Sie verbindet die UNESCO-Welterbestätten Göbekli Tepe und Nemrut Dağı mit dem Zeugma-Mosaikmuseum und Gaziantep, seit 2015 UNESCO-Kreativstadt der Gastronomie.

    Geheimtipps

    • Das Kaffeehaus Tahmis Kahvesi von 1635 in Gaziantep
    • Haleplibahçe mit seinen Mosaiken neben dem Museum in Şanlıurfa
    • das Kloster Deyrulzafaran vor den Toren Mardins

    An- und Abreise

    Gabelflug / offene Route: Start und Ende liegen an verschiedenen Orten

    Anreise
    Flug · Gaziantep (GZT)Gaziantep erreichst du per Inlandsflug, zum Beispiel ab Istanbul. Vom Flughafen fahren Havaş-Shuttles ins Zentrum.
    Abreise
    Flug · Mardin (MQM)Von Mardin fliegen täglich Maschinen nach Istanbul (IST und SAW), dort steigst du in den Heimflug um.

    Reiseverlauf

    Gaziantep
    Stopp 1 • 2 Übernachtungen

    Gaziantep

    Stadt

    Kulinarische Highlights und regionale Spezialitäten. Reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten und Reich an Geschichte und historischen Stätten.

    Gaziantep im Südosten der Türkei, rund 97 km nördlich von Aleppo, ist seit 2015 UNESCO-Kreativstadt der Gastronomie und bekannt für Baklava, Kebap und Pistazien. Im Zeugma-Mosaikmuseum siehst du die Mosaiken der antiken Stadt Zeugma am Euphrat. Die Stadt zählt rund 1,9 Millionen Einwohner, Burg, Basare und Kaffeehäuser liegen in der Altstadt im Zentrum.
    Zeugma-Museum, Basare, Baklava
    5 Sehenswürdigkeiten
    4 Restaurants

    Kultur & Geschichte

    Aintab und Gazi-TitelDie Stadt hieß früher Aintab und wird bis heute Antep genannt. 1516 kam sie unter osmanische Herrschaft. Für den Widerstand während der Belagerung durch französische Truppen 1920/21 verlieh das Parlament 1921 den Ehrentitel Gazi.Burg und AltstadtDie Burg auf dem Hügel im Zentrum geht auf einen römischen Wachturm zurück und erhielt im 6. Jahrhundert unter Kaiser Justinian ihre heutige Form. Bei den Erdbeben im Februar 2023 wurde sie schwer beschädigt. Die Restaurierung ist inzwischen abgeschlossen. Ob die Burg wieder für Besucher zugänglich ist, prüfst du am besten vor dem Besuch.Erdbeben 2023In Gaziantep stürzten rund 900 Gebäude ein, mehr als 10.000 wurden schwer beschädigt. Auch die Şirvani- und die Kurtuluş-Moschee sowie der Zincirli Bedesten wurden seitdem restauriert und wieder geöffnet.
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    Şanlıurfa & Göbekli Tepe
    Stopp 2 • 2 Übernachtungen

    Şanlıurfa & Göbekli Tepe

    Stadt

    Reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten. UNESCO-Welterbe mit besonderer kultureller Bedeutung und Reich an Geschichte und historischen Stätten.

    Şanlıurfa ist die Stadt Abrahams im Südosten der Türkei und Ausgangspunkt für Göbekli Tepe, eines der ältesten bekannten Heiligtümer der Menschheit. Pilgerteiche mit heiligen Karpfen, Basare und eine scharf gewürzte Küche prägen die Altstadt. Die Stadt zählt rund 600.000 Einwohner, Altstadt und Balıklıgöl liegen am Fuß des Burgbergs, die Museen etwas nördlich im Viertel Haleplibahçe.
    Göbekli Tepe, Balıklıgöl, Harran
    5 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Kultur & Geschichte

    Die Taş TepelerRund um Şanlıurfa liegen die Steinhügel der Jungsteinzeit. Göbekli Tepe wurde ab etwa 9500 v. Chr. genutzt und ist seit 2018 UNESCO-Welterbe. Das verwandte Karahan Tepe liegt rund 46 km östlich der Stadt.Edessa und die AbrahamslegendeIn der Antike hieß die Stadt Edessa. Auf dem Burgberg stehen zwei rund 15 bis 17 m hohe Säulen mit korinthischen Kapitellen, die unter König Ma'nu IX. um 240 bis 242 n. Chr. errichtet wurden. Nach islamischer Überlieferung wurde hier Abraham geboren, an ihn erinnern die Teiche von Balıklıgöl.HarranEtwa 40 bis 47 km südöstlich liegt Harran mit seinen Bienenkorbhäusern aus Lehmziegeln. Kuppelbauten zeigen dort schon assyrische Reliefs des 7. Jahrhunderts v. Chr., die heutigen Häuser stammen jedoch meist aus dem frühen 20. Jahrhundert.
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    Nemrut Dağı
    Stopp 3 • 1 Übernachtung

    Nemrut Dağı

    Sehenswürdigkeit

    UNESCO-Welterbe mit besonderer kultureller Bedeutung. Reich an Geschichte und historischen Stätten und Berglandschaften mit atemberaubenden Aussichten.

    Der Nemrut Dağı ist ein Berg im Anti-Taurus in Südostanatolien, auf dessen Gipfel König Antiochos I. von Kommagene sein Grabheiligtum mit kolossalen Götterstatuen errichten ließ. Seit 1987 gehört er zum UNESCO-Welterbe und ist vor allem zum Sonnenauf- und -untergang ein Ziel. Ausgangspunkte sind Kahta und das Dorf Karadut am Fuß des Bergs, rund 85 km von Adıyaman entfernt.
    Übernachtung in Kahta oder Karadut, Sonnenaufgang am Gipfel; Saison etwa April bis Oktober, danach oft Schnee
    3 Sehenswürdigkeiten

    Kultur & Geschichte

    Das Reich KommageneAntiochos I. ließ um 62 v. Chr. auf dem Gipfel einen 49 m hohen und 152 m breiten Grabhügel aufschütten. Sein Vater Mithridates I. Kallinikos wurde in Arsameia verehrt.Götter aus Ost und WestDie 8 bis 9 m hohen Statuen verbinden griechische und iranische Götter, flankiert von Löwen und Adlern. Die Köpfe wurden abgetrennt und liegen heute verstreut auf den Terrassen. Die Anlage umfasst Ost- und Westterrasse.Rund um den BergDie römische Cendere-Brücke ehrt Kaiser Septimius Severus, drei ihrer ursprünglich vier korinthischen Säulen stehen noch. Der Grabhügel Karakuş ist den königlichen Frauen von Kommagene gewidmet.
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    Mardin
    Stopp 4 • 2 Übernachtungen

    Mardin

    Stadt

    Reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten. Reich an Geschichte und historischen Stätten und Kulinarische Highlights und regionale Spezialitäten.

    Mardin liegt im Südosten der Türkei an einem Hang über der mesopotamischen Ebene und ist für seine steinerne Altstadt mit Blick nach Süden bekannt. Medresen, Moscheen und syrisch-orthodoxe Klöster erzählen von Artuqiden, Akkoyunlu und alten christlichen Gemeinden. Die Stadt zählt rund 130.000 Einwohner, die Altstadt zieht sich unterhalb der Zitadelle den Südhang hinab und wird zu Fuß erkundet.
    Altstadt, Deyrulzafaran, Midyat
    6 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Kultur & Geschichte

    Artuqiden und AkkoyunluDie großen Bauten der Altstadt stammen aus dem Mittelalter. Die Große Moschee entstand 1176 unter den Artuqiden, die Zinciriye-Medrese 1385. Im 15. Jahrhundert wurde unter dem Akkoyunlu-Herrscher Kasım die nach ihm benannte Kasımiye-Medrese vollendet.Syrisch-orthodoxes ErbeIn der Stadt leben vor allem Kurden und Araber, dazu syrisch-orthodoxe Christen. Das Kloster Deyrulzafaran aus dem 5. Jahrhundert war über Jahrhunderte Sitz des Patriarchen. Rund 20 km südöstlich von Midyat liegt Mor Gabriel, 397 von Mor Shmuel und Mor Shemun gegründet und eines der ältesten noch bestehenden syrisch-orthodoxen Klöster.BasareIn der Altstadt sind die historischen Basare noch in Betrieb, etwa der Kayseriye-Basar, der Kupferschmiede- und der Schmuckbasar.
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    4 Stopps

    Route Zusammenfassung

    Dauer8 Tage
    Stopps4 Orte
    TypKultur
    Beste ReisezeitApril bis Juni, September bis Oktober