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    Stettin (Szczecin)
    Michalpe96 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

    Polen

    Stettin (Szczecin)

    Stadt

    Stettin (Szczecin) liegt an der Oder kurz vor ihrer Mündung ins Stettiner Haff und ist mit knapp 390.000 Einwohnern die siebtgrößte Stadt Polens und Hauptstadt der Woiwodschaft Westpommern.

    von Felix Gillen

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    Stettin (Szczecin) liegt an der Oder kurz vor ihrer Mündung ins Stettiner Haff und ist mit knapp 390.000 Einwohnern die siebtgrößte Stadt Polens und Hauptstadt der Woiwodschaft Westpommern. Seit 1278 gehörte die Stadt zur Hanse, ihr Hafen zählt bis heute zu den größten an der Ostsee. Nördlich des Zentrums weitet sich die Oder zum Dammschen See (Jezioro Dąbie). Die Altstadt mit dem Schloss der Pommerschen Herzöge und der Jakobikathedrale liegt am Westufer, darüber die Hakenterrasse mit Blick auf den Fluss. Gegenüber liegen zwischen den Oderarmen die Inseln Lastadie (Łasztownia) und Silberwiese. Daran schließt die Neustadt an, deren breite Alleen nach Pariser Vorbild auf sternförmigen Plätzen wie dem Plac Grunwaldzki zusammenlaufen. Von Berlin aus ist Stettin mit der Bahn gut erreichbar und eignet sich für ein langes Wochenende. Wer Zeit hat, verbindet den Besuch mit der Küste rund um Swinemünde oder Kolberg.

    Sehenswürdigkeiten in Stettin (Szczecin)

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Hakenterrasse (Wały Chrobrego)

    1Hakenterrasse (Wały Chrobrego)

    Die 1902 bis 1921 angelegte Terrasse über dem Westufer der Oder ist das Aushängeschild der Stadt. Zu ihr gehören die ehemalige Seefahrtschule, die frühere Provinzregierung und das Nationalmuseum.
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    Schloss der Pommerschen Herzöge
    Burg / Schloss

    2Schloss der Pommerschen Herzöge

    Das Schloss der Greifenherzöge in der Altstadt wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Heute finden hier Ausstellungen zu Kunst und Geschichte statt, dazu Konzerte, im Sommer auch im Hof.
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    Jakobikathedrale
    Kirche

    3Jakobikathedrale

    Die gotische Kirche, gegründet 1187 und nach dem Vorbild der Lübecker Marienkirche gebaut, ist mit 110 Metern die zweithöchste Kirche Polens. Bei den Luftangriffen im August 1944 stürzte der Turmhelm ein, erst im 21. Jahrhundert erhielt der Turm wieder eine Spitze. Seit 1972 ist sie Kathedrale.
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    Hauptfriedhof (Cmentarz Centralny)
    Sehenswürdigkeit

    4Hauptfriedhof (Cmentarz Centralny)

    Mit 1,7 Quadratkilometern zählt der Friedhof aus dem frühen 20. Jahrhundert zu den größten Europas. Er ist als Park mit Alleen, Skulpturen und einer neuromanischen Kapelle angelegt.
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    Restaurants in Stettin (Szczecin)

    1

    Tkacka 7

    Das erste Restaurant der Stadt mit einer Empfehlung des Michelin Guide (2026). Die moderne Küche arbeitet mit saisonalen, lokalen Zutaten.
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    2

    Spiżarnia Szczecińska

    Restaurant am Plac Hołdu Pruskiego, in dem du Paprykarz szczeciński frisch zubereitet bekommst.
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    3

    Rybarex

    Fischrestaurant an der Małopolska, seit 1981 in Betrieb, mit Muscheln, Garnelen, Tintenfisch, Krebsen, Fisch und Salaten.
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    4

    Bachus

    Weinhandlung mit Restaurant an der Sienna im Viertel Podzamcze unterhalb des Schlosses, seit 1999 in Betrieb. Die Karte verbindet polnische Klassiker mit Gerichten aus Weinregionen der Welt.
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    Essen und Trinken in Stettin

    Pasztecik szczeciński

    Hefeteiggebäck mit herzhafter Füllung, am besten mit klarem Rote-Bete-Barszcz. Die gleichnamige Bar an der Wojska Polskiego 46 serviert es in einem Interieur aus den 1970er Jahren.

    Paprykarz szczeciński

    Das bekannteste Produkt der Stadt, seit 1967 hergestellt: Fisch, Reis, Zwiebeln und Tomatenmark mit Gewürzen, meist aus der Dose und als Brotaufstrich gegessen. Frisch bekommst du es etwa in der Spiżarnia Szczecińska oder auf dem Fischmarkt Paprykarz.

    Starka

    Ein Brand, der über Jahrzehnte in Eichenfässern in Stettiner Kellern reift. Flaschen verschiedener Jahrgänge sind im Handel erhältlich.

    Geschichte und Architektur

    Hansestadt und Residenz 1278 wurde Stettin in die Hanse aufgenommen, in der Altstadt steht das Schloss der Pommerschen Herzöge, das nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde. Die Jakobikathedrale, gegründet 1187 und nach dem Vorbild der Lübecker Marienkirche errichtet, ist heute die zweithöchste Kirche Polens. Nach den Luftangriffen vom August 1944 bekam ihr Turm erst im 21. Jahrhundert wieder eine Spitze. Die Neustadt wurde mit großen geraden Alleen und Sternplätzen angelegt, deren Grundriss an Paris erinnert, während die Häuser eher nach Berlin aussehen. Zwischen 1902 und 1921 folgte die Hakenterrasse als repräsentativer Abschluss am Fluss. Moderne Architektur Die Philharmonie des Büros Barozzi Veiga aus Barcelona öffnete im September 2014. Ihre eisartige Form und die durchscheinende Glasfassade, die nachts weiß leuchtet, brachten ihr 2015 den Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur ein. Auch der Hauptfriedhof, einer der größten Europas, lohnt einen Spaziergang.

    Nachtleben

    1

    Browar pod Zamkiem

    Bierlokal in der Altstadt nahe dem Schloss.
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    2

    Hala Odra

    Industriehalle am Fluss mit Bar und mehreren Bühnen, auf denen bis in den Morgen Musik läuft.
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    3

    Browar Stara Komenda

    Familiengeführte Gasthausbrauerei mit Restaurant am Plac Batorego im Gebäude der früheren Militärkommandantur von 1867. Das Bier wird vor Ort gebraut und kommt unpasteurisiert ins Glas.
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    Anreise und Unterwegs

    Anreise Vom Bahnhof Szczecin Główny fahren Züge unter anderem nach Berlin. Der Flughafen Stettin-Goleniów liegt außerhalb der Stadt. Mit dem Auto erreichst du Stettin über die Autobahn A6 und die Landesstraße DK3. Unterwegs in der Stadt Stettin hat zwölf Straßenbahnlinien, im Sommer kommt eine Touristenlinie hinzu, sowie über 60 Tagesbuslinien und Nachtbusse. Die Tickets gelten zeitbasiert mit beliebigem Umsteigen, das günstigste kostet 3 Złoty für 15 Minuten; die Expresslinien A, B und C kosten doppelt. Fahrkarten gibt es an Automaten in den Fahrzeugen und an Haltestellen sowie per App, etwa zBiletem, SkyCash oder mPay. Seit 1. Juli 2026 werden im Fahrzeug gekaufte Tickets per QR-Code über der Tür entwertet. Die Szczecin Tourist Card (24 oder 72 Stunden) enthält freie Fahrt im gesamten Netz. Im Zentrum kommst du gut ohne Auto aus.

    Unterkünfte in Stettin (Szczecin)

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    Campingplätze in Stettin (Szczecin)

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      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
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      Rundreise

      12 Tage · 4 Stopps

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      Stettin (Szczecin)-Reise

      Live
      • 1Hakenterrasse (Wały Chrobrego)3 Tage
      • 2Schloss der Pommerschen Herzöge4 Tage
      • 3Jakobikathedrale5 Tage
      Budget

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      Stettin (Szczecin)
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    In der Umgebung

    Swinemünde (Świnoujście)

    Swinemünde (Świnoujście)

    Swinemünde (Świnoujście) liegt auf dem Ostteil der Insel Usedom, der Westspitze von Wollin und der kleinen Insel Kaseburg (Karsibór). Usedom und Wollin trennt die Swine. Rund 39.000 Menschen leben hier. Seit der ersten Badesaison im Juli 1824 ist Swinemünde Seebad. Auf der Usedomer Seite liegen die Innenstadt und das Kurviertel mit dem Kurpark von Lenné, Strand und der Promenade, die rund zwölf Kilometer über die Grenze bis nach Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin führt. Auf der Wolliner Seite stehen der höchste Leuchtturm der Ostseeküste, das Fort Gerhard und die Hafenanlagen mit dem LNG-Terminal. Die Lage direkt an der deutschen Grenze macht Swinemünde zum einfachen Abstecher von Usedom aus, für Strandurlaub lohnen sich auch mehrere Tage.
    Kaiserbäder Usedom

    Kaiserbäder Usedom

    Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck bilden seit 2006 die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf, bekannt als Kaiserbäder. Villen, Hotels und Pensionen in Bäderarchitektur prägen die Orte, das älteste erhaltene Gebäude ist das Weiße Schloss von 1825 nach Plänen Karl Friedrich Schinkels.Eine zwölf Kilometer lange Promenade verbindet die drei Orte mit Swinemünde, davor erstreckt sich ein durchschnittlich 40 Meter breiter Sandstrand. Drei Seebrücken führen hinaus aufs Meer: in Heringsdorf die mit 508 Metern längste Deutschlands, in Ahlbeck die älteste.
    Westpommern

    Westpommern

    Die Woiwodschaft Westpommern (Zachodniopomorskie) umfasst den Nordwesten Polens zwischen der Oder an der deutschen Grenze und der Pommerschen Seenplatte. Auf knapp 22.900 Quadratkilometern leben rund 1,63 Millionen Menschen, Hauptstadt und größte Stadt ist Stettin (Szczecin), gefolgt von Köslin (Koszalin) und Stargard. Entstanden ist die Woiwodschaft 1999 im Zuge der polnischen Verwaltungsreform. Im Norden prägen Ostseeküste, Steilufer und Seebäder wie Swinemünde und Kolberg die Region, im Westen das Stettiner Haff. Im Binnenland erstreckt sich die Pommersche Seenplatte, ganz im Süden liegt der Drawieński-Nationalpark.
    Kolberg (Kołobrzeg)

    Kolberg (Kołobrzeg)

    Kolberg (Kołobrzeg) liegt an der Mündung der Persante (Parsęta) in die Ostsee und ist mit gut 43.000 Einwohnern ein Sole- und Kurbad mit langer Tradition: Erste Badegäste kamen ab 1800, 1904 zählte die Stadt bereits über 13.000 Kurgäste. Schwache Solequellen begründeten einst die Siedlung und den Reichtum der Stadt, die vor 1361 bis 1610 der Hanse angehörte. Im Jahr 1000 hatte hier mit Bischof Reinbern kurzzeitig ein Bistum seinen Sitz. In der Altstadt stehen der fünfschiffige Dom aus dem 14. Jahrhundert und das Rathaus nach Plänen Schinkels. Im März 1945 wurde die Stadt zu rund 90 Prozent zerstört. Zum Meer hin liegen das Kurviertel und die Promenade, am Hafen stehen der Leuchtturm und die 220 Meter lange Seebrücke. Kolberg eignet sich für Strandurlaub und Kuraufenthalte. Am Hafen verkauft die Fischereigenossenschaft den Fang ihrer Kutter frisch und geräuchert direkt an die Kundschaft.
    Müritz-Nationalpark

    Müritz-Nationalpark

    Der 1990 gegründete Müritz-Nationalpark umfasst 322 Quadratkilometer und gilt als größter terrestrischer Nationalpark Deutschlands. Fast drei Viertel der Fläche sind Wald, dazu kommen 108 Seen über einem Hektar sowie Moore und Wiesen. Der Park besteht aus dem größeren Teilgebiet Müritz im Westen und dem kleineren Teilgebiet Serrahn im Osten, dessen Buchenwälder seit Juni 2011 UNESCO-Weltnaturerbe sind.See- und Fischadler haben hier ihr Revier, mehr als 100 Kranichpaare brüten im Park. Von Aussichtskanzeln aus beobachtest du Fischadler, vom Käflingsbergturm überblickst du die Landschaft. In Waren informiert das Müritzeum über die Natur der Region.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI