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    • In der Umgebung
    Galaxidi

    Griechenland

    Galaxidi

    Stadt

    Galaxidi ist eine kleine Hafenstadt an der Nordküste des Golfs von Korinth, rund 30 Kilometer südwestlich von Delphi. Im 19.

    von Felix Gillen

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    5. Galaxidi
    Galaxidi ist eine kleine Hafenstadt an der Nordküste des Golfs von Korinth, rund 30 Kilometer südwestlich von Delphi. Im 19. Jahrhundert war sie einer der wichtigsten Reederorte Griechenlands, in den 1860er und 1870er Jahren zählte ihre Handelsflotte über 400 Segelschiffe. Die steinernen Kapitänshäuser aus dieser Zeit prägen bis heute das Ortsbild.Nach Galaxidi kommst du für einen ruhigen Abend am Hafen nach dem Besuch in Delphi, für das Schifffahrtsmuseum und für Spaziergänge zwischen den beiden Häfen und durch den Pinienwald gegenüber. Am Kathara Deftera, dem Reinen Montag zu Beginn der orthodoxen Fastenzeit, zieht die Mehlschlacht Alevromoutzouroma viele Besucher an.

    Sehenswürdigkeiten in Galaxidi

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Agora-Hafen und Uferpromenade

    1Agora-Hafen und Uferpromenade

    Der Agora-Hafen ist der größere der beiden natürlichen Häfen von Galaxidi und der Mittelpunkt des Ortes. In den 1860er und 1870er Jahren zählte die Handelsflotte der Stadt über 400 Segelschiffe, aus dieser Zeit stammen die Kapitänshäuser aus Stein, die sich vom Kai den Hang hinaufziehen. Heute liegen hier Fischerboote, Kaikia und Segelyachten. Am Kai reihen sich Cafés und Tavernen, quer über die Landzunge erreichst du in wenigen Minuten den westlichen Hafen Chirolakas.
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    Nautisches und Historisches Museum Galaxidi

    2Nautisches und Historisches Museum Galaxidi

    Das Museum geht auf den Arzt Efthymios Vlamis zurück, auf dessen Anregung 1928 zunächst eine Galerie mit Gemälden der Schiffe des Ortes entstand. Heute besitzt es die größte Sammlung von Schiffsgemälden in Griechenland, vor allem Aquarelle und Ölbilder der Segelschiffe von Galaxidi aus dem 19. Jahrhundert. Dazu kommen Galionsfiguren, Werkzeuge des Schiffbaus, Schiffspapiere und Register sowie Münzen aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. Einen Ehrenplatz hat die Chronik von Galaxidi, eine 1865 veröffentlichte Handschrift. Das Gebäude stammt von 1868, Anfang der 2000er Jahre wurden die Bestände restauriert und neu aufgestellt.
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    Kirche Agios Nikolaos

    3Kirche Agios Nikolaos

    Die Kirche des heiligen Nikolaus, Schutzpatron der Seeleute, ist die Hauptkirche von Galaxidi und steht am höchsten Punkt des Ortes, umgeben von hohen Bäumen und einem großen Vorplatz. Der Bau im byzantinischen Stil entstand Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Innern steht eine reich geschnitzte hölzerne Ikonostase. Vom Kirchplatz überblickst du beide Häfen.
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    4Tarsanas (Alte Werft)

    Tarsanas heißen in Griechenland die traditionellen Bootswerften, und in Galaxidi lagen sie am westlichen Hafen Chirolakas. Hier entstanden im 19. Jahrhundert die hölzernen Segelschiffe, mit denen die Stadt zu einem der wichtigsten Reederorte Griechenlands wurde. Mit dem Übergang zur Dampfschifffahrt verlor die Werft ihre Bedeutung. Am Ufer liegen heute noch alte Hölzer, eine Ankerwinde und ein großer eiserner Anker, in kleinen Werkstätten werden weiterhin Fischerboote repariert.
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    Chirolakas, der westliche Hafen

    5Chirolakas, der westliche Hafen

    Galaxidi hat zwei Häfen, die durch die Landzunge des Orts getrennt sind. Während am östlichen Agora-Hafen die Tavernen und Cafés liegen, ist der Chirolakas im Westen der Arbeitshafen geblieben: Hier liegen Fischerboote, hier wurden die Schiffe repariert.Im 19. Jahrhundert hatte Galaxidi eine der größeren Segelflotten Griechenlands, mehrere hundert Schiffe waren in der Stadt registriert. Mit dem Übergang zum Dampfschiff endete das, weil die hiesigen Werften Holz bauten und der Markt nach Eisen verlangte.Am Chirolakas ist von dieser Geschichte mehr zu sehen als am Touristenhafen: Slipanlagen, Werkstätten und der Blick auf die Kapitänshäuser am Hang darüber. Zu Fuß sind es vom Agora-Hafen fünf Minuten quer über die Landzunge.
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    6Die Pinienhalbinsel gegenüber dem Hafen

    Gegenüber dem Agora-Hafen schiebt sich eine mit Aleppokiefern bewachsene Landzunge ins Wasser und schließt die Bucht von Galaxidi nach Süden ab. Ein Weg führt am Ufer entlang und dann durch den Wald, vorbei an kleinen Kiesbuchten, in denen sich baden lässt.Der Pinienbestand geht auf Aufforstungen zurück und ist der Grund, warum Galaxidi von der Wasserseite grün wirkt. Zwischen den Bäumen liegen Bänke und Feuerstellen, Infrastruktur gibt es sonst keine.Für den Rundweg solltest du etwa eine Stunde einplanen. Am späten Nachmittag steht die Sonne günstig für den Blick zurück auf den Ort und die Berge über Itea.
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    Rundgänge in Galaxidi

    Kuratierte Spaziergänge zu den Highlights der Stadt, von erfahrenen Reisejournalisten zusammengestellt.

    Galaxidi: Maritimes Flair & Historische Gassen

    Entdecken Sie das charmante Galaxidi bei einem zweistündigen Spaziergang. Tauchen Sie ein in die reiche Seefahrtsgeschichte, bewundern Sie elegante Herrenhäuser und genießen Sie die idyllische Hafenatmosphäre dieses malerischen Küstenortes in Griechenland.

    ~2 Std.
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    Stopps (7)

    Restaurants & Cafés

    1

    Skeletovrachos

    Das Skeletovrachos ist eine Fischtaverne am Hafen von Galaxidi. Auf den Tisch kommen gegrillter Fisch nach Tagesfang, Meeresfrüchte und Mezedes wie Oktopus.
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    2

    O Bekris

    O Bekris ist eine Taverne im Ortskern von Galaxidi, wenige Schritte oberhalb des Agora-Hafens. Die Küche ist griechische Hausmannskost mit Tages- und Ofengerichten.
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    3

    Tarsanas Fish Tavern

    Die Tarsanas Fish Tavern liegt am Wasser bei der alten Werft von Galaxidi, nach der sie benannt ist. Serviert werden Fisch nach Tagesfang, gegrillter Tintenfisch und Meeresfrüchte, die Tische stehen am Kai mit Blick auf die Bucht.
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    4

    Kapetan Kosta

    Kapetan Kosta ist eine Taverne am Agora-Hafen von Galaxidi. Auf der Karte stehen Fisch und Mezedes, wie es für die Lokale an der Uferpromenade üblich ist.
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    Essen und Trinken in Galaxidi

    Galaxidi ist ein Fischerort und hat es sich bewahrt. Die Tavernen an beiden Häfen arbeiten mit dem Tagesfang aus dem Golf von Korinth, dazu kommen Olivenöl und Oliven aus Amfissa, keine zwanzig Kilometer entfernt. Im Sommer sind die Tische an der Promenade abends besetzt, im Winter öffnen nur noch wenige Häuser.

    Fisch aus dem Golf von Korinth

    In den Tavernen am Wasser wird der Tagesfang gewogen und nach Gewicht abgerechnet. Üblich sind Dorade, Meerbarbe, Tintenfisch und Gavros, meist gegrillt oder frittiert. Lass dir den Fisch vor der Zubereitung zeigen, das ist hier normal und nicht unhöflich.
    Gegrillter Oktopus

    Gegrillter Oktopus

    In mehreren Tavernen hängt der Oktopus zum Trocknen vor der Tür, bevor er auf den Grill kommt. Serviert wird er mit Olivenöl, Essig und Oregano als Meze zum Ouzo.

    Amfissa-Oliven und Olivenöl

    Aus dem Olivenhain hinter Itea kommen große, dunkle Tafeloliven mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Öl und Oliven werden im Ort in mehreren Läden direkt von den Erzeugern verkauft.

    Wildkräuter und Hortopita

    Aus den Hängen hinter dem Ort kommen Wildkräuter, die in Pita verbacken oder als Horta gedämpft und mit Zitrone serviert werden. In den Tavernen läuft das als Beilage, nicht als eigenes Gericht.

    Ouzo am Hafen

    Vor dem Essen gehört ein Glas an der Uferpromenade dazu, meist mit ein paar Tellern Meze. In Galaxidi zieht sich das bis in den Abend, ein fester Zeitplan hilft dabei wenig.

    Geschichte und Kultur

    Antike und MittelalterAn der Stelle von Galaxidi lag in der Antike Chaleion, eine Stadt im westlichen Lokris. Im Mittelalter war der Ort neben Krissa der wichtigste Hafen am Golf von Itea.Das Zeitalter der SegelschiffeSeine Blütezeit erlebte Galaxidi im 19. Jahrhundert als Reederort. In den 1860er und 1870er Jahren zählte die Handelsflotte über 400 Schiffe, gebaut auf den eigenen Werften am Chirolakas. Den Übergang zur Dampfschifffahrt nach 1890 vollzogen die Reeder nicht, der Wohlstand ging zurück. Aus der Blütezeit stammen die Kapitänshäuser und die Sammlung des Nautischen und Historischen Museums, das 1928 auf Anregung des Arztes Efthymios Vlamis entstand und die größte Sammlung von Schiffsgemälden in Griechenland besitzt.Die MehlschlachtAm Kathara Deftera, dem Reinen Montag zu Beginn der orthodoxen Fastenzeit, feiert Galaxidi das Alevromoutzouroma: Die Teilnehmer ziehen in alter Kleidung zum Hafen und bewerfen sich mit gefärbtem Mehl, bis die Vorräte aufgebraucht sind. Der Brauch besteht in dieser Form seit Mitte des 19. Jahrhunderts, sein Ursprung ist ungeklärt.

    Unterwegs vor Ort

    AnreiseBusse von KTEL Fokidas fahren vom Busbahnhof Liosion in Athen einige Male am Tag nach Galaxidi, die Fahrt dauert rund dreieinhalb Stunden. Mit dem Auto führt die Strecke über Livadia, Arachova und Delphi nach Itea und weiter auf der Nationalstraße 48 an der Küste entlang, die weiter nach Nafpaktos führt.Vor OrtGalaxidi ist klein genug, um alles zu Fuß zu erledigen: Vom Agora-Hafen zum Chirolakas sind es fünf Minuten, zur Kirche Agios Nikolaos geht es kurz bergauf. Für Ausflüge nach Delphi oder Itea sind die Busverbindungen dünn, ein eigenes Fahrzeug oder ein Taxi ist meist praktischer.

    Unterkünfte in Galaxidi

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    Campingplätze in Galaxidi

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    1. 1
      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
      1234

      Rundreise

      12 Tage · 4 Stopps

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      Galaxidi-Reise

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      • 2Nautisches und Historisches Museum Galaxidi4 Tage
      • 3Kirche Agios Nikolaos5 Tage
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      Galaxidi
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    In der Umgebung

    Delphi

    Delphi

    Delphi liegt am Südhang des Parnass, rund zweieinhalb Autostunden nordwestlich von Athen. In der Antike war das Heiligtum des Apollon mit seinem Orakel eines der wichtigsten Kultzentren Griechenlands, heute ist es UNESCO-Welterbe. Die Heilige Straße führt an Schatzhäusern vorbei zum Apollontempel, darüber liegen Theater und Stadion mit Blick über das Pleistos-Tal. Im Museum steht der bronzene Wagenlenker von Delphi. Komm früh am Morgen oder am späten Nachmittag und trag feste Schuhe, das Gelände ist steil und uneben.
    Arachova

    Arachova

    Arachova ist ein Bergort am Südhang des Parnass, rund zehn Kilometer östlich von Delphi. Im Winter ist er der wichtigste Stützpunkt für das Skizentrum Parnassos, an Wochenenden kommen dann viele Gäste aus Athen, im Rest des Jahres übernachten hier vor allem Besucher von Delphi.Der Ort ist bekannt für Webwaren wie Teppiche und Decken und für den Käse Formaela, der eine geschützte Ursprungsbezeichnung trägt. Abseits der Hauptstraße führen steile Gassen und Treppen zwischen Steinhäusern hinauf zum Uhrturm und zur Kirche Agios Georgios, im Frühling und Herbst beginnen hier Wanderungen am Parnass.
    Thermopylae

    Thermopylae

    An den Thermopylen hielt 480 v. Chr. ein griechisches Aufgebot unter dem spartanischen König Leonidas das persische Heer des Xerxes drei Tage lang auf. Damals verlief hier zwischen dem Kallidromo-Gebirge und dem Meer ein schmaler Küstenpass, heute liegt die Küste durch die Ablagerungen des Spercheios mehrere Kilometer entfernt.Vom Engpass selbst ist im Gelände wenig zu erkennen. Wer hier anhält, sieht das Leonidas-Denkmal, den Kolonos-Hügel der letzten Stellung und das Informationszentrum, das die verschwundene Landschaft erklärt. Der Halt lässt sich gut in eine Fahrt zwischen Athen und Nordgriechenland einbauen.
    Zentralgriechenland

    Zentralgriechenland

    Zentralgriechenland, auf Griechisch Sterea Ellada, reicht vom Golf von Korinth über das Parnass-Massiv bis an den Malischen Golf. Zwischen dem Orakelheiligtum von Delphi, dem Engpass der Thermopylen und den Bergdörfern Evrytaniens liegt eine Landschaft, die viele Reisende auf dem Weg nach Norden nur durchqueren. Wer anhält, findet antike Stätten ohne Gedränge und ein Gebirge, das im Winter Schnee trägt.
    Korinth

    Korinth

    Korinth liegt am Isthmus, der schmalsten Stelle zwischen Peloponnes und griechischem Festland, und kontrollierte damit über Jahrhunderte den Verkehr zwischen zwei Meeren. Die antike Stadt wurde 146 v. Chr. von Rom zerstört und ein Jahrhundert später als Kolonie neu gegründet, hier predigte der Apostel Paulus. Apollon-Tempel, die Festung Akrokorinth und der 1893 eröffnete Kanal stehen für drei sehr unterschiedliche Epochen an einem Ort.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Unsplash, Pexels, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI