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    • In der Umgebung
    Unterengadin
    JoachimKohler-HB / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

    Schweiz

    Unterengadin

    Stadt

    Das Unterengadin ist der untere Teil des Engadins in Graubünden, zwischen Zernez und der Grenze zu Österreich.

    von Felix Gillen

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    Das Unterengadin ist der untere Teil des Engadins in Graubünden, zwischen Zernez und der Grenze zu Österreich. Hauptort ist Scuol auf rund 1290 Metern, seit 2015 bilden Scuol, Guarda, Ardez, Ftan, Sent und Tarasp eine gemeinsame Gemeinde, deren Amtssprache Rätoromanisch ist.Scuol ist seit dem 19. Jahrhundert ein Bäderort. Im Gemeindegebiet entspringen mehr als zwanzig Mineralquellen, an fünf Dorfbrunnen kannst du das Wasser direkt probieren, und das Bogn Engiadina knüpft seit 1993 an die Badetradition an. Gegenüber steht Schloss Tarasp auf einem Hügel über dem Tal, es ist nur mit Führung zu besichtigen.Guarda liegt auf 1653 Metern auf einer Sonnenterrasse hoch über dem Inn. Das Dorf mit seinen bemalten Engadinerhäusern aus dem 17. Jahrhundert erhielt 1975 den Wakkerpreis und inspirierte Selina Chönz und Alois Carigiet zur Geschichte vom Schellen-Ursli. Von Scuol erreichst du in gut einer halben Stunde mit der Rhätischen Bahn Zernez und den Schweizerischen Nationalpark.

    Sehenswürdigkeiten in Unterengadin

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Schloss Tarasp
    Museum

    1Schloss Tarasp

    Die Burg auf einem Hügel über dem Inntal blickt auf eine rund tausendjährige Geschichte zurück. Um 1900 kaufte der Dresdner Industrielle Karl August Lingner das verfallene Schloss und ließ es restaurieren, seit 2016 ist es in Privatbesitz. Besichtigen kannst du es nur mit Führung und nach Online-Anmeldung, im Sommer täglich außer montags. In der früheren Rüstkammer steht eine Orgel, auf der noch Konzerte stattfinden.
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    Bogn Engiadina
    Spa

    2Bogn Engiadina

    Das 1993 eröffnete Bad im Zentrum von Scuol knüpft an die Kurtradition des Ortes an und besaß das erste römisch-irische Bad der Schweiz. Hier beginnt auch die rund einstündige Scuoler Brunnentour, die durch den Soleturm und an den Mineralwasserbrunnen im alten Dorf vorbeiführt.
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    Guarda

    3Guarda

    Das Dorf mit rund 200 Einwohnern liegt auf 1653 Metern auf einer Sonnenterrasse über dem Inn, abseits von Talstraße und Bahnlinie. Die bemalten Engadinerhäuser aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts brachten Guarda 1975 den Wakkerpreis ein, ein Haus im Dorf diente Alois Carigiet als Vorbild für das Elternhaus des Schellen-Ursli.
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    Restaurants in Unterengadin

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    La Chadafö

    Restaurant im Hotel Altana an der Via da la Staziun in Scuol, nahe dem Bahnhof Scuol-Tarasp. Auf der Karte stehen Schweizer Klassiker und Engadiner Spezialitäten, täglich auch vegetarische sowie gluten- und laktosefreie Gerichte; im Sommer sitzt du im Garten mit Blick auf die Unterengadiner Dolomiten.
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    2

    Alpetta

    Restaurant oberhalb von Scuol. Bei schönem Wetter und am Wochenende kommen Gerichte aus der großen Pfanne auf den Tisch, etwa Pizzokels oder Älplermagronen.
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    Kultur im Unterengadin

    Im Unterengadin prägen rätoromanische Sprache, Engadinerhäuser und alte Bräuche das Dorfbild.Engadinerhäuser und SgraffitoGut erhaltene Engadinerhäuser findest du im alten Dorfteil Scuol Sot und vor allem in Guarda, dessen enge Gassen, Sgraffiti und bemalte Fassaden als Musterbeispiel rätoromanischer Dorfkultur gelten. Guardas Ortsbild ist von nationaler Bedeutung, eine GPS-App führt an 15 Stationen durch Geschichte, Handwerk und Natur des Dorfes.Schellen-Ursli und Chalandamarz1945 entstand die Geschichte vom Schellen-Ursli von Selina Chönz mit Bildern von Alois Carigiet, der sich für Urslis Elternhaus von einem der stattlichen Häuser in Guarda inspirieren ließ. In Guarda führt ein Themenweg zur Geschichte, der sich auch mit Kindern in Etappen gehen lässt. Das Dorf pflegt außerdem den Brauch Chalandamarz, bei dem mit großen Kuhglocken der Winter vertrieben wird.Wasser und BäderDie Vielfalt der Mineralquellen hat mit der besonderen Geologie des Unterengadiner Fensters zu tun. Erwähnt wird das Wasser von Scuol schon um 1369, ab etwa 1860 wurden die Heilquellen in größerem Stil genutzt. Das Museum d'Engiadina Bassa in Scuol zeigt in historisch eingerichteten Räumen Möbel, Geräte, Webstühle und Trachten aus dem bäuerlichen Leben des Tals.

    Unterwegs im Unterengadin

    Scuol-Tarasp ist Endstation der Rhätischen Bahn im Unterengadin. Seit 1999 verbindet der 19 Kilometer lange Vereinatunnel das Prättigau ganzjährig mit dem Engadin: Von Chur fährst du mit Umstieg in Landquart in rund 1 Stunde 45 Minuten nach Scuol.Regionalzüge verbinden Scuol mit Guarda, Ardez und Zernez, nach Zernez brauchst du rund 33 Minuten.Der Bahnhof Guarda liegt unterhalb des Dorfes auf 1432 Metern, PostAuto-Busse fahren hinauf.Zum Schloss Tarasp nimmst du den Bus bis zur Haltestelle Tarasp-Florins und gehst rund acht Minuten zu Fuß.Ein Postauto fährt im Sommer von Scuol ins abgelegene Val S-charl, im Winter ist S-charl nur zu Fuß, auf Ski oder mit dem Pferdeschlitten erreichbar.

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    Campingplätze in Unterengadin

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    1. 1
      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
      1234

      Rundreise

      12 Tage · 4 Stopps

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      Unterengadin-Reise

      Live
      • 1Schloss Tarasp3 Tage
      • 2Bogn Engiadina4 Tage
      • 3Guarda5 Tage
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      Unterengadin
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    In der Umgebung

    Schweizerischer Nationalpark

    Schweizerischer Nationalpark

    Der Schweizerische Nationalpark im Osten Graubündens wurde am 1. August 1914 gegründet und ist der älteste Nationalpark der Alpen. Auf 170 Quadratkilometern zwischen 1400 und 3174 Metern Höhe darf sich die Natur ohne menschliche Eingriffe entwickeln, der Park ist als Wildnisgebiet der strengsten IUCN-Kategorie Ia eingestuft. Rund die Hälfte der Fläche besteht aus Fels und Geröll, ein knappes Drittel ist Wald.Ausgangspunkt für die meisten Besuche ist Zernez im Engadin mit dem Nationalparkzentrum. Durch den Park führen 21 Wanderrouten mit zusammen rund 100 Kilometern, die Ofenpassstraße von Zernez Richtung Val Müstair durchquert ihn, und PostAuto-Busse halten an den Ausgangspunkten der Wege. Mit etwas Glück siehst du Rothirsche, Gämsen, Steinböcke, Murmeltiere und Bartgeier.Seit 2017 bildet der Park die Kernzone der UNESCO-Biosfera Engiadina Val Müstair. Die Regeln sind streng: Du bleibst auf den markierten Wegen, Hunde sind auch an der Leine verboten, und im Winter ist der Park zum Schutz der Tiere geschlossen.
    Val Müstair

    Val Müstair

    Das Val Müstair liegt im äußersten Südosten Graubündens jenseits des Ofenpasses, die PostAuto-Linie durch das Tal führt weiter nach Mals im italienischen Vinschgau. Im Dorf Müstair steht das Benediktinerinnenkloster St. Johann, das seit 1983 zum UNESCO-Welterbe gehört.Der Überlieferung nach gründete Karl der Große das Kloster um 775, nachdem er einen Schneesturm am Umbrailpass überlebt hatte. In der Klosterkirche ist der größte und am besten erhaltene Freskenzyklus des Frühmittelalters erhalten: karolingische Wandmalereien aus der Zeit um 800, die 1894 unter jüngeren Farbschichten wiederentdeckt wurden, und romanische Fresken aus dem 12. Jahrhundert. Bis heute leben hier Benediktinerinnen.Das Klostermuseum in einem über tausend Jahre alten Wohn- und Fluchtturm erzählt die mehr als 1200-jährige Geschichte des Klosters. Von Zernez erreichst du Müstair mit dem PostAuto über den Ofenpass und durch den Schweizerischen Nationalpark in rund 50 Minuten bis gut einer Stunde. Das Tal bildet mit dem Nationalpark und Scuol die UNESCO-Biosfera Engiadina Val Müstair.
    Arlberg

    Arlberg

    Der Arlbergpass auf 1.793 Metern trennt Vorarlberg und Tirol. Auf der Tiroler Seite liegt St. Anton, auf der Vorarlberger Seite führt die Straße über den Flexenpass nach Zürs und Lech. Bekannt als Wiege des alpinen Skilaufs, ist die Region im Sommer ein Wandergebiet mit Bergseen, Seilbahnen und dem Skyspace von James Turrell.
    St. Moritz und Oberengadin

    St. Moritz und Oberengadin

    St. Moritz liegt in Graubünden im Oberengadin, einem weiten Hochtal mit einer Kette von Seen. Der Ort war 1928 und 1948 Austragungsort der Olympischen Winterspiele und ist Knotenpunkt der Rätischen Bahn, deren Albula- und Berninalinie zum UNESCO-Welterbe gehören.Die Albulalinie von Thusis nach St. Moritz wurde 1903 bis 1904 eröffnet, die Berninalinie nach Tirano in Italien 1910. Zusammen bilden die rund 122 Kilometer seit 2008 das Welterbe Rätische Bahn in der Albula- und Berninalandschaft. Am Berninapass erreicht die Bahn 2253 Meter, an der Haltestelle Bernina Diavolezza fährt eine Seilbahn in Richtung Piz Bernina, dem höchsten Berg der Ostalpen. Am Lago Bianco bei Ospizio Bernina gibt es kurze Wanderwege. In St. Moritz endet außerdem der Glacier Express aus Zermatt.
    Graubünden

    Graubünden

    Graubünden im Osten der Schweiz ist der flächengrößte Kanton und der einzige mit drei Amtssprachen: Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch. Bekannt ist er für das Engadin mit St. Moritz und die Strecken der Rhätischen Bahn über Albula und Bernina, die seit 2008 zum UNESCO-Welterbe gehören.Hochtäler, Seen und Pässe machen Graubünden zu einer Region für Bahnreisen, Wanderungen im Sommer und Wintersport.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI