San José ist die Hauptstadt Costa Ricas und das Zentrum des Valle Central. Fast alle Reisenden kommen hier an. Ein bis zwei Tage reichen, um die Museen zu präkolumbischem Gold und Jade, das Nationaltheater und die Markthallen zu sehen, bevor es weiter zu Vulkanen und Küsten geht. Die Stadt liegt auf rund 1.030 Metern Höhe und ist seit 1823 Hauptstadt; der internationale Flughafen Juan Santamaría liegt gut 20 Kilometer entfernt in Alajuela.Das Zentrum um die Plaza de la Cultura ist kompakt und gut zu Fuß zu erkunden. Hier stehen das 1897 eröffnete Teatro Nacional und darunter das Museo del Oro Precolombino. Wenige Blocks östlich folgen das Museo del Jade und das Museo Nacional im ehemaligen Armeequartier Bellavista. Westlich der Kathedrale belegt der Mercado Central seit 1880 einen ganzen Block an der Avenida Central, mit über 200 Ständen und einfachen Sodas in schmalen Gängen.Barrio Amón nördlich des Zentrums entstand Ende des 19. Jahrhunderts als Wohnviertel der Kaffeeoligarchie. Zwischen niedrigen Holzhäusern mit Veranden und schmiedeeisernen Geländern stehen Bauten wie der Castillo del Moro im Mudéjar-Stil von 1930 oder das vorgefertigte Metallgebäude von 1890, in dem seit 1965 die Alianza Francesa sitzt. Viele der restaurierten Villen beherbergen heute kleine Hotels, Cafés und Galerien. Einige Straßenzüge gelten abends als wenig belebt, dort bist du nachts besser mit dem Taxi unterwegs.Barrio Escalante im Osten ist das Restaurantviertel der Stadt. Rund um die Calle 33 haben sich Lokale in alten Wohnhäusern eingerichtet: vegane Cafés, Spezialitätenkaffee, Craft-Beer-Pubs und Küchen von mediterran bis mexikanisch. Abends ist hier am meisten los, entsprechend liegen die meisten Bars der Stadt in diesem Viertel.
Sehenswürdigkeiten in San José
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Historische Stätte
1Teatro Nacional de Costa Rica
Das neoklassizistische Nationaltheater wurde am 21. Oktober 1897 eröffnet und über eine Steuer auf Kaffee finanziert, damals das wichtigste Exportgut des Landes. Im Inneren hängt das Wandgemälde „Alegoría al café y el banano“ des Mailänder Malers Aleardo Villa. Seit 1965 ist der Bau Nationaldenkmal; mehrmals pro Woche finden hier Aufführungen statt.
Das Nationalmuseum belegt das ehemalige Cuartel Bellavista, bis 1948 Hauptquartier der Armee. Eine Wand erinnert an den symbolischen Schlag, mit dem die Armee abgeschafft wurde. Die Ausstellungen reichen von präkolumbischen Objekten aus Keramik, Stein, Gold und Jade bis zur Landesgeschichte; in den alten Zellen sind Graffiti von Gefangenen aus den 1940er-Jahren erhalten. Geöffnet dienstags bis sonntags.
Das Goldmuseum liegt unterirdisch unter der Plaza de la Cultura, direkt neben dem Nationaltheater. Es zeigt Goldarbeiten der indigenen Kulturen aus der Zeit vor der spanischen Eroberung, darunter Figuren und Schmuck, sowie eine Münzsammlung. Mit dem Jademuseum und dem Nationalmuseum lässt es sich gut an einem Tag kombinieren.
Das Jademuseum zeigt eine große Sammlung präkolumbischer Jadeobjekte, ergänzt um archäologische, anthropologische und geologische Exponate. Es liegt wenige Blocks östlich der Plaza de la Cultura, nahe dem Nationalmuseum, sodass sich beide Häuser gut nacheinander besuchen lassen.
Die Metropolitankathedrale ist die Hauptkirche der Hauptstadt und steht an der Calle Central zwischen den Avenidas 2 und 4, wenige Minuten zu Fuß von der Plaza de la Cultura. Der erste Bau von 1802 wurde durch ein Erdbeben zerstört, das heutige Gebäude ist ein späterer Neubau.
Die Markthalle von 1880 nimmt einen ganzen Block an der Avenida Central ein, rund 250 Meter nordwestlich des Parque Central. In den schmalen Gängen drängen sich über 200 Stände mit Obst, Fleisch, Fisch, Kaffee, Gewürzen, Heilkräutern, Lederwaren und Souvenirs. Dazwischen liegen einfache Sodas, in denen du günstig costa-ricanisch isst. Zwei Blocks nördlich liegt der auf Lebensmittel spezialisierte Mercado Borbón.
Eine Soda im Stadtzentrum, also ein einfaches, günstiges Lokal mit costa-ricanischer Hausmannskost. Gut für ein schnelles Mittagessen zwischen Museen und Mercado Central.
Das Restaurant an der Calle 11 kocht panasiatisch, mit Gerichten aus China, Japan, Thailand, Indien und Korea auf der Karte. Es liegt wenige Gehminuten südöstlich der Museen im Zentrum.
Das Café befindet sich im Teatro Nacional und eignet sich für Kaffee und Kuchen in historischem Rahmen, etwa vor oder nach einer Theaterführung oder dem Besuch des Goldmuseums nebenan.
Kaffee und RepräsentationDer Kaffeeexport finanzierte im 19. Jahrhundert das moderne San José. Das Teatro Nacional wurde über eine Kaffeesteuer bezahlt, im Inneren zeigt das Wandgemälde „Alegoría al café y el banano“ von Aleardo Villa die beiden Exportgüter, die das Land prägten. Die Villen in Barrio Amón stammen aus derselben Zeit.Ein Land ohne ArmeeCosta Rica schaffte 1948 seine Armee ab. Das alte Hauptquartier Cuartel Bellavista ist heute das Nationalmuseum; eine Wand erinnert dort an den symbolischen Akt. Die Ausstellungen spannen den Bogen von präkolumbischen Kulturen bis in die Gegenwart.
Gastropub mit Craft-Bier in Barrio Escalante, dem Ausgehviertel östlich des Zentrums. Ein guter Startpunkt für einen Abend rund um die Calle 33, wo viele weitere Bars und Restaurants liegen.
Zu Fuß und mit dem TaxiDas Zentrum mit Plaza de la Cultura, Museen und Mercado Central erkundest du am besten zu Fuß. Für Strecken nach Barrio Escalante oder abends nimmst du ein Taxi: Die offiziellen Taxis sind rot und tragen ein gelbes Dreieck an der Tür; achte darauf, dass der Fahrer das Taxameter, „la maría“ genannt, einschaltet. Uber fährt in San José, bewegt sich rechtlich aber in einer Grauzone.Bus und BahnPrivate Busgesellschaften verbinden die Stadt mit dem Flughafen und dem übrigen Valle Central, die Fernbusse in andere Landesteile starten von verschiedenen Terminals. Die staatliche Bahn INCOFER betreibt Pendlerzüge auf drei Linien in die Nachbarstädte.