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    Provence

    Frankreich

    Provence

    Region

    Die Provence im Südosten Frankreichs reicht vom Rhône-Tal bis in die Voralpen und an die Küste bei Marseille.

    von Felix Gillen

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    4. Provence
    Die Provence im Südosten Frankreichs reicht vom Rhône-Tal bis in die Voralpen und an die Küste bei Marseille. Du findest hier römische Bauwerke, mittelalterliche Bergdörfer, Lavendelfelder auf den Hochebenen, die Schluchten des Verdon und lebhafte Städte wie Marseille, Avignon und Aix-en-Provence. Dazu kommen Märkte, Wein und eine Küche mit viel Gemüse, Olivenöl und Kräutern.
    Die Provence im Südosten Frankreichs ist geprägt von ihren ikonischen Lavendelfeldern, historischen Bergdörfern und dem milden mediterranen Klima. Du entdeckst hier römische Monumente in Arles, lebendige Märkte in Aix-en-Provence und die spektakulären Schluchten des Verdon. Die Region ist zudem bekannt für ihre exzellenten Weine, aromatischen Kräuter und eine authentische, regionale Küche. Malerische Orte wie Gordes oder Roussillon im Luberon laden mit ihren Kunstgalerien, Handwerksboutiquen und Cafés zum Verweilen ein. Die berühmte Lavendelblüte erreicht ihren Höhepunkt von Mitte Juni bis Mitte Juli, doch für eine entspanntere Reise mit weniger Touristen empfiehlt sich das Frühjahr.
    Briançon

    Ort 1 von 4

    Briançon

    Briançon liegt auf rund 1.300 Metern in den Hautes-Alpes und gilt als höchstgelegene Stadt Frankreichs. Die von Vauban geplanten Befestigungen der Altstadt und der umliegenden Forts gehören seit 2008 zum UNESCO-Welterbe.

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    Moustiers

    Ort 2 von 4

    Moustiers

    Moustiers-Sainte-Marie liegt an einer Felswand am westlichen Ende der Gorges du Verdon und gehört zu den „Plus Beaux Villages de France“.

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    Aix-en-Provence

    Ort 3 von 4

    Aix-en-Provence

    Aix-en-Provence, die ehemalige Hauptstadt der Provence, empfängt dich mit einer eleganten Atmosphäre, geprägt von historischen Gebäuden und schattenspendenden Platanen.

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    Arles

    Ort 4 von 4

    Arles

    Arles ist eine Stadt mit einer tief verwurzelten Geschichte, geprägt von ihrem römischen Erbe und der künstlerischen Präsenz Vincent van Goghs.

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    Weitere Orte in Provence

    Avignon

    Avignon

    Das historische Avignon in der Provence ist untrennbar mit seiner Zeit als Papstsitz im 14. Jahrhundert verbunden. Die imposanten Stadtmauern umschließen eine Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Du wirst besonders vom Palais des Papes, dem größten gotischen Palast Europas, und der berühmten Brücke Pont Saint-Bénézet, bekannt als Pont d'Avignon, beeindruckt sein. Schlendere durch die engen Gassen und über belebte Plätze, um das authentische Flair der Stadt zu erleben. Vom Felsen Rocher des Doms genießt du zudem eine weite Aussicht über die Stadt und die Rhône. Für ein entspanntes Erlebnis empfiehlt sich ein Besuch im Frühling oder Herbst, um die Sommerhitze und die größten Touristenströme zu meiden.
    Gorges du Verdon

    Gorges du Verdon

    Die Gorges du Verdon gelten als einer der größten Canyons Europas. Der Verdon hat sich bis zu 700 Meter tief in den Kalkstein eingeschnitten, sein Wasser leuchtet grün bis türkis.Du kannst hier Kajak fahren, raften oder anspruchsvolle Wanderungen unternehmen. Am westlichen Ende liegt der Lac de Sainte-Croix, ein 1974 aufgestauter See, der sich zum Baden und für Bootsausflüge eignet.Die Panoramastraße Corniche Sublime führt an der Südkante entlang, die Route des Crêtes auf der Nordseite bei La Palud-sur-Verdon. Nahe der Schlucht liegt Moustiers-Sainte-Marie, bekannt für Fayence und den zwischen zwei Felsen hängenden Stern.Der klassische Weg durch die Schlucht ist der Sentier Blanc-Martel, eine anspruchsvolle Tageswanderung mit Tunneln und Leitern. Mai, Juni, September und Oktober eignen sich am besten, im Hochsommer können Wege wegen Waldbrandgefahr gesperrt sein.
    Marseille

    Marseille

    Marseille gilt als älteste Stadt Frankreichs und ist heute eine lebhafte Hafenmetropole. Zentrum ist der Vieux Port mit Fischmarkt und Restaurants. Über der Stadt steht die Basilika Notre-Dame de la Garde mit weitem Blick über Stadt und Meer. Im Viertel Le Panier, dem ältesten Stadtteil, findest du enge Gassen, Ateliers und kleine Läden. Das Mucem am Hafeneingang zeigt Ausstellungen zu den Kulturen des Mittelmeerraums. Im Nationalpark Calanques südlich der Stadt liegen Felsbuchten mit klarem Wasser. Frühling und Herbst sind die angenehmsten Reisezeiten. Die Bouillabaisse, das bekannteste Gericht der Stadt, bestellst du in seriösen Restaurants oft am Vortag.
    Gordes

    Gordes

    Gordes ist ein Bergdorf im Luberon und gehört zu den „Plus Beaux Villages de France“. Die Steinhäuser staffeln sich auf einem Felssporn rund um das Renaissanceschloss, von oben blickst du über das Tal bis zum Luberon-Gebirge. In der Umgebung liegen das Village des Bories und die Abtei Sénanque mit ihrem Lavendelfeld.

    Sehenswürdigkeiten in Provence

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Basilique Saint-Pierre

    Basilique Saint-Pierre

    Die Basilique Saint-Pierre in der Altstadt von Avignon entstand ab 1358 an der Stelle einer der ersten Kirchen der Stadt. Die Fassade im Stil der Spätgotik zeigt bereits erste Renaissance-Motive, daneben steht ein achteckiger Turm, typisch für die mittelalterlichen Kirchen Avignons. Berühmt sind die rund vier Meter hohen Türflügel aus Nussbaumholz, die der Bildhauer Antoine Volard 1551 schnitzte; sie zeigen unter anderem die Verkündigung. Seit 2012 trägt die Kirche den Titel einer Basilika. Unser Tipp: Schau dir die Türen in Ruhe an, am frühen Vormittag ist der kleine Platz davor noch leer.
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    Papstpalast

    Papstpalast

    Der Papstpalast in Avignon, Provence, ist ein monumentales Zeugnis der europäischen Geschichte und Architektur. Im 14. Jahrhundert diente er als Residenz der Päpste während des Avignonesischen Exils und ist heute eines der größten und bedeutendsten gotischen Bauwerke Europas. Als UNESCO-Weltkulturerbe spiegelt er die politische und religiöse Macht jener Epoche wider.Beim Betreten wirst du von der schieren Größe und der festungsartigen Erscheinung beeindruckt sein. Erkunde die weitläufigen Innenhöfe, die prunkvollen Audienzsäle und die privaten Gemächer der Päpste, die oft mit beeindruckenden Fresken, etwa von Matteo Giovannetti, verziert sind. Die schiere Dimension der Anlage vermittelt ein Gefühl für die einstige Bedeutung.Unser Tipp: Um die Menschenmassen zu umgehen und die Atmosphäre in Ruhe zu genießen, besuche den Palast idealerweise direkt nach der Öffnung am Morgen oder am späten Nachmittag. Für eine unvergleichliche Panoramaansicht des Palastes und der Stadt Avignon begib dich zum nahegelegenen Rocher des Doms.
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    Musée Calvet

    Musée Calvet

    Das Musée Calvet in Avignon, Provence, ist in einem prächtigen Hôtel particulier aus dem 18. Jahrhundert, dem Hôtel de Villeneuve-Martignan, untergebracht. Es wurde vom Arzt und Sammler Esprit Calvet gegründet und beherbergt eine beeindruckende Vielfalt an Kunst- und Archäologiesammlungen. Du findest hier eine reiche Auswahl, die von altägyptischen Artefakten und römischen Funden aus der Region bis hin zu mittelalterlichen Skulpturen reicht. Die Gemäldesammlungen vom 16. bis zum 20. Jahrhundert umfassen Werke französischer, italienischer und niederländischer Meister. Die Architektur des Gebäudes selbst ist ein integraler Bestandteil des Besuchserlebnisses und spiegelt die Eleganz der Epoche wider. Unser Tipp: Nimm dir Zeit für die Abteilung der dekorativen Künste, die oft übersehen wird, aber exquisite Keramiken und Möbelstücke präsentiert. Um die Menschenmassen zu umgehen und die Kunst in Ruhe zu genießen, empfiehlt sich ein Besuch am Vormittag kurz nach der Öffnung.
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    Musée Lapidaire

    Musée Lapidaire

    Das Musée Lapidaire in Avignon gehört zum Musée Calvet und ist in der barocken Kapelle des ehemaligen Jesuitenkollegs aus dem 17. Jahrhundert an der Rue de la République untergebracht. Die archäologische Sammlung umfasst Skulpturen, Reliefs, Grabstelen, Inschriften und Sarkophage aus Ägypten, Griechenland, Etrurien und Rom sowie aus dem römischen und frühchristlichen Gallien. Bekanntestes Stück ist die Tarasque von Noves, eine keltische Steinskulptur eines menschenfressenden Ungeheuers. Die Präsentation im hohen Kirchenraum gibt dem Museum eine besondere Atmosphäre. Unser Tipp: Am Vormittag ist es am ruhigsten.
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    The Hill of Mourgues

    Die Colline des Mourgues ist ein rund sieben Hektar großer Hügelpark im historischen Zentrum von Villeneuve-lès-Avignon, auf dem rechten Rhône-Ufer gegenüber von Avignon. Spazierwege führen zu den Resten der Petite Chartreuse, einer Einsiedelei mit dem in den Fels gehauenen Grab des letzten Kartäusers der Stadt, und hinauf zur Kapelle Notre-Dame de Consolation. Von oben blickst du über Villeneuve, die Rhône und Avignon. Es gibt Spielplatz, Picknickplätze und ein Freilufttheater. Unser Tipp: Der Park ist ganzjährig tagsüber geöffnet, am späten Nachmittag ist das Licht über Avignon am schönsten.
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    Essen & Trinken

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    MAISON ORSINI

    Im Herzen der Provence erwartet dich das Restaurant MAISON ORSINI, das eine raffinierte Interpretation der regionalen Küche zelebriert. Hier tauchst du in ein Ambiente ein, das die Geschichte des 14. Jahrhunderts mit zeitloser Eleganz verbindet, oft mit Blick auf den idyllischen Garten. Die Küche setzt auf frische, saisonale Produkte aus der Region, die zu Gerichten wie zartem Lammkarree mit Kräutern der Provence oder mediterranen Fischvariationen verarbeitet werden. Jeder Teller spiegelt die Liebe zum Detail und die Authentizität der provenzalischen Aromen wider, ohne dabei auf eine moderne Präsentation zu verzichten. Aufgrund seiner Beliebtheit ist eine Reservierung, besonders für das Abendessen, dringend empfohlen; preislich bewegt sich das MAISON ORSINI im gehobenen Segment.
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    Rossini Sandwicherie

    Die Rossini Sandwicherie in der Provence bietet eine ausgezeichnete Option für ein schnelles, aber hochwertiges Mittagessen. Du findest hier eine Auswahl an frisch zubereiteten Sandwiches, die oft mit regionalen Zutaten und sorgfältig ausgewählten Produkten belegt sind. Die Spezialität des Hauses liegt in der Kombination aus knusprigem Brot und kreativen Füllungen, die von klassischen französischen Varianten bis zu mediterranen Anklängen reichen. Besonders empfehlenswert sind die täglich wechselnden Kreationen, die oft saisonale Produkte der Region hervorheben. Die Atmosphäre ist unkompliziert und ideal für eine kurze Pause. Erwarte eine moderate Preisklasse und effizienten Service, perfekt für einen Imbiss unterwegs oder eine entspannte Mittagspause.
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    La Fourchette

    Das La Fourchette in der Provence ist eine verlässliche Adresse für authentische provenzalische Küche. Du erlebst hier eine Speisekarte, die konsequent auf frische, saisonale Produkte der Region setzt, wobei die Aromen von Kräutern der Provence und hochwertigem Olivenöl dominieren. Besonders hervorzuheben sind die sorgfältig zubereiteten Fischgerichte, oft mit fangfrischem Mittelmeerfisch, sowie die kreativen Gemüsekompositionen, die die Vielfalt der lokalen Erzeugnisse zelebrieren. Die Atmosphäre ist gemütlich und einladend, mit einem rustikalen Charme, der perfekt zum mediterranen Lebensgefühl passt. Um einen Platz in diesem beliebten Restaurant zu sichern, ist eine Reservierung, insbesondere am Abend und in der Hochsaison, dringend empfohlen. Die gehobene, aber faire Preisgestaltung spiegelt die Qualität der Zutaten und die handwerkliche Zubereitung wider.
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    Restaurant L'Épicerie

    Das Restaurant L'Épicerie in der Provence entführt dich in die authentische Welt der traditionellen französischen Küche mit starkem Fokus auf regionale Spezialitäten. Hier erwarten dich ehrliche und unverfälschte Gerichte, die auf saisonalen Produkten der Umgebung basieren. Die Atmosphäre ist die eines charmanten, urigen Bistros, dessen idyllische Terrasse auf einem ruhigen Dorfplatz zum Verweilen einlädt und ein Gefühl von echtem Provençal-Flair vermittelt. Probiere unbedingt Klassiker wie ein herzhaftes Daube de Boeuf Provençal oder die frischen Fischgerichte, die mit aromatischen Kräutern und Olivenöl der Region zubereitet werden. Was L'Épicerie besonders macht, ist seine unprätentiöse Hingabe an das kulinarische Erbe der Provence, fernab touristischer Inszenierung. Unser Tipp: Besonders in der Hochsaison ist eine frühzeitige Reservierung empfehlenswert, um einen Platz auf der begehrten Terrasse zu sichern. Die Preise liegen im mittleren Segment und bieten ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis für die gebotene Qualität.
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    Le Palais Royal

    Das Le Palais Royal in der Provence ist eine empfehlenswerte Adresse für Liebhaber der gehobenen provenzalischen Küche. Du findest hier eine elegante, doch entspannte Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt und oft durch einen charmanten Innenhof ergänzt wird. Die Speisekarte konzentriert sich auf frische, saisonale Zutaten aus der Region, wobei du klassische Gerichte wie eine verfeinerte Daube Provençale oder fangfrischen Fisch aus dem Mittelmeer erwarten kannst. Besonders hervorzuheben ist die sorgfältige Auswahl an lokalen Weinen, die perfekt zu den Aromen der Provence passen und das kulinarische Erlebnis abrunden. Für ein unvergessliches Abendessen ist eine Reservierung dringend empfohlen; preislich bewegt es sich im oberen Segment, bietet jedoch eine entsprechende Qualität und einen aufmerksamen Service.
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    Essen & Trinken

    Die provençalische Küche beruht auf Olivenöl, Gemüse, Knoblauch und Kräutern. Fleisch spielt eine kleinere Rolle als in Nordfrankreich, Fisch nur an der Küste.

    Olivenöl und Tapenade

    Mehrere Mühlen der Region tragen eine geschützte Ursprungsbezeichnung. Aus schwarzen Oliven, Kapern und Sardellen entsteht die Paste Tapenade.

    Gemüsegerichte

    Ratatouille, gefülltes Gemüse und Gerichte mit Artischocken oder Zucchiniblüten stehen im Sommer auf jeder Karte.

    Kräuter und Lavendel

    Thymian, Rosmarin und Bohnenkraut wachsen wild auf den Kalkhängen. Aus Lavendel entstehen Honig, Sirup und ätherisches Öl.

    Weine der Rhône und der Provence

    Châteauneuf-du-Pape und Gigondas stehen für kräftige Rotweine, die Côtes de Provence für blassen, trockenen Rosé.

    Pastis

    Der Anisschnaps wird mit kaltem Wasser verdünnt als Apéritif getrunken und gehört auf jede Terrasse.

    Kulturelles Erbe der Provence

    Die Geschichte der Provence reicht bis zu griechischen Gründungen wie Massalia, dem heutigen Marseille, um 600 v. Chr. zurück. Prägend war die römische Herrschaft ab dem späten 2. Jahrhundert v. Chr., der die Region ihren Namen verdankt (Provincia). Davon zeugen das Amphitheater und das antike Theater in Arles oder das Theater von Orange, im nahen Languedoc auch die Arena von Nîmes und der Pont du Gard.Im Mittelalter entstanden romanische Kirchen und die schlichten Zisterzienserabteien Sénanque, Silvacane und Le Thoronet. Im 14. Jahrhundert wurde Avignon Sitz der Päpste, der Palais des Papes gilt als größter gotischer Palast Europas. Diese Zeit prägte die Region nachhaltig.Licht und Landschaft der Provence zogen später zahlreiche Maler an: Vincent van Gogh arbeitete in Arles und Saint-Rémy, Paul Cézanne in Aix-en-Provence. Bis heute lebendig sind Traditionen wie die handgefertigten Krippenfiguren, die Santons, und die provenzalische Sprache, die in Liedern und Festen gepflegt wird.

    Vor Ort unterwegs

    Bahn entlang der AchseDie Hochgeschwindigkeitsstrecke verbindet Avignon, Aix-en-Provence und Marseille mit Paris und untereinander in kurzen Takten. Zwischen Avignon, Arles, Nîmes und Marseille fährst du mit Regionalzügen zuverlässig und ohne Auto. Wichtig: Avignon und Aix haben jeweils zwei Bahnhöfe, einen im Zentrum und einen TGV-Bahnhof außerhalb.In die DörferDie Bergdörfer des Luberon, die Alpilles und die Schluchten des Verdon erreichst du nur eingeschränkt mit Bussen, und der Fahrplan dünnt außerhalb der Schulzeiten stark aus. Für diese Ziele ist ein Auto praktisch unverzichtbar. Die Straßen sind eng und kurvig, in der Hochsaison sind die Parkplätze in Gordes, Roussillon oder Moustiers schon am Vormittag voll.Wind und JahreszeitDer Mistral fällt vor allem im Winter und Frühjahr das Rhonetal hinunter und kann tagelang kräftig wehen. Er macht die Luft klar, erschwert aber Radfahren und Bootstouren spürbar.

    Rundreisen durch die Region

    Provence & Côte d'Azur

    Provence & Côte d'Azur

    Von Avignon fährst du in den Luberon nach Gordes und weiter nach Moustiers-Sainte-Marie am Rand der Verdon-Schlucht. Danach geht es hinunter an die Küste nach Saint-Tropez, Cannes und zum Schluss Nizza; keine Etappe dauert länger als rund zweieinhalb Stunden.

    13 Tage
    6 Stopps
    Route des Grandes Alpes

    Route des Grandes Alpes

    Von Annecy fährst du nach Albertville und am nächsten Tag über den Col de l'Iseran auf 2.764 Metern nach Briançon. Die letzte Etappe führt über den Col de la Bonette hinunter nach Nizza und dauert mit Pausen einen ganzen Tag. Die hohen Pässe sind meist nur von Juni oder Juli bis Oktober geöffnet.

    9 Tage
    4 Stopps
    Quer durch Südfrankreich

    Quer durch Südfrankreich

    Von Vallon-Pont-d'Arc in den Gorges de l'Ardèche fährst du nach Avignon und dann westwärts über Carcassonne und Toulouse nach Bordeaux. Zum Abschluss erreichst du Arcachon an der Atlantikküste; für die rund 700 Kilometer solltest du mehrere längere Fahrtage einplanen.

    14 Tage
    6 Stopps

    In der Umgebung

    Avignon

    Avignon

    Das historische Avignon in der Provence ist untrennbar mit seiner Zeit als Papstsitz im 14. Jahrhundert verbunden. Die imposanten Stadtmauern umschließen eine Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Du wirst besonders vom Palais des Papes, dem größten gotischen Palast Europas, und der berühmten Brücke Pont Saint-Bénézet, bekannt als Pont d'Avignon, beeindruckt sein. Schlendere durch die engen Gassen und über belebte Plätze, um das authentische Flair der Stadt zu erleben. Vom Felsen Rocher des Doms genießt du zudem eine weite Aussicht über die Stadt und die Rhône. Für ein entspanntes Erlebnis empfiehlt sich ein Besuch im Frühling oder Herbst, um die Sommerhitze und die größten Touristenströme zu meiden.
    Pont du Gard

    Pont du Gard

    Der Pont du Gard ist eines der am besten erhaltenen römischen Aquädukte und seit 1985 UNESCO-Welterbe. Die rund 49 Meter hohe Brücke überspannt den Gardon und war Teil einer etwa 50 Kilometer langen Wasserleitung, die im 1. Jahrhundert n. Chr. Quellwasser von Uzès nach Nîmes brachte. Du kannst die drei übereinanderliegenden Bogenreihen aus der Nähe betrachten und über die untere Ebene den Fluss überqueren. Museum und Besucherzentrum erklären Bauweise und Geschichte. Am späten Nachmittag ist das Licht warm und der Andrang geringer. Im Sommer kannst du im Gardon unterhalb der Brücke baden, ein Spaziergang am Ufer bietet weitere Perspektiven.
    Gordes

    Gordes

    Gordes ist ein Bergdorf im Luberon und gehört zu den „Plus Beaux Villages de France“. Die Steinhäuser staffeln sich auf einem Felssporn rund um das Renaissanceschloss, von oben blickst du über das Tal bis zum Luberon-Gebirge. In der Umgebung liegen das Village des Bories und die Abtei Sénanque mit ihrem Lavendelfeld.
    Arles

    Arles

    Arles ist eine Stadt mit einer tief verwurzelten Geschichte, geprägt von ihrem römischen Erbe und der künstlerischen Präsenz Vincent van Goghs. Du kannst hier beeindruckende römische Bauwerke wie das gut erhaltene Amphitheater Arènes d'Arles und das antike Theater erkunden, die beide zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Auch die römischen Kryptoportiken und der Gräberweg Alyscamps zeugen von der einstigen Bedeutung der Stadt. Die Stadt inspirierte Vincent van Gogh maßgeblich, dessen Spuren an Orten wie dem Café la Nuit oder im Garten des Hôtel-Dieu zu finden sind. Die Fondation Vincent van Gogh Arles präsentiert sein Werk im Kontext zeitgenössischer Kunst. Für ein authentisches Erlebnis lohnt sich ein Besuch des lebhaften Samstagsmarktes. Die beste Reisezeit ist der Frühling oder Herbst, um die Stadt bei milden Temperaturen und geringerem Besucheraufkommen zu genießen.
    Saint-Gilles

    Saint-Gilles

    Saint-Gilles ist eine Kleinstadt am Rand der Petite Camargue im Département Gard, rund 20 Kilometer südlich von Nîmes. Bekannt ist sie für ihre Abteikirche, deren romanische Westfassade aus dem 12. Jahrhundert zu den bedeutendsten Bildhauerwerken der Romanik in Frankreich zählt und als Teil der Jakobswege UNESCO-Welterbe ist. Dazu kommen eine kleine Altstadt, ein Hafen am Canal du Rhône à Sète und die Stier- und Reiskultur der Camargue.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Unsplash. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI