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    Mardin

    Türkei

    Mardin

    StadtKultur

    Mardin liegt im Südosten der Türkei an einem Hang über der mesopotamischen Ebene und ist für seine steinerne Altstadt mit Blick nach Süden bekannt.

    von Felix Gillen

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    Mardin liegt im Südosten der Türkei an einem Hang über der mesopotamischen Ebene und ist für seine steinerne Altstadt mit Blick nach Süden bekannt. Medresen, Moscheen und syrisch-orthodoxe Klöster erzählen von Artuqiden, Akkoyunlu und alten christlichen Gemeinden. Die Stadt zählt rund 130.000 Einwohner, die Altstadt zieht sich unterhalb der Zitadelle den Südhang hinab und wird zu Fuß erkundet.

    Sehenswürdigkeiten in Mardin

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Zinciriye-Medrese
    Historische Stätte

    1Zinciriye-Medrese

    Die Medrese ließ Melik Necmeddin İsa 1385 errichten, daher heißt sie auch Sultan-İsa-Medrese. Sie liegt unterhalb der Zitadelle und ist für ihr Portal mit Muqarnas und die zwei gerippten Kuppeln bekannt. Zeitweise diente sie auch als Sternwarte.
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    Kloster Deyrulzafaran
    Gotteshaus

    2Kloster Deyrulzafaran

    Das syrisch-orthodoxe Safrankloster liegt rund 5 km südöstlich der Stadt und wurde im 5. Jahrhundert gegründet. Es entstand auf dem Platz eines älteren Sonnentempels und war über Jahrhunderte Sitz des Patriarchen. Besichtigt wird es nur mit Führung, unter der Woche ist es ruhiger.
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    Kasımiye-Medrese
    Sehenswürdigkeit

    3Kasımiye-Medrese

    Der Bau wurde unter den Artuqiden begonnen und im 15. Jahrhundert unter dem Akkoyunlu-Herrscher Kasım vollendet, nach dem sie benannt ist. Die Medrese liegt etwas westlich der Altstadt.
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    Große Moschee (Ulu Cami)

    4Große Moschee (Ulu Cami)

    Die Moschee entstand 1176 unter dem Artuqiden-Sultan Kutbettin İlgazi. Ihr reich verziertes zylindrisches Minarett stammt aus dem 19. Jahrhundert.
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    Antike Stadt Dara
    Historische Stätte

    5Antike Stadt Dara

    Kaiser Anastasios gründete Dara 505 als Garnisonsstadt. Die Ruinen liegen rund 30 km südöstlich von Mardin im Dorf Oğuz. Seit den 1980er-Jahren wird hier gegraben.
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    Mardin-Museum

    6Mardin-Museum

    Das Museum belegt ein dreigeschossiges Gebäude, das 1895 als Sitz des syrisch-katholischen Patriarchats errichtet wurde, nebenan steht die Marienkirche. Nach Jahren als Kaserne, Parteibüro und Polizeiwache wurde es restauriert und im Jahr 2000 als Museum eröffnet. Die archäologische Sammlung reicht von der Bronzezeit über Assyrer, Urartäer, Römer und Byzantiner bis zu Artukiden und Osmanen. In der Ethnografie-Abteilung siehst du Silberschmuck aus Mardin, Trachten und Kaffeegeschirr.
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    Restaurants in Mardin

    1

    Cercis Murat Konağı

    Das Restaurant sitzt in einem syrisch geprägten Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert. Serviert wird Mardiner Küche, etwa Kişk-Suppe, Kazan Kebap, Dobo und Kaburga Dolması. Am Wochenende solltest du reservieren.
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    2

    Bağdadi Restaurant

    Das Lokal in der Altstadt kocht türkische und syrische Gerichte. Die Meze-Platte Mezopotamya eignet sich zum Probieren, auch İkbebet steht auf der Karte.
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    3

    Seyr-i Merdin

    Das Restaurant und Café in der Altstadt serviert regionale Küche, darunter Kaburga Dolması.
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    Essen & Trinken

    Mardin ist für Fleischgerichte, Teigtaschen und Süßes bekannt. Fünf Spezialitäten der Stadt tragen seit 2021 eine geschützte geografische Angabe.

    Kaburga Dolması

    Lammrippen werden mit Reis, gewürfeltem Fleisch, Mandeln und Gewürzen gefüllt und fast drei Stunden gegart. Das Gericht kommt oft an Festtagen auf den Tisch.

    İkbebet

    So heißt in Mardin die İçli Köfte, eine Bulgurhülle mit Fleischfüllung. Anders als anderswo wird sie meist gekocht statt frittiert.

    Sembusek

    Das Fladenbrot mit Hackfleischfüllung erinnert an eine geschlossene Lahmacun und wird auf dem Blech oder im Ofen gebacken.

    Badem Şekeri

    Die Mandeldragees werden in den Läden der Altstadt verkauft und sind ein typisches Mitbringsel.

    Kultur & Geschichte

    Artuqiden und AkkoyunluDie großen Bauten der Altstadt stammen aus dem Mittelalter. Die Große Moschee entstand 1176 unter den Artuqiden, die Zinciriye-Medrese 1385. Im 15. Jahrhundert wurde unter dem Akkoyunlu-Herrscher Kasım die nach ihm benannte Kasımiye-Medrese vollendet.Syrisch-orthodoxes ErbeIn der Stadt leben vor allem Kurden und Araber, dazu syrisch-orthodoxe Christen. Das Kloster Deyrulzafaran aus dem 5. Jahrhundert war über Jahrhunderte Sitz des Patriarchen. Rund 20 km südöstlich von Midyat liegt Mor Gabriel, 397 von Mor Shmuel und Mor Shemun gegründet und eines der ältesten noch bestehenden syrisch-orthodoxen Klöster.BasareIn der Altstadt sind die historischen Basare noch in Betrieb, etwa der Kayseriye-Basar, der Kupferschmiede- und der Schmuckbasar.

    Anreise & Unterwegs

    AnreiseDer Flughafen Mardin liegt rund 20 km südwestlich der Altstadt. Mietwagen sind für Ausflüge in den Tur Abdin praktisch.Vor Ort und AusflügeAltstadt: Die steilen Gassen und Treppen erkundest du zu Fuß.Deyrulzafaran: Rund 5 km südöstlich, Besuch nur mit Führung.Midyat und Mor Gabriel: Midyat liegt rund 70 km von Mardin entfernt und ist für seine Steinhäuser bekannt. Die spätantiken und mittelalterlichen Kirchen und Klöster von Midyat und dem Tur Abdin stehen seit 2021 auf der UNESCO-Vorschlagsliste. Das Kloster Mor Gabriel liegt rund 20 km südöstlich von Midyat.HinweisDie Provinz Mardin grenzt an Syrien. Prüfe vor der Reise die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

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      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
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      Mardin-Reise

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      Mardin
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    In der Umgebung

    Südostanatolien

    Südostanatolien

    Südostanatolien ist das Land zwischen Euphrat und Tigris an der Grenze zu Syrien, mit Göbekli Tepe, den Kolossalstatuen des Nemrut Dağı und der Steinstadt Mardin. Hier liegen einige der ältesten Kultstätten der Menschheit, dazu Gaziantep als Hauptstadt der türkischen Küche. Wer Archäologie und kräftige, würzige Küche sucht, ist hier richtig.
    Şanlıurfa & Göbekli Tepe

    Şanlıurfa & Göbekli Tepe

    Şanlıurfa ist die Stadt Abrahams im Südosten der Türkei und Ausgangspunkt für Göbekli Tepe, eines der ältesten bekannten Heiligtümer der Menschheit. Pilgerteiche mit heiligen Karpfen, Basare und eine scharf gewürzte Küche prägen die Altstadt. Die Stadt zählt rund 600.000 Einwohner, Altstadt und Balıklıgöl liegen am Fuß des Burgbergs, die Museen etwas nördlich im Viertel Haleplibahçe.
    Nemrut Dağı

    Nemrut Dağı

    Der Nemrut Dağı ist ein Berg im Anti-Taurus in Südostanatolien, auf dessen Gipfel König Antiochos I. von Kommagene sein Grabheiligtum mit kolossalen Götterstatuen errichten ließ. Seit 1987 gehört er zum UNESCO-Welterbe und ist vor allem zum Sonnenauf- und -untergang ein Ziel. Ausgangspunkte sind Kahta und das Dorf Karadut am Fuß des Bergs, rund 85 km von Adıyaman entfernt.
    Van

    Van

    Van liegt auf rund 1.700 m Höhe am Ostufer des Vansees, des größten Sees der Türkei, im Osten Anatoliens. Die Stadt ist Ausgangspunkt für die Akdamar-Kirche, die urartäische Festung und das berühmte Van-Frühstück. Die Stadt zählt gut 500.000 Einwohner, das Zentrum mit der Frühstücksstraße liegt im Viertel Şerefiye. Die Festung erhebt sich einige Kilometer westlich am Seeufer.
    Gaziantep

    Gaziantep

    Gaziantep im Südosten der Türkei, rund 97 km nördlich von Aleppo, ist seit 2015 UNESCO-Kreativstadt der Gastronomie und bekannt für Baklava, Kebap und Pistazien. Im Zeugma-Mosaikmuseum siehst du die Mosaiken der antiken Stadt Zeugma am Euphrat. Die Stadt zählt rund 1,9 Millionen Einwohner, Burg, Basare und Kaffeehäuser liegen in der Altstadt im Zentrum.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Unsplash, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI