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    Antikes Olympia

    Griechenland

    Antikes Olympia

    StadtKulturFür Familien

    Antikes Olympia liegt in der Landschaft Elis im Westen der Peloponnes, dort wo der Kladeos in den Alpheios mündet.

    von Felix Gillen

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    5. Antikes Olympia
    Antikes Olympia liegt in der Landschaft Elis im Westen der Peloponnes, dort wo der Kladeos in den Alpheios mündet. Von 776 v. Chr. bis 393 n. Chr. wurden hier alle vier Jahre die Olympischen Spiele zu Ehren des Zeus ausgetragen, fast zwölf Jahrhunderte lang. Vom Heiligtum sind Fundamente, umgestürzte Säulentrommeln und das Stadion erhalten, die Skulpturen stehen im Museum gegenüber.

    Sehenswürdigkeiten in Antikes Olympia

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Antikes Stadion von Olympia

    1Antikes Stadion von Olympia

    Das Stadion liegt östlich der Altis und wird durch einen überwölbten Gang betreten, durch den auch die Athleten einzogen. Die Laufbahn misst 192,27 Meter zwischen den beiden steinernen Startschwellen, deren Rillen die Position der Füße vorgaben. Zuschauerränge aus Stein gab es nicht: Die bis zu 45.000 Besucher saßen auf den umlaufenden Erdwällen, nur die Kampfrichter und die Priesterin der Demeter hatten steinerne Plätze. Die heutige Form stammt aus dem 5. Jahrhundert v. Chr., zwei ältere Anlagen lagen weiter westlich. Die Bahn ist frei begehbar, an der Startlinie bildet sich im Sommer eine Schlange für Fotos.
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    Tempel der Hera

    2Tempel der Hera

    Der Heratempel entstand um 600 v. Chr. und ist damit der älteste Tempel des Heiligtums. Seine Säulen wurden ursprünglich aus Holz gefertigt und im Lauf der Jahrhunderte einzeln durch Stein ersetzt, weshalb sie in Durchmesser und Kanneluren voneinander abweichen, ein seltener Beleg für den Übergang vom Holz- zum Steinbau. Der Reisende Pausanias sah im 2. Jahrhundert n. Chr. noch eine der Holzsäulen im Opisthodom stehen. Im Inneren fand man 1877 den Hermes des Praxiteles, der heute im Museum steht. Vor dem Tempel wird bis heute das olympische Feuer mit einem Hohlspiegel entzündet, die Zeremonie findet einige Monate vor jeden Spielen statt. Von den 6 mal 16 Säulen stehen mehrere wieder aufgerichtet.
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    3Hain des Olympischen Friedens

    Der Hain liegt zwischen dem Archäologischen Museum und der Ausgrabungsstätte, am Fuß des Kronos-Hügels nahe dem Fluss Kladeos. Angelegt haben ihn das Internationale Zentrum für den Olympischen Frieden und die Antikenverwaltung von Ilia. Er erinnert an die Ekecheiria, den Waffenstillstand, der in der Antike während der Spiele galt und nach der Überlieferung auf dem Diskus des Iphitos im nahen Heratempel festgehalten war. Unter Pappeln, Pinien und Platanen führen Wege durch das Gelände, das du auf dem Weg vom Museum zur Altis durchquerst.
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    Philippeion

    4Philippeion

    Das Philippeion ist der einzige Rundbau der Altis und das einzige Gebäude im Heiligtum, das einer Herrscherfamilie gewidmet war. Philipp II. von Makedonien ließ es nach seinem Sieg bei Chaironeia 338 v. Chr. beginnen, vollendet wurde es nach seinem Tod unter Alexander dem Großen. Innen standen fünf Statuen, nach Pausanias aus Gold und Elfenbein, die Philipp, seine Eltern, seine Frau Olympias und Alexander zeigten, eine Ehrung, die sonst Göttern vorbehalten war. Der Bau markiert damit den Moment, in dem Makedonien die politische Führung in Griechenland übernahm. Einige ionische Säulen wurden in den 2000er Jahren wieder aufgerichtet, sodass der Grundriss heute gut lesbar ist.
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    Zeustempel von Olympia

    5Zeustempel von Olympia

    Der Zeustempel war der größte Bau des Heiligtums, errichtet zwischen 470 und 456 v. Chr. vom Architekten Libon aus Elis. Im Inneren stand die zwölf Meter hohe Sitzstatue des Zeus aus Gold und Elfenbein, ein Werk des Bildhauers Phidias und eines der sieben Weltwunder der Antike. Ein Erdbeben stürzte im 6. Jahrhundert n. Chr. die Säulen um, sie liegen bis heute als Reihe von Trommeln so da, wie sie gefallen sind, was den Maßstab des Baus besser vermittelt als jede Rekonstruktion. Eine einzelne Säule wurde 2004 wieder aufgestellt. Die Giebelskulpturen mit dem Wagenrennen des Pelops und dem Kampf gegen die Kentauren stehen im Archäologischen Museum.
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    Archäologisches Museum von Olympia

    6Archäologisches Museum von Olympia

    Das Museum liegt nördlich der Ausgrabungsstätte auf der anderen Seite der Straße und gehört zu den wichtigsten Sammlungen Griechenlands. Im zentralen Saal sind die Giebelfiguren des Zeustempels in Originalanordnung montiert, dazu die zwölf Metopen mit den Taten des Herakles. Zwei Einzelwerke ragen heraus: der Hermes des Praxiteles aus dem Heratempel und die Nike des Paionios, eine schwebend gearbeitete Siegesgöttin. Ein eigener Raum zeigt die Werkzeuge und Tonformen aus der Werkstatt des Phidias sowie tausende Bronzevotive, die als Weihgaben im Heiligtum lagen. Plane eineinhalb Stunden ein und sieh das Museum am besten nach dem Gelände an, dann ordnen sich die Fundamente von selbst.
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    Rundgänge in Antikes Olympia

    Kuratierte Spaziergänge zu den Highlights der Stadt, von erfahrenen Reisejournalisten zusammengestellt.

    Antikes Olympia: Auf den Spuren der Götter und Athleten

    Entdecken Sie die Wiege der Olympischen Spiele auf diesem etwa zweistündigen Rundgang. Schlendern Sie durch das Heilige Altis, bewundern Sie die Überreste antiker Tempel und Wettkampfstätten und tauchen Sie ein in die faszinierende Geschichte der Götter und Athleten.

    ~2 Std.
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    Stopps (8)

    Essen & Trinken

    1

    Symposio tavern

    Die Symposio-Taverne liegt an der Aimiliou Kountse im Ort Archaia Olympia, nahe der Hauptstraße. Die Küche ist griechisch, ein guter Halt vor oder nach dem Besuch der Ausgrabungen.
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    2

    ΔΗΜΗΤΡΑ restaurant & wine

    Das Dimitra an der Georgiou Douma in Archaia Olympia ist Restaurant und Weinlokal zugleich. Auf der Karte stehen griechische Gerichte, dazu Weine aus der Region.
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    3

    Pheidias Grill House

    Das Pheidias Grill House an der Praxiteli Kondyli, der Hauptstraße von Archaia Olympia, ist ein Grilllokal mit regionaler Küche. Im Mittelpunkt stehen Fleischgerichte vom Grill.
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    Essen und Trinken in Olympia

    Elis ist Agrarland mit Olivenhainen, Gemüsefeldern und Weiden. Die Tavernen im Dorf sind stark auf Tagesgäste ausgerichtet, ein paar Straßen abseits der Hauptachse wird es einfacher und günstiger.

    Olivenöl aus Elis

    Die Hänge um Olympia und Krestena sind dicht mit Olivenbäumen bestanden, geerntet wird von November bis Januar. Der wilde Ölbaum spielte schon in der Antike eine Rolle, aus seinen Zweigen wurde der Siegerkranz geflochten. Mehrere kleine Mühlen in den Nachbardörfern verkaufen direkt. Beim Kauf lohnt die Frage nach Säuregehalt und Erntejahr.

    Weine aus Ilia

    Der Regionalbezirk Ilia hat eine kleine, aber eigenständige Weinszene, vor allem an der Küste zwischen Pyrgos und Katakolo. Angebaut werden neben internationalen Sorten die einheimische rote Avgoustiatis und der aus Italien eingeführte Refosco. Die Weingüter nehmen Besucher meist nach Anmeldung an. In den Tavernen von Olympia steht häufig offener Wein aus der Umgebung auf der Karte.

    Wassermelonen und Frühgemüse

    Die Schwemmebene des Alpheios gehört zu den wichtigsten Anbaugebieten für Wassermelonen und frühes Gemüse in Griechenland. Ab Mai stehen entlang der Landstraßen Verkaufsstände der Bauern. Tomaten, Auberginen und Paprika landen in den Tavernen als Gemista, also gefüllt und im Ofen gegart. Die Saison endet im Spätsommer.

    Käse aus dem Bergland von Foloi

    Auf dem Eichenplateau von Foloi östlich von Olympia wird traditionell Vieh gehalten. Von dort kommen Feta sowie halbharte Schaf- und Ziegenkäse, die in den Dörfern und auf Wochenmärkten verkauft werden. In den Tavernen findest du sie gebraten als Saganaki oder in Pasteten. Dazu passt der Bergthymian-Honig aus derselben Gegend.

    Olympia: Heiligtum, Wettkampf und Waffenstillstand

    Tausend Jahre SpieleOlympia war kein Wohnort, sondern ein Heiligtum, das alle vier Jahre zum Wettkampfplatz wurde. Die überlieferte Siegerliste beginnt 776 v. Chr., zunächst gab es nur einen Lauf über die Stadionlänge, später kamen Ringen, Faustkampf, Fünfkampf und Wagenrennen hinzu. Teilnahmeberechtigt waren freie Griechen, als Preis gab es einen Kranz vom wilden Ölbaum, der Ruhm in der Heimatstadt fiel dafür umso größer aus. Während der Ekecheiria, des heiligen Waffenstillstands, war der Weg nach Olympia für die Teilnehmer geschützt. Gegen Ende des 4. Jahrhunderts n. Chr. endeten die Spiele mit dem Verbot der heidnischen Kulte unter Kaiser Theodosius I., das Heiligtum verfiel und wurde durch Erdbeben und Schwemmland verschlossen.Kunst und WiederentdeckungDer Bildhauer Phidias schuf hier die rund zwölf Meter hohe Zeusstatue aus Gold und Elfenbein, eines der sieben Weltwunder. Die Giebel und Metopen des Zeustempels gelten als Hauptwerke des Strengen Stils. Ausgegraben wurde Olympia ab 1875 durch deutsche Archäologen unter Ernst Curtius, die Funde blieben nach einem eigens geschlossenen Vertrag in Griechenland. Pierre de Coubertin, der Gründer des Internationalen Olympischen Komitees, ist in Olympia mit einem Denkmal geehrt, in dem sein Herz beigesetzt ist.

    Anreise und unterwegs in Olympia

    AnreiseÜberlandbusse der KTEL fahren vom Busbahnhof Kifissos in Athen über Patras nach Pyrgos, dort steigst du in den Regionalbus für die letzten 20 Kilometer nach Olympia um. Zwischen Katakolo, Pyrgos und Olympia verkehren außerdem einige Regionalzüge pro Tag, prüfe den aktuellen Fahrplan von Hellenic Train. Mit dem Auto fährst du von Patras an der Küste entlang nach Pyrgos und von dort ins Tal des Alpheios.Im Dorf und auf dem GeländeDorf, Museen und Ausgrabungsstätte liegen nah beieinander und sind zu Fuß gut zu erreichen. Auf dem Gelände sind die Wege gekiest und teils uneben, und Schatten gibt es vor allem unter den Bäumen am Kronos-Hügel. Taxis findest du im Dorf, für Ausflüge in die Umgebung und an die Küste ist ein Mietwagen praktischer, weil die Busse außerhalb der Hauptlinie selten fahren.

    Unterkünfte in Antikes Olympia

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    Campingplätze in Antikes Olympia

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    1. 1
      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
      1234

      Rundreise

      12 Tage · 4 Stopps

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      Antikes Olympia-Reise

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      Antikes Olympia
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    In der Umgebung

    Peloponnes

    Peloponnes

    Die Peloponnes hängt am südlichen Ende des griechischen Festlands und ist seit dem Bau des Kanals von Korinth streng genommen eine Insel. Mykenische Burgen, das Heiligtum von Olympia, byzantinische Ruinenstädte und venezianische Seefestungen liegen hier dicht beieinander.Dazwischen steigen Bergketten auf über 2.400 Meter, der Taygetos erreicht 2.407 Meter. Die Küstenstraßen bleiben schmal und kurvig, wer die Halbinsel bereist, plant besser mit wenigen Standorten und Tagesausflügen.
    Zakynthos (Insel)

    Zakynthos (Insel)

    Zakynthos ist die südlichste der größeren Ionischen Inseln und trägt zwei Gesichter: im Norden und Westen eine Steilküste mit Höhlen und der Schiffswrackbucht Navagio, im Süden flache Sandstrände, an denen Unechte Karettschildkröten ihre Eier ablegen. Dazwischen liegt eine fruchtbare Ebene mit Weinbergen und Olivenhainen. Die Venezianer nannten die Insel Fior di Levante.
    Mykene

    Mykene

    Mykene liegt auf einem Hügel am Nordrand der Argolischen Ebene, rund 25 Kilometer nördlich von Nafplio. Zwischen etwa 1350 und 1200 v. Chr. war die Burg das Zentrum einer Palastkultur, die einer ganzen Epoche ihren Namen gab. Heinrich Schliemann legte ab 1876 die Schachtgräber frei, seit 1999 gehört die Stätte gemeinsam mit Tiryns zum UNESCO-Welterbe.
    Nafplio

    Nafplio

    Nafplio liegt an der Ostküste der Argolis am Argolischen Golf, rund 140 Kilometer südwestlich von Athen. Von 1823 bis 1834 war die Stadt die erste Hauptstadt des unabhängigen Griechenland, davor beherrschten Venezianer und Osmanen abwechselnd den Hafen. Geblieben sind drei Festungsanlagen, eine kompakte Altstadt aus venezianischen und neoklassizistischen Häusern und ein Felsweg rund um die Halbinsel.
    Galaxidi

    Galaxidi

    Galaxidi ist eine kleine Hafenstadt an der Nordküste des Golfs von Korinth, rund 30 Kilometer südwestlich von Delphi. Im 19. Jahrhundert war sie einer der wichtigsten Reederorte Griechenlands, in den 1860er und 1870er Jahren zählte ihre Handelsflotte über 400 Segelschiffe. Die steinernen Kapitänshäuser aus dieser Zeit prägen bis heute das Ortsbild.Nach Galaxidi kommst du für einen ruhigen Abend am Hafen nach dem Besuch in Delphi, für das Schifffahrtsmuseum und für Spaziergänge zwischen den beiden Häfen und durch den Pinienwald gegenüber. Am Kathara Deftera, dem Reinen Montag zu Beginn der orthodoxen Fastenzeit, zieht die Mehlschlacht Alevromoutzouroma viele Besucher an.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Unsplash, Pexels. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI