Südostanatolien ist das Land zwischen Euphrat und Tigris an der Grenze zu Syrien, mit Göbekli Tepe, den Kolossalstatuen des Nemrut Dağı und der Steinstadt Mardin.
Südostanatolien ist das Land zwischen Euphrat und Tigris an der Grenze zu Syrien, mit Göbekli Tepe, den Kolossalstatuen des Nemrut Dağı und der Steinstadt Mardin. Hier liegen einige der ältesten Kultstätten der Menschheit, dazu Gaziantep als Hauptstadt der türkischen Küche. Wer Archäologie und kräftige, würzige Küche sucht, ist hier richtig.
ÜberblickDie Region umfasst rund 59.000 km² und reicht von Gaziantep im Westen über Şanlıurfa und Mardin bis nach Siirt. Ihre beiden Teilräume sind nach Mittlerem Euphrat und Tigris benannt. Zu den UNESCO-Welterbestätten der Region gehören Göbekli Tepe, der Nemrut Dağı sowie Festung und Hevsel-Gärten von Diyarbakır.Reisezeit und ErdbebenDas Klima ist halbtrocken und kontinental, mit sehr heißen, trockenen Sommern und kalten, oft verschneiten Wintern. Wegen der Sommerhitze bieten sich Frühling und Herbst an, die Zufahrt zum Nemrut Dağı ist im Winter wegen Schnee meist gesperrt. Die Erdbeben vom 6. Februar 2023 trafen elf Provinzen, darunter Gaziantep, Şanlıurfa und Adıyaman. Viele Baudenkmäler wurden seither restauriert, etwa die Burg von Gaziantep, an anderen wird noch gearbeitet.Was dich erwartetŞanlıurfa: Abrahams Stadt mit Balıklıgöl und dem nahen Göbekli Tepe.Mardin: Altstadt am Hang über der mesopotamischen Ebene, Klöster im Tur Abdin.Gaziantep: UNESCO-Stadt der Gastronomie und Zeugma-Mosaikmuseum.Nemrut Dağı: Götterstatuen von Kommagene, am schönsten zum Sonnenaufgang.Die Region grenzt an Syrien und den Irak. Prüfe vor der Reise die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.
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Şanlıurfa & Göbekli Tepe
Şanlıurfa ist die Stadt Abrahams im Südosten der Türkei und Ausgangspunkt für Göbekli Tepe, eines der ältesten bekannten Heiligtümer der Menschheit. Pilgerteiche mit heiligen Karpfen, Basare und eine scharf gewürzte Küche prägen die Altstadt.
Der Nemrut Dağı ist ein Berg im Anti-Taurus in Südostanatolien, auf dessen Gipfel König Antiochos I. von Kommagene sein Grabheiligtum mit kolossalen Götterstatuen errichten ließ.
Gaziantep im Südosten der Türkei, rund 97 km nördlich von Aleppo, ist seit 2015 UNESCO-Kreativstadt der Gastronomie und bekannt für Baklava, Kebap und Pistazien. Im Zeugma-Mosaikmuseum siehst du die Mosaiken der antiken Stadt Zeugma am Euphrat.
Der Südosten ist die Gewürzküche der Türkei, mit Pistazien, Isot-Pfeffer, Bulgur und Lamm. Gaziantep ist seit 2015 UNESCO-Kreativstadt der Gastronomie.
Antep Baklavası
Die Pistazien-Baklava aus Gaziantep trägt seit 2013 eine geschützte geografische Angabe der EU.
Ciğer Kebap
In Şanlıurfa werden Leberspieße vom Holzkohlegrill zu jeder Tageszeit gegessen.
Kaburga Dolması
Die Mardiner Spezialität aus gefüllten Lammrippen wird fast drei Stunden gegart.
Beyran
Die Suppe ist in Gaziantep ein klassisches Frühstück.
Kultur & Geschichte
Die ersten HeiligtümerGöbekli Tepe wurde ab etwa 9500 v. Chr. genutzt und ist seit 2018 UNESCO-Welterbe. Im Archäologiemuseum von Şanlıurfa steht der Urfa-Mann aus derselben Epoche.Kommagene, Rom und EdessaUm 62 v. Chr. ließ Antiochos I. von Kommagene auf dem Nemrut Dağı sein Grabheiligtum errichten. Die Mosaiken aus Zeugma und die Säulen auf dem Burgberg von Şanlıurfa stammen aus römischer Zeit.Christen und MuslimeSyrisch-orthodoxe Klöster wie Deyrulzafaran und Mor Gabriel bestehen seit dem 4. und 5. Jahrhundert. Artuqiden und Akkoyunlu hinterließen in Mardin Moscheen und Medresen.
Anreise & Unterwegs
AnreiseDie Region hat Flughäfen in Gaziantep, Şanlıurfa, Mardin und Adıyaman. In Gaziantep und Şanlıurfa fahren Havaş-Shuttles ins Zentrum.UnterwegsDie Entfernungen sind groß. Für Göbekli Tepe, Harran, den Tur Abdin und den Nemrut Dağı ist ein Mietwagen oder eine geführte Tour am praktischsten.TippPlane im Sommer Besichtigungen am frühen Morgen. Für den Sonnenaufgang auf dem Nemrut Dağı übernachtest du am besten in Kahta oder Karadut.