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    Schweizerischer Nationalpark
    Agnes Monkelbaan / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

    Schweiz

    Schweizerischer Nationalpark

    Sehenswürdigkeit

    Der Schweizerische Nationalpark im Osten Graubündens wurde am 1. August 1914 gegründet und ist der älteste Nationalpark der Alpen.

    von Felix Gillen

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    Der Schweizerische Nationalpark im Osten Graubündens wurde am 1. August 1914 gegründet und ist der älteste Nationalpark der Alpen. Auf 170 Quadratkilometern zwischen 1400 und 3174 Metern Höhe darf sich die Natur ohne menschliche Eingriffe entwickeln, der Park ist als Wildnisgebiet der strengsten IUCN-Kategorie Ia eingestuft. Rund die Hälfte der Fläche besteht aus Fels und Geröll, ein knappes Drittel ist Wald.Ausgangspunkt für die meisten Besuche ist Zernez im Engadin mit dem Nationalparkzentrum. Durch den Park führen 21 Wanderrouten mit zusammen rund 100 Kilometern, die Ofenpassstraße von Zernez Richtung Val Müstair durchquert ihn, und PostAuto-Busse halten an den Ausgangspunkten der Wege. Mit etwas Glück siehst du Rothirsche, Gämsen, Steinböcke, Murmeltiere und Bartgeier.Seit 2017 bildet der Park die Kernzone der UNESCO-Biosfera Engiadina Val Müstair. Die Regeln sind streng: Du bleibst auf den markierten Wegen, Hunde sind auch an der Leine verboten, und im Winter ist der Park zum Schutz der Tiere geschlossen.

    Sehenswürdigkeiten in Schweizerischer Nationalpark

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Nationalparkzentrum Zernez
    Museum

    1Nationalparkzentrum Zernez

    Im Besucherzentrum in Zernez bereitest du deinen Parkbesuch vor. Die 2023 eröffnete interaktive Ausstellung «Wildnis im Zentrum» erklärt auf vier Räumen, wie sich Natur ohne Eingriffe entwickelt, dazu gibt es Infoschalter, Feldstecherverleih und die Buchung geführter Touren. Im Sommer ist täglich von 8.30 bis 18 Uhr geöffnet.
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    Val Trupchun
    Natur

    2Val Trupchun

    Im Seitental bei S-chanf beobachtest du Rothirsche, Gämsen, Steinböcke und Murmeltiere, über den Hängen kreisen oft Adler. Die Rundwanderung vom Parkplatz Prasüras zur Alp Trupchun misst knapp 14 Kilometer und dauert gut vier Stunden. Ende September hallt das Röhren der Hirsche durchs Tal, ein Fernglas lohnt sich.
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    Chamanna Cluozza
    Sehenswürdigkeit

    3Chamanna Cluozza

    Die Hütte im Val Cluozza ist neben dem Hotel Il Fuorn die einzige Übernachtungsmöglichkeit im Park. Von Zernez wanderst du rund dreieinhalb Stunden hinauf, geöffnet ist sie von Mitte Juni bis Mitte Oktober.
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    Margunet
    Natur

    4Margunet

    Der Aussichtspunkt Margunet im Ofenpassgebiet ist Ziel der geführten Dienstagswanderung des Nationalparks, bei der du mit einer Parkführerin oder einem Parkführer nach Wildtieren Ausschau hältst. Anmeldung im Nationalparkzentrum Zernez.
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    Restaurants in Schweizerischer Nationalpark

    Natur und Forschung im Nationalpark

    Der Nationalpark ist kein Freizeitpark, sondern ein Freilandlabor, in dem seit über hundert Jahren beobachtet wird, wie sich Natur ohne Eingriffe entwickelt.Wildnis seit 1914Im Park wird nicht gejägt, nicht gemäht und kein Holz geschlagen. Rund 80 Prozent des Untergrunds bestehen aus Dolomit und Kalk. Gezählt wurden 36 Säugetierarten, rund 100 Vogelarten und etwa 650 höhere Pflanzenarten. Das Gebiet erstreckt sich über die Gemeinden Zernez, Scuol, S-chanf und Val Müstair.Die Jahreszeiten im ParkJuni und Juli: Alpenblumen und die meisten Jungtiere.Juli und August: beste Zeit für hochalpine Touren wie zur Macun-Seenplatte.Ende September: Hirschbrunft, besonders gut zu erleben im Val Trupchun.Oktober: die Lärchen färben sich golden.Regeln für BesucherErlaubt ist der Aufenthalt nur tagsüber und auf markierten Wegen sowie an den gekennzeichneten Rastplätzen. Verboten sind Hunde, Velos, Feuer, Baden und das Pflücken von Pflanzen, übernachten kannst du nur in der Chamanna Cluozza und im Hotel Il Fuorn. Geführte Wanderungen etwa nach Margunet und ins Val Trupchun buchst du im Nationalparkzentrum.

    Anreise und unterwegs im Nationalpark

    Zernez erreichst du mit der Rhätischen Bahn, von Scuol in rund 33 Minuten, von St. Moritz in gut 40 Minuten. Die Parkverwaltung empfiehlt ausdrücklich den öffentlichen Verkehr, denn an der Ofenpassstraße darfst du nur auf nummerierten Parkplätzen parken.Das PostAuto von Zernez über den Ofenpass ins Val Müstair hält an mehreren Wanderausgangspunkten im Park, das Hotel Il Fuorn erreichst du in rund 20 Minuten.Ins Val Trupchun startest du vom Parkplatz Prasüras bei S-chanf.Zur Chamanna Cluozza gehst du von Zernez rund dreieinhalb Stunden, die Hütte ist von Mitte Juni bis Mitte Oktober geöffnet.Außer in Cluozza und Il Fuorn gibt es im Park keine Verpflegung, nimm also Proviant mit.

    Unterkünfte in Schweizerischer Nationalpark

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    Campingplätze in Schweizerischer Nationalpark

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    Park4Night
    Stellplätze & Camping

    In der Umgebung

    Unterengadin

    Unterengadin

    Das Unterengadin ist der untere Teil des Engadins in Graubünden, zwischen Zernez und der Grenze zu Österreich. Hauptort ist Scuol auf rund 1290 Metern, seit 2015 bilden Scuol, Guarda, Ardez, Ftan, Sent und Tarasp eine gemeinsame Gemeinde, deren Amtssprache Rätoromanisch ist.Scuol ist seit dem 19. Jahrhundert ein Bäderort. Im Gemeindegebiet entspringen mehr als zwanzig Mineralquellen, an fünf Dorfbrunnen kannst du das Wasser direkt probieren, und das Bogn Engiadina knüpft seit 1993 an die Badetradition an. Gegenüber steht Schloss Tarasp auf einem Hügel über dem Tal, es ist nur mit Führung zu besichtigen.Guarda liegt auf 1653 Metern auf einer Sonnenterrasse hoch über dem Inn. Das Dorf mit seinen bemalten Engadinerhäusern aus dem 17. Jahrhundert erhielt 1975 den Wakkerpreis und inspirierte Selina Chönz und Alois Carigiet zur Geschichte vom Schellen-Ursli. Von Scuol erreichst du in gut einer halben Stunde mit der Rhätischen Bahn Zernez und den Schweizerischen Nationalpark.
    Val Müstair

    Val Müstair

    Das Val Müstair liegt im äußersten Südosten Graubündens jenseits des Ofenpasses, die PostAuto-Linie durch das Tal führt weiter nach Mals im italienischen Vinschgau. Im Dorf Müstair steht das Benediktinerinnenkloster St. Johann, das seit 1983 zum UNESCO-Welterbe gehört.Der Überlieferung nach gründete Karl der Große das Kloster um 775, nachdem er einen Schneesturm am Umbrailpass überlebt hatte. In der Klosterkirche ist der größte und am besten erhaltene Freskenzyklus des Frühmittelalters erhalten: karolingische Wandmalereien aus der Zeit um 800, die 1894 unter jüngeren Farbschichten wiederentdeckt wurden, und romanische Fresken aus dem 12. Jahrhundert. Bis heute leben hier Benediktinerinnen.Das Klostermuseum in einem über tausend Jahre alten Wohn- und Fluchtturm erzählt die mehr als 1200-jährige Geschichte des Klosters. Von Zernez erreichst du Müstair mit dem PostAuto über den Ofenpass und durch den Schweizerischen Nationalpark in rund 50 Minuten bis gut einer Stunde. Das Tal bildet mit dem Nationalpark und Scuol die UNESCO-Biosfera Engiadina Val Müstair.
    St. Moritz und Oberengadin

    St. Moritz und Oberengadin

    St. Moritz liegt in Graubünden im Oberengadin, einem weiten Hochtal mit einer Kette von Seen. Der Ort war 1928 und 1948 Austragungsort der Olympischen Winterspiele und ist Knotenpunkt der Rätischen Bahn, deren Albula- und Berninalinie zum UNESCO-Welterbe gehören.Die Albulalinie von Thusis nach St. Moritz wurde 1903 bis 1904 eröffnet, die Berninalinie nach Tirano in Italien 1910. Zusammen bilden die rund 122 Kilometer seit 2008 das Welterbe Rätische Bahn in der Albula- und Berninalandschaft. Am Berninapass erreicht die Bahn 2253 Meter, an der Haltestelle Bernina Diavolezza fährt eine Seilbahn in Richtung Piz Bernina, dem höchsten Berg der Ostalpen. Am Lago Bianco bei Ospizio Bernina gibt es kurze Wanderwege. In St. Moritz endet außerdem der Glacier Express aus Zermatt.
    Graubünden

    Graubünden

    Graubünden im Osten der Schweiz ist der flächengrößte Kanton und der einzige mit drei Amtssprachen: Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch. Bekannt ist er für das Engadin mit St. Moritz und die Strecken der Rhätischen Bahn über Albula und Bernina, die seit 2008 zum UNESCO-Welterbe gehören.Hochtäler, Seen und Pässe machen Graubünden zu einer Region für Bahnreisen, Wanderungen im Sommer und Wintersport.
    Arlberg

    Arlberg

    Der Arlbergpass auf 1.793 Metern trennt Vorarlberg und Tirol. Auf der Tiroler Seite liegt St. Anton, auf der Vorarlberger Seite führt die Straße über den Flexenpass nach Zürs und Lech. Bekannt als Wiege des alpinen Skilaufs, ist die Region im Sommer ein Wandergebiet mit Bergseen, Seilbahnen und dem Skyspace von James Turrell.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI