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    Mani
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    Mani

    Die Mani ist der mittlere der drei südlichen Finger der Peloponnes, eine karge Kalklandschaft zwischen dem Taygetos und dem Meer.

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    Die Mani ist der mittlere der drei südlichen Finger der Peloponnes, eine karge Kalklandschaft zwischen dem Taygetos und dem Meer. Wohntürme aus grauem Bruchstein prägen die Dörfer von Kardamyli bis hinunter zum Kap Tenaro, dem südlichsten Punkt des griechischen Festlands. Dazwischen liegen Buchten mit klarem Wasser, byzantinische Kapellen und die Höhlen von Diros.
    Drei Teile einer HalbinselDie Mani reicht rund 70 Kilometer vom Taygetos nach Süden ins Meer. Die Äußere Mani an der Westseite um Kardamyli und Stoupa gehört zu Messenien und ist grüner, die Innere Mani um Areopoli, Gerolimenas und Vathia ist trocken und steinig, an der Ostküste zur Lakonischen Bucht liegen kleine Dörfer abseits der Hauptroute. Große Orte gibt es nicht, Areopoli hat weniger als tausend Einwohner.Landschaft und SiedlungenDie Dörfer kleben an den Hängen, jedes mit Kirchen und Wohntürmen, viele davon verlassen oder als Gästehäuser restauriert. Zwischen den Dörfern liegen Terrassen aus Trockenmauern und Olivenhaine, Strände sind meist schmale Kiesbuchten.ReisezeitFrühjahr und Herbst sind ideal zum Wandern und für Fahrten zu den Türmen, im Hochsommer ist es heiß und schattenlos. Die Straßen sind kurvig, für die Strecke von Kardamyli bis zum Kap Tenaro brauchst du mehrere Stunden.
    Die Mani teilt sich in die Äußere Mani an der messenischen Küste mit Kardamyli, die Innere Mani mit Areopoli, Limeni, Diros, Gerolimenas und Vathia und die stillere Ostküste zur Lakonischen Bucht. Areopoli ist der praktische Ausgangspunkt für den Süden, Kardamyli für Wanderungen am Taygetos.

    Sehenswürdigkeiten in Mani

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Areopoli
    Bgabel / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

    1Areopoli

    Areopoli liegt auf rund 250 Metern Höhe über der Bucht von Limeni und ist der Hauptort der Inneren Mani. Bis 1912 hieß der Ort Tsimova, der heutige Name bedeutet Stadt des Ares. Am 17. März 1821 rief Petros Mavromichalis, der letzte Bey der Mani, hier den Aufstand gegen die Osmanen aus, eine Woche vor dem offiziellen Beginn des Unabhängigkeitskriegs.Am Platz des 17. März steht die Kirche der Taxiarches, deren Glockenturm von 1836 mit Steinreliefs und Tierkreiszeichen verziert ist. Die Altstadt besteht aus Wohntürmen und Gassen aus grauem Bruchstein, im Pikoulakis-Turm ist ein Museum zur Kirchengeschichte der Mani untergebracht. Auf dem Hauptplatz mit dem Bronzestandbild von Mavromichalis findet samstags ein Markt statt.
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    Vathia
    Angela Stefanoni / Wikimedia Commons / CC BY 3.0

    2Vathia

    Vathia sitzt auf einem Hügel nahe der Südspitze der Mani, kurz vor dem Kap Tenaro, und ist ein dicht gedrängtes Dorf aus Wohntürmen. Schriftlich erwähnt wird es bereits 1571, die meisten Türme entstanden im 18. Jahrhundert, als die Clans der Mani ihre Fehden von befestigten Häusern aus führten.Im 20. Jahrhundert verließen die meisten Bewohner das Dorf, viele Türme verfielen. Ab 1980 wurden einige im Auftrag der griechischen Tourismusorganisation restauriert und zu Unterkünften umgebaut. Vom Parkplatz an der Straße gehst du durch schmale Gassen zwischen den Türmen, am Abend fällt das Licht von Westen über das Meer auf die Steinfassaden.
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    Höhlen von Diros
    Koppi2 at German Wikipedia / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

    3Höhlen von Diros

    Die Höhlen von Diros liegen an der Westküste bei Pyrgos Dirou, wenige Kilometer südlich von Areopoli. In der Höhle Vlychada fährst du rund 1.200 Meter im flachen Boot durch überflutete Gänge mit Tropfsteinen, ein Bootsführer stakt das Boot durch die engen Passagen. Danach folgt ein kurzer Fußweg von etwa 300 Metern zum Ausgang.Die Höhle wurde ab den 1950er Jahren systematisch erforscht, kartiert sind heute rund 15 Kilometer Gänge. In der benachbarten Höhle Alepotrypa fanden Archäologen Spuren einer jungsteinzeitlichen Siedlung, ein Museum zeigt Funde der Grabungen. In der Höhle ist es auch im Sommer kühl, eine leichte Jacke ist sinnvoll.
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    Gerolimenas
    Leonidas Kourentis / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

    4Gerolimenas

    Gerolimenas liegt in einer geschützten Bucht an der Westküste im Süden der Mani. Der Ort entstand um 1870 als Handelshafen, über den Kaufleute Erzeugnisse der Region nach Westeuropa ausführten, darunter Wachteln. Bis in die 1970er Jahre war er fast nur über das Meer erreichbar.Um den kleinen Hafen stehen Steinhäuser und ehemalige Lagerhäuser, an der Uferzeile liegen Tavernen. Im Westen ragt die steile Felsküste des Kavo Grosso auf. Gerolimenas ist ein praktischer Standort für Ausflüge nach Vathia und zum Kap Tenaro.
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    Kap Tenaro
    Sehenswürdigkeit

    5Kap Tenaro

    Das Kap Tenaro, auch Kap Matapan, ist der südlichste Punkt des griechischen Festlands. In der Antike galt eine Höhle an der Küste als Eingang zur Unterwelt, durch den Herakles den Kerberos heraufgeholt haben soll. Erhalten sind Reste des Poseidon-Heiligtums, über denen die Kapelle der Agioi Asomatoi steht.Von der Kapelle bei Kokkinogeia führt ein markierter Pfad von gut zwei Kilometern zum Leuchtturm aus dem späten 19. Jahrhundert, rechne mit 40 bis 50 Minuten pro Richtung. Unterwegs liegt an der Bucht von Aria ein römisches Bodenmosaik, Teil einer ehemaligen Badeanlage. Der Weg ist steinig und ohne Schatten, nimm Wasser und feste Schuhe mit.
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    Limeni
    Zigomitros Athanasios / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

    6Limeni

    Limeni ist ein kleiner Ort am inneren Ende der Bucht von Oitylo, unterhalb von Areopoli, dessen Hafen er früher war. Steinhäuser im Stil der Mani stehen am Ufer über sehr klarem, türkisfarbenem Wasser.Am Wasser steht der restaurierte Turm der Familie Mavromichalis, ein vierstöckiger Bau mit Bogentoren, den die Familie als Stammsitz nutzte. Einen Sandstrand gibt es nicht, gebadet wird von den Felsen und Stegen aus. Die Tavernen am Ufer servieren Fisch und Meze, von Areopoli ist der Ort in wenigen Minuten mit dem Auto erreichbar.
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    Restaurants in Mani

    1

    Barba Petros (Areopoli)

    Die Taverne liegt an der Hauptgasse der Altstadt von Areopoli und gilt als älteste des Ortes. Gekocht wird Landküche der Mani mit Gemüse vom Markt und Fleisch aus der Region, etwa gegrillte Lammrippchen. Gegessen wird im hohen Gastraum oder auf der Terrasse.
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    2

    O Takis (Limeni)

    Die Fischtaverne liegt direkt am Wasser in der Bucht von Limeni, unterhalb von Areopoli. Auf der Karte stehen Fisch und Meeresfrüchte, bekannt ist die Hummerpasta für zwei. Von den Tischen blickst du über die Bucht und die Fischerboote.
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    3

    Kyrimai (Gerolimenas)

    Das Restaurant gehört zum Hotel in den restaurierten Handelsgebäuden der Familie Kyrimis von 1870 am Rand des Hafens von Gerolimenas. Die Küche arbeitet mit regionalen und saisonalen Zutaten und interpretiert griechische Rezepte neu. Die Terrasse liegt direkt über dem Wasser.
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    4

    Lela's Taverna (Kardamyli)

    Lela Giannakea, die Köchin von Patrick Leigh Fermor, eröffnete die Taverne 1983 in einem Familienhaus am Meer neben der alten Ölmühle von Kardamyli. Heute führen ihr Sohn und ihr Enkel das Lokal und kochen zeitgemäße griechische Küche mit lokalen Zutaten. Von der Terrasse blickst du auf den Hafen und die Insel Meropi.
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    Essen und Trinken in der Mani

    Die Küche der Mani ist eine einfache Bauernküche aus Olivenöl, Schweinefleisch, Wildkräutern und Hülsenfrüchten.

    Siglino

    Siglino ist Schweinefleisch, das mit Salbei, Thymian und Zypressenholz geräuchert und anschließend in Olivenöl oder Fett eingelegt wird. Früher bereitete es jede Familie im Winter selbst zu. In den Tavernen kommt es gebraten oder mit Eiern auf den Tisch.

    Lalagia

    Lalagia sind dünne Teigstreifen, die in frischem Olivenöl knusprig ausgebacken werden. Traditionell gibt es sie zu Weihnachten und am Dreikönigstag. Gegessen werden sie mit Honig oder Zucker.
    Olivenöl und Oliven
    Michael Fielitz / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0

    Olivenöl und Oliven

    Auf den Terrassen der Mani stehen alte Olivenbäume, das Öl ist Grundlage fast jedes Gerichts und wurde früher auch zum Konservieren genutzt. In der Äußeren Mani wachsen die großen dunklen Kalamata-Oliven. Viele Höfe verkaufen Öl direkt.
    Honig und Pasteli
    Mushushu / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

    Honig und Pasteli

    Der Honig der Mani stammt von Thymian und Wildblüten der trockenen Hänge. Mit Sesam wird daraus Pasteli, ein fester Riegel, der schon in der Antike bekannt war. Beides findest du in Läden und an Straßenständen.

    Geschichte und Kultur der Mani

    Clans und TürmeDie Mani wurde weder von den Venezianern noch von den Osmanen dauerhaft kontrolliert. Die Familienverbände regelten ihre Angelegenheiten selbst, oft über Blutfehden, die sich über Generationen zogen. Dafür bauten sie die schmalen, mehrstöckigen Wohntürme, aus denen heraus gekämpft wurde, die meisten stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.1821Am 17. März 1821 rief Petros Mavromichalis, der letzte Bey der Mani, in Areopoli den Aufstand gegen die Osmanen aus, eine Woche vor dem offiziellen Beginn des Unabhängigkeitskriegs. Die Familie Mavromichalis hatte ihren Sitz im Turm von Limeni. Ihr Standbild steht heute auf dem Hauptplatz von Areopoli.Kirchen und LiteraturIn der Mani stehen zahlreiche kleine byzantinische Kirchen, viele mit Wandmalereien, oft abseits der Dörfer. Der britische Schriftsteller Patrick Leigh Fermor lebte jahrzehntelang bei Kardamyli, sein Buch über die Reise durch die Mani prägte das Bild der Region im Ausland.

    Anreise und unterwegs in der Mani

    AnreiseDer nächste Flughafen ist Kalamata, der im Sommer auch direkt aus Deutschland angeflogen wird. Von dort sind es rund 35 Kilometer bis Kardamyli und etwa anderthalb Stunden bis Areopoli. Von Athen fährst du mit dem Auto über Sparta und Gythio in rund vier Stunden in die Innere Mani.MietwagenOhne Mietwagen ist die Mani kaum zu erkunden. Die Hauptstraße führt an der Westküste von Kalamata über Kardamyli, Areopoli und Gerolimenas nach Süden und an der Ostküste zurück nach Gythio. Die Straßen sind gut ausgebaut, aber kurvig, Tankstellen im Süden selten.BusseÜberlandbusse der KTEL verbinden Kalamata mit Kardamyli und Stoupa sowie Gythio mit Areopoli, sie fahren aber nur wenige Male am Tag und kaum in die Dörfer weiter südlich. Zum Kap Tenaro und nach Vathia fährt kein regelmäßiger Bus.

    Ausflüge aus der Mani

    Gythio

    Die Hafenstadt Gythio liegt am Eingang zur Mani an der Lakonischen Bucht. Auf der Insel Marathonisi, über einen Damm erreichbar, steht der Tzanetakis-Turm mit dem Historischen und Volkskundlichen Museum der Mani. Südlich der Stadt liegt das Wrack der Dimitrios am Strand von Valtaki.

    Mystras

    Die byzantinische Ruinenstadt Mystras am Hang des Taygetos oberhalb von Sparta steht auf der UNESCO-Welterbeliste. Von Areopoli fährst du über Gythio rund eineinhalb Stunden. Für das steile Gelände mit Palast, Klosterkirchen und Burg brauchst du einen halben Tag.

    Viros-Schlucht und Taygetos

    Von Kardamyli führen markierte Wege in die Viros-Schlucht und hinauf in die Dörfer am Taygetos wie Exochori. Die Schlucht ist im Sommer trocken und im Winter zeitweise überflutet. Für längere Touren solltest du früh aufbrechen und genug Wasser mitnehmen.

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      Mani-Reise

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    In der Umgebung

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    Monemvasia liegt auf einem Felsen vor der lakonischen Ostküste, der rund 300 Meter aus dem Meer aufragt und nur über einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Der Name bedeutet einziger Zugang und beschreibt genau diese Lage, die den Ort seit dem 6. Jahrhundert schwer angreifbar machte. Hinter der Mauer stehen byzantinische Kirchen und Steinhäuser dicht beieinander, auf dem Plateau darüber liegt die verlassene Oberstadt.
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    C messier / Wikimedia Commons / CC BY 3.0

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    dronepicr / Wikimedia Commons / CC BY 2.0

    Hydra

    Hydra ist eine schmale, felsige Insel im Saronischen Golf vor der Küste der Peloponnes. Um den halbrunden Hafen steigen die Natursteinhäuser und Herrenhäuser der Reederfamilien auf, die im Unabhängigkeitskrieg von 1821 einen großen Teil der griechischen Flotte stellten. Autos und andere Fahrzeuge gibt es auf der Insel nicht, Lasten tragen Maultiere und Esel.