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    Val Müstair
    Zairon / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

    Schweiz

    Val Müstair

    Sehenswürdigkeit

    Das Val Müstair liegt im äußersten Südosten Graubündens jenseits des Ofenpasses, die PostAuto-Linie durch das Tal führt weiter nach Mals im italienischen Vinschgau.

    von Felix Gillen

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    Das Val Müstair liegt im äußersten Südosten Graubündens jenseits des Ofenpasses, die PostAuto-Linie durch das Tal führt weiter nach Mals im italienischen Vinschgau. Im Dorf Müstair steht das Benediktinerinnenkloster St. Johann, das seit 1983 zum UNESCO-Welterbe gehört.Der Überlieferung nach gründete Karl der Große das Kloster um 775, nachdem er einen Schneesturm am Umbrailpass überlebt hatte. In der Klosterkirche ist der größte und am besten erhaltene Freskenzyklus des Frühmittelalters erhalten: karolingische Wandmalereien aus der Zeit um 800, die 1894 unter jüngeren Farbschichten wiederentdeckt wurden, und romanische Fresken aus dem 12. Jahrhundert. Bis heute leben hier Benediktinerinnen.Das Klostermuseum in einem über tausend Jahre alten Wohn- und Fluchtturm erzählt die mehr als 1200-jährige Geschichte des Klosters. Von Zernez erreichst du Müstair mit dem PostAuto über den Ofenpass und durch den Schweizerischen Nationalpark in rund 50 Minuten bis gut einer Stunde. Das Tal bildet mit dem Nationalpark und Scuol die UNESCO-Biosfera Engiadina Val Müstair.

    Sehenswürdigkeiten in Val Müstair

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Kloster St. Johann
    Museum

    1Kloster St. Johann

    Das der Überlieferung nach um 775 von Karl dem Großen gegründete Kloster gehört seit 1983 zum UNESCO-Welterbe. Die Klosterkirche bewahrt karolingische Fresken aus der Zeit um 800 und romanische Wandmalereien aus dem 12. Jahrhundert, im Kirchenraum steht eine monumentale Statue Karls des Großen. Im Klostermuseum, einem über tausend Jahre alten Turm, ist die Geschichte des Klosters ausgestellt, bis heute leben hier Benediktinerinnen.
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    Heiligkreuzkapelle
    Kirche

    2Heiligkreuzkapelle

    Die kleine Kapelle im Klosterbezirk stammt wie die Kirche aus karolingischer Zeit. Sie wurde 2018 restauriert und ist an bestimmten Tagen zugänglich.
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    Restaurants in Val Müstair

    Kultur im Val Müstair

    Im Val Müstair verbinden sich mehr als zwölf Jahrhunderte Klostergeschichte mit dem Alltag eines abgelegenen Bergtals.Fresken aus karolingischer ZeitDie Schweizer Forscher Robert Durrer und Joseph Zemp entdeckten die karolingischen Fresken 1894 unter mehreren Farbschichten. Ein Teil wurde 1908 und 1909 ins Schweizerische Nationalmuseum nach Zürich gebracht, der Rest zwischen 1947 und 1951 freigelegt. Seit dem 12. Jahrhundert ist St. Johann ein Frauenkloster, seit 1528 ist die Kirche zugleich Pfarrkirche von Müstair.Klostermuseum und HeiligkreuzkapelleDas Museum zeigt unter anderem abgelöste romanische Wandbilder aus der Zeit um 1200, seit Dezember 2024 läuft die Dauerausstellung «Wege von und nach Müstair». Die ebenfalls karolingische Heiligkreuzkapelle wurde 2018 restauriert und kann an bestimmten Tagen besichtigt werden.

    Anreise ins Val Müstair

    Die PostAuto-Linie 811 verbindet den Bahnhof Zernez mit Müstair, Haltestelle Clostra Son Jon, und fährt weiter nach Mals im Vinschgau. Die Fahrt dauert je nach Kurs rund 50 Minuten bis gut eine Stunde und führt über den Ofenpass durch den Schweizerischen Nationalpark.Als Tagesausflug von Zernez oder Scuol lässt sich Müstair gut mit einer Wanderung im Nationalpark verbinden.Das Klostermuseum ist ganzjährig geöffnet, sonntags und an Feiertagen nur nachmittags, geschlossen ist es nur am 25. Dezember.

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    Campingplätze in Val Müstair

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    Stellplätze & Camping

    In der Umgebung

    Schweizerischer Nationalpark

    Schweizerischer Nationalpark

    Der Schweizerische Nationalpark im Osten Graubündens wurde am 1. August 1914 gegründet und ist der älteste Nationalpark der Alpen. Auf 170 Quadratkilometern zwischen 1400 und 3174 Metern Höhe darf sich die Natur ohne menschliche Eingriffe entwickeln, der Park ist als Wildnisgebiet der strengsten IUCN-Kategorie Ia eingestuft. Rund die Hälfte der Fläche besteht aus Fels und Geröll, ein knappes Drittel ist Wald.Ausgangspunkt für die meisten Besuche ist Zernez im Engadin mit dem Nationalparkzentrum. Durch den Park führen 21 Wanderrouten mit zusammen rund 100 Kilometern, die Ofenpassstraße von Zernez Richtung Val Müstair durchquert ihn, und PostAuto-Busse halten an den Ausgangspunkten der Wege. Mit etwas Glück siehst du Rothirsche, Gämsen, Steinböcke, Murmeltiere und Bartgeier.Seit 2017 bildet der Park die Kernzone der UNESCO-Biosfera Engiadina Val Müstair. Die Regeln sind streng: Du bleibst auf den markierten Wegen, Hunde sind auch an der Leine verboten, und im Winter ist der Park zum Schutz der Tiere geschlossen.
    Unterengadin

    Unterengadin

    Das Unterengadin ist der untere Teil des Engadins in Graubünden, zwischen Zernez und der Grenze zu Österreich. Hauptort ist Scuol auf rund 1290 Metern, seit 2015 bilden Scuol, Guarda, Ardez, Ftan, Sent und Tarasp eine gemeinsame Gemeinde, deren Amtssprache Rätoromanisch ist.Scuol ist seit dem 19. Jahrhundert ein Bäderort. Im Gemeindegebiet entspringen mehr als zwanzig Mineralquellen, an fünf Dorfbrunnen kannst du das Wasser direkt probieren, und das Bogn Engiadina knüpft seit 1993 an die Badetradition an. Gegenüber steht Schloss Tarasp auf einem Hügel über dem Tal, es ist nur mit Führung zu besichtigen.Guarda liegt auf 1653 Metern auf einer Sonnenterrasse hoch über dem Inn. Das Dorf mit seinen bemalten Engadinerhäusern aus dem 17. Jahrhundert erhielt 1975 den Wakkerpreis und inspirierte Selina Chönz und Alois Carigiet zur Geschichte vom Schellen-Ursli. Von Scuol erreichst du in gut einer halben Stunde mit der Rhätischen Bahn Zernez und den Schweizerischen Nationalpark.
    St. Moritz und Oberengadin

    St. Moritz und Oberengadin

    St. Moritz liegt in Graubünden im Oberengadin, einem weiten Hochtal mit einer Kette von Seen. Der Ort war 1928 und 1948 Austragungsort der Olympischen Winterspiele und ist Knotenpunkt der Rätischen Bahn, deren Albula- und Berninalinie zum UNESCO-Welterbe gehören.Die Albulalinie von Thusis nach St. Moritz wurde 1903 bis 1904 eröffnet, die Berninalinie nach Tirano in Italien 1910. Zusammen bilden die rund 122 Kilometer seit 2008 das Welterbe Rätische Bahn in der Albula- und Berninalandschaft. Am Berninapass erreicht die Bahn 2253 Meter, an der Haltestelle Bernina Diavolezza fährt eine Seilbahn in Richtung Piz Bernina, dem höchsten Berg der Ostalpen. Am Lago Bianco bei Ospizio Bernina gibt es kurze Wanderwege. In St. Moritz endet außerdem der Glacier Express aus Zermatt.
    Meran (Merano)

    Meran (Merano)

    Meran liegt in einem Talkessel im Etschtal, in den von Norden das Passeiertal mündet. Das milde Klima lässt neben Wein auch Palmen, Zypressen, Steineichen und Libanonzedern wachsen.KurstadtSeit 1855 ist Meran Kurort. Das Kurhaus an der Passerpromenade besteht aus einem historistischen Trakt von 1873/74 und einem Jugendstil-Trakt von 1912 bis 1914. Die 2005 eröffnete Therme Meran setzt die Tradition fort.Altstadt und UmgebungDie Laubengasse ist die Hauptachse der Altstadt, am Pfarrplatz steht die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus. Am Hang des Küchelbergs verläuft der Tappeinerweg, am Ostrand der Stadt liegen die Gärten von Schloss Trauttmansdorff, nördlich Dorf Tirol mit dem namensgebenden Schloss.
    Arlberg

    Arlberg

    Der Arlbergpass auf 1.793 Metern trennt Vorarlberg und Tirol. Auf der Tiroler Seite liegt St. Anton, auf der Vorarlberger Seite führt die Straße über den Flexenpass nach Zürs und Lech. Bekannt als Wiege des alpinen Skilaufs, ist die Region im Sommer ein Wandergebiet mit Bergseen, Seilbahnen und dem Skyspace von James Turrell.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI